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4. Danach. Was?

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Was geschieht nach <Homo-weg>?
Ist das wichtig oder nicht?
Ulf Turlach 2013
Einem spekulativen Thema darf der Homowegtheoretiker (der frühere Endzeitwarner) nicht
ausweichen: „Die Erde nach dem Menschen“, auch „Das Danach“ genannt.
Wenn Philosophie die Suche nach Wahrheit und Weisheit ist – und genauso wurde sie von jenen
Personen definiert, die wir heute als unsere größten Philosophen anerkennen – dann darf dieses
Kapitel spekulativ sein; weil es eine Suche ist.
Zuerst distanziere ich mich weit von der „Danach-Doku-Schwemme“, die das Kommerz-TV
produziert und die man bei youtube sehen kann. Sie sind furchtbar falsch. Sie sind „TVDoku-Blockbuster“. Sie wollen nichts anderes als Einschaltquote, die heute auch „Kampf
um das knappe Gut (Ressource) Aufmerksamkeit“ genannt wird.
Solider ist schon <Die Welt ohne uns>, 2008 von Alan Weisman, auch als Audiobook. Hier
kann es aber sein, dass wir vor den vielen Details das Große und Ganze nicht sehen.
Weiterhin gibt es eine 3-teilige TV-Doku: „Die Zukunft ist wild“. Dort wird eine Tierwelt
wissenschaftlich fantasiert, die in 5, 100 und 500 Millionen Jahren sein könnte, z.B. hoch
fliegende Fische, „Flische“.
U. Horstmann hat uns schon 1983 einen Literatur-Blockbuster geliefert, einen echten Kracher. Ich
meine das 21. und letzte Kapitel seines Untierbuches.
Die Geschichte des Untiers ist erfüllt,
und in Demut harrt es des doppelten Todes —
der physischen Vernichtung und
des Auslöschens der Erinnerung
an sich selbst.
Kein Überlebender wird sein Gedächtnis bewahren;
keine Sage wird von den Prüfungen berichten, die es heimsuchten;
die Qualen benennen, die es litt; —
um der großen, der universalen
Erlösung willen.
Über dem nackten Fels seiner Heimat aber wird Frieden sein,
und auf den Steinen liegt der weiße Staub des Organischen
wie Reif.
Das Reißen und Schlingen, das Zermahlen und Ausbluten, das Stechen und Kröpfen,
dieser ohne Unterlaß wütende Bürgerkrieg alles Lebendigen —
ist nie gewesen,
und der Geist, der sich endlich aufgesetzt hat
über den Hinterläufen
Danach
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und bei sich beschloß, daß es genug sei,
ist zu seinem eigenen Hirngespinst
geworden.
In einem Feuerwerk ohnegleichen ist er untergegangen,
und mit dem Aufsteigen der letzten Rakete sind die Spuren getilgt,
die ein Einzeller in Äonen hinterließ
und die das Antlitz der Erde furchten
— wie sonst nur Gletscher
und Glaziale.
Den Nachruf setzt die anthropofugale Vernunft zu Lebzeiten auf —
und billigerweise wird er seine Urheberin nicht überdauern.
Doch die Materie ist großmütig
und hat uns von Urbeginn ein Mahnmal an den Himmel gerückt,
das uns fürderhin zugleich zum kosmischen Grabstein und Triumphbogen taugen soll:
Nacht für Nacht steigt der Mond über den Horizont
und stellt uns in schroffer und makelloser Schönheit
die irdische Nachgeschichte paradiesisch vor Augen.
Ermannen wir uns!
Überführen wir sein transzendentales Ideal in die sublunare Wirklichkeit!
Vermonden wir unseren stoffwechselsiechen Planeten!
Denn nicht bevor sich die Sichel des Trabanten hienieden in tausend Kraterseen spiegelt,
nicht bevor Vor- und Nachbild — Mond und Welt — ununterscheidbar geworden sind
und Quarzkristalle über den Abgrund einander zublinzeln im Sternenlicht,
nicht bevor die letzte Oase verödet,
der letzte Seufzer verklungen,
der letzte Keim verdorrt ist,
wird wieder Eden sein auf Erden.
Das hat reingehauen. Die Wirkung hielt nicht lange vor, aber es ist sein großes Verdienst, dass das
maximal Mögliche schon früh ausgesprochen wurde. Wir haben dadurch Jahrzehnte gewonnen. Wir
können uns nun nämlich aus der Gesamtpalette – von 100 bis 0 - das aussuchen; das Level, das uns
am meisten beruhigt.
1998 geht C. Lauterburg von einer Erholungsphase der Erde aus. Die Naturkraft wäre stärker als
aller Schaden durch Menschen. Binnen kurzem hätte die Erde eine größere Artenvielfalt denn je.
1998 war aber die Klimaforschung noch nicht voll da. Vielleicht wußte Lauterburg noch nicht alles.
Jedenfalls hatte sich M. Ferst mit dem Klima gründlich beschäftigt, und sprach 2002 in seinem
Buch das aus, was mir selbst erst 5 Jahre später bekannt wurde.
„Trifft die eben beschriebene Option im vollen Umfang zu, würde das heißen, fast die
gesamte Tier- und Pflanzenwelt der Erde stirbt ab, und unsere Heimstatt mutiert zu einem
unbewohnbaren Planeten.“
(S.181, Ferst 2002, über die Wirkung des Methans der kalten Nordgebiete.)
