close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Klimaschutz: Was Hausbesitzern droht - Klimaschutz - FOCUS Online

EinbettenHerunterladen
Klimaschutz: Was Hausbesitzern droht - Klimaschutz - FOCUS Online
29.11.2007 09:01 Uhr
Druckversion
Url: http://www.focus.de/immobilien/energiesparen/tid-8132/klimaschutz_aid_145536.html
28.11.07, 10:58
Drucken
Klimaschutz
Was Hausbesitzern droht
Rußfilter für Kaminöfen, Zwang zu alternativen Energien, niedrigere
Förderung für Solarstrom: Fast täglich erscheinen neue, teils
widersprüchliche Pläne zum Klimaschutz.
Von FOCUS-Online-Autor Wolfgang Klöters
Vom teuren Solarstrom, der künftig
weniger gefördert werden soll, ist ebenso die
Rede wie von einer erhöhten Förderung von
Solarkollektoranlagen. Häuslebauer will die
Regierung künftig zum Einsatz
erneuerbarer Energien verpflichten. Sonst
droht ein Bußgeld. Auch energieeffiziente
Haushaltsgeräte von der Waschmaschine bis
hin zur Kaffeemaschine sollen künftig
vorgeschrieben, Nachtspeicheröfen
hingegen verboten werden. Alles nur
Gerüchte?
Werden Rußfilter für Kamine Pflicht?
Unkoordinierter Aktionismus
„Die Vielzahl der Meldungen über konkrete Maßnahmen zur Energieeinsparung
und den Einsatz alternativer Energieträger trägt inzwischen eher zur Verwirrung
als zur Klarheit der Verbraucher bei“, klagt Holger Krawinkel, Energieexperte
beim Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV). Verantwortlich dafür sei vor
allem, dass „es einen Wust verschiedener Gesetze, Verordnungen und
Förderprogramme gibt, in denen Einzelmaßnahmen von vier Ministerien
bisweilen unkoordiniert geregelt werden“, kritisiert Krawinkel.
Wenn es um die Verbesserung des Klimaschutzes geht, will die
Bundesregierung Versäumnisse der Vergangenheit im Eiltempo nachholen.
Derzeit schnürt sie ein Paket für die Klimakonferenz auf Bali, das sie am 5.
Dezember verkünden und 2008 in konkrete Verordnungen und Gesetzestexte
gießen will. Ziel ist es, die Treibhausgasemissionen in Deutschland bis 2020
verglichen mit dem Niveau von 1990 um 40 Prozent zu senken.
Streit zwischen den Ministerien
Über konkrete Maßnahmen aber streiten sich Bundeswirtschaftsministerium und
Bundesumweltministerium immer wieder – nicht nur hinter verschlossenen
Türen. So will das Wirtschaftsministerium Interessen der Industrie
berücksichtigt wissen. Dem Umweltministerium geht es vor allem um die
möglichst schnelle Nutzung erneuerbarer Energien sowie die rasche Umsetzung
energiesparender Maßnahmen.
Verbraucher interessiert aber vor allem eines: Was kommt wirklich auf sie zu?
Wie werden Umweltschützer gefördert – heute und künftig? Und mit welchen
Auflagen und Bußgeldern müssen Eigentümer demnächst rechnen?
Droht mit Holz befeuerten Kamin- und Kachelöfen
das Aus?
Ja, allerdings erst 2014 oder noch später. Mit Holz betriebene Kamin- und
http://www.focus.de/immobilien/energiesparen/tid-8132/klimaschutz_aid_145536.html?drucken=1
Seite 1 von 6
Klimaschutz: Was Hausbesitzern droht - Klimaschutz - FOCUS Online
29.11.2007 09:01 Uhr
Kachelöfen, die Stufe 1 der Novelle der 1. Bundesimmissionsschutzverordnung
(1. BImSchV) nicht erfüllen, müssen mit einem Rußfilter nachgerüstet oder
stillgelegt werden. Aber keine Panik. Für den Rußfiltereinbau bei Kaminöfen
sind lange Übergangsfristen geplant.
Geplante Übergangsregelungen für Einzelraumfeuerungsanlagen mit
festen Brennstoffen
Zeitpunkt der Typenprüfung (lt.
Typenschild)
Zeitpunkt der Nachrüstung bzw.
