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Reportage
Alpenblick
Foto gross) Der Modellhaustyp «Happy Family» wurde abgeändert und der Hanglage angepasst.
1) Die unverbaubare Aussicht ist ein grosses Plus der Hanglage.
2) Hauseingang und Zufahrt mit Carport auf der obersten Ebene.
Auf einem steilen Hanggrundstück mit unverbaubarer Sicht in die Alpen wurden einer jungen Familie alle Wünsche ans Eigenheim erfüllt: Unabhängigkeit, ein eigener Garten, grosszügige Terrassen und ein Musikzimmer. Die Planungs- und Bauzeit war stressfrei und ist in bester Erinnerung. «Wir würden jederzeit wieder mit Atmoshaus bauen.»
Von Christine Vollmer (Text) und Thomas Hämmerli (Fotos)
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Reportage Alpenblick
1) Rund ums Haus laden reizvolle Sitzplätze zum Ausspannen ein.
2) Eine solide Stützmauer sichert den Hang.
3+4) Trotz Hanglage wird der Aussenraum gut genutzt.
5) Willkommen im Grünen: Hier sind begeisterte Gärtner zuhause.
6) Der Raum direkt unter dem Carport ist ein Freiluftzimmer mit Dach.
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Das Einfamilienhaus 5/2014_5
Reportage Alpenblick
Foto gross) Das grosse Fenster bringt das Panorama gut zur Geltung.
1) Für die junge Familie ist der offene Wohn-/Essbereich mit Spielecke ideal.
2) Die winkelförmige Küche hat sich im Alltag bestens bewährt.
3) Ruhezone: Der Rückzugsraum für gemütliche Stunden am Cheminéeofen.
4) Blick von der Eingangsebene in den Wohnraum hinunter.
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Das Einfamilienhaus 5/2014_7
Reportage Alpenblick
1+2) Sandfarbene Platten und ein kräftiges Blau prägen das «Maledivenbad».
3) Auch das «Lavendelbad» ist bis zu den Accessoires durchkomponiert.
4) Fürs Kinderzimmer durfte die Tochter des Hauses die Farbe auswählen.
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«Man hat ja schon so einiges über den Stress rund ums Bauen
gehört», sagt die Bauherrin bei der Hausbesichtigung. «Aber bei
uns lief bis auf ein paar Kleinigkeiten alles glatt; wir fühlten uns
sehr gut betreut. Es ist von Vorteil, mit einer GU wie Atmoshaus
zu bauen, und wir würden es jederzeit empfehlen.» Das Kompliment geht an den Bauleiter Patrick Stanzer von der Atmoshaus
AG, der das Projekt während der Bauphase von A bis Z betreut
hat. Und Stanzer gibt das Kompliment zurück, mit einem guten
Rat für alle Bauwilligen: «Man sollte seine Wünsche frühzeitig
in der Planungsphase einbringen. Nicht erst, wenn mit den Bauarbeiten schon begonnen wurde.» Manche Bauherren zögerten
Entscheidungen bis zum letzten Moment hinaus oder kämen
laufend mit Änderungswünschen. Wenn man sich schon bei der
Bestellersitzung vor Baubeginn einig werde, laufe in der Regel
alles nach Plan.
Diese beiden wussten recht genau, wie ihr Haus sein sollte –
schwieriger war, das passende Grundstück zu finden. Zu Anfang
hatte man im Raum Sempach nach Bauland gesucht. Dann hat
man sich nach einem bestehenden Haus umgesehen, Verschiedenes angeschaut, und musste immer wieder feststellen, dass ein
Umbau sehr aufwändig und teuer würde und das Ergebnis doch
nur ein Kompromiss. Im Internet stiess man auf Angebote der
Firma Atmoshaus AG, nahm Kontakt auf und schnell wurde klar,
dass ein Neubau alles in allem die bessere Lösung wäre. Sobald in
einem alten Haus ganze Bäder, Böden und Küchen ersetzt werden müssen und viel modernisiert werden muss, wird es teuer,
und eine Ölheizung, wie sie die meisten älteren Häuser haben,
schien dem jungen Paar auch nicht mehr zeitgemäss. Auch das
wunderschön gelegene Grundstück wurde mit Hilfe von Atmoshaus gefunden. «Jetzt haben wir genau, was wir wollten. Und es ist
energieeffizienter, da Atmoshaus jedes Hausmodell, wie nun auch
unseres, im Minergie-Standard anbietet.»
