close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Kamishibai - Stadtbibliothek

EinbettenHerunterladen
Arbeitsblatt zum Kapitel:
Lyrische Texte analysieren und deuten • Selbst sein, fremd sein
AB 03-02
z3t63r
Lyrische Texte untersuchen
1
Streichen Sie in dem folgenden Text zu Robert Gernhardts Gedicht „Noch einmal: Mein Körper“
(Schülerbuch, S. 51) jeweils die falschen Auswahlmöglichkeiten.
Das Gedicht „Noch einmal: Mein Körper“ von Robert Gernhardt aus dem Jahr 1987 besteht aus sechs
Strophen / Abschnitten mit jeweils vier Zeilen / Sätzen / Versen. Innerhalb jeder Strophe reimen
sich immer nur der zweite und der vierte Vers. Gestützt wird dieser Eindruck durch zwei weitere
Merkmale: Zum einen bilden jeweils die Verse 1 und 2 sowie die Verse 3 und 4 jeder Strophe
zusammen einen dreihebigen / vierhebigen / fünfhebigen Jambus. Zum anderen finden sich in
diesem Gedicht Satzabbrüche / Zeilensprünge. Auffällig ist, dass sich diese immer nur über den
ersten und zweiten beziehungsweise den dritten und vierten, nie aber über den zweiten und dritten
Vers erstrecken, wodurch der Eindruck der Zusammengehörigkeit dieser Verspaare noch weiter
verstärkt wird.
Die Sprache des Gedichts ist einfach. Abgesehen davon, dass der Körper eigenständig auftritt und
damit personifiziert ist, finden sich keine weiteren sprachlichen Bilder wie Anaphern / Metaphern /
Parallelismen oder Vergleiche. Ebenso wenig werden gehobene, poetische Begriffe verwendet,
dagegen sehr wohl standardsprachliche / alltagssprachliche / dialektale Ausdrücke (zum Beispiel
„altes Haus“, V. 4; „was tun wir da?“, V. 12). Dies liegt auch daran, dass im Gedicht mehrfach direkte /
indirekte Rede – auch für die Gedanken / Gefühle / Stimmungen des Sprechers im Gedicht –
vorkommt, die allerdings nicht durch Anführungsstriche formal gekennzeichnet ist.
2
Geben Sie die folgenden Informationen zu Christoph W. Bauers Gedicht „fremd bin ich eingezogen
unter meine haut“ (Schülerbuch, S. 50) in einem zusammenhängenden Text wieder.
Entstehungsjahr: 2009
Thema: sich selbst fremd sein
Inhalt:
 Sprecher behauptet, fremd in sich zu sein;
 äußeres Zeichen ist die Unvertrautheit des Spiegelbildes;
 Blick des Sprechers wendet sich nach innen, Sehnsucht bezieht sich auch auf die Tür;
 Befindlichkeit wird in Bilder gefasst: „sitze ich in mir mit dem rücken zur wand“ (V. 9),
„Schlafgänger im körpereigenen haus“ (V. 12);
 Sprecher beschreibt sich als aufbruchsbereit;
 abschließende Erkenntnis: „fremd zieh ich wieder aus“ (V. 14)
Gedichtform:
 Sonett
 freier Rhythmus
 unterschiedliche Zahl der Hebungen pro Vers
 Verwendung gehobener Wörter wie „Chimäre“ (V. 6), „Schlafgänger“ (V. 12)
 teilweise komplexer Satzbau
Anschaulichkeit durch:
 Teilung des Ichs in einen inneren und einen körperlichen Bereich
 Verwendung von sprachlichen Bildern wie „den winter pulverisieren“ (V. 6)
© Ernst Klett Verlag GmbH, Stuttgart 2014 | www.klett.de |
Alle Rechte vorbehalten. Von dieser Druckvorlage ist die Vervielfältigung für den
eigenen Unterrichtsgebrauch gestattet. Die Kopiergebühren sind abgegolten.
Online-Materialien zum Schülerbuch deutsch.kompetent Einführungsphase,
Ausgabe Nordrhein-Westfalen, 978-3-12-350501-0,
als Kopiervorlage im Lehrerband, 978-3-12-350521-8
1
Document
Kategorie
Seele and Geist
Seitenansichten
35
Dateigröße
1 563 KB
Tags
1/--Seiten
melden