Außerbetriebnahme
Vor dem 01.01.1975 oder Jahr der Typenprüfung
nicht mehr feststellbar
31.12.2014
01.01.1975 – 31.12.1984
31.12.2017
01.01.1985 – 31.12.1994
31.12.2020
01.01.1995 bis zum Inkrafttreten der
Verordnung
31.12.2024
Quelle: Bundesumweltministerium
Eine Nachrüstung kann je nach Typ bis zu 1200 Euro kosten. Ein typischer
Kaminofen, der die Grenzwerte einhält, kostet rund 500 bis 700 Euro. Private
Kochherde, Backöfen und Badeöfen, offene Kamine sowie vor 1950 errichtete
Öfen (sogenannte historische Öfen) sollen nicht unter das Austausch- und
Nachrüstungsprogramm fallen.
Die Einhaltung der Immissionsvorschriften gilt auch für Heizungsanlagen, die
mit Holzpellets betrieben werden. In Stufe 1, die unmittelbar nach Inkrafttreten
der Novelle einzuhalten ist, sollen Grenzwerte gelten, die dem derzeitigen
Stand der Technik entsprechen und von modernen Anlagen heute eingehalten
werden können. In Stufe 2, die ab 2015 gilt, soll für Staub generell ein
Grenzwert von 20 Milligramm pro Kubikmeter gelten. Dies setzt weitere
Entwicklungen in der Anlagentechnik voraus, wobei bereits heute modernste
Anlagen, wie Pelletheizungen mit dem Blauen Engel, den Grenzwert im Betrieb
einhalten können.
Ungeachtet der Übergangsregelungen wird sich der Schornsteinfeger den
technischen Zustand der Einzelfeueranlagen alle fünf Jahre anschauen. Diese
Überprüfung erfolgt im Rahmen der bereits üblichen Kaminkontrollen.
Eine Beratung der Verordnung im Kabinett ist Anfang 2008 vorgesehen.
Hintergrund der strengeren Vorschriften: Wird mehr Holz verbrannt, wird auch
mehr Staub emittiert und in die Atemluft abgegeben. Dabei bestehen rund 97
Prozent des Gesamtstaubs aus Kaminen und Öfen aus
gesundheitsgefährdendem Feinstaub. Bereits im Jahr 2004 gelangten aus
kleinen Holzheizungen rund 24 000 Tonnen Feinstaub in die Außenluft. Das ist
mehr, als aus den Auspuffrohren aller Diesel-Pkw und -Lkws strömt.
Müssen Eigentümer auf neue Energieträger
umsteigen?
Kein Hausbesitzer muss fürchten, von heute auf morgen seine Öl – oder
Gasheizung austauschen und erneuerbare Energien einsetzen zu müssen. Ab
dem Jahr 2008 gilt jedoch: Wer seinen Heizkessel ohnehin austauschen und
zugleich das Gebäude dämmen will, muss erneuerbare Energien einsetzen –
etwa Erdwärme, Biogas oder Solarenergie. Ignoriert der Eigentümer diese
Auflage, kann es teuer werden. Geplant ist, dass ein Fachunternehmen die
Installation nachweisen muss. Bei Verstößen drohen bis zu 50 000 Euro
Bußgeld.
Die Pflicht, auf erneuerbare Energien umzusteigen, ist jedoch an eine
Voraussetzung gebunden: Alle Investitionen für erneuerbare Energien müssen
sich innerhalb dertechnischüblichen Lebensdauer durch Einsparungen
amortisieren. Auf diesen Kompromiss haben sich die Bundesministerien für
Wirtschaft und Umwelt geeinigt. Ursprünglich hatte das Umweltministerium
http://www.focus.de/immobilien/energiesparen/tid-8132/klimaschutz_aid_145536.html?drucken=1
Seite 2 von 6
Klimaschutz: Was Hausbesitzern droht - Klimaschutz - FOCUS Online
29.11.2007 09:01 Uhr
sehr viel striktere Auflagen gefordert.
Eigentümer, die zum Beispiel durch eine umfassende Dämmung den
Energieverbrauch ihres Hauses deutlich reduzieren, sind von der neuen Auflage
befreit. Voraussetzung: Der Verbrauch liegt mindestens 15 Prozent unter dem
Standard der neuen Energieeinsparverordnung (EnEV). Allerdings ist eine
Verschärfung dieser EnEV-Standards geplant.
Drohen Bauherrn schärfere Vorschriften für die
Wärmeversorgung?
Ja. Um die Wärmeversorgung von Neubauten ab 2020 weitgehend unabhängig
von fossilen Energieträgern zu machen, will das Bundesumweltministeriumdie in
der Energieeinsparverordnung (EnEV) festgelegten Standards um
durchschnittlich 30 Prozent verschärfen.
