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All Right Now? – Was kann und was leistet Maßregelvollzug?

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LVR-Klinik Bedburg-Hau
Fachbereich Forensik
17. Forensische Fachtagung »Sex & Drugs & Rock´n´Roll«
All Right Now? –
Was kann und was leistet Maßregelvollzug?
Programm zur Fachtagung vom 3. bis 5. Mai 2011
LVR-Klinik Bedburg-Hau, Fachbereich Forensik
Vorwort
zum 17. Mal möchte ich Sie vom 3. Mai 2011 bis zum 5. Mai
2011 zur forensischen Fachtagung „Sex & Drugs & Rock ’n’
Roll“ in der LVR Klinik Bedburg–Hau einladen.
In der heutigen politisch stark beeinflussten Diskussion findet
kaum mehr eine Unterscheidung statt zwischen dem Strafund Maßregelvollzug, zwischen Strafgefangenen und Maßregelvollzugspatienten. Es werden völlig unnötigerweise Behandlungspositionen und damit einhergehende Menschenbilder und Handlungsgrundlagen aufgegeben.
Die Art dieses Diskurses belegt die Notwendigkeit klarer
Positionen.
Wir werden dieser Diskussion nicht folgen, weil wir zum
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einen unsere Eigenständigkeit aufgegeben, zum anderen aber
auch einen falschen Schwerpunkt gelegt hätten.
Forensische Kliniken sind, und das muss überraschenderweise immer wieder ins Gedächtnis zurückgeholt werden, keine
spezialisierten Krankenhäuser in Gefängnissen, sondern
Fachzentren für forensische Psychiatrie und Psychotherapie
mit klar umschriebenem Versorgungsauftrag. Forensische
Krankenhäuser sind eigenständige Behandlungseinheiten im
öffentlichen Gesundheitswesen, nicht mehr, aber auch nicht
weniger.
Also liegt das Zentrum unserer Betrachtung während dieser
17. forensischen Tagung nicht bei dem wie immer auch gear-
Was kann und was leistet Maßregelvollzug?
teten Patienten, sondern bei den genesungsfördernden Bedingungen des Maßregelvollzuges.
Das erfolgreichste Lied der britischen Rockband Free „All
Right Now“ umschreibt unsere Sichtweise am besten.
Daher lautet der Titel der 17. Forensischen Fachtagung in der
LVR Klinik Bedburg – Hau denn auch:
All Right Now? –
Was kann und was leistet Maßregelvollzug?
Die Referenten und Referentinnen, die Leitungen der Arbeitsgruppen und wir, die Vorbereitungsgruppe, möchten mit Ihnen zusammen gern die Antworten diskutieren, die aufkommen, wenn man fragt, was die Behandelnden mitbringen
müssen, wenn sie Patienten mit einer komplexen, möglicherweise strukturellen Störung, behandeln.
Was muss sich in Fragen der Indikation, der Diagnostik und
der Behandlung ändern, wenn die Behandler und Behandlerinnen sich auf die Bedürfnisse und Notwendigkeiten der
Patienten einstellen müssen?
Welche professionellen und persönlichen Kompetenzen,
welches Menschen- und Behandlungsbild müssen die Mitglieder der verschiedenen Berufsgruppen mitbringen, und
wie gestaltet sich danach die Zusammenarbeit der Menschen
im Maßregelvollzug? Wie entwickelt sich ein Team?
Was geschieht, wenn Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen an ihre
Grenzen stoßen und wie kann man diese Grenzerfahrungen
positiv für sich und für das ganze Team nutzen?
Es gibt also viele Möglichkeiten des Austausches und wir
würden uns freuen, wenn wir Sie (wieder) bei der 17. forensischen Fachtagung „ Sex & Drugs & Rock ’n’ Roll“ begrüßen
dürften.
Im Mai ist man in Bedburg–Hau
Dr. med.(F) Jack Kreutz
Fachbereichsarzt Forensik
LVR-Klinik Bedburg-Hau
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LVR-Klinik Bedburg-Hau, Fachbereich Forensik
Dienstag, 3. Mai 2011
Moderation: Michael Bay
11.30 Uhr Eröffnung Tagungsbüro und kleiner Imbiss im Gesellschaftshaus
13.00 Uhr Eröffnung der Tagung und Begrüßung
N.N.
LVR-Dezernent/-in, Köln
Dr. Jack Kreutz
Fachbereichsleiter Forensik, LVR-Klinik Bedburg-Hau
Uwe Dönisch-Seidel
Landesbeauftragter MRV, NRW Düsseldorf
Peter Driessen
Bürgermeister Gemeinde Bedburg-Hau
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Was kann und was leistet Maßregelvollzug?
14.00 Uhr
»Der Rupturbegriff in der Psychopathologie und seine Folgen«
Vortrag: Prof. Dr. Heinfried Duncker, Moringen
14.45 Uhr
Pause
15.00 Uhr
»Victims and Perpetrators in Forensic Psychiatry Settings: Treating Patients and Staff«
Vortrag: Dr. Carine Minne, London
Dieser Vortrag wird in englischer Sprache gehalten, die Übersetzung erhalten sie im Tagungsbüro
15.45 Uhr
Pause
16.00 Uhr
»Wie ergänzen sich Über-Ich Störungen der Patienten mit den Strukturen einer
(forensischen) Klinik?«
Vortrag: Dr. med. Mario Wernado, Leipzig
16.45 Uhr
Pause
17.00 Uhr
»Beziehung in der Pflege«
Vortrag: Jürgen Hollick, Irsee
18.15 Uhr
Gemeinsames Abendessen
ab
19.30 Uhr
Angebot einer Burg-/ Stadtführung in Kleve mit anschließendem geselligen
Beisammensein
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LVR-Klinik Bedburg-Hau, Fachbereich Forensik
Mittwoch, 4. Mai 2011 „Tag der Arbeit“
Moderation: Michael Bay
09.00 Uhr
09.45 Uhr
10.00 Uhr
»Die neue Entfremdung vom Patienten«
Vortrag: Dr. med. Martin Schott, Göttingen
Pause
10.45 Uhr
»Psychodynamische Behandlung von Patienten mit `Psychopathy´«
Vortrag: Dr. med. Bernhard Wittmann, Duisburg
Pause
11.00 Uhr
Arbeitsgruppen
12.45 Uhr
Mittagessen
14.00 Uhr
15.30 Uhr
Arbeitsgruppen
Pause
15.45 –
17.30 Uhr
Arbeitsgruppen
20.00 Uhr
ab 21.00 Uhr
Gemeinsames Abendbrot
Kongressfete „Bleibt alles anders” mit Live Band „Cold Sweat”
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Was kann und was leistet Maßregelvollzug?
Donnerstag, 5. Mai 2011
Moderation: Michael Bay
09.30 Uhr
»Die Erfassung dynamischer Risikoparameter und protektiver Faktoren
bei Sexualstraftätern zur Kriminalprognose, Eingangs- und Verlaufsdiagnostik«
Vortrag: Dr. Martin Rettenberger, Hamburg
10.15 Uhr
Pause
10.30 Uhr
»Partnerschaftliche Milieugestaltung im Maßregelvollzug«
Vortrag: Sabine Heller, Silvia Biehler, Peter Möller, Alexander Gildhorn, alle Wießloch
11.15 Uhr
Pause
11.30 Uhr
»Kenne ich, weiß ich schon – brauche ich nicht! Burnoutprophylaxe für Behandler«
Vortrag: Dietmar Böhmer, Warstein
12.15 Uhr
Plenum – Zusammenfassung
anschließend gemeinsames Mittagessen und Ende der Tagung
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LVR-Klinik Bedburg-Hau, Fachbereich Forensik
Vorträge
Der Rupturbegriff in der Psychopathologie und seine Folgen
Vortrag von Prof. Dr.Heinfried Duncker
Nach dem Abitur Medizinstudium und
Facharztausbildung
in
Rouen
(Frankreich); dort mehrere Jahre
Tätigkeit als Ass. Arzt am Centre
Hospitalier Spécialisé du Rouvray.
