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TOIRISCHEN FEN
NSTER auf der H
Homepage der F
FHöV NRW im O
Oktober 2014. Bild und Teext abgelegt im „Erinnerungsarchiv Polizei“ derr Forschungsgru
uppe Bildung, Be
eruf und Lebensslanges Lernen fg‐bibell@
@fhoev.nrw.de 1
Foto: Hans Kirchho
F
off um 1960 12. Okto
ober 1954: Ha
ans Kirchhoff
ff wird Leiter der Wassersschutzpolizeiidirektion Noordrhein‐We
estfalen2 Prof. Dr.. Heike Wülle
er, Forschun
ngsgruppe BiBeLL Allem An
nfang wohntt ein Zauber inne – und m
manchmal auch ein klein
ner Fehler. D
Das am 1. Okttober 1953 in K
Kraft tretend
de „Gesetz über die Orgaanisation und
d die Zuständigkeit der P
Polizei im La
ande Nordrheein‐Westfalen“ (POG) bewirkte für diie organisato
orische Struk
ktur der Wassserschutzpo
olizei in Nordrheein‐Westfalen eine entscheidende Neeuerung. In §
§ 3 Abs. 2 nämlich wurdee die Einrichttung einer „W
Wasserschutzzpolizeidirek
ktion“ festge legt. Faktiscch erfolgte damit die Inteegration der bis dahin beestehenden W
Wasserschuttzpolizei‐Gruuppen „Rhein“ und „Wesstdeutsche K
Kanäle“ in ein
ne große neue Organisationseeinheit, die d
den Status eiiner Kreispolizeibehörde
e erhielt. Weelche schiffba
aren Wassersstraßen in diee örtliche Zu
uständigkeit der neuen B
Behörde fiele
en, regelte eiine Verwaltu
ungs‐
vorschrifft. Mit genau
uen Strecken
nangaben veersehen zählte sie neun A
Abschnitte a
auf, nämlich Teile des Rheins, d
der Ruhr, deer Weser, dess Rhein‐Hernne‐Kanals, des Wesel‐Da
atteln‐Kanalss, des Datteln‐
Hamm‐K
Kanals, des D
Dortmund‐E
Ems‐Kanals, d
des Mittellan
ndkanals und des Osnabbrücker Zweiigkanals – und veergaß schließ
ßlich, das wa
ar der Fehler,, einen Teil d
des Wesel‐Datteln‐Kana ls (vom Rhein bis zur Schleusee Friedrichsffeld) und ein Stück der Em
ms (von Kilo
ometer 0,00 b
bis zur Landeesgrenze) in die 3
Liste mitt aufzunehm
men. Dergesstalt in ihrer Z
Zuständigke
eit beschnitte
en, gehörte es nun also f
folglich 1
Foto: Hans Kirchhoff um
m 1960. Quelle: Archiv WSPP NW, Duisburg;; in: Peter Bröhl: Wasserschutzzpolizei in drei Zeitepoch
hen. Zur Geschichte der Wasse
erschutzpolizeii auf dem Rhein
n von 1920 bis 1
1953. Frankfurtt/M. 2006, S. 5333. 2
Für die überaus hilfsberreite und kompetente Beratunng, für die Bere
eitstellung von F
Fotos und Inforrmationen danken wir Dank gilt auch W
Wolfgang Neiß
ß, Moers, für die großzügige Ü
Überlassung me
ehrerer sehr Peterr Bröhl, Köln. Ein besonderer D
Jahrgängee der Zeitschriftt „Der Senioren
n‐Kurier. Zeitscchrift der Senio
orengruppe in der Kreisgruppee Duisburg der Gewerkschaft der Polizei“, die uns nichtt nur für die Abbfassung diesess Textes gute Dienste geleistett hat. Schließlich bedanken wir uns für die freundliche Un
nterstützung beei Ute Hacksteiin, Direktion W
Wasserschutzpo lizei Duisburg, Führungssstelle. 3
Witschel,, Joachim: Bundesland Nordrh
hein‐Westfalenn. Für die 2. Aufflage überarbeitet von Peter B
Bröhl. In: Heem
mann, Günter un
nd Günther Meyyer: Historische
es vom Strom. D