Danach
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Ich glaube heute, 2013, dass es keinen Kardinal (und keinen Zeugen Jehovas) interessiert, falls es
sicher wäre, dass am 1.1.2200 die Erde „vermondet“ ist. Was will ich denn damit sagen?
Dieser Zustand kann kommen. Es kann auch der entgegengesetzte Zustand (der LauterburgZustand) kommen, nämlich die Naturfülle auf Erden. Es kann auch der Löbsack-Zustand kommen.
(Insekten) - Wir müssten hierfür – ebenfalls, so wie für die menschliche Zukunft – Szenarien
einsetzen und sie mit Wahrscheinlichkeiten versehen. Es kommt auch darauf an, was der Mensch in
den kommenden Jahrzehnten noch alles produziert, besser: anrichtet.
Und es kommt darauf an, ob wir über das Jahr 2200 oder 4000 spekulieren. Und es kommt darauf
an, ob die Natur die Gifte (z.B. ABC) langfristig „wegstecken“ kann. Die Optimisten haben hier (in
mir) ganze Arbeit geleistet, in dem sie agitieren, Plutonium, DDT, usw. sei ungiftig, usw. - Daher
habe ich keine klare Vorstellung davon, was die ganze Chemie etc. mit den Lebewesen macht. - Ich
verfolge das nicht weiter, weil es nach dem <Homo-weg> sein wird.
Ich glaube deshalb nicht an die letzten Öko-(Klima-)Katastrophen, weil ich mit Horstmann 1983
einer Meinung bin, dass vorher die Waffen eingesetzt werden, weil der (Endzeit-) Psychostress den
Verstand ausschaltet.
Wir sehen ja schon heute die Wirkung der Überbevölkerung bei der Destabilisierung der
Gesellschaften. - Daher wird es anders sein, als Endzeit-Blockbuster behaupten, etwa <Mad Max>.
Die großen Einzelkatastrophen werden alle kommen - nach Homo-weg.
Wir werden den Orkan mit 400 km/h in Deutschland nie erleben.
Aber er wird kommen.
Ab Seite 384 von Gruhl 1992:
Selbst wenn es nie zu einem Atomkrieg kommt, eine Strahlenverseuchung der Naturkreisläufe
wird es dennoch geben. Fünfhundert Kernkraftwerke werden bald in Betrieb sein, und um das
Jahr 2030 werden sie als strahlende Ruinen dastehen. Und wie viele werden bis dahin noch
dazugekommen sein?
Einige werden wie das in Tschernobyl oder auf noch schlimmere Weise explodieren, andere
durch Erdbeben oder Kriegshandlungen zerstört werden. Die nähere Umgebung wird dabei
jeweils total verstrahlt, und im Laufe der Zeit wird die Zahl solch unbewohnbarer Flecken auf
den Landkarten zunehmen. Aber auch der Gesamtpegel der Strahlung wird sich zwangsläufig
erhöhen.
"Die Gefahr einer radioaktiven Verseuchung der Umwelt infolge von Kernreaktorunfällen
nimmt ebenso zu wie die Möglichkeit einer weiteren Verbreitung von Kernwaffen", stellte der
Danach
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Report <Global 2000> fest.
Zur Zeit produzieren die Kernkraftwerke in der Welt fast 100.000 Tonnen abgebrannter
Brennstäbe jährlich. Die angesammelte Menge wird bis zum Jahr 2030 um die drei Millionen
Tonnen erreichen. Dazu kommen Millionen Kubikmeter schwach radioaktiver Abfälle.
Einige Nebenprodukte der Reaktoren haben Zerfallszeiten, die fünfmal so lang sind wie die
Periode der überlieferten Geschichte. Inzwischen liegen schon Massen davon in aller Welt
herum, offen über der Erde, in Kühlhaltebecken (deren Stromversorgung nicht ausfallen darf)
meist neben den Atomkraftwerken, der geringste Teil in Bergwerken. Wer wird sich in den
kommenden Notzeiten darum kümmern? Wo nicht einmal in heutigen Wohlstandszeiten eine
befriedigende Lagerung gefunden wurde!
Die Chemie ist in einem einzigen Jahrhundert zu einer gewaltigen "Wachstumsbranche"
emporgeschossen. Sollte sie nur noch weitere hundert Jahre in der jetzt erreichten Intensität
produzieren, dann werden Böden, Gewässer und sogar die Luft derart von chemischen
Verbindungen durchsetzt sein, daß allein daran ganze Gattungen zugrunde gehen müssen.
Hinzu kommen die Metalle, von denen jährlich sechs Millionen Tonnen über die Atmosphäre
verbreitet werden.
Der Mensch wird sich zunächst mittels der medizinischen Gegengifte sozusagen eine Weile
über Wasser halten. Aber auch ihm wird nur noch selten gesundes Wasser und unvergiftete
Nahrung zur Verfügung stehen.
Darum ist es nur eine Frage der Zeit, wann die Menschen dahinsiechen werden. Es ist
fraglich, ob Reste von ihnen Jahrhunderte durchzuhalten vermögen, bis die Natur die Gifte
und Strahlungen wieder verdaut haben könnte.
Denn die ultraviolette Strahlung aus dem Weltraum, die Isotope aus der Kernspaltung werden
die Gene aller Lebewesen mehr oder weniger stark beschädigen. Und welche Folgen die
Manipulation des Menschen mit den Genen haben wird, läßt sich nicht voraussagen.