Lange Zeit Leitender Arzt in mehreren
Kliniken u.a. des LWL; seit Jahrzehnten
Lehraufträge und Gastprofessuren an
verschiedenen Hochschulen, seit 2004 Gastprofessur an
der Universität Kassel; Gutachter und Supervisor; Autor
zahlreicher Veröffentlichungen zu psychoanalytischen und
forensisch-psychotherapeutischen Fragen. Redaktionsmitglied mehrerer Fachzeitschriften und Herausgeber einer
forensischen Fachzeitschrift.
Der Beitrag setzt sich mit der Geschichte der deutschen
Psychiatrie auseinander. Hierbei wird insbesondere auf die
Folgen hingewiesen, die der mit der Heidelberger Schule
verbundene Begriff der Ruptur nach sich zieht. Die Folgen
werden sowohl beleuchtet für die Fragen, die sich mit der
Schuldfähigkeit und der Steuerungsfähigkeit verbinden, als
auch für die, die sich gegenüber einem integrativen sozialpsychiatrischen Versorgungsansatz stellen. Der Ruptur-
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begriff ist, zumindest teilweise, auch dafür verantwortlich,
welche willkürlich gesplitteten Versorgungsangebote in
der Bundesrepublik existieren. Die Kehrseite des fehlenden integrativen Ansatzes ist eine hochspezialisierte psychiatrisch-psychotherapeutische Landschaft. Jede Spezialisierung hat als Kehrseite aber auch die, dass sie wegen
dieser Spezialisierung Patienten auch aus dem Versorgungsangebot ausklammern können. Dies zu vermeiden ist nur möglich, wenn auch in der Erkrankung die
Historizität des Patienten in seiner psychosozialen Integration weiter bestehen bleibt und dies eine Grundlage für ein
integratives Angebot psychopharmakologischer, sozialtherapeutischer und psychotherapeutischer Behandlung
darstellt. Die Folgen dieser psychopathologischen Konzeption werden auch beleuchtet in Bezug auf die aktuellen
Überlegungen der forensischen Psychiatrie, zu den Fragen
des
Behandlungsbedarfes
bzw.
der
Behandlungsmöglichkeit bestimmter Krankheitsbilder. Hierbei
bleibt die Gefahr einer wertenden psychiatrischen Grundhaltung gegenüber bestimmten Krankheitsbildern, die als
Variation der Norm nicht krank, sondern minderwertig
sind, bestehen.
Was kann und was leistet Maßregelvollzug?
Victims and Perpetrators in Forensic Psychiatry Settings:
Treating Patients and Staff
Vortrag von Dr. Carine Minne
Dr. Carine Minne ist „Consultant
Psychiatrist in Forensic Psychotherapy“ der Portman Klinik
(Tavistock & Portman NHS
Foundation NHS Trust) und dem
Broadmoor
Hochsicherheitskrankenhaus (West London
Mental Health NHS Trust).
Sie ist ebenfalls Psychoanalytikerin in der British Psychoanalytical Society.
Dr. Minne leitet die Facharztausbildung für die forensische
Psychotherapie in Zusammenarbeit mit den beiden Gesellschaften und ist Vorsitzende der Fachgruppe für forensische Psychotherapie des Royal College of Psychiatrists.
Eines ihrer Spezialgebiete ist die psychotherapeutische
Langzeitbehandlung von forensischen Patienten über die
verschiedenen Sicherheitsstufen hinweg, d.h. vom hochgesicherten Setting bis hin zur Wiedereingliederung der Patienten in die Gesellschaft.
Sie berät auch multidiziplinäre Behandlungsteams in gesicherten Einrichtungen.
Dr. Minne hat bereits mehrere Artikel und Buchkapitel
über forensische Psychotherapie veröffentlicht.
Psychisch gestörte Straftäter sind uns als Opfer und Täter
als Folge ihrer frühen traumatischen Erlebnisse bekannt.
Die Entwicklung ihrer psychiatrischen Störung und den
daraus resultierenden Gewalttätigkeiten werden schließlich in der forensischen Psychiatrie behandelt. In der forensischen Behandlung können die Patienten ihre frühe
Entwicklung und die daraus resultierenden Abwehrmechanismen nacherleben. Das Personal wird hierbei häufig zum
Empfänger mächtiger Übertragungen. Die Störungen dieser Patienten können „ansteckend“ wirken. Gemeint ist,
dass sowohl die multidiziplinären Behandlungsteams als
auch ihre Patienten als Opfer und Täter „Behandlung“
angeboten bekommen sollten. Einige dieser Schwierigkeiten werden mit Fällen aus meiner Arbeit als forensische
Psychotherapeutin in der Behandlung von Patienten und
der Beratung des klinischen Personals in hoch- und mittelgesicherten Settings und in ambulanten Settings dargestellt. Der Bedarf an Supervision für alle an der Behandlung Beteiligten wird im Vortrag betont.
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LVR-Klinik Bedburg-Hau, Fachbereich Forensik
Wie ergänzen sich Über-Ich Störungen der Patienten mit den Strukturen
einer (forensischen) Klinik?
Vortrag von Dr. med. Mario Wernado
Ausbildung zum Arzt für
Psychiatrie,
zunächst an der Landesklinik
Nordschwarzwald, danach an
der Medizinischen Hochschule
Hannover;
Arbeitsschwerpunkte: Versorgung und Behandlung von
Abhängigkranken auf der Grundlage eines psychoanalytischen Behandlungskonzeptes. Auseinandersetzung mit
den Themen: Persönlichkeitsstörungen und 'Männer', die
den überwiegenden Anteil der Suchtkranken bilden. Fortbildung zum Psychotherapeuten, Sozialmediziner, Gruppenanalytiker, Supervisor und Organisationsberater. Tätig
als niedergelassener Psychotherapeut in eigener Praxis.
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Umfangreiche Lehrtätigkeit u.a beim Sächsischen Weiterbildungskreis für Psychotherapie, Psychoanalyse und Psychosomatische Medizin e.V., Sächsischen Akademie für
Sozial- und Rehabilitationsmedizin, Theoriedozent bei GVS
für psychoanalytisch orientierte Sucht und Sozialtherapeuten und Lehrbeauftragter für Sozialmedizin an der TU
Dresden
Über-Ich Störungen der forensischen Patienten treffen auf
hoch strukturierte Institutionen; dieses Zusammentreffens
mit seinen Möglichkeiten und Problemen wird im Vortrag
dargestellt. Die besondere Bedeutung des einzelnen Mitarbeiters für eine Entwicklung des Über-Ichs der Patienten
wird in ihrer Widersprüchlichkeit aufgezeigt, Lösungsmöglichkeiten werden benannt.
Was kann und was leistet Maßregelvollzug?
Beziehung in der Pflege
Vortrag von Jürgen Hollick
Krankenpfleger seit 1975,
Zur Frage von Nähe und Distanz im forensischen Setting
Weiterbildung Fachkrankenpfle-
In diesem Vortrag soll die regelmäßig wiederkehrende
ger für Psychiatrie, Weiterbild-
Frage geklärt werden, wie Beziehung in der Pflege gestal-
ung Pflegedienstleitung, Studium
tet werden kann, welche Rolle sie in der pflegerischen
Diplompflegewirt (FH), Studium
Arbeit spielt, welchen Grenzen sie unterworfen ist und wie
Soziale
all die Antworten auf diese Fragen begründet werden kön-
Arbeit
BA,
Studium
Soziales Management MA, Doktorat an der MLU Halle -
nen.