Die deutschen Wasserschutzp
polizeien – Gescchichte und Ge
egenwart – m Auftrag des A
Arbeitskreises W
Wasserschutzppolizei der Deuttschen Gesellschaft für Polizeiigeschichte e.V
V. Bd. XIV. Im
Gelsenkircchen 2000. S. 189‐192, hier: S. 189. Seite 1 von 7 Beitrag ersschien als Begleittext zum HIST
TOIRISCHEN FEN
NSTER auf der H
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Oktober 2014. Bild und Teext abgelegt im „Erinnerungsarchiv Polizei“ derr Forschungsgru
uppe Bildung, Be
eruf und Lebensslanges Lernen fg‐bibell@
@fhoev.nrw.de ersten Aufgaben der neu errichteten Wasserschu
utzpolizeidire
ektion, über entsprechen
nde zu den e
Eingaben in dieser H
Hinsicht eine rasche Korrrektur der Ve
erwaltungsvo
orschrift zu b
bewirken. Diie noch m Teil grenzübergreifendden örtlichen Zuständigkeiten der W
Wasserschutzz‐
komplizierteren, zum
n der Länderr Niedersach
hsen und Norrdrhein‐Wesstfalen waren
n schon im M
März 1953 in einem polizeien
Staatsveertrag zwisch
hen den Ländern – offennkundig zur Z
Zufriedenheit der Beteili gten ‐ gereg
gelt 4
worden. Wasserschutzzpolizeidirekktion nahm ih
hren Sitz in D
Duisburg. Im
m Mai 1954 ko
onnten Die neu errichtete W
die Mitarbeiter in diee ihnen zuge
ewiesenen Rääume des do
ortigen Polizzeipräsidium
ms einziehen. Kommisssarisch geleitet wurde die neue Beh örde zunäch
hst vom bishe
erigen Chef der Wassersschutz‐
polizei‐G
Gruppe „Rheein“ Polizeiob
berrat Willi K
Kleinfeld. Alss zuständige Dienstaufsi chtsbehörde
e fungierte die Bezirkssregierung D
Düsseldorf, w
was sich aus d
der Lage derr Wasserschuutzpolizeidirrektion ergab. D
Denn ihre Zuständigkeit e
erstreckte si ch sogar auff fünf der insgesamt sechhs zu diesem
m Zeitpunkkt existieren
nden Regieru
ungsbezirke. Erst am 12. Oktober 195
54, also vor g
genau 60 Jah
hren, vollzog s
sich dann auch in person
neller Hinsichht die Zemen
ntierung des neuen Statuus: Mit Hanss Kirchhofff, zuletzt Ab
bgeordneterr des nordrheein‐westfälisschen Landta
ags, erhielt d
die nordrhein
n‐
westfälissche Wasserrschutzpolize
eidirektion a
an diesem Ta
ag ihren ersten Leiter. Ein Blickk zurück maccht deutlich: Die Anfängee der Wasserschutzpolizei in Deutschhland zu besstim‐
men, fällt schwer. Zw
war gab es schon in der f frühen Neuzzeit erste gessetzliche Reggelungen sch
hiff‐
her Aufsicht a
an der nordd
deutschen Küüste. In klar erkennbaren
n Strukturenn institutiona
alisiert fahrtlich
und für d
die heutige O
Organisation
n, die Aufgabben und den örtlichen Zu
uständigkeittsbereich derr Wassersschutzpolizeien tradition
nsbildend abeer ist sicher e
erst die Entw
wicklung nacch dem Ende
e des Ersten W
Weltkrieges. Als Gründun
ngstag des soogenannten Reichswasserschutzes g
gilt gemeinh
hin der 1. Oktob
ber 1919. An diesem Tag nämlich wu rden die bis dahin der Marine untersstellten, zur Sicherheeit auf den deutschen Wasserstraßenn eingesetztten Motorbootflottillen d
dem Reichsin
nnen‐
ministerrium untersteellt und die M
Mitarbeiter i n zivile Beam
mtenverhältnisse überfüührt. Der Reicchs‐