Nach der derzeit geltenden Energieeinsparverordnung darf der
Wärmeenergieverbrauch höchstens zehn Liter Heizöl je Quadratmeter
Nutzfläche entsprechen. Diesen Standard plant das Bundesumweltministerium
auf sieben Liter zu senken. Damit verbundene Mehrinvestitionen für zusätzliche
Wärmedämmung und moderne Heiztechniken lohnen sich schon bei den
heutigen Öl- und Gaspreisen.
Können Bauherrn zu Nah- und Fernwärme
gezwungen werden?
Ja, das ist möglich. Künftig sollen Gemeinden
und Kommunen ermächtigt werden, für
ausgewiesenes Bauland einen Anschluss an
ein Nah- und Fernwärmenetz zwingend
vorzuschreiben.
Bestehende Häuser sind nicht betroffen. Die
Besitzer müssen also nicht fürchten, ihre
Heizungen verschrotten zu müssen.
Wer gebaut hat, genießt Bestandschutz
Müssen Stromfresser künftig auf eigene Kosten
entsorgt werden?
Nein. Vorgesehen ist unter anderem eine EU-Ökodesign-Richtlinie, die
Standards für den Energieverbrauch von neuen Geräten festlegen soll. Da in
Deutschland schon Geräte mit hoher Energieeffizienz (Energieklasse A oder
besser) Verkaufsstandard sind, ändert sich vorerst nichts.
Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) schlägt einen Zuschuss des
Staates vor, wenn Privathaushalte noch vorhandene Stromfresser gegen
moderne Geräte austauschen. Der Zuschuss soll von Kraftwerksbetreibern über
eine Zusatzsteuer finanziert werden. Vzbv-Energieexperte Holger Krawinkel:
„Die damit verbundene Energieeinsparung ist volkswirtschaftlich gesehen
preiswerter als zusätzliche Kraftwerksleistung.“
Werden Nachtspeicherheizungen verboten?
Beschlossen ist noch nichts. Auf der Kabinettsklausur Ende August in
Meseberghaben sich Union und SPD allerdings darauf geeinigt, Stromheizungen
in den kommenden zehn Jahren nach und nach abzuschaffen. Den Austausch
sollen Fördermaßnahmen flankieren, die die Investition in Verbindung mit der
Energiekosteneinsparung rentabel machen. Außerdem sind Härtefall- und
Befreiungsregeln vorgesehen. Dazu gehört, dass ein Eigentümer die
Stromheizung nicht austauschen muss, wenn dies selbst inklusive Förderung
http://www.focus.de/immobilien/energiesparen/tid-8132/klimaschutz_aid_145536.html?drucken=1
Seite 3 von 6
Klimaschutz: Was Hausbesitzern droht - Klimaschutz - FOCUS Online
29.11.2007 09:01 Uhr
unwirtschaftlich ist.
Nach einer Studie des Instituts für Zukunftsenergiesysteme (IZES) und des
Bremer Energieinstituts sind Stromheizungen höchst klimaschädlich und die
größten Stromfresser in privaten Haushalten. Stephan Kohler, Geschäftsführer
der DeutschenEnergie-Agentur, hält ein Verbot jedoch für unnötig: „Da Heizen
mit Strom extrem teuer ist, verschwinden Stromheizungen mit der Zeit allein
schon aus wirtschaftlichen Gründen.“
Für welche Maßnahmen gibt es Zuschüsse?
Sowohl Bund, Länder und Kommunen als auch einzelne Energieversorger haben
Programme aufgelegt, die Energiesparmaßnahmen fördern. Welche
Unterstützungen im individuellen Fall in Frage kommen, klären Berater in den
örtlichen Verbraucherzentralen.
Der Bund gewährt Zuschüsse beispielsweise über „Marktanreizgrogramme für
erneuerbare Energien“ und die „Einspeisungsvergütungen für Strom aus
erneuerbaren Energien“ (EEG). Günstige Kredite vergibt die KfW-Bank zum
Beispiel über die Programme „Wohnraum modernisieren“, „CO 2Gebäudesanierungsprogramm“ und „Ökologisch Bauen“ (www.kfwfoerderbank.de).
Günstige Kredite
Wer energiesparend und CO 2-mindernd modernisiert, erhält nach dem CO 2Gebäudesanierungsprogramm der KfW-Förderbank bis zu 8750 Euro Zuschuss.
Alternativ kann der Eigentümer maximal 50 000 Euro Kredit abrufen. Wenn er
die in der Energieeinsparverordnung festgelegten Standards um mindestens 30
Prozent unterschreitet, erlässt die KfW bis zu 12,5 Prozent der Schulden.