Wittenberg.
Es liegt im Interesse des Vortragenden, Beziehung so ges-
Seit 2002 Bildungsreferent beim Bildungswerk des Ver-
talten zu lassen, dass sie auch im forensischen Setting zu
bandes der bayerischen Bezirke.
einem pflegerischen Arbeitsmittel der besonderen Art
werden kann. Entsprechende Materialien werden dazu
herangezogen.
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LVR-Klinik Bedburg-Hau, Fachbereich Forensik
Die neue Entfremdung vom Patienten
Vortrag von Dr. med. Martin Schott
Dr. med. Martin Schott,., Jg. 1943,
orientierte nihilistische Prognosen, absurde Sicherheits-
Psychiater und Psychoanalytiker,
technik und unbezogene Therapien inszeniert. Lebendige
forensische Psychiatrie. Von 1983
therapeutische Beziehungen werden ersetzt durch Dog-
– 2009 Chefarzt des Landes-
men von der Priorität einer Deliktbearbeitung, von der
krankenhauses Moringen, Maß-
Unbehandelbarkeit bestimmter Tätergruppen und von der
regelvollzug (MRV). Lehrauftrag
Verwechslung von Struktur und Rigidität.
Universität Frankfurt. Vorträge und Veröffentlichungen u.a.
Therapeuten werden in ihrer Arbeit entscheidend beein-
über Psychotherapie im MRV, Sicherheit, Sexualstraftäter,
flusst von Vorstellungen über ihre eigene Rolle und über
Organisation und bauliche Aspekte im MRV, Ergotherapie
das Menschsein ihrer Patienten. Diese Vorstellungen wer-
im MRV.
den ebenso viel zu wenig reflektiert wie die Frage, wie
Mitarbeiter ermutigt, geschützt, gestützt und
entlastet
Je mehr sich der Maßregelvollzug in den letzten 30 Jahren
werden können. Schließlich sollte kritisch hinterfragt wer-
institutionalisiert hat, desto bedenklicher ist gleichzeitig
den, ob man im Maßregelvollzug nicht zu sehr in juristi-
die fortschreitende Entfremdung von den menschlichen
schen Kategorien denkt und darüber die psychiatrische
Tragödien, mit denen man es zu tun hat. Während früher
und psychotherapeutische Identität gefährdet. Essentielle
offene Verachtung, Demütigung und Ausgrenzung herrsch-
therapeutische Werte wie die Schweigepflicht werden oft
te, ist die heutige Entfremdung subtiler und diskreter. Sie
bedenkenlos aufgegeben.
wird durch oft seelenlose Gutachten, statistisch statisch
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Was kann und was leistet Maßregelvollzug?
Psychodynamische Behandlung von Patienten mit `Psychopathy´
Vortrag von Dr. med. Bernard Wittmann
Dr. Bernhard Wittmann ist
Psychiater und Psychoanalytiker.
Von 1994 – 2009 arbeitete er
als ärztlicher Direktor im
LWL-Therapiezentrum Marsberg.
Seit 2009 ist er ärztlicher
Geschäftsführer im Niederrhein Therapiezentrum Duisburg.
Dr. Wittmann verfasste Publikationen zu Themen des § 64
StGB und der Behandlung von Menschen mit schweren
Persönlichkeitsstörungen.
ren. In der Unterbringung gemäß §64 StGB führt dies gehäuft zu „Erledigungen der Maßregel“ gemäß § 67 d, Absatz 5 StGB, als letztlich verzweifeltem Versuch der Behandlungsverantwortlichen, die Hoheit über den therapeutischen Prozess zurück zu gewinnen.
Auf der Grundlage eines psychodynamischen Verstehenszugangs der psychopatischen Struktur wurde vor einigen
Jahren ein dafür spezifisches Therapiekonzept entwickelt
und die Patienten auf einer Kleinstation zusammen gezogen.
Im Vortrag werden die Erfahrungen einer zweijährigen
Evaluationsphase mit 14 erfassten Patienten dargestellt.
Patienten mit Merkmalen von „psychopathy“ werfen in der
forensischen Therapie besondere Schwierigkeiten auf, da
es ihnen meist rasch gelingt, ein System von Dominanz,
repressiver Angst und interaktioneller Kontrolle zu etablie-
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LVR-Klinik Bedburg-Hau, Fachbereich Forensik
Die Erfassung dynamischer Risikoparameter und protektiver Faktoren bei
Sexualstraftätern zur Kriminalprognose, Eingangs- und Verlaufsdiagnostik
Vortrag von Dr. biol. hum. Martin Rettenberger
Dr. Martin Rettenberger studierte
Diplom-Psychologie
an
der
Universität Regensburg und der
Freien
Universität
Berlin,
promovierte anschließend an der
Sektion Forensische Psychotherapie der Universität Ulm und studierte Kriminologie an
der Universität Hamburg. Aktuell ist er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Sexualforschung und Forensische Psychiatrie am Universitätsklinikum HamburgEppendorf (UKE) im Bereich der forensischen Prognoseund Evaluationsforschung tätig.
In den letzten Jahren wurden eine Vielzahl unterschiedlicher Instrumente und Verfahren zur kriminalprognostischen Einschätzung von Sexualstraftätern entwickelt und
bezüglich ihrer Vorhersagegüte untersucht. Dabei lag ein
Schwerpunkt der bisherigen Forschungsarbeiten auf statistisch-nomothetischen bzw. aktuarischen Prognosemethoden. Diese Verfahren weisen allerdings für die Begutachtung und Behandlungsplanung von Sexualstraftätern
14
inhaltliche Defizite auf, die durch die Integration dynamischer – und damit potentiell veränderbarer – sowie protektiver Risikomerkmale deutlich reduziert werden können.
Gegenstand des Vortrags sind strukturierte und standardisierte Verfahren zur Einschätzung dynamischer und protektiver Prognoseparameter bei Sexualstraftätern. Neben
dem Einsatz als Kriminalprognoseinstrumente eignen sich
diese Verfahren vor allem auch für die Behandlungsplanung und Verlaufsdiagnostik, da sie Ansatzpunkte für die
Wirksamkeit von Behandlungen geben und damit Indikatoren für den Behandlungserfolg darstellen. Auch im Bereich
der forensischen Evaluationsforschung besitzen diese
Verfahren unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten und stellen Auswege aus bekannten Forschungsdilemmata bereit.
Ein Schwerpunkt des Vortrags liegt auf dem Stable-2007,
ein standardisiertes Instrument zur Erfassung (stabil)
dynamischer Risikofaktoren bei Sexualstraftäter, wobei
auch aktuelle empirische Daten zur Prognosegüte des
Instruments bei der Vorhersage von (einschlägigen) Rückfällen vorgestellt werden.
Was kann und was leistet Maßregelvollzug?
Partnerschaftliche Milieugestaltung im Maßregelvollzug
Vortrag von Sabine Heller; Silvia Biehler; Peter Möller; Alexander Gildhorn, Wießloch
Die Vortragenden sind
- Totale Institution
Weiterbildungskandidaten
Zentrales Kriterium einer totalen Institution ist die unfrei-
der Fachweiterbildung
willige Mitgliedschaft der Patienten.