wasserscchutz war zeentral von Be
erlin aus orgaanisiert, es g
gab Unterabtteilungen, diie sich in Absschnitte, Bezirke, Kommando
os und Wachen gliederteen. Nach Aufflösung diese
er Zentralstrruktur im Jah
hr 1931 hrung der Zuständigkeit des Wassersschutzes in d
die Obhut deer Länder eta
ablierte und mit der Überfüh
sich für d
die Hafen‐ und Schifffahrtspolizeien schließlich d
die Bezeichn
nung „Wasseerschutzpolizzei“.5 Die Rheiinschifffahrt war von derr beschriebe nen Entwickklung weitge
ehend ausgennommen, de
enn der Nordrheein lag in der „entmilitarisierten Zonee“, für die resstriktive Besstimmungen in Hinsicht a
auf die Militär‐ u
und Polizeio
organisation galten. Was also das Gebiet des heutigen Nordr hein‐Westfa
alens betrifft, so ist von beesonderem I nteresse diee Gründung d
der sogenannten Preußisschen Rheinpolizei. Die schifffbaren Wasserstraßen d
der preußisc hen Rheinprrovinz, also d
der Regierunngsbezirke K
Koblenz, Trier, Kö
öln, Düsseldo
orf und Aach
hen, befandeen sich unterr Landeshoheit, die „Rheeinstrombau‐
verwaltu
ung“ hatte siich um Ausbau und Unteerhaltung des Rheins zu k
kümmern, d .h. sie war auch zuständig für die Kontrolle des S
Schiffsverkehhrs im Hinbliick auf die Eiinhaltung deer Schifffahrttspolizei‐
4
Vgl. Bröh
hl, Peter: Wasseerschutzpolizei in drei Zeitepoochen. Zur Gesschichte der Wa
asserschutzpoliizei auf dem Rh
hein von 1920 bis 19
953. Frankfurt//M. 2006, S. 5333. 5
Vgl.: Som
mmerfeld, Jörg: Die Geschichtte der Wasserscchutzpolizei in Nordrhein‐Westfalen. In: Der r Senioren‐Kurier. Zeitschriftt der Senioreng
gruppe in der Kreisgruppe Duiisburg der Gew
werkschaft der P
Polizei, 1/2007, S. 9‐12, hier: S. 9‐10. Seite 2 von 7 Beitrag ersschien als Begleittext zum HIST
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NSTER auf der H
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Oktober 2014. Bild und Teext abgelegt im „Erinnerungsarchiv Polizei“ derr Forschungsgru
uppe Bildung, Be
eruf und Lebensslanges Lernen fg‐bibell@
@fhoev.nrw.de g. Um die Verfolgung von
n Straftaten kümmerte s
sich hingegen die allgem
meine Polizei‐
ordnung
verwaltu
ung. Per Erlaass des preuß
ßischen Miniisters der öfffentlichen Arbeiten vom 12. Juni 192
20 wurde die Rheinpolizei schlließlich aus s
sehr pragmaatischen Gründen errichtet, nämlich „
„wegen 6
Überhan
ndnahme des Schleichha
andels und S
Schmuggels““. Um die Ve
erfahrensablläufe zu verb
bessern, wurden 1920 den Waasserbauämtern Polizeikkommissare zugewiesen
n – sie solltenn möglichst k
krimina‐
listisch vversiert sein ––, Polizeiwachtmeister u
unterstützten zusätzlich die sogenannnten Strommeister bei der R
Rheinstromb
bauverwaltun
ng. Diese neeue, zunächst nicht uniformierte „Rheeinstrompollizei“ wurde ab Dezemberr 1921 in „Rheinpolizei“ u
umbenannt, 1922 aus der Rheinstrom
mbauverwalttung herausgelöst und daann dem preu
ußischen Mi nisterium de
es Innern direkt untersteellt.7 Im Zugee der Zentralisierung der Polizei im D
Deutschen Re
eich fiel 19377 die preußissche Wassersschutz‐
