close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Franz Fischler als Präsident des Europäischen Forums Alpbach

EinbettenHerunterladen
BASILIKA S TEINFELD
BASILIKA S TEINFELD
Reinhard Zalewski
Reinhard Zalewski, Gitarre, begann nach seinem Studium an
den Musikhochschulen in Berlin, Düsseldorf und Köln eine
Lehrtätigkeit, die sich durch eine rege Konzerttätigkeit im In-und
Ausland ergänzt.
Neben der Pflege des Repertoires für Gitarre solo als auch im
kammermusikalischen Bereich in den verschiedensten
Besetzungen und Stilen mit namhaften Solisten bilden die sogenannten Lautenwerke Bachs einen gewissen Schwerpunkt seiner Konzerttätigkeit. Einladungen in bedeutende Kathedralen
(Aachen, Limburg, Altenberg, Berlin u.a. ) und zu renommierten
Musikfesten wie den Bachwochen in Greifswald, Ulm,
Heidelberg, Mannheim, den Schweriner Kammermusiktagen,
dem Quedlinburger und Mecklenburger Musiksommer, dem Fränkischen Sommer geben
Einblick in sein reichhaltiges Schaffen.
»...Das eigentliche Wunder der technisch makellosen Wiedergabe... war die Kraft des
Konzentrierten, des Leisen, des Übervollen, des subtilen Überschwangs des Gefühls....Als
sich entfaltende Wucht einer durch leise Töne kultivierter Gemütsergötzung überzeugende
Interpretation, die es schaffte, die innewohnende melancholische Heiterkeit, das Gelehrte,
das eingängig Angenehme geschehen zu lassen durch eine Kunstfertigkeit, die mehr und
mehr hinter der erklingenden Musik zu verschwinden schien.
Große Kunst!« (Siegener Zeitung, 24.März 2011)
VESPERKONZERT
Johann Sebastian Bach
im Klang der Gitarre
Sonntag, 12. Oktober 2014, 16 Uhr
Reinhard Zalewski
Unsere nächsten Veranstaltungen
Do., 23. 10. 2014 | 20 Uhr
Kleines Orgelkonzert | Andreas Warler, Steinfeld
So., 9. 11. 2014 | 16 Uhr
Orgelvesper | Klaus-C. van den Kerkhoff, Aachen
So., 26. 10. 2014 | 16 Uhr
Orgelvesper | Frank Stanzl, Köln
So., 23. 11. 2014 | 16 Uhr
Orgelvesper | Jetty Podt, Nijmegen, NL
Do., 6. 11. 2014 | 20 Uhr
Orgelmeditation | Andreas Warler, Steinfeld
So., 30. 11. 2014 | 16 Uhr
Vesperkonzert zum Advent
Newsletter-Abo: www.andreas-warler.de
Reken
Bitte denken Sie – auch im eigenen Interesse – daran,
Ihr Handy auszuschalten. DANKE.
Da wir in der Regel keinen Eintritt erheben, sind musikalische Veranstaltungen
in unserer Basilika nur durch Ihre freiwillige finanzielle Unterstützung möglich.
Daher bitten wir Sie am Ausgang um eine großzügige Spende. Vielen Dank!
BASILIKA S TEINFELD
BASILIKA S TEINFELD
Erläuterungen zu den Werken
Als Joh .Seb. Bach die an diesem Abend zu hörenden sog. Lautenwerke schuf, bekleidete er das Amt des Thomaskantors in Leipzig, das er bis zu seinem Tod 1750 innehatte. Während dieser Zeit widmete er sich hauptsächlich seinem gewaltigen
Vokalwerk: es entstanden die meisten seiner Kantaten, von denen 250 überliefert sind,
sowie die großen Passionen und Oratorien.
Wie sein zweiter Sohn Philipp Emanuel bezeugte, wurde im häuslichen Rahmen viel
musiziert, wobei nicht nur seine Kinder, sondern auch viele Freunde und durchreisende Berühmtheiten teilnahmen. Einer dieser Besucher war der hervorragende und zu
seiner Zeit wohl berühmteste Lautenist Silvius Leopold Weiß, so dass wir vermutlich
dessen Anregung die für die Laute teils neu komponierten (BWV 997 & 998), teils
transkribierten Werke aus der Köthener Zeit zu verdanken haben. Zu dieser Zeit geriet
die Laute zwar allmählich aus der Mode, doch schuf Bach- wie in sämtlichen Formen
und Gattungen seiner Zeit- auch für dieses Instrument das Kostbarste, was je für die
Laute komponiert worden war: alle Werke zeigen das hohe kompositorische Niveau
seiner Spätphase, was besonders in den Fugen aus BWV 997 und 998 zu erleben ist:
beide stehen sie im Mittelpunkt des Werkes, beide in der von Bach sehr seltenen und
nur im Spätwerk zu findenden dreiteiligen Da-Capo-Form.