Psychiatrie an der Akademie
So sind auch im Maßregelvollzug fast alle Lebensäuße-
im Park, Wiesloch
rungen geregelt, der Grad an Autonomie ist gering, so dass
Eckpunkte
ihres
Vortrages
dieser als totale Institution bezeichnet werden kann.
sind:
Die Forensische Psychiatrie stellt eine Welt für sich dar,
- Salutogenese
charakterisiert durch die Beschränkung des sozialen Ver-
Ein Merkmal der psychia-
kehrs mit der Außenwelt.
trischen Pflege ist es, Gesundheit zu fördern in dem sie
- Milieugestaltung
wahrzunehmen versucht, welche Ressourcen Menschen
Die Gestaltung des stationären Umfeldes ist ein besonders
haben, was sie gesund hält und was ihre (psychische) Ge-
wichtiger Bestandteil um Patienten den therapeutisch
sundheit fördert. Dies geschieht mit dem Ziel, Patienten zu
wirksamen Lebensraum im psychiatrischen Krankenhaus
einem höheren Kohärenzgefühl zu verhelfen, damit die
zugänglich zu machen. Den Patienten soll sowohl Sicher-
sog. „generalisierten Widerstandsressourcen“ (Antonovsky
heit und Vertrauen vermittelt werden und gleichzeitig sol-
1997) erweitert und genutzt werden.
len sie ermutigt werden, ihre Ressourcen einzubringen und
zu erweitern.
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LVR-Klinik Bedburg-Hau, Fachbereich Forensik
Kenne ich, weiß ich schon – brauche ich nicht!
Burnoutprophylaxe für Behandler
Vortrag von Dietmar Böhmer
Dietmar Böhmer, Jahrgang 1966
ist Leiter des LWL-Instituts
Warstein (med. Rehabilitation
psych. kranker Menschen) Nach
dem Abitur absolvierte er eine
Ausbildung zum Polizeibeamten,
danach Ausbildung für den
Sonderdienst der Polizei. Anschließend Studium Sozialarbeit und Wirtschaftswissenschaften. Zusatzqualifikation als
traumazentrierter Fachberater (PITT© Psychodynamisch
Imaginative Trauma Therapie nach Reddemann), Lehrtrainer zur Verhaltensmodifikation (Max-Planck-Institut für
Verhaltensforschung München). Er arbeitet seit Jahren als
Verhaltenstrainer und Coach mit besonderem Bezug zum
Gesundheitssystem im Themenkomplex Umgang mit Aggression, Teambuilding und Persönlichkeitsbildung.
16
Angesichts steigender Arbeitsdichte und damit verbundenem Stressaufkommen steigt die Zahl von Arbeitsstörungen auch unter Behandlern. Wie kann das sein? Sind wir
nicht gerade diejenigen, die für psychische Gesundheit bei
unseren Patienten verantwortlich zeichnen? Müssten wir
nicht wissen welche Belastungen im Alltag lauern? Anscheinend bewahrt die Profession nicht vor dem Burnout –
im Gegenteil. Der Vortrag befasst sich mit den berufsspezifischen Fallen im Alltag von Behandlern und den notwendigen Kompetenzen zur Aufrechterhaltung der psychischen
Gesundheit sowie dem, was in den meisten Ausbildungscurricula nicht zu finden ist: Selbstkompetenz, innere
Achtsamkeit und Selbstfürsorge. Das Meiste an Inhalt wird
Ihnen bekannt vor kommen, ob es Ihnen vertraut ist müssen Sie entscheiden!
Was kann und was leistet Maßregelvollzug?
Arbeitsgruppenangebot
AG 1
Harald Rehner, Rostock
Freiwillig in der Forensik – Das Dilemma von Kontrolle, Vertrauen, Zwang und Behandlung
Patienten treten oft die Behandlung mit diffusen Erwartungen Hoffnungen und Ängsten an. Sie gestalten ihre Beziehungen in
einer ihnen vertrauten, meist dysfunktionalen Form. Die Behandlung findet zudem oft gegen ihren Willen statt. Die legitime
Ausübung von Kontrolle und Zwang ist so in Form struktureller Gewalt Teil der Behandlung. Dennoch ist eine professionelle,
auch von einer gewissen Freiwilligkeit des Patienten getragene Beziehungsgestaltung der Schüssel zu Veränderung und Entwicklung. Die Dynamik der Behandlung entsteht vor allem durch die vorausgegangenen Beziehungserfahrungen unserer Patienten. In deren Erleben und Aushalten und dem Wissen um die Delikte kann sich unreflektiert die Rolle eines "Schattenrichters" ausbilden. Damit läuft ein Team Gefahr, durch die Psychodynamlk der Behandlung in seiner Vitalität eingeschränkt zu
werden. Dies zu vermeiden, setzt die Fähigkeit zu Reflektion und Selbstfürsorge voraus.
Ziel der Arbeitsgruppe:
- Schneller das eigene Handeln professionell zu reflektieren
–Sensibilisierung für "Klimaschwankungen" in Team und Patientengruppe und deren Hintergründe
- Professionelles Verständnis für Grenzen der Behandlung
- Austausch eigener Erfahrungen
- Besser "abzuschalten"
Angesprochen sind an der Dynamik/Interaktion zwischen allen an der Behandlung Beteiligten, dem Patienten und den Bedingungen der Institution Interessierte Teilnehmer.
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LVR-Klinik Bedburg-Hau, Fachbereich Forensik
AG 2
Lettie Theunissen-Schuiten
Meins, Deins oder Unser?
Jeder Mensch, der im Maßregelvollzug arbeitet, wird bestätigen, dass die Behandlung von forensischen Patienten in multiprofessionellen Teams stattfinden muss.
Es gibt hierfür die verschiedensten Gründe.
So hat z.B. der Patient ein Recht auf die bestmögliche Behandlung durch gut ausgebildete Mitarbeiter/-innen. Auch ist es wegen der Komplexität, der Problematik und des Settings, worin unsere Patienten sich befinden, ist es wichtig, aus verschiedenen
Blickwinkel auf den Behandlungsprozess zu schauen. Es ist ebenfalls wichtig, die persönlichen und fachlichen Grenzen der
Teammitglieder im multiprofessionellem Team aufzuarbeiten.
Welche Voraussetzungen (z.B. aus organisatorischen oder struktureller Hinsicht) brauchen wir als Team um multiprofessionelle Arbeit im Alltag so umzusetzen, dass sie auch funktioniert? Welche Fähigkeiten/Kompetenzen sollten alle Mitglieder dieses
Teams besitzen, um das Beste aus unseren Patienten, aus uns Selbst und dem Team zum Einsatz zu bringen? Wer sind die
Mitglieder dieses Teams, und wer ist verantwortlich für was? Was ist mit unserem eigenen Ego und dem Ego des Teams? Können wir es zurückstellen und dem Patienten Fortschritt und Entwicklung in der Behandlung gönnen?
In diese Arbeitsgruppe werden wir uns selbst und Beispiele unseres jetzigen multiprofessionellen Teams einbringen. In der
Praxis zeigt sich oft, wie schwierig diese multiprofessionelle Zusammenarbeit ist, obwohl alle Mitglieder die Wichtigkeit anerkennen. Ziel dieser AG ist es, neue Kenntnisse und Ideen zu erarbeiten, diese in den eigenen Arbeitsalltag mitzunehmen und so
das eigene multiprofessionelle Team zu stärken.
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Was kann und was leistet Maßregelvollzug?
AG 3
Sonja Schillo, Göttingen
Taijiquan – eine clevere Bewegungskunst
Der Maßregelvollzug dient der Behandlung von Menschen, die aufgrund ihrer inneren Verfassung Straftaten begangen haben.
Ziel der Einrichtung ist es, die vielfältigen und komplexen Störungen, die oft auf bereits frühkindliche Erfahrungen zurückgehen, zu therapieren.
