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Lesen Sie die wichtigsten Neuerungen für Windenergie an Land

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Ihr Partner
für Onshore-Windprojekte
Projektentwicklung und Direktvermarktung aus einer Hand
Was sich mit dem neuen EEG ändert
Das Vergütungssystem ändert sich grundlegend und die Direktvermarktung
ist Pflicht. Know-how ist gefragt. In Vattenfall finden Sie einen kompetenten
und erfahrenen Partner in allen Projektphasen.
Seit dem 1. August 2014 ist das novellierte Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in
Kraft. Drei Ziele verbindet der Gesetzgeber mit dieser Neufassung: die erneuerbaren Energien besser in den Strommarkt
zu integrieren, den jährlichen Zubau in
festgelegte Bahnen zu lenken und kostengünstige Technologien voranzutreiben.
Die wichtigsten Neuerungen für Windenergie an Land im Überblick:
•D
as Referenzertragsmodell ist neu
justiert. Damit erhalten Windenergieanlagen an guten und mittleren Standorten
die höhere Anfangsvergütung künftig
über einen kürzeren Zeitraum.
•D
er Bonus für das Repowering von
Windparks oder das Erbringen von Systemdienstleistungen sind gestrichen.
•D
as Gesetz legt einen jährlichen Zubaukorridor von 2.400 bis 2.600 Megawatt
(MW) fest. Gehen mehr Anlagen ans
Netz, sinkt im Folgejahr die Vergütung
für Neuanlagen stärker ab.
•D
ie Direktvermarktung ist verpflichtend.
Für Windenergie gilt das für alle Neu-
anlagen, die nach dem 22. Januar 2014
genehmigt sind und nach dem 1. August
2014 in Betrieb gehen.
• Jede Neuanlage muss fernsteuerbar sein.
• Die bisherige Managementprämie geht
in der Gesamtvergütung auf. Diese
Vergütung umfasst künftig nur zwei
Bestandteile: den durchschnittlichen
Vermarktungspreis an der Börse und die
Marktprämie.
• Sollte ein Direktvermarkter zahlungsunfähig sein, bekommen betroffene
Anlagenbetreiber maximal 80 Prozent
der Vermarktungserlöse erstattet.
Fernsteuerbarkeit: Wie funktioniert’s?
Jede Windenergieanlage erhält spezielle Technik und Software, damit
Netzbetreiber oder Direktvermarkter
aus ihren Leitzentralen jederzeit abfragen können, wie viel die Anlage gerade
einspeist, und die Leistung direkt anpassen können. So tragen Windenergieanlagen zur Netzstabilität bei.
Nächste Neuerung: ­Ausschreibungen
Das EEG 2014 ist ein Schritt zur Integration der Erneuerbaren Energien
in den Strommarkt und der nächste
steht schon fest: Ab 2017 werden
alle Vergütungshöhen über Ausschreibungen ermittelt. Sie unterscheiden
sich dann von Projekt zu Projekt. Das
macht die Projektentwicklung deutlich anspruchsvoller und stellt höhere
Anforderungen an die Finanzierung.
Die genauen Konsequenzen sind
derzeit nicht absehbar, da zuerst
die Rahmenbedingungen erarbeitet
werden müssen. Die Bundesregierung
will ein Pilotverfahren durchführen
und 2016 eine weitere EEG-Novelle
verabschieden.
Vattenfall ist auf diese Veränderung
dennoch sehr gut vorbereitet. Wir
verfügen über umfassende Erfahrungen mit Ausschreibungen in anderen
Ländern und können Projektpartner
auf allen Stufen des administrativen
Verfahrens unterstützen.
Wie funktioniert der „atmende Deckel“ für Onshore-Windenergie?
Ein Beispiel: Bei einem Zubau
von mehr als 3.000 MW
Windenergieleistung pro
Jahr bekämen Betreiber im
folgenden Jahr 3,2 Prozent
weniger Gesamtvergütung
im Vergleich zum Vorjahr.
Für einen Windpark mit fünf
Anlagen und einer durchschnittlichen Erzeugung von
rund 35.000 Megawattstunden/Jahr entspräche das einer
Reduzierung der Erlöse um
100.000 Euro jährlich.
Dieses Modell greift erstmals im 1. Quartal 2016.
Jährlicher Zubau an installierter Onshore-Windenergie-Leistung: < 1.600 MW
Degression:
1,6 %
< 1.800 MW
0,8 %
< 2.000 MW
0%
< 2.200 MW
–0,8 %
Veränderung der Vergütung im Beispielwindpark: ca. 50.000 €
mehr
ca. 25.000 €
mehr
0€
ca. 25.000 €
weniger
Wie Sie Ihr Projekt stabil finanzieren
Vom jährlichen Zubau abhängige Tarife, kürzere Zeiträume für die hohe Anfangsvergütung – die Risiken für neue Windenergieprojekte steigen. Vattenfall bietet die
nötige Sicherheit und Bonität bei der Finanzierung.