polizei u
und die preuß
ßische Rhein
npolizei ebennso wie die b
badische, bay
yerische undd hessische Rheinpo
olizei in die organisatorische Zuständdigkeit des R
Reichs. Von der Existenz ein
ner Rheinschifffahrt unm
mittelbar nach
h Kriegsende
e zu sprecheen, verbietet sich. Nicht nu
ur waren die Schiffe größ
ßtenteils zersstört, lagen im Fahrwassser und blockkierten die K
Kais und Verladerrampen. Aucch die gespre
engten Brüc ken machten den Rhein unpassierbaar. Noch bis i ins Jahr 1947 hin
nein musste d
die Fahrrinne
e von Trümm
mern und Wrracks befreitt werden. Trootzdem forcierten die Briteen schon im S
September 1
1945 auf Gruundlage der „
„Military Gov
vernment In struction on
n the Re‐
organisaation of the G
German Police System in
n the British Zone“ die Einrichtung voon fünf Wasser‐
schutzpo
olizei‐Grupp
pen in ihrer B
Besatzungszoone: Neben W
Wasserschuttzpolizeien i n Schleswig‐
Holstein
n (mit Sitz in Kiel), in Ham
mburg und inn Bremen wu
urden für dass Gebiet des heutigen No
ord‐
rhein‐Westfalens diee beiden Wasserschutzp olizei‐Grupp
pen „Reckling
ghausen“ miit Sitz in Münster 8
und „Rhein“ mit der Zentrale in K
Köln festgesschrieben. In
n eisernen Nachen ruderrnd nahmen die Wassersschutzpolizissten (sicher n
nicht nur) auff dem Rhein schließlich so zügig als e
eben möglicch ihre 9
Arbeit auf. Auch nach dem Zweeiten Weltkrieg hatte sichh an der Arb
beitssituation
n der Wasserrschutzpolizei nichts Grundlegendes geän
ndert. Einen Großteil de r Arbeit nahmen unter anderem „Fahhndungs‐ un
nd n der Gerichtte, Ersuchen um Vernehm
mungen in Strafsachen, Zustellung v
von Festnahmeersuchen
Vorladun
ngen zu Gerichtstermine
en, Vorführuungen zu den
n Gerichten u
und Feststelllungen in de
en 10
untersch
hiedlichsten Verwaltungsangelegenhheiten einzelner Behörde
en“ ein. In d
den „Military
y Governm
ment Instructions“ wurde
e folglich aucch festgeleg
gt, dass – ang
gelehnt an daas britische V
Vorbild – bei der W
Wasserschuttzpolizei, kon
nkret in der G
Gruppe „Rhe
ein“, auch ein
ne Kriminalppolizei mit drrei 11
Offiziereen und vier W
Wachtmeiste
ern eingerichhtet werden sollte. Das war ein Novvum und sollte die nordrhein‐westfäliscche Wasserschutzpolizeii auch späterr noch deutschlandweit h
hervorheben
n. Da 6
Zitiert naach: Kiefer, Ren
né: Die Rheinpo
olizeien. In: Günnter Heemann und Günther M
Meyer: Historiscches vom Strom
m. Die deutschen
n Wasserschutzzpolizeien – Geschichte und G egenwart – Bd. XIV. Im Auftra
ag des Arbeitskkreises assersch
hutzpolizei der Deutscchen Gesellschaft für Polizeigeschichte e.V. Gelsenkirchen 2000, S. 34‐44
4, hier: S. 37. 7
Vgl. Kiefeer, Die Rheinpo
olizeien, S. 36‐338. 8
Vgl. Bröh
hl, Wasserschuttzpolizei in drei Epochen, S. 3 65 f. 9
Vgl. Bröh
hl, Wasserschuttzpolizei in drei Epochen, Abbbildung 146, S. 418, und Abbild
dung 164, S. 4666. 10
Bröhl, W
Wasserschutzpo
olizei in drei Epochen, S. 386. 11
Vgl. Bröhl, Wasserschu
utzpolizei in dre
ei Epochen, S. 3
371. Seite 3 von 7 Beitrag ersschien als Begleittext zum HIST