Sollten diese drei Globalkalamitäten einzeln und in ihrem Zusammenwirken nicht übermäßig
steigen, dann dürften wesentliche Teile der Flora und Fauna überleben, doch kaum der
Mensch und in keinem Fall sein heutiger Lebensstil.
So wie es zur Zeit aussieht, kann das pflanzliche und tierische Leben nur noch durch eine
baldige Katastrophe des menschlichen Lebens gerettet werden. Doch eine atomare dürfte es
eben nicht sein! Die Dezimierung auf einige hundert Millionen wäre aber Voraussetzung des
Überlebens der meisten übrigen Gattungen. Deren Restbestand bedingt wiederum die Anzahl
der Menschen, die ja von ihnen leben müssen.
Einiges kann über das künftige Aussehen der Länder vorausgesagt werden.
Ruinenlandschaften werden das Bild beherrschen. Die schon heute sichtbaren Industrieruinen
sind nur die Vorboten der Zeit, in der die Landschaften weitaus dichter damit bestückt sein
werden als heute mit den Resten der mittelalterlichen Ritterburgen. Doch während man diese
in Quadratmetern quantifizieren kann, wird man bei jenen in Quadratkilometern rechnen
müssen.
Die Frage, was wird dereinst daraus, hat sich unser technisches Zeitalter nie gestellt. Auch
Danach
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das ein Beispiel für des Menschen Unfähigkeit, den Planeten zu verwalten. Unüberlegt und
bedenkenlos wurden und werden in wenigen Jahren Ruinen für Jahrtausende gebaut.
Der abtretende Mensch wird die Erde als Trümmerfeld hinterlassen. Was aus den Millionen
von Städten für Milliarden von Menschen werden wird, hat uns schon Bert Brecht gesagt: Von
den Städten wird bleiben: der durch sie hindurchging, der Wind."
(Ende Gruhl 1992)
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Herbert Gruhl kannte folgende Danach-Einsicht von Theo Löbsack, einem anerkannten
Wissenschaftsjournalisten, der zehn Jahre früher, 1982, „zu Protokoll gab“:
Die Schwierigkeit, sich von einer menschenleeren Erde ein Bild zu machen, liegt darin, daß
wir heute noch nicht wissen, welche Pflanzen und Tiere uns tatsächlich überleben werden,
wie die biologische Konkurrenzsituation zwischen ihnen sein wird und welche konkreten
Umweltverhältnisse der Mensch hinterläßt.
Es wird von Bedeutung sein, ob es noch wesentliche klimatische Veränderungen gegeben hat,
wie etwa eine durch den Kohlendioxidanstieg bewirkte Erwärmung der Luft. In diesem Fall
würde es bedeutsam sein, ob der Temperaturanstieg das Polareis teilweise abschmelzen ließ,
der Meeresspiegel daraufhin angestiegen ist und wie rasch das Abschmelzen vor sich
gegangen ist.
Wie wir wissen, sterben gegenwärtig immer mehr Tier- und Pflanzenarten in rascher Folge
aus. Betroffen sind vor allem solche Arten, die für ihre Fortpflanzung ungestörte Biotope oder
spezielle Existenzbedingungen brauchen, die ihnen der Mensch vorenthält. Die schon zur
Endzeit des Menschen ausgestorbenen Großtierarten, darunter wahrscheinlich Krokodile und
Flußpferde, Nashörner, Elefanten, Giraffen und andere Huftiere, auch viele Großvögel wie
Strauße und Greifvögel werden nicht wiederkehren, denn einmal ausgerottete Arten sind
unwiederbringlich dahin.
Wahrscheinlich werden ausschließlich robuste Formen überleben, die hart sind im
Hinnehmen karger Lebensumstände, oder die sich dank erblicher Anpassungen an die
gestörte Umwelt gewöhnen konnten. Überleben werden viele Mikroben, zahlreiche Insekten,
darunter einige Ameisenarten und die weltweit verbreitete Ratte. Ausgestorben dagegen
werden jene sein, die als Parasiten auf solche Wirte angewiesen sind, die ihrerseits bereits
nicht mehr existieren.
Flora und Fauna in einer Welt ohne Menschen werden also auf jeden Fall ärmer an Arten
sein. Wo aber Vielfalt dort fehlt, wo sie aufgrund der Umweltgegebenheiten möglich wäre und
auch geherrscht hat, bevor der Mensch kam, da werden solche Arten leichtes Spiel haben, die
als Parasiten, Schmarotzer, Schädlinge oder Nutznießer von den noch existierenden Pflanzen
leben. Das demonstrieren heute schon die Probleme der Schädlingsbekämpfung in den
großen Monokulturen.
In den verarmten Regionen wird es zumindest anfangs immer wieder zu Kalamitäten und
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Zusammenbrüchen rasch aufgeblühter Populationen kommen, es wird ein abnormes
Wechselspiel von Gedeihen und Verderb geben, von dem niemand weiß, zugunsten welcher
Arten es schließlich ausgehen wird. Man könnte auch sagen: Anstelle eines natürlich
gewachsenen Gleichgewichts werden beschädigte Artengemeinschaften ohne stabilen inneren
Halt vorherrschen.