Taijiquan ist eine aus China stammende Bewegungskunst, die sich mittlerweile im Westen großer Beliebtheit erfreut. Die Wurzeln reichen weit in die chinesische Geschichte hinein und sind eng verwoben mit der daoistischen Philosophie sowie der chinesischen Medizin. Ziel des Übens von Taijiquan ist es, den Körper gesund zu erhalten und das Gleichgewicht im Menschen wieder
herzustellen. Beim Üben werden körperliches Training, Atmung und geistige Aufmerksamkeit miteinander vereint. Angefangen
bei einfachen Bewegungsbildern werden später komplexe ineinander übergehende Bewegungsabfolgen, sogenannte ‚Formen‘,
erlernt. Das eigene Spüren und Empfinden steht hierbei im Vordergrund. Die Bewegungen werden mit der Zeit weicher und
fließender und werden als sehr harmonisch erlebt.
Taijiquan eignet sich für jeden, der Spaß und Lust an neuen und gesunden Bewegungen hat. Die Körperwahrnehmung und Bewegungskoordination werden gefördert, die Muskulatur gekräftigt, die Standfestigkeit und der Gleichgewichtssinn positiv beeinflusst. Der Atem wird gleichmäßiger und tiefer, der Geist ruhiger und konzentrierter. Meist stellt sich ein angenehmes
Wohlgefühl ein. Die gesundheitlich positiven Wirkungen sind bereits vielfach wissenschaftlich belegt, wie z. B. Muskelkräftigung, Regulierung des Herz-Kreislauf-Systems und die Verbesserung des Gleichgewichtes. Daher werden sie insbesondere
älteren und kranken Menschen empfohlen.
Aufgrund meiner mehrjährigen guten Erfahrung im NLKH-Moringen, möchte ich gerne einen Workshop zu diesem Thema anbieten und damit einen Einblick in diese spannende und gesundheitlich sehr wirksame Bewegungskunst gewähren. Als Teil des
Bewegungs- und Freizeitangebots ist es nicht direkt in die Therapie mit eingebunden, ist aber auch gerade dadurch sehr nützlich.
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LVR-Klinik Bedburg-Hau, Fachbereich Forensik
AG 4
Verena Peykan und Ans van Heesch, Bedburg-Hau
Let`s work it out – Die deliktspezifische Behandlung von Patienten mit mentaler Beeinträchtigung
Beeinträchtigung im Maßregelvollzug
Es sollen Möglichkeiten und Grenzen des Maßregelvollzugs diskutiert werden. Hierbei sind entwicklungspsychologische Aspekte sowie Normen- und Wertesysteme und soziomoralische Entwicklung von Bedeutung. Perspektivenwechsel und ressourcenorientierte therapeutische Arbeit sind die Grundlagen. Hierbei wird Mentalisierung als Basis menschlicher Identität begriffen.
Das Verhältnis von Innen- und Außenwelt. Verstand und Gefühl sowie Natur- und Kulturerfahrung werden hier mit einbezogen.
Viele der Patienten sind wegen pädophilen Delikten im Maßregelvollzug. Therapietechnisch und ethisch stellt dies für Behandler eine Herausforderung dar. Wie dies mit psychologischen, theoriebezogenen Angeboten (Gruppenangebote) und praktischen
Methoden (Gartenarbeit, Tonarbeit, Kunst) realisiert werden kann, soll besprochen werden. Inwieweit hier gängige Programme
eingesetzt werden können und mit welchen Methoden sinnvoll gearbeitet werden soll ebenso Thema sein wie die beständige
Gratwanderung des Behandlungsteams zwischen Förderung und Überforderung der Patienten. Es soll der Frage nachgegangen
werden, wie im Rahmen der Beziehung zum Patienten und der Beziehung von Patienten untereinander ein entwicklungsförderliches Klima geschaffen werden kann und welche Strukturen für einen Entlassungsrahmen wichtig sind.
Kann in der Atmosphäre von Diagnostik, Kategorisierung und vorgegebener Behandlungsphasen (z.B. Regel- und Langzeitpatienten) in Bezug auf Beziehung noch ein förderliches Behandlungsklima geschaffen werden? Wir wollen dieser Frage nachgehen und verschiedene fördernde Modelle der Beziehung zum Patienten, aber auch die Frage der Beziehung von Patienten untereinander und deren Kontakte und Kontaktförderung außerhalb untersuchen.
Es können auch zu supervidierende Fälle vorgestellt werden.
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Was kann und was leistet Maßregelvollzug?
AG 5
Sandra Möller-Emminghaus, Warstein
Die Erarbeitung realistischer Ziele der Behandlung mit forensischen Patienten
Die Erarbeitung realistischer Ziele mit forensischen Patienten war bereits Thema eines Vortrages auf der 16. forensischen
Fachtagung „Sex & Drugs & Rock ’n’ Roll“ in der LVR Klinik Bedburg – Hau. Im nun folgenden Workshop sollen die theoretischen Hintergründe vertieft werden. Wie können sich realistische Ziele und damit verbundene Prozesse eines Patienten auf die
Motivation, auf die Selbstwirksamkeit, auf die Beziehung zum helfenden System und auch auf die Genesung auswirken? Wie soll
mit unrealistischen Zielen umgegangen werden? Welche Haltung soll das helfende System einnehmen? Konkrete therapeutische Materialien, und Interventionsstrategien werden vorgestellt und diskutiert.
AG 6
Nina Liebrand, Bedburg-Hau
Der Kopf lernt, was der Körper schon weiß - Antigewalttraining
Langjährige CannabiskonsumentInnen, die ihren Konsum reduzieren beziehungsweise einstellen wollen, sehen sich u. a. oft
mit einer Vielzahl an auftauchenden Gefühlen konfrontiert – darunter natürlich auch Aggression und Wut. Der verlernte Umgang mit Gefühlen – wie Aggression – ist daher ein wesentliches Thema in der Behandlung. Auch Therapieeinrichtungen selbst
können „Gewalt“ ausüben, z. B. durch Machtmissbrauch, unsinnige Regelungen und therapeutisch maskierte Grenzüberschreitungen.
In diesem Workshop sollen diese Themen erörtert werden. Wir werden drama-/ theatertherapeutische Übungen und Interventionen kennenlernen, die benutzt werden im Antigewalttraining in u.a. der Suchtforensik. Die spielerische und körperorientierte
Herangehensweise in diesem Training lädt dazu ein, eigene Automatismen, die im Körper verankert sind, in Bezug zu Gewalt
kennenzulernen, neue Handlungsmöglichkeiten zu entdecken und diese auszuprobieren. Dabei gilt es, den konstruktiven Teil
der Aggression als Motor zu nutzen. Das Ziel der Behandlung ist, KlientInnen dabei zu unterstützen einen angemessenen Ausdruck und Umgang für ihre Aggressionen zu finden.
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LVR-Klinik Bedburg-Hau, Fachbereich Forensik
AG 7
Elfi Joester und Gregor Lange, Moringen
Laufen statt saufen – ein psychodynamischer Bewegungsansatz in der Arbeit mit
suchtkranken Menschen
"Eine Wanderung mit Patienten ersetzt 5 Therapiestunden" (M. Schott). Korrigierende positive Beziehungserfahrungen, Förderung von Ich-Funktionen wie z.B. Realitätsprüfung, Impulskontrolle oder Affekttoleranz sowie die Vermittlung sinnlicher Erlebensinhalte sind nicht selten nur schwer, manchmal gar nicht im klassischen Gesprächssetting der therapeutischen Situation
zu vermitteln. Über gemeinsame Aktivitäten, wie Joggen und Wandern erscheint dagegen die therapeutische Abstinenz und
Neutralität im anderen Licht. Neue Perspektiven und Räume können nutzbar gemacht werden, die intramural nicht vermittelbar sind. Außerdem teilen Patient wie auch Behandler gleiche Erfahrungen hinsichtlich der Wahrnehmung und Entwicklung von
persönlichen Ressourcen, wie z.B. Ausdauer aber auch hinsichtlich des Erlebens eigener physischer und psychischer Grenzen.