Bisher ließen sich Windenergieprojekte in
Deutschland zu sehr attraktiven Konditionen und mit niedrigen Eigenkapitalquoten
finanzieren. Grundlage war das bisherige
Festpreissystem auf Basis des EEG. Das
sorgte für geringe Risikobewertungen
durch die Banken. Doch mit dem neuen
EEG findet ein grundlegender Wandel
statt: vom Garantiepreis zu einem Marktpreis, der von verschiedenen Faktoren
abhängt. Das sorgt für Verunsicherung
bei Planern, Grundstückseigentümern
und Finanzinstituten. Denn die Risiken für
neue Windprojekte steigen.
Vier Beispiele für die veränderten Rahmenbedingungen bei der Finanzierung:
• Der jährliche Zubaukorridor von 2.400
bis 2.600 MW und seine quartalsweise Berechnung führen dazu, dass die
tatsächliche Vergütung erst wenige
Monate vor Baubeginn feststeht.
• Die veränderte Vergütungsstruktur
kann zur Folge haben, dass Windparks
an durchschnittlich guten Standorten
die hohe Anfangsvergütung über einen
kürzeren Zeitraum erhalten, beispielsweise nicht mehr 16 Jahre, sondern nur
12 Jahre.
• Die Laufzeiten der Verträge der Direktvermarkter sind kürzer als die Betriebszeit der Windparks. Somit können sich
die Konditionen kurzfristig ändern.
• Bei Insolvenz des Direktvermarkters
sind Betreiber nicht zu 100 Prozent
abgesichert.
Diese wie andere Risiken bewerten Banken mit Aufschlägen bei der Finanzierung
oder höheren Eigenkapitalquoten. Das
und die insgesamt niedrigere Vergütung
machen Projektfinanzierungen und die
Projektumsetzung deutlich schwieriger.
Garant für finanzielle Stabilität
In Vattenfall finden Sie den idealen
Partner, um diese Herausforderungen
gemeinsam zu bewältigen. Denn wir
bieten bei der Projektentwicklung wie
Finanzierung viele Vorteile:
• Vattenfall wählt nicht das Modell
der Projektfinanzierung, sondern
­finanziert seine Projekte in der Regel ohne direkte Bankenbeteiligung.
Die Projektrealisierung steht immer
auf sichereren Beinen.
• Vattenfall ist ein finanzstarkes
Unternehmen mit hoher Bonität.
Ein Ausfallrisiko ist nahezu ausgeschlossen.
• Vattenfall bietet erfahrene Teams
für Stromvertrieb, Stromhandel sowie Markt- und Wetterprognose.
< 2.400 MW
–1,2 %
ca. 37.000 €
weniger
2.400 to 2.600 MW
–1,6 %
Zielkorridor
ca. 50.000 €
­weniger
< 2.800 MW
–2 %
< 3.000 MW
–2,4 %
< 3.200 MW
–3,2 %
< 3.400 MW
–3,9 %
> 3.400 MW
–4,7 %
ca. 62.000 €
weniger
ca. 75.000 €
weniger
ca. 100.000 €
weniger
ca. 121.000 €
weniger
ca. 146.000 €
weniger
Referenzertragsmodell
Wie viel Strom eine Windenergieanlage liefert, hängt maßgeblich vom Standort, der Anlagenleistung und den Eigenschaften
des jeweiligen Anlagentyps ab. Alle diese Parameter fließen
in die Berechnung des Referenzertragswerts ein. Nach einem
standardisierten Verfahren lässt sich ermitteln, wie viel Strom
eine spezifische Anlage an einem fest definierten Standort
über fünf Jahre produzieren könnte. Diese Kennwerte wer-
den mit den Eckdaten des konkret zu planenden Standorts
kombiniert. Ergebnis der Berechnung ist ein Prozentwert – der
sogenannte Referenzwert. Je größer er ist, desto besser die
Windverhältnisse, desto geringer die Vergütung. Auf diese
Weise wird ein Ausgleich für die Vergütung zwischen guten
und weniger guten Windstandorten geschaffen. Somit ist der
Betrieb von Windparks ortsunabhängig finanziell attraktiv.