In der a-Moll-Suite BWV 997, ursprünglich in c-Moll, erinnert die Sarabande in ihrem
musikalischen Ausdruck an den Schlusschor der Matthäuspassion: wie dieser nach der
höchst dramatischen Passion den Eindruck von »Grabesruhe« und Frieden vermittelt,
ermöglicht hier die Sarabande ein Innehalten nach dieser höchst komplexen Fuge.
Doch auch wegen ihrer knappen sonatenhaften Satzfolge nimmt diese Suite eine
Sonderstellung ein.
Dass Bach häufig ( und das nicht nur aus praktischen Erwägungen, wollte er doch
gerade Kompositionen, die er selbst schätzte, zu einer weiteren Verwendung verhelfen) auf frühere Werke zurückgriff und für andere Instrumente bzw. andere Anlässe
einrichtete und anpasste, zeigt sich auch an der Fuge a-Moll BWV 1000, die er seiner 1. Sonate g-Moll für Violine-Solo entlehnte . Ihre meisterliche Bearbeitung für die
Laute zeigt seine ganze Meisterschaft, die sich in polyphonen (=mehrstimmigen)
Ergänzungen und Umstellungen zeigt. Eine weitere Gestalt erlebt diese Fuge in der
Fassung für Orgel, die anstatt dreistimmig fünfstimmig angelegt wurde.
Dagegen stellt die Suite E-Dur BWV 1006 a eine fast notengetreue Transkription der
Violin-Partita Nr.3 E-Dur dar, die ebenfalls wie die o.g. Fuge während seiner Köthener
Zeit als Hof-Kapellmeister etwa zehn Jahre zuvor entstanden war. Sie ist ganz im Stil
der französischen Suite gehalten, stellt jedoch ein sehr effektvolles und virtuoses
Prélude voran, gefolgt von der in Suiten selten verwendeten Loure und den üblichen
stilisierten Tanzsätzen, doch fehlen Allemande und Courante ganz.
Von beiden Fassungen sind die Autographe erhalten, wobei in der Transkription eine
genaue Instrumentenangabe fehlt; zudem hat Bach sie nicht in der für Laute üblichen
Tabulatur notiert, sondern in zwei Systemen.
Johann Sebastian Bach
(1685-1750)
im Klang der Gitarre
Programm
Suite a-Moll | BWV 997
Prélude – Fuga – Sarabande – Gigue/ Double
Fuge a-Moll | BWV 1000
Suite E-Dur | BWV 1006a
Prélude – Loure – Gavotte en Rondeau – Menuet 1 –
Menuet 2 – Bourrée – Gigue
Präludium, Fuge und Allegro D-Dur | BWV 998
Tatsächlich ist die Zuordnung dieser Werke für die Laute gar nicht so klar, wie die
Bezeichnung »Lautenwerke« suggerieren mag. Das trifft v.a. für BWV 998, der
Satzfolge Präludium, Fuge & Allegro, zu. Bach hat im Autograph vermerkt: für Laute
ò Cembalo, ein Hinweis darauf, dass er möglicherweise das Lautenclavier meinte,- ein
cembaloähnliches, mit Darmsaiten ausgestattetes Instrument, welches zu der Zeit sein
älterer Cousin Nicolaus Bach baute und das dem Klang einer Laute sehr nahe kam.
Vielleicht wollte er aber auch ermöglichen, dass dieses Werk sowohl auf der Laute als
auch auf einem Tasteninstrument gespielt werden konnte. Wichtig in diesem
Zusammenhang ist auch die Tatsache, dass Bach an Neuentwicklungen von
Instrumenten stets sehr interessiert war; pflegte er doch mit Instrumentenbauern seiner
Zeit regen Kontakt.
Zwar gab es die Gitarre in der heutigen Form zu Bachs Zeiten noch nicht, doch ist sie
gerade für die Wiedergabe dieser Kompositionen sehr geeignet, was die
Durchhörbarkeit der einzelnen Stimmen angeht oder die Brillanz ihrer Tongebung.
Somit sind sie auch deshalb zum festen Bestandteil der Konzertliteratur für Gitarristen
geworden.
Monika Zalewski
Document
Kategorie
Reisen
Seitenansichten
5
Dateigröße
77 KB
Tags
1/--Seiten
melden