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Derivateverband – Audiobericht August: „Was für Anleger wichtig ist

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Derivateverband – Audiobericht August: „Was für Anleger wichtig ist“
Anmoderation:
Wer weiß wie im Detail die ABS- oder ESP-Komponenten seines Fahrzeugs funktionieren?
Wenige. Aber die meisten vertrauen dennoch auf komplexe Technik - und sind sicherer
unterwegs. Im Fall von strukturierten Finanzprodukten verhält es sich in puncto Komplexität
ähnlich wie bei einem Fahrzeug. Die Absicherungen mancher Zertifikate sind komplex, aber
sie minimieren das Marktrisiko für den einzelnen Privatanleger.
Beitrag:
Strukturierte Anleihen oder Kapitalschutz-Zertifikate setzen sich zumeist aus mehreren
Komponenten zusammen. Das gilt aber auch – und das wissen die wenigsten - für
Bausparverträge mit ihrer Vielzahl impliziter Zinsoptionen. Der Anleger setzt bei den
Produkten mit Kapitalschutz aber auf Sicherheit, denn auch beim schlimmsten Marktverlauf
erhält er mindestens den Nennwert des Zertifikats zurück.
Unglücklich ist es deshalb, bei Finanzprodukten dem Denkansatz zu folgen: „Je komplexer,
desto risikoreicher“. Um im Bild des Autos zu bleiben: Das wäre so, als würde sich ein Kunde
nicht für ein modernes, sicheres Fahrzeug auf hohem technischen Niveau interessieren,
sondern sich nach einem schlichten Trabi sehnen.
Grundsätzlich müssen Privatanleger vor Risiken geschützt werden, die sie nicht erkennen
können und dementsprechend beim Kauf eines Finanzprodukts nicht freiwillig übernehmen.
Was jeder Anleger dabei allerdings wissen muss: Zertifikate sind Inhaberschuldverschreibungen und wie Anleihen bei einer Insolvenz des Emittenten nicht geschützt. In
einem solchem Fall droht also der Verlust des eingesetzten Kapitals. Daher ist es ratsam,
sich immer über die Bonität des Zertifikate-Emittenten auf dem Laufenden zu halten.
Viele Anleger sind sich dieses Emittentenrisikos jedoch sehr wohl bewusst, wie die aktuelle
Online-Umfrage des Deutschen Derivate Verbands (DDV) zeigt. 55,6 Prozent der gut 3.600
Teilnehmer erklärten, dass für sie die Kreditwürdigkeit der emittierenden Bank eines
Zertifikats sehr wichtig sei. Weitere 23,0 Prozent stuften die Bonität als wichtig ein. Nur ein
Fünftel der Teilnehmer machen sich um die Zahlungsfähigkeit der Zertifikate-Emittenten
wenig oder gar keine Gedanken.
Der DDV unterstützt die Anleger bei der Einschätzung der Emittentenbonität, indem er auf
seiner Webseite börsentäglich die sogenannten Credit Default Swaps (CDS) veröffentlicht.
Diese Kennzahlen geben die Kosten für die Absicherung einer Anleihe des jeweiligen
Emittenten an. Je höher die Absicherungskosten, desto höher schätzt der Markt die
Wahrscheinlichkeit eines Zahlungsausfalls ein. Steigende CDS sind also ein negatives,
fallende CDS dagegen ein positives Signal.
Länge: 2:14
Abmoderation:
Anleger können sich heute auf vielfältige Art über Zertifikate informieren. Unter anderem im
Netz unter www.derivateverband.de.
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