Mehrwert am Hang Das Haus basiert auf dem Modellhaustyp
«Happy Family». Das Konzept wurde stark abgeändert und an
die Hanggegebenheiten vor Ort, die Umgebungsauflagen und
die Bauherrenwünsche angepasst. Grundsätzlich sind die Atmoshaus-Basismodelle für ebene Grundstücke gedacht. «Wir haben
aber durchaus die Kompetenz für Hanghäuser», versichert Patrick
Stanzer. In diesem Fall wurde durch die geschickte Nutzung der
Hanglage sogar Mehrwert generiert. Man gelangt von allen drei
Ebenen direkt ins Freie, und durch den Carport auf der Erschliessungsebene ergab sich genau darunter ein gedeckter Aussensitzplatz. Erschliessung, Eingang und Zufahrt zum Carport liegen auf
der obersten Ebene. Hier sind neben dem Entree zwei Schlafzimmer und ein geräumiges Bad untergebracht. Starke Farben an den
Wänden setzen Akzente: Zwei ruhige Brauntöne erden das Elternschlafzimmer mit separater Ankleide, die kleine Tochter wählte
für ihr Zimmer an der einen Wand ein kräftiges Pink und für die
übrigen Wände ein zartes Zitronengelb. Im Familienbad ist die
Akzentfarbe Türkisblau, durch sandfarbene Platten, ein grosses
Wellenbild an der Wand und mit Muscheln zur Dekoration kam
es zum Namen «Maledivenbad».
Alpenpanorama Eine Treppe tiefer auf der mittleren Hausebene
liegt der grosszügige Wohn-/Essraum mit einer offenen Küche in
Schwarz-Rot-Weiss. Geöltes Eichenparkett und ein Eichenholztisch verbinden die unterschiedlichen Zonen von der Küche bis zur
Loungezone mit Cheminée auf der Gegenseite. Hangseitig führen
drei Türen zu einem stilvoll eingerichteten Tages-WC, das wegen
der lilafarbigen Wände «Lavendelbad» genannt wurde, einem
Büro, das sich ebenfalls farblich von den anderen Räumlichkeiten
absetzt, und zu einer Wendeltreppe, die ins unterste Geschoss
führt. Eine breite Fensterfront gibt den Blick in die Berge frei. Bei
klarer Sicht sieht man hier von der Rigi über den Pilatus, Eiger,
Mönch, Jungfrau bis zum Napfgebiet hinüber. Die Ausrichtung
des Einfamilienhauses im Südhang erlaubt eine atemberaubende
Weitsicht mit bezaubernden Sonnenauf- und -untergängen. Vor
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Reportage Alpenblick
1+2) Im Musikzimmer geniesst der Hausherr neue Freiheiten.
3) Bei klarer Sicht sieht man hier von der Rigi über den Pilatus, Eiger,
Mönch, Jungfrau bis zum Napfgebiet hinüber.
der Fensterfront liegt eine breite Terrasse, belegt mit robusten
hellbraunen Dielen aus einem schnell trocknenden, dauerhaften
Verbundstoff. «Die Ausrichtung des Grundstücks nach Südwesten
ist in diesem Fall ideal», stellt der Bauleiter fest.
Viel Aussenraum Von der Küche gelangt man direkt ins Freie, zu
den Kräutertöpfen und auf den gedeckten Sitzplatz unter dem
Carport. Ein wunderbarer Aussensitzplatz, der bei jedem Wetter
genutzt werden kann. In der Verlängerung des gedeckten Aussensitzplatzes erstreckt sich ein langgezogener bekiester Bereich mit
einer Feuerschale, der in einen Rosenbogen mündet. Das schmale
Stück Land entlang der Strasse ist so optimal genutzt. Noch mehr
privater Aussenraum liegt ein Geschoss tiefer. Die kleine Rasenfläche hinter der Ligusterhecke wird im Moment von einem grossen
Trampolin dominiert. Später einmal soll dort ein Whirlpool stehen. Eine Aussendusche ist schon installiert.
Ausbaumöglichkeiten Das Raumprogramm im untersten Geschoss umfasst den eigentlichen Keller mit Haustechnik, Waschmaschine, Minergielüftungsanlage etc., ein Gästezimmer und
last, but not least einen kleinen, aber feinen Musikraum: Ein
Blechschild «The Boss» erklärt, wer hier den Ton angibt. Mehrere
prächtige E-Gitarren und ein Mischpult verraten ein phonstarkes
Hobby. «Das ging vorher in der Mietwohnung im Mehrfamilienhaus nicht», freut sich der Hausherr über die neue Freiheit, wann
und so laut er will musizieren zu können. Innerhalb des Hauses
höre man wegen der Lüftungsanlage ein bisschen etwas, aber die
Nachbarn werden nicht gestört.
Das «Karibik-Zimmer» auf dieser Ebene wird vorläufig als Gästezimmer genutzt. Später einmal, wenn die Tochter mehr Privatsphäre möchte, könnte sie von oben nach unten umziehen.