Die Übriggebliebenen werden in jedem Fall auch mit der kulturellen Hinterlassenschaft des
Menschen fertigwerden müssen. Sie werden mit dem unverrotteten Zivilisationsplunder, den
Kunststoffen, mit Radioaktivität und Rückständen chemischer Produkte zu leben haben.
Zahlreiche Chemikalien aus industriellen Fertigungsvorgängen werden noch existieren, die
der Mensch in seinem hoffnungslosen Kampf ums eigene Überleben erzeugt hat und deren
Wirkung auf Umwelt und Lebewesen auf längere Sicht nicht mehr abschätzbar gewesen ist.
Ein weiteres Erbe wird möglicherweise eine stärkere Sonneneinstrahlung sein. Bekannt ist,
daß bestimmte Treibgase, wie sie etwa in Sprayflaschen verwendet werden, aber auch die
zunehmende Verkehrsdichte in der Stratosphäre die schützende Ozonschicht über der Erde
beeinträchtigen können und damit dem gefährlichen ultravioletten Sonnenlicht leichteren
Zugang zur Erde ermöglichen. Als Folge davon sollen unter anderem die HautkrebsErkrankungen zunehmen.
Hinzu käme die noch viele Jahrhunderte andauernde Strahlung des radioaktiven Mülls, falls
das Problem seiner sicheren Ablagerung nicht in der allernächsten Zukunft noch gelöst wird,
was unwahrscheinlich ist. Die erhöhte Radioaktivität und die noch existierenden
erbschädigenden Chemikalien werden noch lange nach dem Menschen für eine erhöhte
Mutationsrate sorgen.
Das heißt, es werden bei den zukünftigen Lebewesen mehr Erbschäden auftreten. Mehr
mißgebildete, mit erblich bedingten Stoffwechselstörungen und anderen Erbleiden belastete
Tiere werden geboren werden. Auch erbgeschädigte Pflanzen wird es häufiger geben. Zwar
werden die Betroffenen von der Auslese rasch wieder ausgemerzt, doch dürften noch für
lange Zeit immer wieder neue auftreten.
Alles in allem wird es viele Jahrhunderte, wenn nicht Jahrtausende dauern, bis die Natur die
vom Menschen angerichteten Schäden überwunden und zu einem vergleichsweise natürlichen
Gleichgewicht zurückgefunden hat.
Jahrtausende werden auch vergehen, bis sich neue Pflanzen- und Tierarten entwickelt haben
werden, die an die veränderten Umweltbedingungen angepaßt sind.
Vielleicht werden sich dann auch — über sehr lange Zeit gesehen — noch einmal Wesen mit
einer der menschlichen vergleichbaren Intelligenz entwickeln, möglicherweise aus
Meeressäugern wie den Delphinen. Vielleicht benehmen sich solche zukünftigen intelligenten
Wesen dann erneut kurzsichtig, vielleicht aber bedachtsamer auf der Erde, so daß sie das
Attribut »sapiens« tatsächlich verdienen, falls sie es beanspruchen sollten.
(Seite 242 bis Schluss, Löbsack, 1983)
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Manchmal wollen wir noch mehr wissen – und noch weiter blicken. Schließlich hat H.G. Wells
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mit seiner Zeitmaschine vor 120 Jahren damit angefangen, ganz weit nach vorne zu blicken,
bis ins Jahr 800.000. - Hier etwas Ähnliches, nicht Wells, aber die deutsche ZEIT, 1998:
Dreht man die Uhr noch weiter vor, fällt der Nachweis einer Zivilisation immer schwerer. Welche
Detektivarbeit nötig ist, jahrmillionenalte Spuren zu lesen, zeigen die Bemühungen, den Einschlag
eines Meteoriten vor 65 Millionen Jahren dingfest zu machen. Dabei hatte der kosmische Treffer
das Leben auf der Erde gründlich umgekrempelt, hatte dem Dinosaurier den Todesstoß versetzt und
damit den Säugetieren Platz zur Machtübernahme verschafft.
In 65 Millionen Jahren würde kein Mensch die Welt wiedererkennen, nicht einmal vom Weltraum
aus. Denn die Kontinente sind aus den Fugen geraten: Europa und Amerika sind 3000 Kilometer
weiter auseinandergerückt, von Kalifornien nach Japan ist es nur noch ein Katzensprung. Das
Mittelmeer ist verschwunden, und die Alpen ragen gerade noch 2000 Meter auf.
Aus der Nähe wirken die Veränderungen noch erstaunlicher: Ganze Gebirgszüge sind
verschwunden, neue emporgewachsen, und Flüsse müssen neue Namen bekommen. Es tummeln
sich kuriose Tiere und Pflanzen — Kreaturen, die aussehen, als seien sie der Phantasie
entsprungen. Keine Spur mehr von Rehen und Hunden, Elefanten und Giraffen, Eichen und
Pappeln. Nur Spinnen, Ameisen und Käfer erinnern an die einstige Fauna.
Denn abermals hat ein Meteorit die Erde verwüstet. Der amerikanische Kometenspäher Tom
Gehreis rechnet alle 100 Millionen Jahre mit dem Treffer eines 10-Kilometer-Geschosses. Der
kosmische Crash wird so viel Staub aufwirbeln, daß in einer monatelangen eisigen Nacht viele
Pflanzen und Tiere aussterben. Vor allem große Tiere, die viel Nahrung brauchen und sich nicht
verkriechen können, werden zugrunde gehen. Wenn sich die Natur später wieder erholt, kann sich
das überlebende Kleingetier nach Herzenslust entfalten. Ratten oder Heuschrecken könnten bei
diesem Neuanfang Elefantengröße erreichen.
