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Alles was man in einem Wettkampf erleben kann gab es in

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Alles was man in einem Wettkampf erleben kann gab es in Mühlhausen
Schwarz Gelb Mühlhausen schlägt FB KSC Eintracht Frankfurt 5389 zu 4526
„Das war ein Wettkampf, der alles zu bieten hatte, was man im Kegelsport haben und
nicht haben möchte.“ So konstatierte Mannschaftskapitän Thomas Machts kurz und
knapp die Geschehnisse der letzten fünf Stunden. Was war geschehen?
Mit dem KSC 67 Eintracht Frankfurt präsentierte sich kein geringerer, als der
Tabellenführer der 2. DCU Bundesliga auf der Anlage in Pfafferode. Die Jungs des
SV Schwarz-Gelb waren also gewarnt und entsprechend war die Kabinenansprache
im Vorfeld. Die Taktik hieß, vorne möglichst wenig liegen lassen, im Mittelpaar „Gute“
machen und hinten verwalten.
Die Aufstellung der Schwarz
Gelben musste auf Grund der
Arbeitszeiten von Steven
Hartung etwas umgestellt
werden, so dass neben
Kapitän Machts Thomas Hertel
als zweiter Starter das Spiel
aufnahm. Mit seinem gewohnt
konstanten und sicheren Spiel
über vier Stationen zwischen
217 und 224 zu Fall
gebrachten Kegeln stand am
Ende der gesamten Distanz
ein Resultat von 881
(591/290/4)Holz auf der
Anzeigetafel. Ein solides
Ergebnis, welches aber noch
einiges an Potenzial zu
erkennen lies.
Auf den Parallelbahnen fand
Thomas Machts nie richtig ins
Spiel und ließ sich folgerichtig
nach 100 Wurf und 409
(276/133/0) Kegel gegen
Steffen Gretsch auswechseln.
Dieser begann sein Spiel mit
guten 231 Holz. Auf der
zweiten zu bespielenden Bahn
kam aber auch Gretsch im
Spiel im Abraum überhaupt nicht mehr zurecht und spielte ungewöhnlich viele
Fehlwürfe. Mit einem Ergebnis von 421 (297/124/8) kam die Spielgemeinschaft
Machts / Gretsch auf ein Gesamtergebnis von 830 Kegel.
Da die Gäste aus Hessen mit Walther (937) und Schrader (874) ihr an diesem Tag
bestes Duo auf die Bahnen stellten, hatte Mühlhausen nach dem ersten Drittel des
Spieles einen Rückstand von genau 100 Holz zu verzeichnen.
Die erste Forderung des Kapitäns konnte somit nicht erfolgreich umgesetzt werden.
Im Mittelpaar spielten für Mühlhausen Tobias Preuß und André Teichmöller. Preuß,
der auf den ersten zwei Bahnen furios mit 463 Kegeln begann, lies in der zweiten
Hälfte nach und konnte nicht mehr an sein sicheres Spiel anknüpfen. Mit einem
Ergebnis von 411 auf den Bahnen 3 und 4 standen am Ende 874 (607/267/11) zu
Buche. Diese Zahl bedeutete aber auch, dass er seinem Gegenspieler Zahn (866) 12
Holz abnahm und somit das gesetzte Ziel in großen Teilen umsetzten konnte.
Im anderen Duell des Mittelpaares schlug einmal mehr die Stunde des André
Teichmöller. „Du musst es nur wollen“ – so André vor einigen Wochen – „dann
kannst Du im Kegeln alles erreichen.“
An diesem Samstag kam er auf die Bahn, mit dem festen Willen ein weiteres Mal in
dieser Saison die magische Grenze der 1000 Holz zu überspielen. Mit Stationen von
246 / 242 / 270 und 256 zu Fall gebrachten Kegeln überzeugte André einmal mehr
und spielte mit 1014 (654/360/8) einen neuen Bahnrekord auf der Pfafferöder
Anlage.
Im Kreuzvergleich hatte der Kapitän der Frankfurter Eintracht Helmut Hamscher auf
die Bahnen geschickt. Für Hamscher war es der erste Auftritt überhaupt in der
zweiten Bundesliga. Gerade gegen André Teichmöller, der sich mittlerweile einen
Namen in dieser Staffel erspielt hat – schließlich führt er die Schnittliste mit knapp
995 Holz an – einen Debütanten aufzustellen, gleicht einer taktische Katastrophe.
Folgerichtig verlor Hamscher ob des überragenden Spieles von Teichmöller frühzeitig
die Nerven und verließ die Bahn mit einem Ergebnis von 805 Kegel. Das Mittelpaar
hatte das Spiel also von 100 Nassen in 121 Gute gedreht.