EEG 2014: Die volle Anfangsvergütung sinkt früher
Laufzeit der Anfangsvergütung in Jahren am Beispiel von drei Windparkstandorten
20
19,4
Jahre
15
10
5
0
16,1
18
12
9,4
5
–4,4
–4,1
–1,4
–5
130 % Referenzertrag
100 % Referenzertrag
85 % Referenzertrag
–10
EEG 2012
EEG 2014
Differenz in Jahren
Wie Sie Erträge erfolgreich
direktvermarkten
Seit dem 1. August sind alle Betreiber
von neuen Windenergieanlagen verpflichtet, ihren Strom ausschließlich direkt zu
vermarkten. Das bringt einige Herausforderungen mit sich: Es braucht ausgeprägtes Know-how in den energiewirtschaftlichen Prozessen. Jeder Betreiber
muss die Erzeugung seiner Anlagen
prognostizieren, Produktionsfahrpläne
erstellen und bei Abweichungen von diesem Fahrplan entsprechend Strom handeln oder Ausgleichsenergie nutzen. Um
diesen Anforderungen zu entsprechen,
brauchen Anlagenbetreiber einen kompetenten Partner. Die langjährige Erfahrung
und Kompetenz von Vattenfall bieten
optimale Voraussetzungen, um diese
Aufgabe für Sie zu übernehmen. So sind
Sie sicher, dass nicht nur die Projektentwicklung auf sicheren Beinen steht,
sondern auch die Direktvermarktung. Wir
kümmern uns für Sie auch darum.
Direktvermarktung von den Profis
• Vattenfall ist als Direktvermarkter ein professioneller und zuverlässiger Partner.
Alle Prozesse für eine erfolgreiche Vermarktung gehören zum Kerngeschäft von
Vattenfall. Das bringt hohe Sicherheit für Betreiber.
• Vattenfall bietet mit Banken bereits abgestimmte Verträge. Das verringert den
Wechselaufwand.
• Vattenfall übernimmt die Einrichtung der Fernsteuerbarkeit.
• Vattenfall hat seit 1998 eine eigene Energiehandelseinheit. Das Team im
­Tradingfloor in Hamburg arbeitet im Schichteinsatz und bewirtschaftet die
­Anlagen 24 Stunden an sieben Tagen die Woche.
• Vattenfall hat ein eigenes Wetterprognose-Team, das passgenau zugeschnittene Vorhersagen erstellt. Das gewährleistet die optimale Vermarktung der
Energie auf den Handelsmärkten.
Mögliches Set-up für eine Zusammenarbeit mit Vattenfall
Eine enge Zusammenarbeit unserer Teams aus der Projektentwicklung, der Direktvermarktung und dem Energiehandel bietet
unseren Partnern alle Dienstleistungen aus einer Hand
Attraktives
­Dienstleistungsangebot
Betriebsphase
Planungsphase
Realisierung eines
Windparks
Kooperationspartner für die Projektentwicklung
Vattenfall Onshore-­
Projekt­entwicklung
• Verantwortet Planung
und Bau des Windparks
Bereitet Direktvermarktung kaufmännisch und
technisch vor
Landeigentümer
Landeigentümer
optional
Kommanditist des
Windparks
Vattenfall
Sales/
Direktver­
marktung
Vattenfall WindparkBetrieb
• Übernimmt kaufmännischen und technischen
Betrieb
• Kommanditist
Pacht/Gewinnbeteiligung
Steuert die
Direktvermarktung
Vermarktungsprämie
Vattenfall
Energy Trading
Handelt Strom und erstellt
Wetterprognosen
Der richtige Partner bei
der Vermarktung
Ab 2015 ist die Direktvermarktung Pflicht. Das Instrument ist nicht neu, verlangt
aber viel Know-how und entscheidet über den Projekterfolg.
Direktvermarktung für
­Bestandsanlagen
Bislang konnten Betreiber von Windenergieanlagen davon ausgehen,
dass sie einen planbaren Mindesterlös für die Kilowattstunde erzielen
– gleich ob sie das Modell Einspeisevergütung über den Netzbetreiber
oder die Direktvermarktung mit
einem Partner wählten. Die Erfahrung zeigt, dass viele Betreiber mit
der Direktvermarktung mehr Erlöse
erzielen als mit der klassischen Einspeisevergütung. Dieser Trend dürfte
sich fortsetzen: Denn die Betreiber
von Altanlagen genießen Bestandsschutz. Sie sind von den Änderungen
im EEG nicht betroffen und können
weiter frei zwischen beiden Modellen
wählen.