Nur mit Glück taucht in dieser seltsamen Welt der Mensch als fossile Erinnerung auf. Doch der
Frankfurter Geologe Gotthard Kowalczyk hat großes Vertrauen in die Findigkeit unserer Nachwelt:
"Wir haben die Umwelt so stark verändert, daß man auf jeden Fall Spuren finden müßte." — Es
wird allerdings schwerfallen, diese zu deuten.
In Tiefseesedimenten wird man einen ungewöhnlich hohen Gehalt an Schwermetallen aufspüren —
Giftmüll aus mehreren Jahrhunderten Industriegeschichte. Daneben wird man ein Massensterben
nachweisen, eine Zäsur in der fossilen Überlieferung. Allerdings sind Massensterben und
Schwermetallanomalie keine eindeutigen Belege für die Existenz intelligenter Wesen. Ähnliche
Indizien begleiten auch das Aussterben der Dinosaurier.
Doch manche Funde werden künftige Paläontologen stutzig machen. Durch Zufall könnte ein
bedruckter Dachziegel auftauchen, eine goldene Kette oder sogar ein lädierter Autokatalysator.
Zudem werden die Landegefährte der Apollo-Mission noch auf dem Mond herumstehen.
Nach Jahrmilliarden haben sich die Spuren der Menschheit restlos verwischt. Wenn das irdische
Leben, das vor 3,5 Milliarden Jahren entstand, noch einmal soviel Zeit zur Entwicklung hatte, läßt
sich selbst mit exzellenter Kombinationsgabe keine Zivilisation mehr nachweisen.
Dann ist die Erde in die Jahre gekommen und behäbig geworden. Vulkane brechen nur noch selten
aus, Erdbeben sind rar, und ein Tag dauert 38 Stunden, weil der Mond mit seinem ewigen Gezerre
die Rotation der Erde gebremst hat. Die Kontinente haben sich mehrmals zu Landmassen vereint
und sind wieder auseinandergedriftet. Berge wurden emporgehoben und erodiert.
Die Reste menschlicher Kultur sind im irdischen Getriebe endgültig verlorengegangen.
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(Ende ZEIT, 1998)
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Nun etwas Optimistisches. MMH (Maxeiner-Miersch-Horx) hätten ihre
helle Freude an mir. - Seite 307 von Lauterburg 1998:
Wenn Sie sich auf dem Bikini-Atoll, wo Frankreich während Jahren Atomtests durchgeführt
hat, oder in unmittelbarer Nähe des leckgeschlagenen Atomkraftwerkes in Tschernobyl
umsehen, werden Sie feststellen, daß es dort Pflanzen und Tiere gibt — Mutanten, die sich an
die veränderten Bedingungen angepaßt haben und ohne Schaden zu nehmen dort leben
können.
Wir würden die dort herrschende radioaktive Strahlung wahrscheinlich kein halbes Jahr
überstehen, geschweige denn für lebensfähigen Nachwuchs sorgen können.
Was immer auf der Erde geschehen mag — solange sie nicht durch einen galaktischen
Irrläufer in Teile gesprengt wird oder in der Hitzestrahlung der sterbenden Sonne verglüht,
wird es Pflanzen und Tiere geben, die überleben, sich weiterentwickeln und neue Arten
hervorbringen. Die Evolution wird weitergehen.
Wir haben sogar Grund zu der Annahme, daß ein umfangreiches Artensterben den Weg
freimacht für die Entwicklung einer besonders großen Artenvielfalt. In ihrem Buch <Die
sechste Auslöschung> zeigen Richard Leakey und Roger Lewin, daß nach jeder großen, mit
einem umfangreichen Artensterben verbundenen Katastrophe eine größere Artenvielfalt
festgestellt werden konnte als zuvor.
Es gab bisher fünf derartige Katastrophen — vermutlich alle aufgrund von AsteroidenEinschlägen. Die sechste wird zur Zeit gerade von uns Menschen mit Bordmitteln vorbereitet.
Wir müssen uns also um das Leben auf diesem Planeten keine Sorgen machen. Was immer der
Mensch noch anrichtet — das Leben hat eine große Zukunft.
(Ende Lauterburg 1998)
Szenario 2500
Gäbe es einen Weisen, der — sagen wir — im Jahre 2500 als einziger den Untergang
des Menschengeschlechts überlebt hätte und zurückblicken könnte auf das, was in den
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vergangenen fünf Jahrhunderten auf der Erde geschehen ist — was würde er zu
berichten haben?
Bestimmt wäre es wenig Schmeichelhaftes für den Homosapiens. Zwar würde unser Chronist sicher
nicht so sentimental sein zu behaupten, der Menschheits-Holocaust sei die Strafe Gottes gewesen
für die Maßlosigkeiten dieser Spezies, für ihre Ausschweifungen, den Mißbrauch und die
Zerstörung der Natur, für zweifelhafte Fortschritte in Technik und Medizin, für Umweltvergiftung
und zügellose Massenvermehrung.
Statt dessen wird er wahrscheinlich auf das Zwangsläufige dieses Geschehens verweisen. Nicht
Bevölkerungsexplosion, nicht atomare Verseuchung oder verheerende Krankheiten wird er
beklagen, sondern das menschliche Großhirn. Denn das selbstmörderische Verhalten der
Menschheit ist das unmittelbare und zwangsläufige Produkt dieses Organs gewesen.