Auf Mühlhäuser Seite hieß es jetzt für Rene Gödecke und Steven Hartung den
Vorsprung zu verwalten und irgend möglich nach Hause zu bringen.
Betrachtet man die ersten Bahnen der Mühlhäuser, so könnte man meinen, dies
würde ein schweres Unterfangen, denn mit 208 (Hartung) und 214 (Gödecke), hatte
man schließlich keine Bäume ausgerissen. Depta auf hessischer Seite spielte auf
seiner ersten Bahn solide 220 Holz und nahm Hartung so 12 Punkte ab. Auf der
Parallelbahn erwischte Rauch einen rabenschwarzen Tag. Bereits nach wenigen
Würfen ins volle Bild fasste er sich mit schmerzverzerrtem Gesicht an den Rücken
und ließ sich behandeln. Das Ergebnis von 166 (116/50/2) spricht für sich. Auf der
Anzeigetafel stand nun ein Guthaben von 157 Kegel auf der Gastgeberseite. Da
dieses Spiel unter diesen Umständen für Frankfurt nicht mehr zu gewinnen war,
schonte Rauch seine Gesundheit und brach sein Spiel nach der ersten Bahn ab.
Frankfurt, nur mit sechs Spielern angereist, hatte keine Wechselmöglichkeit und
nahm die feststehende Niederlage hin.
Da sämtliche Spannung aus dem Spiel genommen war, wechselte der Mühlhäuser
Kapitän auf die letzten hundert Wurf noch einmal aus. Sven Meyer durfte für Rene
Gödecke ins Spiel und eine wertvolle „Trainingseinheit“ absolvieren. Für Gödecke
(437) und Meyer (454) standen am Ende gute 891 Kegel und für Steven Hartung
ebenso gute 899 Kegel auf der Anzeigetafel. Respekt an Torsten Depta, der trotz
Chancenlosigkeit für sein Team um jedes Holz kämpfte und gute 878 Kegel zum
Mannschaftsergebnis der Hessen beitrug.
Es bleibt also festzuhalten, Mühlhausen gewann ohne ein einziges 900-er Ergebnis.
Die Zuschauer haben eine Tausend gesehen, Mühlhausen spielte mit acht, Frankfurt
mit 5 ½ Mann, ein erheblicher Rückstand wurde binnen kürzester Zeit in ein
Guthabenpolster umgewandelt. André Teichmöller hat mit dem Bahnrekord den
Tabellenführer entzaubert und Mühlhausen hat sich an die zweite Tabellenposition
katapultiert. Viele Tatsachen, die man im Kegeln haben aber eben auch nicht haben
möchte. An dieser Stelle sei Hartmut Rauch gute Besserung seitens der SchwarzGelben gewünscht.
Auch in dieser Woche gilt ein ganz besonderer Dank den zahlreich erschienen
Zuschauern aus Mühlhausen und Umgebung. Diese nicht erwartete Neugier und der
Zuspruch ist in jedem Spiel positive Motivation, auch in den Auswärtsbegegnungen.
Selbst langjährige, nicht mehr aktive Kegler besuchen die Wettkämpfe und sind
begeistert. Das dann Sätze wie: “Das war das Beste, was ich je im Kegeln gesehen
habe…“ in Bezug auf die 1014 Kegel von Andre Teichmöller fallen, bedarf keines
weiteren Kommentares. Es mag eine Bürde sein, den Zuschauern auf der schweren
Pfafferöder Bahn attraktiven Kegelsport zu bieten. Aber allein die Würdigung des
Willens und wie an diesem Wochenende auch des Erfolges durch die Zuschauer,
sind eine enorme Motivation für unserer Mannschaft.
In der nächsten Woche wartet dann ein Auswärtsspiel auf der schweren Anlage in
Pößneck auf die Mühlhäuser Jungs. Vielleicht kann man ja das Unwahrscheinliche
möglich machen und die Auswärtspunkte 5 und 6 einfahren.
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