In unserer Arbeitsgruppe wollen wir zunächst bereits bestehende Anwendungen/Projekte und deren Bedeutung innerhalb eines
umfassenden Behandlungskonzeptes suchtkranker Menschen zusammentragen und erörtern bevor wir zur praktischen Umsetzung "schreiten" und in sehr konkreter Weise die theoretischen Implikationen dieses Therapieansatzes selbst erfahren.
Dafür sollten die Teilnehmer dieser AG Jogging und/oder Wanderschuhe sowie entsprechende Kleidung mitbringen. Die Arbeitsgruppe ist für Einzeltherapeuten wie auch Mitarbeiter verschiedener Berufsgruppen empfehlenswert, die im Rahmen von
Sozial- oder Milieutherapie an der Behandlung suchtkranker Menschen beteiligt sind.
AG 8
Jürgen Hollick, Irsee
Gruppenarbeit in der Pflege
In der Psychiatrie stellen Gruppenarbeiten aufgrund der hohen sozialen Auswirkung ein wichtiges Arbeitsinstrument dar. Pflegende sind dabei in großem Umfang in gruppengestützten Aktivitäten ihrer Stationen mit einbezogen.
Im Workshop sollen wesentliche Aspekte von Gruppenarbeit erfahren und mit theoretischem Hintergrund versorgt werden.
Rein kognitive Wissensinhalte werden mit der Gruppe der Teilnehmer durchgespielt und dadurch in ihren Wirkungsweisen
erfahren. Zu den einzelnen Aspekten der Gruppenarbeit werden unterschiedliche Maßnahmen angeboten und so die Flexibilität
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Was kann und was leistet Maßregelvollzug?
und Vielseitigkeit künftiger Gruppenleiter erhöht.
Neben der Durchführung von Gruppenaktivitäten sollen diese auch als diagnostisch-/prognostisches Instrument vorgestellt und
geübt werden. Hierzu werden pflegetypische Prognoseverfahren eingesetzt.
Ziel der Veranstaltung ist es, Gruppenarbeit über den Status einer Pflichtübung hinaus als Instrument zu entwickeln, mit dem
aktiv die Zielsetzungen der jeweiligen Station angesteuert werden können.
Der Ablauf der Veranstaltung entspricht einer Gruppenstruktur.
AG 9
Susanne Strenge, Bedburg–Hau
Why can´t we live together (“Our house in the middle of our street”)
Angeboten wird eine AG (mit Aktivteil!), die unsere Arbeit auf der gemischtgeschlechtlichen offenen Station Bahnstraße 5b
vorstellt. (Maßregelvollzug gem. § 63 StGB)
Unsere PatientInnen, die auf den geschlossenen Stationen bereits ihre Basistherapie und erste Lockerungen bewältigt haben,
lernen hier, in einer Gemeinschaft zu leben und zu arbeiten.
Es gibt auch weiterhin Therapieangebote, wie Einzelgespräche oder obligatorisch die DBT, sowie Dramatherapie, Sporttherapie,
Schulunterricht, aber der Schwerpunkt liegt auf der zunehmenden Erprobung unter stetig erhöhter Belastung im Arbeits- und
Lockerungsbereich.
Auf diesem Wege können wir zu einer treffsicheren Einschätzung gelangen, welche Anforderungen ein mögliches Umfeld haben
muss, in welches unsere Patienten beurlaubt/entlassen werden können und welche Tätigkeit/Tagesstruktur für sie geeignet ist.
Wir haben keine Pauschallösungen parat, sondern kommen durch die genaue Beobachtung und Kenntnis der Ressourcen unserer Patienten zu einer passgenauen, individuellen Lösung für jeden und jede Einzelnen.
Auf diese Weise erfreuen wir uns einer guten Erfolgsquote, was Beurlaubungen/Entlassungen auch über einen längeren Zeitraum angeht und verfügen als Mitarbeiter über eine hohe Arbeitszufriedenheit.
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LVR-Klinik Bedburg-Hau, Fachbereich Forensik
AG 10
Dr. Dietmar Pfaff, Bedburg-Hau
Bodytalk - Zur Bedeutung der Konzepte „Embodiment“ und „Enactivism“ für die Therapie und
Förderung mental beeinträchtigter Maßregelvollzugspatienten
Zunächst geht es in dem Workshop um die Klärung der Begriffe „Embodiment“ und „Enactivism“.
Allgemein gesagt ist „Embodiment“ ein Konzept, um die Wechselwirkung von Körper und Psyche zu verstehen und zu nutzen.
Bei „Enactivism“ handelt es sich um eine handlungsbezogene Theorie, wie sich Mentalisierung und intelligentes Verhalten aus
einer Interaktion von Subjekt und Umwelt entwickelt. Beide Ansätze, die ursprünglich aus den Kognitionswissenschaften
stammen, werden in Verbindung zu einem phänomenologischen und leiborientierten Ansatz zur Behandlung mental beeinträchtigter Menschen gebracht.
In dem Workshop wird versucht zu erkunden, welche therapeutischen Implikationen aus den neuen Konzepten folgen könnten.
Durch wechselseitige Abstimmungen von Bewegungen z. B. im Bereich von Bewegungs- und Tanztherapien werden Zustände
von „enactive“ und „embodied“ Intersubjektivität ereichbar, die im Rahmen einer Mentalisierungsförderung zu einer Verbesserung der Affekt- und Impulsregulation führen. In letzter therapeutischer Konsequenz wäre dadurch ein Zustand geteilter Intentionalität denkbar, der Voraussetzung für eine Deliktfreiheit ist.
In dem Workshop sollen Anregungen vermittelt werden, die dann zu gemeinsam im Diskurs erarbeiteten innovativen therapeutischen Ideen führen könnten. Aufgrund der engen Beziehung dieser Konzeptualisierungen zum proceduralen und präverbalen
Bereich wäre für diesen gemeinsamen Gedankenaustausch mit eventuellen handlungsbezogenen, interaktiven Umsetzungen
die Teilnahme von Kreativtherapeutinnen/Kreativtherapeuten (Tanztherapie, Musiktherapie, Dramatherapie, Kunsttherapie)
besonders zu begrüßen.
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Was kann und was leistet Maßregelvollzug?
AG 11
Dr. Bernhard Wittmann, Duisburg
Psychodynamische Behandlung von Patienten mit `Psychopathy´
Grundlage der Arbeitsgruppe ist das Thema des Vortrags, das heißt der Umgang mit durchsetzungsbereiten und manipulativen,
zum Teil instrumentell aggressiven Patienten. Dazu werden psychodynamische Vorstellungen zur Genese der psychopatischen
Struktur entwickelt. Daraus abgeleitet wird ein spezifisches Therapiekonzept vorgestellt.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollten nach Möglichkeit Erfahrung in der Behandlung antisozialer Strukturen mitbringen
und Interesse an metatheoretischen Überlegungen und Konzeptionen zeigen.
AG 12
Dietmar Böhmer, Warstein
Kenne ich, weiß ich schon – brauche ich nicht! Burnoutprophylaxe für Behandler
Angesichts steigender Arbeitsdichte und damit verbundenem Stressaufkommen steigt die Zahl von Arbeitsstörungen auch
unter Behandlern. Wie kann das sein? Sind wir nicht gerade diejenigen, die für psychische Gesundheit bei unseren Patienten
verantwortlich zeichnen? Müssten wir nicht wissen welche Belastungen im Alltag lauern? Anscheinend bewahrt die Profession
nicht vor dem Burnout – im Gegenteil.
