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Kurz gesagt, was wichtig ist! - Finanzmanufaktur Jürgen Rossegger

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 Jürgen Rossegger: Kurz gesagt, was wichtig ist!
Guten Tag,
und herzlich Willkommen in der Welt des
Geldes. Fürchten Sie auch die Inflation, so
wie das Gros der Deutschen? Angesichts der
staatlichen Milliardenhilfen für die Banken
rechnen fast 57 Prozent der Deutschen mit
einer Inflation. Das ergab eine GfKUmfrage. Überdies haben mehr als 43
Prozent kein Vertrauen mehr in Banken, bei
älteren Menschen über 60 Jahre sind es
sogar über 60 Prozent.
Sie sehen, es ist einiges los im Land.
Auch ich gehe davon aus, dass die Inflation
steigen wird, und zwar gewaltig. Wenn selbst Politiker mit ihrer Warnung nicht mehr
hinter dem Berg halten, ist das Elend nicht mehr weit. Nach dem Zusammenbruch
der Lehman Brothers Bank in Amerika sagte der seinerzeit amtierende deutsche
Finanzminister in einem Interview folgendes:
„Ich fürchte die Krise nach der Krise.“
Minister Peer Steinbrück hat vor der Gefahr einer weltweiten Inflation als Folge der
schuldenfinanzierten Konjunkturmaßnahmen gewarnt. „Es wird so viel Geld in den
Markt gepumpt, dass die Gefahr einer Überlastung der Kapitalmärkte und einer weltweiten Inflation
im Wiederaufschwung drohen könnte“, sagte der SPD-Politiker. Ein Blick auf diese Grafik
zeigt, wie Recht er damit hat:
Newsletter April 2010
1 Jürgen Rossegger: Kurz gesagt, was wichtig ist!
Sie sehen hier die Entwicklung der Geldmenge (M3) von Januar 2000 bis Februar
2010! Innerhalb von nur 10 Jahren hat sich die Geldmenge des Dollars wie des Euros
verdoppelt! Kein Wunder, dass Geldexperten eine stark anziehende Inflationsrate
erwarten. Ihre Sorgen sind nicht unbegründet, denn in der Geschichte folgte auf hohe
Staatsverschuldung noch immer eine Phase beschleunigter Geldentwertung.
Der Chef der amerikanischen Notenbank (Fed), Ben Bernanke, wagt eine Prognose:
„Die Fed werde ihre Zinspolitik zu gegebener Zeit wieder umkehren müssen, um einen
zu starken Preisauftrieb zu verhindern. Wir nehmen unsere Verpflichtung, Preisstabilität zu sichern, sehr ernst.“
Mit dieser Aussage sieht die US-Notenbank
die Gefahr, dass die Liquidität, die in den
Markt gepumpt wurde, bald in eine hohe Inflation münden könnte. Dabei ergeht es dem
Chef der Notenbank wie dem Zauberlehrling
von Goethe: „Die Geister, die ich rief, werde ich
nicht mehr los“. Tatsächlich beschwörte die USNotenbank den Geist des Geldes, der auf
wundersame Weise das marode System retten
sollte. Nun aber kämpft die Bank mit irdischen und handfesten Problemen wegen dieser Aktion. So stieg die Bilanzsumme der Fed
in der Zeit von März 2007 bis März 2008 um
1,2 Billionen Dollar (!) auf gewaltige 2,09 Billionen Dollar. Diese Entwicklung wird
zwangsläufig eine dramatische Auswirkung auf die Preise haben. Das sieht auch der
Fed-Historiker Prof. Dr. Alan Meltzer so:
„Die Inflation wird steigen und höher sein als in den siebziger Jahren.“
John Brynjolfsson, Chief Investment Officer beim Hedgefonds Armored Wolf sieht
es ähnlich:
„Wir haben mindestens acht Schichten einer wieder anziehenden Inflation vor uns.
Letztlich werden wir bei zweistelligen Inflationsraten landen“.
Zur Erinnerung: Ende der siebziger Jahre lag die Preissteigerungsrate bei stolzen 13,3
Prozent.
Was tun?
Newsletter April 2010
2 Jürgen Rossegger: Kurz gesagt, was wichtig ist!
Nun, nicht alles, doch das meiste Geld sollte jetzt in Sachwerte investiert sein und nicht in Geldwerte, denn hier ist es der Inflation
schutzlos ausgeliefert. Eine Inflationsrate von „nur“ 2 Prozent,
halbiert in 36 Jahren das Vermögen. Steigt die Inflationsrate von 2
auf 6 Prozent (diese Zahlen werden hinter vorgehaltener Hand von
vielen Experten genannt), sinkt die Kaufkraft schon nach 12 Jahren
um die Hälfte. Es ist also an der Zeit, jetzt zu handeln – Ihr Geld
hat es verdient.
Nichts ist dynamischer als der Wandel!