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Die Atmoshaus AG mit Sitz in Sempach-Station ist ein führender
schweizerischer Anbieter von individualisierbaren Eigenheimen. Ihren
Kunden ermöglicht die Atmoshaus-Gruppe ein unabhängiges, individuell
und ökologisch konzipiertes Wohnen zu attraktiven Bedingungen. Die
Kunden werden von der Baulandbeschaffung über die Finanzierung,
die Projektierung bis zur Schlüsselübergabe durch ihre persönlichen
Ansprechpartner beraten und betreut. Die Gruppe beschäftigt rund 45
Mitarbeitende und hat bereits über 1000 EFH/DEFH, Mehrfamilienhäuser mit Wohnungen erstellt.
Sogar an eine eigene Sonnerie wurde gedacht, die Anschlüsse sind
vorbereitet. Hier und bei der gesamten Multimediaplanung und
-installation hat der Bauherr sein berufliches Fachwissen eingebracht. Sämtliche Kabel wurden bauseits eingezogen, jeder Raum
ist mit speziellen Dosen für Radio, TV und Internet/WIFI ausgerüstet. Nur, dass der Kellerraum nicht von aussen her isoliert
wurde, bedauert die Bauherrschaft inzwischen, weil es kompliziert
wird, ein beheiztes Gäste-Bad nachträglich einzubauen. Duschund WC-Anschlüsse wären jedoch bereits vorhanden.
Ansonsten ist die junge Familie rundum zufrieden. Auch mit der
Lage in der kleinen Gemeinde Egolzwil mit knapp 1300 Einwohnern. «Wir sind in fünf Minuten auf der Autobahn, in acht Minuten in Sursee, haben in Wauwil einen direkten Zug nach Luzern
und die Tochter hat einen Schulweg von nur 300 Metern. Für
uns ist Egolzwil zentral.» Den See vermisst man nicht, die schöne
Aussicht und der eigene Garten ist der Familie heute mehr wert,
und der See ist mit zehn Minuten Entfernung doch nicht allzu
weit weg! Nach der letzten Ferienreise ging der Bauherr direkt
nach dem Langstreckenflug in den Garten, um zu jäten. Der Garten habe ihm einfach gefehlt. Und wenn man Kinder habe, sei es
doch speziell schön, etwas mit ihnen zu pflanzen. <
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Reportage Alpenblick
Konstruktion Massivbau. Flachgründung. Plattenfundament
von UG zu EG abgetreppt.
Aussenwände: Aussenputz 1 cm, Wärmedämmung expandiert
20 cm, Backstein 15 cm, Innenputz 1 cm U-Wert 0,14 W/m2K.
Innenwände: Backstein, (EG, DG), Sichtmauerwerk in Kalksandstein (UG). Wanddämmung EPS Swisspoor 20 0,031W/m2K.
Schalldämmung Boden: Trittschall Swisspor EPS 20. Bodenaufbau: Bodenbelag (Parkett/Laminat/Zementüberzug 8 cm,
PE Folie, Dämmung PUR 14 cm, Feuchtigkeitsabdichtung,
Betondecke. Fenster wärmegedämmter 5-Kammer Kunststoffrahmen, 3-fach verglast.
Dachgeschoss
Dach Satteldach mit südlich ausgerichteter Lukarne.
Dachneigung 23° Grad.
Dachkonstruktion und Aufbau: Ziegel, Ziegellattung, Konterlattung, Unterdach Holzweichfaserplatte, Sparrenlage mit
dazwischenliegender Wärmedämmung 200 mm, Dampfbremse,
Täferlattung, Täfer nordische Fichte.
Innenausbau Bodenbeläge Wohnen/Essen/Kochen/Büro/Gast
Mono Eiche geölt mit Holzsockelabschluss. Zimmer DG Laminat
Wenge 3-Stab. Entree/Treppe/Nassräume Plattenbelag Feinsteinzeug glasiert. Wandbelag Abrieb gestrichen div. Farben.
Nassräume Abrieb/Platten Feinsteinzeug.
Haustechnik Heizsystem Wärmepumpe Luft-Wasser.
Baustandard Minergie mit kontrollierter Wohnungslüftung.
Erdgeschoss
Allgemeine Angaben
Gebäudevolumen 800 m3
Bruttogeschossfläche 134 m2
Baukosten/m³ (BKP2) CHF 750
Baujahr 2013
Bauzeit 10 Monate
Architektur
Philipp von Moos (Architekt)
Patrick Stanzer (Bauleitung)
Atmoshaus AG
6203 Sempach Station
Tel. 041 545 80 00
www.atmoshaus.ch
Wichtige beteiligte Unternehmen
Gartenbau
Peter Arnold GmbH, Wauwil
Elektroplanung
TV Furrer, Sempach
Untergeschoss
12_Das Einfamilienhaus 5/2014
Das Einfamilienhaus 5/2014_13
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Reisen
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