Die Arbeitsgruppe befasst sich mit den berufsspezifischen Fallen im Alltag von Behandlern und den notwendigen Kompetenzen
zur Aufrechterhaltung der psychischen Gesundheit sowie dem, was in den meisten Ausbildungscurricula nicht zu finden ist:
Selbstkompetenz, innere Achtsamkeit und Selbstfürsorge. Das Meiste an Inhalt wird Ihnen bekannt vor kommen, ob es Ihnen
vetraut ist müssen Sie entscheiden!
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LVR-Klinik Bedburg-Hau, Fachbereich Forensik
AG 13
Prof. Dr. Heinfried Duncker, Moringen
Der Rupturbegriff in der Psychopathologie und seine Folgen
Die Arbeitgruppe ist die Vertiefung des Vortrages vom 05. Mai und setzt sich mit der Geschichte der deutschen Psychiatrie auseinander. Hierbei wird insbesondere auf die Folgen hingewiesen, die der mit der Heidelberger Schule verbundene Begriff der
Ruptur nach sich zieht. Die Folgen werden sowohl beleuchtet für die Fragen, die sich mit der Schuldfähigkeit und der Steuerungsfähigkeit verbinden, als auch für die, die sich gegenüber einem integrativen sozialpsychiatrischen Versorgungsansatz
stellen. Der Rupturbegriff ist, zumindest teilweise, auch dafür verantwortlich, welche willkürlich gesplitteten Versorgungsangebote in der Bundesrepublik existieren.
AG 14
Melanie Steffen, Jens Oshege, Duisburg
Dr. Rudolf Schlabbers, Josef Berg, Dagmar Klösters, Bedburg-Hau
Gimme shelter – Kooperationsstrukturen in der Nachsorge
Exemplarisch soll in dieser Arbeitsgruppe die Zusammenarbeit der Forensischen Überleitungs- und Nachsorgeambulanz der
LVR-Klinik Bedburg-Hau (FÜNA) mit einem Anbieter psychosozialer Betreuung, Beratung, Förderung und Unterstützung hilfebedürftiger, psychisch kranker und geistig behinderter Menschen in Duisburg, der Regenbogen Duisburg GmbH dargestellt und
diskutiert werden.
Die Arbeitsgruppe hat das Ziel, die Rehabilitation psychisch kranker und suchtkranker Maßregelvollzugspatienten aufzuzeigen.
Dabei werden durch Fallbeispiele die Unwägbarkeiten der Rehabilitation dargestellt und es werden Lösungen problematischer
Entwicklungen und kommunikativer Probleme aufgezeigt. Im Besonderen wird gezeigt, wie fruchtend die forensische Nachsorge mit einem für die Rehabilitation offenen sozialtherapeutischen Verbund sein kann. Die unterschiedlichen Aufträge und Herangehensweisen an die zu betreuenden Personen von Seiten der Maßregelvollzugsklinik und der Regenbogen Duisburg GmbH
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Was kann und was leistet Maßregelvollzug?
als gemeindepsychiatrischem Anbieter, stellen Chancen für unsere Patienten dar.
Das Krisen- und Rückfallmanagement hat einen besonderen Stellenwert in der gemeinsamen Arbeit. Wichtig ist, dass die Patienten sich nicht ausschließlich Vermeidungszielen verschreiben, sondern im Sinne des „Good-lives“ Modells (Ward u. Stewart
2003) sich von Annährungszielen positiv motivieren lassen sollen.
Die Schnittstellenarbeit von der Klinik in die Netzwerke und die Hilfsangebote der Sozialpsychiatrie sollen im besonderen Fokus
dieser Arbeitsgruppe stehen.
Ihre Teilnehmer bekommen vermittelt, wie die Anbahnung der Aufnahme und die weitere Rehabilitation Schritt für Schritt vonstatten geht. Die für die Kooperation notwendigen Absprachen (individuelle Betreuungsvereinbarung und Notfallpapiere) sowie
die Prognosestellung werden an konkreten Beispielen dargestellt und aufgezeigt.
AG 15
Sabine Heller, Silvia Biehler, Peter Möller; Alexander Gildhorn, Wießloch
Partnerschaftliche Milieugestaltung im Maßregelvollzug
In dem Workshop soll gezeigt werden, wie durch Einsatz kreativer Methoden eine Verbesserung und Erhaltung der Ressourcen
des Patienten in das stationäre Milieu praktisch umsetzen kann. Hierzu werden mehrere erfolgreiche Projekte vorgestellt:
- Foto-Aktion „Ich bin einzigartig!“ für Patienten der Forensik
- Trommelgruppe
- Geocaching
Damit können die Interaktionen der Patienten lebendiger werden, ihre Motivation für gemeinschaftliche Freizeitgestaltung
erhöht werden, ihre Selbstwertgefühle gesteigert, das Konzentrationsvermögen ausgebaut und Disziplin gefördert werden. Die
Projekte beeinflussen den Gemeinschaftsgeist positiv und fördern die Beziehung zu den Pflegenden.
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LVR-Klinik Bedburg-Hau, Fachbereich Forensik
AG 16
Martina Kronenberger und Thomas Scheskat, Moringen
Stand – Haltung – Konfrontation
Über den Körper lassen sich zentrale seelische Qualitäten berühren und schulen.
In der Körperpsychotherapie beziehen wir uns immer wieder auf drei elementare Ebenen: den Stand, die innere Wahrnehmung
und das Hinwenden zur Welt. Dies hat z.B. David Boadella in seinen Prinzipien des Grounding, Centering and Facing formuliert,
sie lassen sich jeweils speziell thematisieren und in Übungen erarbeiten. So, wie ich stehe, so stelle ich mich, so, wie ich atme,
nehme ich die Welt auf und gebe mich in sie hinein, so, wie ich schaue, zeige oder verberge ich mich.
Alle Ebenen fließen dann in einem Übungssetting z.B. zum fruchtbaren Umgang mit aggressiven Kräften zusammen, das wir in
diesem Workshop vorstellen wollen. Es schafft einen direkten Zugang zur Auseinandersetzung mit Themen wie Selbstwirksamkeit, Überwindung von Ohnmacht, innerer Achtsamkeit, Affektregulation und Angstbewältigung, sowie Kontakt- und Konfliktfähigkeit.
In diesem - auch körperlich - herausfordernden Workshop können körperorientierte Methoden selbst ausprobiert werden. U.a.
in Begegnungsübungen zur Konfrontation mit Aggressionsenergien kann das fruchtbare Potenzial auch "schwieriger" Gefühle
nutzbar gemacht werden.
AG 17
Dr. Martin Schott, Göttingen
Wie entsteht eine wunderbare und erfolgreiche therapeutische Beziehung in einer Einzeltherapie?
Voraussetzung für eine wunderbare therapeutische Beziehung sind positive institutionelle Bedingungen. Unabdingbar ist etwa,
dass eine Objektkonstanz besteht, d. h., dass die Therapie über viele Jahre bei einem Therapeuten durchgeführt werden kann.
Entscheidend ist dann, mit welchen Erfahrungen und Einstellungen der Therapeut auf die Patienten zugeht. Vor allem bei frühen Störungen lässt sich ein Patient nur durch eine liebevolle Haltung innerlich berühren. In vielem ähnelt eine Einzeltherapie
einer Mutter-Kind-Beziehung. Erfolg wird man nur haben, wenn man keinen Erfolg anstrebt, sondern wenn der Patient,
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Was kann und was leistet Maßregelvollzug?