Es ist einiges los in Deutschland. Werfen wir, wieder einmal, einen Blick auf den
Stand der Schuldenuhr der Bundesrepublik (März 2010):
Im letzten Jahr stieg die Verschuldung des Staates gegenüber dem Vorjahr um 7,1
Prozent, mithin um 112,7 Milliarden Euro. Das war der zweitgrößte Schuldenzuwachs
seit Bestehen der Bundesrepublik (nur die Wiedervereinigung 1990 verschlang noch
mehr Geld). Glauben Sie, dass das immer so weitergehen kann? Ich nicht. Irgendwann wird der Tag X kommen, an dem auch der Staat kein Geld mehr bekommt.
Dann braucht er andere Einnahmequellen und wie er die erschließen wird, lässt sich
bereits erahnen.
Newsletter April 2010
3 Jürgen Rossegger: Kurz gesagt, was wichtig ist!
Am 15. März 2010 lässt diese Schlagzeile uns Bürger aufhorchen:
„Der Bundesgesundheitsminister plant eine Kopfpauschale
von 29 Euro pro Monat!“
Gezahlt werden soll sie von jedem gesetzlich Versicherten. Nun sind also 29 Euro im
Gespräch, dabei haben viele Krankenkassen erst vor zwei Monaten einen monatlichen
Zusatzbeitrag von 8 Euro erhoben. Sogenannte Besserverdienende können sogar mit bis zu 37,50
Euro zur Kasse gebeten werden
(= 1 % von der Beitragsbemessungsgrenze). Das Perfide
an dieser Erhöhung ist, dass sich
niemand dagegen wehren kann.
Beitragszahler haben keine Lobby
und für die Politik ist es ein Einfaches, eine Beitragserhöhung zu
beschließen. Überdies ist ein
solcher Schritt äußerst effizient.
Immerhin sind 85 Prozent der
Bevölkerung gesetzlich versichert
(= 70 Millionen). Das alles wäre so schlimm nicht, könnte man dann davon ausgehen,
dass die Finanzierung der Krankenkassen nach einer solchen drastischen Erhöhung
auf Jahre gesichert ist. Wird sie aber nicht, weil dieses System ineffizient arbeitet. So
zahlt z. B. jeder Versicherte rund 160 Euro im Jahr nur für die Verwaltung. Das die
Kosten auf hohem Niveau notieren, mag auch daran liegen, dass wir noch immer
mehr als 250 gesetzliche Krankenkassen haben. Man muss sich in diesen Zeiten
fragen, warum wir so viele Kassen benötigen? Das kostet Unsummen. Echter Wettbewerb, wie in der freien Wirtschaft, gibt es hier doch überhaupt nicht. Worin liegt
also der Nutzen? Ich sehe keinen.
Statt immer nur Beiträge zu erhöhen, wären die Beteiligten gut beraten, über eine
Zusammenlegung nachzudenken. Das würde enorm viel Geld einsparen. Doch hier
ist wohl der Wunsch Vater des Gedankens. Kein Vorstand einer Krankenkasse wird
freiwillig zurücktreten, schließlich verdienen einige von ihnen mehr als 200.000 Euro
im Jahr. Und deshalb wird auch weiterhin der Bürger zur Ader gelassen, wenn Missmanagement und Kostenexplosion die Kosten aus der Ruder laufen lassen.
Newsletter April 2010
4 Jürgen Rossegger: Kurz gesagt, was wichtig ist!
Aber der Tag X wird kommen, an dem die Generalabrechnung vollzogen wird, denn
wie sagt ein Sprichwort: „Der Krug geht solange zum Brunnen bis er bricht.“ An
diesem Tag wird alles auf Null zurückgefahren und Deutschland startet neu durch
und das ist gut so. Dann herrscht endlich wieder mehr Gerechtigkeit. Doch bis dahin
ist es noch ein langer Weg, der vielen Angst macht. Aber wir müssen diesen Weg
gehen, damit Deutschland „nicht vor die Hunde geht“.
Es gibt nur wenige Wörter, die so bedrohlich klingen wie „Staatsbankrott“. Die Angst
ist nicht unbegründet, doch wer sich rechtzeitig vorbereitet, muss keine Angst haben.
Staatspleiten gehören zur Geschichte der Staaten wie Kriege, Putsche und Staatsstreiche. Mal wurden sie offen zugegeben, mal verheimlicht. Doch immer ging das Leben
danach weiter. Und das ist die gute Nachricht, nach all dem Ärger.
Im Gebiet des Deutschen Reiches zum Beispiel ereigneten sich allein im 18. Jahrhundert fünf Pleiten, Spanien war sogar siebenmal dabei. In Nordamerika stoppten zwölf
Unionsstaaten ihren Kapitaldienst, in Südamerika dagegen unzählige.
