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Kräftig in die Hände gespuckt und tüchtig was auf die Beine gestellt

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Lagebesprechung: Schulsozialarbeiter Arndt Jeremias, Zivi Roland Messerer und Daniela Stölzle vom
Architekturbüro Zeltwanger (von links) bei der Lagebesprechung. Rechtes Bild: Mächtig bei der Sache sind
auch Gerhard Foltin (links) und seine Helfer.
Bilder: LKZ-Zeller
Kräftig in die Hände gespuckt und
tüchtig was auf die Beine gestellt
Betreute Jugendliche des CVJM leisteten Selbsthilfe
(rei) -Im Rahmen der LKZWeihnachtsaktion 1995 baten
wir die Leser, auch für den
CVJM am Ludwigsburger Karlsplatz zu spenden, damit diese
ihre Räume mit Eigenleistung
so gestalten konnten, daß man
darin auch wirklich Jugendarbeit betreiben kann. "Weg von
der Straße", so CVJM-Referent
Volker Germann und Schulsozialarbeiter Arndt Jeremias,
sind in diesem Umkreis wichtiger denn je geworden. Aber
"weg von der Straße" sollte
nicht "rein in den Keller"
heißen.
Nun, das Geld für den Ausbau,
für den sonst niemand aufkommen konnte, kam auch für diese
Jugendlichen herein. Mit mannigfacher Unterstützung haben
sie in den Herbstferien damit begonnen, ihre Räume in eine kuschelige Höhle zu verwandeln,
auszubauen, vor allem die baulichen,
höchst
. kritischen
Schwachstellen mit Hilfe von
Fachleuten zu beseitigen, die
dies gerne und kostenlos
machten.
Geholfen haben den emsigen
Dreizehn- bis Sechzehnjährigen,
die ihre Herbstferien in den Kellerräumen verbrachten, um mit
Rilfe von Draht, Jute und Gips
Wände zu gestalten und eine
Wohnhöhle zu bauen, nicht nur
der Künstler Gerhard Foltin von
der Ludwigsburger Kunstschule
Labyrinth, der sich freute, auf
diese Weise ungeheures Engagement
kennenzulernen
und
gleichzeitig wieder einmal mit einem Werkstoff zu arbeiten, mit
dem er schon lange keine Berührung mehr hat. Geholfen hat das
Team von Team-Electrik in der
Seestraße, daß jetzt wirklich jede
Leitung so liegt und sitzt und
paßt, daß man sich guten Gewissens in die "Höhle der CVJM-Löwen" begeben kann. Baulich unterstützt und fachlich beraten hat
vor allem das Architekturbüro
Jochen Zeltwanger, dessen Inhaber, so die junge Betreuerin aus
diesem Hause, Daniela Stölzle, es
bei der Architektur vor allem um
deren sozialen Aspekt geht und
er eine große Schwäche für Leute mit Eigeninitiative habe.
Unter Anleitung machten die
Jugendliche alles selber, waren
echt begeistert dabei und Buben
wie Mädchen arbeiteten Hand in
Hand. Wobei, so Gerhard Foltin
Mädchen schon die besseren und
saubereren Schaffer sind. Die
Verschönerung der Räume in
Richtung Großstadt-Dschungel,
03.12.1996
in denen sich die Jugendlichen
bestimmt tierisch gut fühlen werden, läuft also bestens, auch
wenn es noch eine Weile bis zur
Einweihungsparty dauert. Aber
dann!
Immerhin kommen rund 40
Kinder - Deutsche und Ausländer gemischt -, meist von der benachbarten
Justinus-KernerSchule täglich ins CV JM, wo sie
ab 9.30 Uhr ein Frühstück bekommen und bis 14 Uhr auch ein
Mittagessen. Nichts Kulinarisches zwar, aber immerhin. Und
gleichzeitig schon mal fragen
können, wie was in der Schule
geht. Erzählen können, wie's
läuft oder auch nicht. Ansprechpartner finden. Und eben auch
mal etwas gemeinsam auf die
Beine stellen wie jetzt mit dem
Um- und Ausbau der unteren
Räume im Haus. "Was man selber geschaffen hat, das macht
man nämlich auch nicht so
schnell kaputt", so Schulsozialarbeiter Arndt Jeremias, der einen
engen Kontakt nicht nur zu den
"Kids" hat, sondern auch zu ihren Schulen.
Das Projekt durch die Spenden
der LKZ-Weihnachtsaktion 1995
gefördert zu haben, war sicherlich ein erfolgreicher, guter, zukunftweisender Gedanke.
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Bildung
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