Würde sich unser fiktiver Überlebender des Jahres 2500 auf der Erde umsehen, so würde er
vermutlich feststellen, daß der blaue Planet trotz des für ihn segensreichen Verschwindens seiner
bisher größten Plage noch immer nicht aufatmen konnte. Überall wird er noch Spuren jener
Verwüstung erblicken, die der Mensch hinterlassen hat.
Es wird radioaktiv verseuchte Gebiete geben und Kernkraftwerksruinen, wenn nicht gar zerbombte
Landschaften, die von der gefährlichsten, vom menschlichen Gehirn je ersonnenen Energieform
zeugen, zu deren Bändigung es nicht imstande war. Sand- und Felswüsten werden zu sehen sein, wo
einst fruchtbarer Boden reiche Ernten hervorbrachte und blühende Wälder wuchsen: Folgen der
Erosion, des allzu profitbedachten und kurzsichtigen Umgangs mit der Ackerkrume.
Umgeben von einer aufgeheizten Atmosphäre wird unser letzter Mensch überschwemmte
Küstenregionen gewahren, an deren Gestaden die hochschlagenden Meeresfluten nagen. Vergeblich
würde er nach seinesgleichen suchen, doch wird die Erde nicht leblos sein. Robuste Pflanzen und
Tiere werden überlebt haben und die Erde bewohnen.
Es werden Lebewesen sein, die den anthropogenen Killerfaktoren trotzen konnten, die
Radioaktivität und Viruskrankheiten, chemische Gifte und Vernichtung von Lebensräumen
überstanden haben, die sich mit einer ungeheuren Anpassungsleistung hinüberretten konnten in
eine menschenleere Welt.
Betrachtete unser weiser Mann diese Kreaturen, so dürfte ihm auffallen, daß es hauptsächlich
Insekten sind, die als Nachfolger des Menschen alle anderen Lebewesen beherrschen. Die größeren
Tierarten und zahlreiche Pflanzen werden ausgestorben sein und selbst viele Ozeanbewohner wird
dies Schicksal ereilt haben. Aber die Insekten werden sich stark vermehrt haben. Ein Heer von
vielfältig an die noch vorhandenen ökologischen Nischen angepaßten Arten wird ihn umwimmeln.
Die sechsbeinigen Tiere werden sich zwar hier und da von den zur Menschenzeit lebenden Arten
unterscheiden, doch werden es keine spektakulären Neulinge sein, keine Monstertypen aus den
Gruselstreifen einstiger Filmemacher. Dafür werden sie über Eigenschaften verfügen, die sie vor
dem Ausgerottetwerden bewahrt haben.
Sie werden imstande sein, Pestiziden und hohen radioaktiven Belastungen zu widerstehen und sich
an rasch wechselnde Umweltverhältnisse anzupassen. Dazu waren sie ja nicht zuletzt deshalb
befähigt, weil sie mit der Technik des Überlebens auf der Erde eine sehr viel längere Erfahrung
hatten als der Mensch.
Unser letzter Überlebender wird sich erinnern, daß es Insekten schon vor rund 350 Millionen
Jahren zur Zeit der großen Steinkohlenwälder gab, daß damals bereits Urinsekten und geflügelte
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Arten lebten, und daß vor rund 225 Millionen Jahren schon nahezu alle »Insektenordnungen«, wie
die Zoologen sagen, zumindest als Prototypen auf der Erde vertreten gewesen sind.
Zu dieser frühen Zeit gab es noch keine Säugetiere, geschweige denn Menschen. Als
höchstentwickelte Arten krochen Lurche umher, während bei den Pflanzen gerade die
Riesenschachtelhalme, die Schuppenbäume und Farne das Licht der Welt erblickt hatten.
Weit geschickter als andere Tiere hatten es die Insekten verstanden, sich die unterschiedlichsten
Lebensräume zu erobern. Rasch entwickelten sie die erstaunlichsten Körperformen, Sinnesorgane
und Verhaltensweisen. Sie protzten nicht mit Größe und Gewicht wie die Saurier oder Mammute,
und wo sie es doch einmal riskierten, kamen sie bald wieder davon ab, wie die Riesenlibellen zur
Karbonzeit mit ihren Flügelspannweiten bis zu 70 Zentimetern.
Die Insekten konnten als erste Tiere fliegen und hielten dieses Monopol über lange Zeit. Rund 50
Millionen Jahre sollten seit ihrem Auftauchen vergehen, bis die ersten fliegenden Reptilien und
Vögel auftraten. Ihrem Flugvermögen verdankten es die Sechsbeiner, daß sie sich rasch über große
Gebiete ausbreiten konnten, um sich entlegene Nahrungsquellen und Lebensräume zu erschließen,
wenn die vorhandenen erschöpft oder übervölkert waren.
Zugute kam ihnen schließlich ihr schlechthin idealer Körperbau. Die Dreiteilung in Kopf, Brust
und Hinterleib brachte viele Vorteile. Am Kopf entstanden vielseitige Mundwerkzeuge, mit denen
sie die verschiedenartigste Nahrung aufnehmen konnten. Ein Bewegungszentrum im Brustbereich
mit speziellen Muskeln vollbrachte Spring- und Flugleistungen, die jede menschliche Technik weit
in den Schatten stellen. Die Insekten entwickelten ein hervorragend Schutz bietendes Außenskelett,
und zur Fortbewegung am Erdboden haben sich bei ihnen nicht zwei, vier oder acht, sondern sechs
Beine bewährt, eine Zahl, an der sie über viele Jahrmillionen unbeirrt festgehalten haben.