TOIRISCHEN FEN
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Oktober 2014. Bild und Teext abgelegt im „Erinnerungsarchiv Polizei“ derr Forschungsgru
uppe Bildung, Be
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@fhoev.nrw.de 946 die Krim
minalabteilungen der Wassserschutzpo
olizei in ihrerr inhaltlichenn Ausrichtun
ng den schon 19
bestehenden Krimin
nalgruppen d
der Stadtkreiis‐ bzw. Regierungsbezirrks‐Polizeienn angepasst worden gehörte es au
uch zu ihren Aufgaben, P
Personenaktten, Blattsam
mmlungen soowie „Verbre
echer‐“ waren, g
12
und „Verbrechenskaarteien“ anzu
ulegen. Nacch Absprach
hen mit den V
Verantwortliichen in der französisschen und amerikanischen Besatzunngszone wurrde in der Folge 1948 einee in der örtlichen Zuständ
digkeit weit v
vergrößerte, nämlich sichh auf das gesamte Bundesgebiet ersstreckende „Zentrallfahndungssttelle“ der Wa
asserschutzppolizeien beschlossen. Ih
hr Sitz war beei der Wasse
er‐
13
schutzpo
olizei‐Grupp
pe „Rhein“ in Köln. Nachdem
m die britische Militärreg
gierung am 2
23. August 1946 die Grün
ndung des Laandes Nordrrhein‐
Westfaleen bekanntg
gegeben hattte, war zunä chst eine „Ü
Übergangsverordnung übber den vorlä
äufigen Aufbau d
der Polizei im
m Lande Norrdrhein‐Wesstfalen“ gescchaffen word
den, ihr folgtte im Mai 194
49 in Absprache zwischen
n Vertretern der Besatzu ngsmacht und des Landes das „Geseetz über den vorläu‐
figen Au
ufbau der Polizei im Land
de Nordrheinn‐Westfalen““. Die Wasse
erschutzpolizzei wurde hie
erin, so wie das Landeskrimiinalpolizeiam
mt, die Land espolizeisch
hulen , die Po
olizeihundez ucht und‐ab
brichte‐
stelle un
nd der Fernm
meldedienst d
der Polizei zuu Landeseinrichtungen g
gemacht, alsso dem Innen
n‐
ministerr direkt unterrstellt. Das W
Weisungsrec ht erhielt die
eser allerdings endgültigg erst im Juni 1951, nachdem
m der Landtaag das Gesettz des Jahress 1949 entsp
prechend erw
weitert hattee.14 Der Innen
nminister delegierrte es schon i im Oktober 1952 per Verrordnung au
uf die Regieru
ungspräside nten. Die Wa
asser‐
schutzpo
olizeigruppee „Rhein“ wurde nun dem
m Regierungsspräsidenten
n in Düsseldoorf zugewiessen, die Wassersschutzpolizeigruppe „We
estdeutsche Kanäle“ (ehe
emals „Reck
klinghausen““) dem Regie
erungs‐
präsiden
nten in Münsster. 1953 folg
gte, oben istt es erwähnt,, dann die Neeustrukturie
erung. 254 Be
eamte, 39 Anngestellte un
nd 22 15
sogenan
nnte Lohnem
mpfänger zäh
hlte die Wassserschutzpo
olizei jetzt. Die persone llen Kontinuitäten waren groß, neu war, dass mit H
Hans Kirchhooff nun erstm
mals ein Nichtpolizist Behhördenleiter wurde. Hans Kirrchhoff16 war am 25. Juni 1913 in Bocchum gebore
en worden. N
Nach dem früühen Tod de
es Vaters wuchs der Sohn in den Landkreisen Paderboorn und Teckklenburg auf und besuchtte Schulen in
n m, in Wewelsb
burg und im Osnabrückeer Raum. Nachdem er sicch als junger r Mann für eine Bochum
Berufslaufbahn in deer öffentliche
en Verwaltu ng entschied
den hatte, be
egann Kirchhhoff seine Karriere bei der R