´unconditional love´, Liebe und Akzeptiert werden ohne Bedingungen erlebt. Wachsen und sich entwickeln kann nur der Patient
selbst, der Therapeut ist lebenswichtiger Begleiter. Ohne Einhaltung einer Schweigepflicht wird sich kein Vertrauen entwickeln.
In der Arbeitsgruppe sollen die Voraussetzungen und therapeutischen Haltungen für eine Einzeltherapie, die mehr ist, als pädagogisches Zureden, vorgestellt werden. Wünschenswert ist, dass die Teilnehmer von eigenen Therapien berichten.
AG 18
Gerhard Bliersbach, Hückelhoven
Handwerk, Adressaten und Politik des forensischen Prognose Gutachtens (MRVG NW § 16.3)
An Beispielen eigener Gutachten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops sollen die vielfältigen Aspekte der Abfassung forensischer Prognose-Gutachten im Rahmen des § 16,3 MRVG diskutiert werden. Dabei wird es um Fragen des Handwerks, der Adressaten und der Politik des Autors oder der Autorin von Prognose-Gutachten gehen. Mit dem Handwerk ist die
Beantwortung der komplizierten Fragestellung gemeint, eine ausreichend prägnante und tragfähige Gestalt der Handlungsmuster des forensischen Patienten herauszuarbeiten, aus der sich relevanten Prognose ableiten lassen. Die Adressaten sind
die Leser und die Repräsentanten des Systems des Maßregelvollzugs, die im Blick zu halten sind: Patient und Rechtanwalt,
Strafvollstreckungskammer, Staatsanwaltschaften, Kolleginnen und Kollegen der beteiligten forensischen Psychiatrien, Maßregelbeauftragte des Landes und des LVR). Die Politik betrifft die impliziten oder expliziten Interessen der Gutachterin oder des
Gutachters, sich in einer bestimmten Form im System des Maßregelvollzugs zu platzieren. Die Teilnahme des Workshops ist
begrenzt auf 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
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LVR-Klinik Bedburg-Hau, Fachbereich Forensik
Referentenliste
Josef Berg, Bedburg-Hau
Jens Oshege, Duisburg
Silvia Biehler, Wießloch
Verena Peykan, Bedburg-Hau
Gerhard Bliersbach, Hückelhoven
Dr. Dietmar Pfaff, Bedburg-Hau
Dietmar Böhmer, Warstein
Harald Rehner, Rostock
Prof. Dr. Heinfried Duncker, Moringen
Dr. Martin Rettenberger, Hamburg
Alexander Gildhorn, Wießloch
Thomas Scheskat, Moringen
Sabine Heller, Wießloch
Sonja Schillo, Göttingen
Jürgen Hollick, Irsee
Dr. Rudolf Schlabbers, Bedburg-Hau
Elfi Joester, Moringen
Dr. Martin Schott, Göttingen
Martina Kronenberger, Moringen
Melanie Steffen, Duisburg
Gregor Lange, Moringen
Susanne Strenge, Bedburg-Hau
Nina Liebrand, Bedburg-Hau
Lettie Theunissen-Schuiten, Duisburg
Dr. Carine Minne, London
Ans van Heesch, Bedburg-Hau
Peter Möller, Wießloch
Dr. Mario Wernado, Leipzig
Sandra Möller-Emminghaus, Warstein
Dr. Bernhard Wittmann, Duisburg
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Was kann und was leistet Maßregelvollzug?
ANMELDUNG / INFORMATION / ORGANISATION
Die Anmeldungen erfolgen mit dem beiliegenden Anmeldeformular, in dem Sie bitte die Nummer der jeweiligen
Arbeitsgruppe eintragen. Die Teilnehmerzahl pro Arbeitsgruppe ist in der Regel auf max.15 begrenzt.
Das Organisationsteam behält sich vor, die Zuordnung in eine der genannten
Arbeitsgruppen vorzunehmen, wobei die Priorität berücksichtigt wird.
Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigt. Die Teilnahmegebühr überweisen Sie bitte
auf das Konto:
SEB Bank Köln
BLZ:
37010111
Konto-Nr: 1369472600
Verwendungszweck: NAME, Fachtagung Forensik 2011“ Auftrag: 850190232105
Erst dann ist Ihre Anmeldung verbindlich. Eine Anmeldebestätigung wird nur bei Abgabe einer E-Mail Adresse
erteilt. Weitere Tagungsunterlagen erhalten Sie bei Ihrer Ankunft.
Programmänderungen müssen wir uns vorbehalten.
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LVR-Klinik Bedburg-Hau, Fachbereich Forensik
Ihre
Anmeldung schicken Sie bitte an die folgenden Adressen:
LVR-Klinik Bedburg-Hau
z.H. Frau Andrea Geurtz
Bahnstr. 6
47551 Bedburg-Hau
oder per Fax an:
0049 (0) 2821 81-3395
oder per E-Mail an:
andrea.geurtz@lvr.de
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Frau Geurtz unter der Telefonnummer:
0049 (0) 2821 81-3381
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Was kann und was leistet Maßregelvollzug?
Teilnahmegebühr
Die Teilnahmegebühr für die Tagung beträgt Euro 150,00 und umfasst die Teilnahmeberechtigung, die
Mahlzeiten und den Eintritt zur „Kongressfete". Eine nur tageweise Anmeldung ist möglich (Euro 50,00
pro Tag).
Anmeldeschluss ist der 20.04.2011
Bei Nichtteilnahme nach vorheriger Anmeldung ist eine Rückerstattung der Teilnahmegebühr (abzüglich
einer Bearbeitungsgebühr von Euro 30,00) leider nur dann möglich, wenn der Platz an einen anderen
Interessenten, an eine andere Interessentin bis zum Anmeldeschluss vergeben werden konnte.
Übernachtung
Den Anmeldeunterlagen ist ein Unterkunftsverzeichnis beigefügt.
Die Reservierungen der Zimmer müssen selbständig vorgenommen werden.
Zertifizierung
Die Veranstaltung ist bei der Ärztekammer Nordrhein zur Zertifizierung eingereicht.
(ca.18 Punkte).
Tagungsbüro
Während der Tagung ist das Tagungsbüro erreichbar unter Tel
02821 81-3696
Sie finden uns auch unter: www.klinik-bedburg-hau.lvr.de
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LVR-Klinik Bedburg-Hau, Fachbereich Forensik
An der Vorbereitung haben mitgewirkt:
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Michael Bay
(Dipl.-Psychologe P.P.)
Jörg Czech
(Qualitätsmanagement Forensik)
Alexandra Ferner
(Pflegedienstleitung)
Andrea Geurtz
(Forensikkoordination)
Dr. Jack Kreutz
(Fachbereichsleiter Forensik)
Verena Peykan
(Dipl.-Psychologe P.P.)
Beate Püttmann
(Pflegedienstleitung)
Marianne Rhöse
(Pflegedienstleitung)
Hans Jürgen Tübbing
(Pflegedienstleitung)
Peter van Dick
(Qualitätsmanager)
Günter van Hoof
(Pflegedienstleitung)
Was kann und was leistet Maßregelvollzug?
Die Veranstaltung wird unterstützt von:
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Anfahrt
LVR-Klinik Bedburg–Hau
Bahnstr. 6, 47551 Bedburg-Hau
Tel 0049 (0) 2821 81-0 Fax 0049 (0) 2821 81-1197
LVR-Klinik Bedburg-Hau
LVR-Klinik Bedburg-Hau
Fachbereich Forensik
Bahnstr. 6
47551 Bedburg-Hau
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