Direktvermarktung
für Neuanlagen
Seit dem 1. August ist die Direktvermarktung für alle neuen Windenergieanlagen verpflichtend. Wie viel ein
Betreiber für seine Energieproduktion
erlösen kann, hängt auch entscheidend
davon ab, wie kompetent und geschickt
sein Vermarktungspartner agiert. Wie
bisher zahlt der Direktvermarkter
den durchschnittlichen monatlichen
Börsenmarktwert des Stroms an den
Betreiber und verrechnet diese Summe
mit den vereinbarten Vermarktungskosten. Obenauf kommt die Marktprämie,
die der Netzbetreiber auszahlt. Die
bisherige Managementprämie entfällt.
Der Aufwand für die Direktvermarktung
ist nun in den Vermarktungskosten enthalten, die Teil der Marktprämie sind.
Kernbestandteile bei der Direktvermarktung sind:
• durchschnittlicher monatlicher
Marktwert: Das ist der tatsächliche
Verkaufspreis für den produzierten
Strom. Er schwankt in Abhängigkeit
von Angebot und Nachfrage.
• gleitende Marktprämie: Von der
Gesamtvergütung für eine Kilowattstunde der jeweiligen Technologie
wird der durchschnittliche monatliche
Marktwert abgezogen. Die Marktprämie schwankt in Abhängigkeit dieser
beiden Basiswerte.
Gegenüberstellung der Vergütungssysteme für Onshore-Windenergie
Neuanlagen bekommen nach dem neuen EEG weniger Gesamtvergütung als Bestandsanlagen
Managementprämie
EEG-Einspeise­
vergütung
Zahlung durch
den Netzbetreiber
Marktprämie
Zahlung durch
den Netzbetreiber
Vermarktungskosten
Marktprämie
Zahlung durch
den Netzbetreiber
Marktpreis an der
Strombörse
Marktwert
Festpreisvergütung
Direktvermarktung
im EEG 2012
Marktwert
Direktvermarktung
im EEG 2014
Direktvermarktung und Projektentwicklung aus einer Hand
Vattenfall hat in seiner mehr als 120-jährigen Unternehmensgeschichte umfassende
Expertise erworben. Drei Bereiche unterstützen Sie bei Realisierung und Direktvermarktung von Windenergieprojekten.
Windenergie bei Vattenfall
Als erfahrenes Energieunternehmen im
Bereich der Windenergie mit 1.900 MW in
Betrieb bietet Vattenfall „Alles aus einer
Hand“ wenn es um Planung, Bau, Betrieb
und Direktvermarktung des Stroms von
Onshore-Windparks geht. Alle Prozesse
für eine erfolgreiche Stromvermarktung
sind im Kerngeschäft von Vattenfall
vorhanden.
Direktvermarktung bei Vattenfall
Die Vattenfall Europe Sales GmbH ist mit
einem Umsatz von über fünf Milliarden
Euro eine der stärksten Vertriebsgesellschaften im deutschen Strom- und
Gasmarkt. Privat-, Gewerbe- und Geschäftskunden, große Industriekunden,
Weiterverteiler und Erzeuger von erneuerbaren Energien finden hier innovative
Vermarktungslösungen.
In Hamburg ist die Vattenfall OnshoreProjektentwicklung ansässig, die deutsche Projekte betreut – selbstständig
oder zusammen mit Partnern. Alle Projekte werden vollständig im eigenen Haus
entwickelt. Das Team ist mit allen Vorgaben und den Planungsverfahren bestens
vertraut und übernimmt in jeder Projektphase die Steuerung und Kontrolle.
Vattenfall führt bereits seit Jahren Partnerschaften mit Windparkbetreibern. So
schaffen wir mit innovativen Produkten
neue Vermarktungsmöglickeiten für
Strom aus Windkraft und fördern die
Marktintegration.
Tradingfloor bei Vattenfall
Vattenfall hat den Handel und das Beschaffen der kompletten Bandbreite an
Energierohstoffen und Strom in seiner
Energiehandelseinheit konzentriert. Der
Bereich Asset Optimisation and Trading
umfasst heute über 670 Mitarbeiter
aus 30 Ländern, die an fünf Standorten
aktiv sind. In Hamburg wird die Stromerzeugung aus den Kraftwerken von
Vattenfall langfristig abgesichert und der
Einsatz sämtlicher Erzeugungsanlagen
in Deutschland geplant und kurzfristig
optimiert. Die Energiehändler vermarkten auch den Windstrom im Auftrag von
Windparkbetreibern oder setzen Batteriespeicher optimal ein.
Zuverlässige Wetterprognosen sind für die Direktvermarktung extrem wichtig
Impressum
Herausgeber:
Vattenfall Europe Windkraft GmbH
Überseering 12
22297 Hamburg
T 040 2718 2080
info@vattenfall.de
www.vattenfall.de
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