Ruhrknappscchaft in Boch
hum. 1937 und
d 1938 besucchte er die W
Westfälische V
Verwaltungssakademie in
n Bochum. D
Diese zweite,, „Abteilung Industrieebezirk“ bena
annte Abteil ung der zum
m Institut für Wirtschaft‐ und Sozial‐
12
Vgl. Brö
öhl, Wasserschu
utzpolizei in dre
ei Epochen, S. 3386. 13
Eine „Zeentralfahndung
gsstelle für den Rhein“ war schhon 1926 ins Le
eben gerufen worden. Vgl. Brööhl, Wasserschutzpolizei in drei Epo
ochen, S. 386. 14
15
Vgl. Brö
öhl, Wasserschu
utzpolizei in dre
ei Epochen, S. 3
355. Vgl. Wittschel, Bundeslaand Nordrhein‐Westfalen, S. 191. 16
Zur Biog
grafie Kirchhofffs vgl. die Homepage des Lan dtags NRW: http://www
w.landtag.nrw.de/portal/WWW/Webmasterr/GB_I/I.1/Abgeordnete/Ehemalige_Abgeorddnete/details.jsp?k=00538 (Stand: 10
0.10.2014) Seite 4 von 7 Beitrag ersschien als Begleittext zum HIST
TOIRISCHEN FEN
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Oktober 2014. Bild und Teext abgelegt im „Erinnerungsarchiv Polizei“ derr Forschungsgru
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@fhoev.nrw.de Wilhelmsun iversität in M
Münster gehö
örende Verw
waltungsakademie wissenscchaft der Weestfälischen W
war im O
Oktober 19255 gegründet worden. Neeben den Sta
andorten Mü
ünster und O
Osnabrück die
ente sie der akad
demischen W
Weiterbildung der Verwa ltungsbeam
mten, das Currriculum warr ebenso anspruch
hsvoll wie fo
ortschrittlich: „Die Westffälische Verw
waltungsakad
demie hat si ch zur Aufga
abe gesetzt, dem berech
htigten Streb
ben der Beam
mtenschaft n
nach Erweite
erung ihrer fa
fachlichen Bildung durch Scchaffung sysstematisch aufgebauter, hochschulm
mäßiger Lehrreinrichtungeen entgegen
n‐
zukomm
men. […] Ihree Lehrpläne u
umfassten d eshalb die W
Wirtschafts‐ u
und Sozialwiissenschaft s
sowie die Rechtsw
wissenschaft,, zu denen fü
ür den komm
munalwissenschaftlichen Lehrgang n
noch die Kom
mmunal‐
17
wissenscchaften hinzzutraten.“, heißt es in e
einer zeitgen
nössischen Beschreibungg. Unmittelbaren Nutzen z
ziehen konnte Kirchhofff aus seiner Z
Zusatzqualifiikation wohl zunächst ehher nicht, denn er wurde scchon bald alss Soldat in die Wehrmaccht eingezogen, war dann in Polen, F
Frankreich un
nd Russland
d eingesetzt. Politisch en
ngagiert warr er schon frü
üh gewesen. 1931, als 188‐Jähriger, wurde er Mitglied
d der Deutsch
hen Zentrum
mspartei. 18770 als Vertretterin des pollitischen Kattholizismus i n Deutsch
hland gegrün
ndet, löste sicch die DZP, nachdem sie
e zunächst im
m März 1933 noch dem s
oge‐
nannten
n Ermächtigu
ungsgesetz z
zugestimmt hatte, im Juli 1933 selbstt auf. Nach K
Kriegsende g
gründete sie sich n
neu, blieb in Nordrhein‐W
Westfalen reelativ stabil u
und war bis 1
1958 sogar im
m Landtag ve
ertreten. Hans Kirrchhoff trat i hr 1946 wied
der bei und w
wurde schne
ell ihr Kreisvo
orsitzender i n Bochum, engagierte sich daneeben ab 1948
8 bei der Ruhhrknappscha
aft im Betriebsrat und waar Mitglied d
der Gewerksschaft „Öffentliche Dienste, Transpoort, Verkehr““ (ÖTV). In de
er laufendenn Legislaturp