Zinsgünstige Kredite bietet auch das Programm „Wohnbau modernisieren“. Bis
zu 50 000 Euro Kredit gibt es für sogenannte „Öko-Plus-Maßnahmen“ wie zum
Beispiel zusätzliche Dämmung der Außenwände oder Erneuerung der
Heizungstechnik auf der Basis erneuerbarer Energien, Kraft-Wärme-Kopplung
sowie Nah- und Fernwärme.
Wird Solarenergie künftig weniger oder stärker
gefördert?
Beides – je nachdem, ob die Sonne zur Wärme- oder zur Stromerzeugung
genutzt wird. Die Zuschüsse für die Wärmeerzeugung über Solarkollektoren,
die einen wesentlichen Anteil zur Trinkwassererwärmung im Haushalt leisten
können, hat das Bundesumweltministeriumim Sommer 2007 erhöht. Der
Grund: Weil weniger Anlagen als erwartet installiert wurden und damit noch
Mittel frei waren, sollten stärkere Anreize für neue Solaranlagen geschaffen
werden. Derzeit wird eine weitere Aufstockung geprüft.
Wer Solarzellen zur Stromerzeugung (Photovoltaik) nutzt, speist privat
erzeugten Strom meist ins Netz der Energieversorger ein. Diese sind zur
Abnahme verpflichtet. Das lohnt sich für den Betreiber einer Anlage, weil für
20 Jahre eine Einspeisevergütung garantiert wird, die weit über dem ansonsten
zu zahlendenStrompreis liegt. Da Solarstrom mit der Zeit immer
wirtschaftlicher wird, sinken die Einspeisevergütungen, je später eine
Photovoltaikanlage installiert wird.
Welche Zuschüsse gibt es für thermische
Solarenergie?
Je nach Typ und Größe der Solarwärme-Anlage können Eigenheimbesitzer
Zuwendungen von 300 bis mehr als 1000 Euro erhalten.
http://www.focus.de/immobilien/energiesparen/tid-8132/klimaschutz_aid_145536.html?drucken=1
Seite 4 von 6
Klimaschutz: Was Hausbesitzern droht - Klimaschutz - FOCUS Online
29.11.2007 09:01 Uhr
Bei der Erstinstallation von Solarkollektoranlagen zur Warmwasserbereitung
beträgt die Förderung 60 Euro je Quadratmeter Kollektorfläche, mindestens
jedoch 412,50 Euro je Anlage. 105 Euro je Quadratmeter Kollektorfläche gibt
es für Solaranlagen zur kombinierten Warmwasserbereitung und
Heizungsunterstützung.
Stellt der Eigentümer gleichzeitig von einem Nichtbrennwertkessel auf einen
Brennwertkessel (Öl oder Gas) um, zahlt der Staat zusätzlich 750 Euro
Zuschuss. Wer beispielsweise die alte Heizung eines Einfamilienhauses mit
einem neuen Brennwertkessel und einer zehn Quadratmeter großen Solaranlage
zur Heizungsunterstützung rundum erneuert, kann mit einem Zuschuss von
insgesamt 1800 Euro rechnen – bei einer Gesamtinvestition von rund 16 000
Euro. Sobald die Anlage fertiggestellt ist, können Eigentümer die Förderung
beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragen.
Wie weit wird die Förderung von Solarstrom
gesenkt?
Wer 2007 erstmals Strom aus einer
Dachanlage ins öffentliche Netz einspeist,
erhält 20 Jahre lang eine feste
Einspeisevergütung von 49,21 Cent je
Kilowattstunde.
Dieser Satz sinkt 2008 um fünf Prozent. Ab
2009 bis 2011 soll die Vergütung jährlich um
sieben Prozent fallen. Im Jahr 2009 soll es
zudem nach aktuellen Plänen eine einmalige
Solarenergie: Was
Absenkung der Einspeisevergütung um einen
Cent geben. Ab 2012 fällt sie dann jährlich um acht Prozent.
fördert der Staat?
Anträge können nach Fertigstellung der Anlage beim Bundesamt für Wirtschaft
und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gestellt werden (www.bafa.de).
Was gilt bei Holzpellets und Holzhackschnitzel?
Die bisherigen Zuschüsse für feste Biomasse
werden nur noch bis zum 31. Dezember
2007 für bis dahin betriebsbereite Anlagen
bewilligt. Eine Anschlussregelung will das
Bundesumweltministerium noch in diesem
Jahr vorschlagen, die eventuell sogar höhere
Zuschüsse vorsieht.