Ein »Fortpflanzungszentrum« im Hinterleib sicherte ihnen höchst wirkungsvoll die
Nachkommenschaft. Mit dem Trick, sich über Zwischenstadien zu entwickeln, also zunächst Larven
zu bilden, konnten sie als ein und dieselbe Art Luft, Land und Wasser bewohnen. Ihre rasche
Vermehrung, die schnelle Aufeinanderfolge der Generationen und die meist große
Nachkommenzahl ließen sie gegenüber anderen Tieren viel öfter neue Merkmale und Eigenschaften
als Spielmaterial hervorbringen, um es der auslesenden Umwelt zur Tauglichkeitsprüfung
vorzuweisen. So konnten sie nahezu alle verfügbaren ökologischen Nischen dauerhaft besetzen, und
wo sich ihre Umwelt plötzlich änderte, hatten sie bessere Chancen, ihr Überleben in kurzer Zeit mit
neuen Anpassungen zu sichern.
Mit allen diesen Vorzügen trotzte diese bemerkenswerte Tiergruppe selbst jenen tödlichen Gefahren,
denen sie sich in der letzten Phase der Menschheit gegenübersah, insbesondere den Insektengiften.
Sie haben diese Herausforderung bestanden, und es ist anzunehmen, daß sie mit dem Planeten Erde
auch weiterhin in einer erfolgreichen Gemeinschaft leben werden — auf eine Art und Weise, die im
Gegensatz zum menschlichen Verhalten ihre Lebensgrundlagen schont und nicht zerstört.
Löbsack 1989 (S.9-11)
Diese letzte Vision=Vorausschau von Theo ist eigentlich verzichtbar, denn er sagt nichts Neues
mehr im Vergleich zu seinen früheren Büchern 1974 und 1983. Nur über die Tierwelt, Fauna,
Danach
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können wir Konkreteres (meist Insekten) denken. – Ich lasse die Vision aber aus dem Grund hier,
damit wir sehen, dass wir mit unserer „Visionssuche“, nicht „Endzeitvisionssuche“, sondern
„Danach-Vorstellung“ zu einen glücklichen Abschluss kommen. Was ist ein glücklicher Abschluss?
Na, dass wir mal fertig sind !!
Es gibt nichts neues mehr zu berichten.
Wir können uns nun aussuchen, was uns am meisten beruhigt. – Und das wechselt auch mal. Jede
Extremvision hat ihre seelischen Vorteile. Sowohl <Mond-Mars> als auch <mehr Artenvielfalt als je
zuvor>.
Längerfristig, ab 1 Million Jahre, greift dann auch die Geologie in das Leben ein. DANN sind die
Menschen nicht mehr AN ALLEM schuld.
In „The future ist wild“ wird über die Hinterlassenschaft des Menschen gar nichts gesagt. (Es wird
wie selbstverständlich angenommen, als ob er nie da war.)
Bei Theo-1989 fällt auf, dass er einen komischen Prolog und Epilog einbauen musste. Sicher, auch
die nüchternen Haber-1973 und Lauterburg-1998 können auf den Planetenwitz nicht verzichten. Es
scheint fast, als suchen Atheisten doch noch einen höheren Sinn.
Jedenfalls scheint mir die (seelische) Lösung darin zu liegen, auf sowas zu verzichten. – Es gibt
kein <Danach>.…. welches der Mensch heute schon begreifen könnte. (mit Ausnahme vielleicht
der Horstmannschen Vermondung - „Der Mond ist vorstellbar“.).
Jedenfalls zum Zwecke der heutigen Beruhigung soll mensch keine Wunder erwarten, von
wissenschaftlich begründeten Vorhersagen über Deutschland im Jahre 2100, 2500, 5000, 50.000
usw.
Es wird „irgendwie“ sein. Leben wird (zwar) da sein.
Eventuell nur im Meer.
Eventuell nur wenig-zellig.
Keinesfalls Bewusstsein, also Hochformen der Fauna.
Das Bewusstsein haben wir „versaut“.
„Weltweit“.
Aufgrund der UNÜBERBRÜCKBAREN Entfernungen im Kosmos=Weltall=Universum, KANN es
durchaus sein, dass „wir die einzigen waren“.
Das Universum hatte also IN TAT mit uns, dem Homosapiens, seinen Höhepunkt gefunden.
THEORETISCH wäre es möglich gewesen – bescheidener: denkbar –, dass die Menschheit ewig
lebt. (Aber nur in einer homosapiens-Gesellschaftsordnung und nicht in einer halb-urmenschlichen,
wie es die Ungleichbesitzgesellschaftsordnung ist.)
Und die edelsten Vision der Science-Fiktion sind auch für mich denkbar: Auswanderung ins All,
wenn die Erde dem Ende zugeht, also in 1-3 Milliarden Jahren.
Ebenso denkbar ist es, bis dahin alle „außermenschlichen“ (Natur-) Naturkatastrophen, geologischkosmischen Katastrophen, zu überstehen. (Komet-Meteor, Vulkan, Erdbeben, Eiszeit,
Plattentektonik, Magnetfeldumkehr, Planetentaumelung, Sonnenkatastrophe, usw.)