periode 1950 bis 1954 zog Kirchhoff als V
Vertreter derr DZP in den nordrhein‐w
westfälischenn Landtag – nachrückend ‐ ein, w
wo er bis zum
m Juli 1954, d
dem Ende de
er Legislaturp
periode, täti g blieb. Dara
auf folgte im
m Oktober 19
954 die schon zitierte Ernnennung zum
m Leiter der nordrhein‐w
westfälischen
n Wassersschutzpolizeidirektion, der er bis 19662 vorstand. Heute haat es den An
nschein, als h
hätte sich de r ‚Akademikker‘ Kirchhofff bei der Wa sserschutzpolizei erst einm
mal neu orien
ntieren, einffinden und d en Untergeb
benen vorsichtig annäheern müssen. E
Eine Bierzeitu
ung aus dem
m Jahr 1960 a
aus Köln jedeenfalls persiffliert den Vortragsstil dess „Chefs“, de
er sich doch seh
hr „englisch““ anhöre: „Da
a steht er voor uns, der Ch
hef vom Gan
nzen, Hat einnen Vortrag w
wieder mal im R
Ranzen, Hierr sitzen wir und rücken voor, Und leihe
en ihm das ganze Ohr […
…]: „Meine Herren, der präju
udizierte Gru
undgedanke dieses fiktivv‐imaginären
n Perfunsato
ors, spiegelt sich im surre
ealis‐
tisch‐eklatanten prissmatomorph
hischen Ringgen um die Perfunsation des allseits b
bekannten [unleserlich]mirs wieeder [sic!] […
…] So schlägtt der Chef da
ann mit behe
erztem Mundde Von sich z
zum 18
n eine golden
ne Brücke. D
Der sitzt da m
mit offenem Munde, Ob seiner Bildunngslücke!“ Ab 1962 Kollegen
war Han
ns Kirchhoff d
dann bis zu s
seiner Pensioonierung 19778 Polizeiprä
äsident von E
Essen – ein b
beliebter wohl dazzu. Er starb a
am 25. Nove
ember 1994. Und die Wasserschu
utzpolizei? Die Wasserschhutzpolizeid
direktion, von
n 1983 bis 20006 in „Wassser‐
schutzpo
olizeipräsidiu
um“ umbena
annt, blieb b
bis 2006 eine
e Kreispolizeibehörde. Seeit Januar 20
007 ist sie Teil des Polizeipräsid
diums Duisburg, neben dden allgemein üblichen D
Direktionen Z
Zentrale Auffgaben, 17
Elleringm
mann, Westdeu
utsche Verwalttungsakademiee, Abteilung Ind
dustriebezirk in Bochum. In: D
Der Volksschulle
ehrer 21/1927, S
S. 88‐89. 18
Bierzeitung, Anlass unbekannt, Köln 1960, o.S., Privvatbesitz Peter Bröhl. Seite 5 von 7 Beitrag ersschien als Begleittext zum HIST
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Oktober 2014. Bild und Teext abgelegt im „Erinnerungsarchiv Polizei“ derr Forschungsgru
uppe Bildung, Be
eruf und Lebensslanges Lernen fg‐bibell@
@fhoev.nrw.de nsatz, Krimin
nalität und V
Verkehr existtiert sie jetzt hier als fünffte Direktion
n. 19 Die Gefahrenabwehr/Ein
n Zuständigkkeiten haben
n sich nicht v
verändert, diie Aufgaben sind, der Zeeit angepasstt, örtlichen
weitgehend gleich g
geblieben. Zu
u ihnen gehöören die Übe
erwachung des Schiffsve rkehrs durch
h den Bootsstrreifendienst,, Schiffskonttrollen, Bekäämpfung von
n Schiffsunfä
ällen, die Übeerwachung v
von Transpo
ort und Umscchlag gefährlicher Güter,, Sicherheitss‐ und Ordnu
ungsdienst a uf dem Wasser (etwa beei Großveran
nstaltungen wie Regatteen, Hafenfestten oder „Rh
hein in Flamm
men“) und die 20
Bekämp
pfung von Geewässerverunreinigunge n. Schöness bleibt! ur Literatu