Aktuell beträgt die Förderung für Pelletkessel,
Pelletöfen sowie Kombinationskessel für
Hand mit Holzpellets
Pellets und Scheitholz mindestens 1050 Euro,
für Hackschnitzelkessel 750 Euro und für Scheitholzvergaserkessel 1125 Euro je
Anlage. Mehr Informationen bietet das Bundesamt für Wirtschaft und
Ausfuhrkontrolle unterwww.bafa.de).
Wie wird Kraft-Wärme-Kopplung gefördert?
Die Nutzung energieeffizienter Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) soll attraktiver
werden. Die Betreiber von Mini-KWK-Anlagen bis 50 Kilowatt elektrischer
Leistung, die über einen Motor gleichzeitig Strom und Wärme erzeugen,
erhalten zehn Jahre lang Zuschlagszahlungen für Strom, den sie an
Stromversorger verkaufen.Der Zuschlag beträgt 5,11 Cent je Kilowattstunde
(kWh) auf den Strompreis an der Leipziger Strombörse (EEX).
Insgesamt erhalten Betreiber für eingespreisten Strom derzeit zwischen acht
http://www.focus.de/immobilien/energiesparen/tid-8132/klimaschutz_aid_145536.html?drucken=1
Seite 5 von 6
Klimaschutz: Was Hausbesitzern droht - Klimaschutz - FOCUS Online
29.11.2007 09:01 Uhr
und neun Cent jeKilowattstunde. Da der Einkaufspreis für Strom bei einem
Privathaushalt bei 18 bis 20 Cent je Kilowattstunde liegt, lohnt es sich, vom
erzeugten Strom möglichst viel selbst zu verbrauchen. Wie hoch der Gewinn
aus dem Verkauf überschüssigen Stroms ist, hängt von der Betriebsdauer der
Anlage, dem Eigenverbrauch sowie dem Preis an der Strombörse ab.
Wie schnell machen sich Öko-Maßnahmen bezahlt?
Das hängt natürlich vom Einzelfall ab. Grundsätzlich gilt natürlich: Je teurer Öl
und Gas werden, umso schneller rechnen sich Einsparmaßnahmen.
Orientierung bieten Beispielrechnungen der Deutschen Energie-Agentur (dena)
für ein 150 Quadratmeter großes Einfamilienhaus mit Baujahr 1970. Aktuell
kosten Heizung und Warmwasser 2800 Euro jährlich. Dämmt der Eigentümer
die oberste Geschossdecke, die Kellerdecke und die Rohrleitungen für 7500
Euro, spart er 20 Prozent Energie. Die Investition amortisiert sich nach elf
Jahren. Eine Heizung mit Brennwerttechnik und die Installation einer
Solaranlage für insgesamt 12 000 Euro sparen 35 Prozent Energie und rechnen
sich nach zehn Jahren.
Eine komplette Dämmung inklusive Außenwand sowie neue Fenster kosten 47
000 Euro und machen sich nach 16 Jahren bezahlt – bei weiter steigenden Ölund Gaspreisen natürlich schneller.
Wo kann ich mich beraten lassen, und was kostet
das?
Wer gezielt die Energiebilanz seiner Immobilie verbessern will, kann sich zum
Beispiel bei Verbraucherzentralen beraten lassen. 30 bis 40 Minuten kosten fünf
Euro. Kommt ein Experte ins Haus und prüft Einzelmaßnahmen, verlangt er 45
Euro. Die Energieberater vor Ort lassen sich über www.vzbv.de finden.
Umfassende Beratung für Öko-Maßnahmen wie Wärmeschutz,
Heizungsmodernisierung oder die Nutzung neuer Energien inklusive Gutachten
bieten Energiebrater des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle
(BAFA). Adressen gibt es unter www.bafa.de. Die Gutachten können bis zu
1000 Euro kosten und werden vom Staat bezuschusst. Der maximale Zuschuss
für ein Ein-/Zweifamilienhaus beträgt 175 Euro und 250 Euro für Gebäude mit
mindestens drei Wohneinheiten. Den Antrag stellt der BAFA-Berater.
Drucken
Fotos: dpa/pa (2), Wüstenrot, ddp
Copyright © 2007 by FOCUS Online GmbH
http://www.focus.de/immobilien/energiesparen/tid-8132/klimaschutz_aid_145536.html?drucken=1
Seite 6 von 6
Document
Kategorie
Bildung
Seitenansichten
10
Dateigröße
123 KB
Tags
1/--Seiten
melden