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Wobei ich nicht zuerst daran denke, den Komet „abzuschießen“, sondern im Bunker zu
überwintern, WOBEI menschheit rechtzeitig (Jahrtausende voraus) plant, die Bevölkerung zu
verringern (Geburtenrückgang), sodass dann alle in den Luftschutzkeller können.
Eine weise Menschheit kann ihre Anzahl FRIEDLICH regulieren – das darf ich nicht vergessen zu
sagen. – Auch das Auswandern zum Schluss geht friedlich ab, weil alle mitkönnen.
Theoretisch.
Ich behaupte, dass das keine Esoterik ist und keine Spinnerei, sondern Theorie. Und diese Theorie
kann man (halb-) wissenschaftlich begründen. (Man braucht dazu kein „Wassermannzeitalter“, etc.
oder andere höhere/tiefere Einsichten; keinen Buttlar, keinen Däniken, keine Büso-LaroucheZeugenjehovas-Scientolgy-ideologie, usw.)
Man muss nur erkennen, dass man eine weise Gesellschaftsordnung aufbauen muss. NUR der erste
Schritt ist die Abschaffung der Privatbesitzvermehrungsideologie. Der zweite Schritt ist die
Demokratie, also die Teilnahme ALLER Ideen (Gedanken) am gesellschaftlichen Prozess. Und der
dritte Schritt ist die Abschaffung der Unterdrückung der Weisheit im Menschen.
Nochmal: Ich will hier keine SF machen. Nur die Büsos ärgern mich immer, weil sie den „gesunden
Menschenverstand“ (GMV) nur für sich in Anspruch nehmen. Mein GMV sagt mir halt was
anderes.
Zuerst muss man sagen, dass es für eine Homosapiensgesellschaft in 2 Milliarden Jahren keinen
Grund gibt auszuwandern. Man/mensch kann langfristig die Bevölkerung „runterfahren“ durch
Freiwillige Geburtenselbstkontrolle (FGSK).
Vorher kann man ja Milliarden Jahre versuchen, die Erdgeschichte „loszuwerden“, also entweder zu
bunkern, oder man schickt etliche Satelliten los oder man funkt sie, usw. – Also, damit anderen von
uns wissen und – eventuell – etwas lernen.
Auswandern: Das könnte man per Embryo im Kälteschlaf machen, wobei die erste Generation dann
keine echten Eltern hat, sondern nur Robotereltern; nach 2 Millionen Jahren Fahrtzeit mit heutiger
Technologie. (Schneller soll es aus physikalischen Gründen NIE gehen.)
Man wird also auf der Erde die Forschung weiterentwickeln, so dass man rechtzeitig über alles
bescheid weiß, was auf einen zukommt. Und in aller Ruhe die Gegenmassnahmen umsetzt. Der
nächste große Brocken aus dem Weltall soll in 35 Millionen Jahren treffen. Die Zeit reicht
vollkommen aus.
Ich wollte aber nur sagen, dass die Menschheit THEORETISCH ein langes Leben vor sich hätte,
mit viel Freude und viel Glück und viel Lachen. – Eigentlich kann nur diese Vision uns die Kraft
geben, heute über uns selbst hinauszuwachsen, also dass „typisch Menschliche“ zu überwinden, den
kurzsichtigen Egoismus. – Wir selbst haben ausgesorgt bzw. glauben dies. Und 30 Jahre später ist
zu spät. (Nach meiner „Planung“. Mit solchen Zahlenangaben lagen schon ganz andere Leute
daneben. Aber das ist unwichtig, solange man das Grundproblem vor sich herschiebt. Es kommt
dann zwar später – seien wir doch froh darüber! – aber NOCH sicherer. (Und gerade die
Mahnungen der schwarzen Propheten haben die Sache nach hinten geschoben.)
Danach
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Meine Standardvergleiche:
Zeugen Jehovas (200.000 in D-Ö-S; 8 Mio Welt) zeigen deutlicher als der (Vatikan-)
Katholizismus: „Wir wollen nichts machen können.“
<Mutter Theresa> sagte zu den Weltproblemen: <Die gehen den Menschen nichts an; er soll/muss
nur seinen Dienst am Nächsten verrichten, so wie ich.>
Scientologen (Clear) + Büso (GMV, Voll-Industriealisierung der Welt): Alles läuft bestens.
Es gibt noch weitere einflussreich-unterscheidbare Ideologien. Man muss aber nicht alle kennen,
weil sich vieles wiederholt.
Die Marx- und Nachfolge-Ideologien (sei es Trotzki, sei es Mao, u.a.) steuern leider nur wenig bei,
was uns heute helfen kann. Das mit der Arbeiterklasse stimmte leider überhaupt nicht. (dass diese
besonders klug sei).
Auch die „Earth-first“- und „Deep Ecology“-Anschauung gefallen mir nicht zu 100%; und zwar ist
alles richtig, WAS sie sagen, aber insgesamt FEHLT viel gesellschaftlich-menschliches.
http://umweltdebatte.de/johannes-heimrath-2013.htm
M.Ferst berichtet vom Lesen eines neuen Buch (2013), wo der Autor (Johannes Heimrath) auch
über das Danach nachdenkt.
Danach
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Seele and Geist
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