Bröhl, Peeter: Wasserrschutzpolizei in drei Zeiitepochen. Z
Zur Geschichte der Wasseerschutzpoliizei auf dem Rheein von 1920
0 bis 1953. Frrankfurt/M. 2
2006. Elleringm
mann, (Vorname unbeka
annt): Westddeutsche Verrwaltungsakademie, Abtteilung Industrieebezirk in Bo
ochum. In: Der Volksschuullehrer 21/1927, S. 88‐89
9. Heeman
nn, Günter un
nd Meyer, Günther: Histtorisches vom
m Strom. Die
e deutschen Wasserschu
utz‐
polizeien
n – Geschich
hte und Gege
enwart – Bd.. XIV. Im Aufftrag des Arb
beitskreises W
Wasserschuttzpolizei der Deuttschen Geseellschaft für P
Polizeigesch ichte e.V. Ge
elsenkirchen
n 2000. Kiefer, R
René: Die Rheinpolizeien
n. In: Günter Heemann un
nd Günther M
Meyer: Histoorisches vom
m Strom. Die deuttschen Wassserschutzpolizeien – Ges chichte und Gegenwart – Bd. XIV. Im
m Auftrag de
es Arbeitskkreises Wasserschutzpolizei der Deuttschen Gesellschaft für P
Polizeigesch ichte e.V. Gelsenkirchen 2000,, S. 34‐44. Kirchhofff, Hans (Hrssg.): Die Wassserschutzpoolizei von 19119 bis 1962, Manuskript,, Duisburg 19
962. Polizei N
Nordrhein‐W
Westfalen/Polizeipräsidiu m Duisburg:: Information
nsbroschüre . Duisburg 2014. (Direktio
on Wasserschutzpolizei, S. 14‐16). Sommerrfeld, Jörg: D
Die Geschich
hte der Wass erschutzpolizei in Nordrhein‐Westfaalen. In: Der Senioren
n‐Kurier. Zeiitschrift der Seniorengruuppe in der K
Kreisgruppe D
Duisburg de r Gewerksch
haft der Polizei, 1
1/2007, S. 9‐12. Witschel, Joachim: B
Bundesland N
Nordrhein‐W
Westfalen. Fü
ür die 2. Aufllage überarbbeitet von Pe
eter Bröhl. In
n: Heemann, Günter und Günther Meeyer: Historissches vom Strom. Die deeutschen Wa
asser‐
schutzpo
olizeien – Geeschichte und Gegenwarrt – Bd. XIV. Im Auftrag d
des Arbeitskrreises Wasse
erschutz‐
polizei d
der Deutscheen Gesellscha
aft für Polizeeigeschichte
e e.V. Gelsenkirchen 20000. S. 189‐19
92. 19
Polizei N
Nordrhein‐Wesstfalen/Polizeip
präsidium Duisbburg: Informationsbroschüre. Duisburg 2014,
4, S. 14‐16. 20
Vgl. Polizei Nordrhein‐‐Westfalen/Polizeipräsidium D
Duisburg: Informationsbroschüre, S. 14‐15. E
Eine kritische Betrachtung der strukturrellen Entwicklu
ung der nordrhhein‐westfälisch
hen Wasserschutzpolizei nachh 1954 liefert: Sommerfeeld, Die Geschichte der Wasse
erschutzpolizei in Nordrhein‐W
Westfalen, S. 12
2; vgl. zur Entw
wicklung der Wassersch
hutzpolizei NRW
W in der Nachk
kriegszeit auch Witschel, Bund
desland Nordrh
hein‐Westfalen . Seite 6 von 7 Beitrag ersschien als Begleittext zum HIST
TOIRISCHEN FEN
NSTER auf der H
Homepage der F
FHöV NRW im O
Oktober 2014. Bild und Teext abgelegt im „Erinnerungsarchiv Polizei“ derr Forschungsgru
uppe Bildung, Be
eruf und Lebensslanges Lernen fg‐bibell@
@fhoev.nrw.de ww.landtag..nrw.de/porttal/WWW/W
Webmaster/G
GB_I/I.1/Abge
eordnete/Eheemalige_Ab
bgeordne
http://ww
te/detaills.jsp?k=00538 (Stand: 10.10.2014) Konzeptio
on: Forschungsgruppe BiiBeLL der FH
HöV NRW Te
ext: Heike Wüller; Gestalltung: Martin
na Eckert Seite 7 von 7 
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