Bankrotte Staaten in Europa seit 1800:
Staat
Griechenland
Russland
Ungarn
Polen
Spanien
Rumänien
Österreich
Türkei
Deutschland
Portugal
Niederlande
Italien
Anteil der
Krisenjahre
50,6 %
39,1 %
37,1 %
32,6 %
23,7 %
23,3 %
17,4 %
15,5 %
13,0 %
10,6 %
6,3 %
3,4 %
Zahl der
Pleiten
5
5
7
3
8
3
7
6
7
6
1
1
(Quelle: FasZ; 14.03.10; Basis: 66 unabhängige Staaten. Pleiten seit 1800 oder Unabhängigkeit eines Landes.
Österreich mit Ungarn; Deutschland mit deutschem Reich und Vorläuferstaaten; alle Zahlen berücksichtigen nicht die aktuelle Krise)
Die nächste Staatspleite wird nicht mehr lange auf sich warten lassen. Man muss nur
genau hinschauen, dann sieht man die Entwicklung klar und deutlich. Inzwischen
pfeifen es sogar die Spatzen von den Dächern, dass einige Bundesländer in Deutschland vor dem Kollaps stehen, wie z. B. Bremen. Hier die Meldung vom 14. März 2010
(nächste Seite).
Newsletter April 2010
5 Jürgen Rossegger: Kurz gesagt, was wichtig ist!
So ist es um das Land Bremen bestellt:
Es brennt an allen Ecken und Kanten. Wir tun alle gut daran, uns auf große Veränderungen einzustellen. Ich sagte es bereits. Ein Mittel, um die Staatsfinanzen in den
Griff zu bekommen, darunter fallen auch die Sozialkassen, ist die Beitragserhöhung.
Doch sind die Möglichkeiten hier begrenzt. Zynisch könnte ich
behaupten: auf 100 Prozent. Der Staat kann also nur max. 100 Prozent an Steuern
und Gebühren vom Einkommen seiner Bürger kassieren. Er ist auf dem besten Weg
dahin. Fakt ist, dass die Abgabenlast in Deutschland während der zurückliegenden
Jahrzehnte ständig gestiegen ist. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt wurden 1970
35,6 Prozent in Form von Steuern und Sozialbeiträgen an den Staat abgeführt. 2009
waren es fast 52 Prozent (ledig). Derzeit muss ein Erwerbstätiger mehr als 20 Wochen
im Jahr arbeiten, um die Lohn- und Einkommensteuer sowie die Sozialbeiträge zu
bezahlen. 1970 reichten noch rund 13 Wochen. Vor allem die Grenzbelastung auf
jeden zusätzlich verdienten Euro ist in Deutschland besonders hoch. Nach einer
Studie des Karl-Bräuer-Instituts müssen bis zu 78 Prozent des zusätzlich erzielten
Bruttoeinkommens in Form von Steuern und Beiträgen wieder abgeführt werden.
Inzwischen mehren sich auch in Deutschland die Befürworter, Reiche durch Zwangsanleihen, die im Falle eines Staatsbankrottes nichts mehr wert sind, zur Kasse zu
bitten.
Newsletter April 2010
6 Jürgen Rossegger: Kurz gesagt, was wichtig ist!
So forderte z. B. der einstige hessische SPD-Spitzenkandidat Thorsten SchäferGümbel: „Eine staatliche Zwangsanleihe wäre ein schnell wirksames Instrument, um zusätzliches
Geld für die Bewältigung der Wirtschaftskrise zu mobilisieren“. Wohlhabende mit einem Geldund Immobilienvermögen von mehr als 750.000 Euro sollten verpflichtet werden,
dem Staat zwei Prozent ihres Vermögens für 15 Jahre zu einem Zinssatz von maximal
2,5 Prozent zu leihen.
Mit staatlichen Zwangsanleihen bei Wohlhabenden und Hilfen für den Privatkonsum
will auch die IG Metall punkten. Konkret schlägt die IG Metall vor, vermögende
Privathaushalte zu einer Anleihe in Höhe von zwei Prozent auf alle Geld- und Immobilienvermögen über 750.000 Euro zu zwingen. Diese solle zweimal erhoben, mit dem
EZB-Zinssatz von derzeit 2,5 Prozent verzinst werden und 100 Milliarden Euro
bringen.
Also stellen Sie sich auf harte Zeiten ein und fragen Sie mich, wie
Sie Ihr Vermögen vor diesem dreisten „Staatsraub“ schützen
können. Alles ist möglich, man muss es nur wollen bzw. daran
glauben. Denn Glauben versetzt bekanntlich Berge.
Motiviert? Ja! Geld? Nein!
Lebe deinen Flow. Alles andere macht uns
unglücklich, wie Forscher der Stanford
Universität herausgefunden haben. Mehr
Geld, ein Dienstwagen oder extra Bonuszahlungen stören ihrer Meinung nach
unsere Motivation. Hierzu beobachteten sie
Kinder, die malten. Einigen wurde ein Preis
für jedes Bild versprochen, anderen nichts.
Das Ergebnis überrascht: Kinder, die mit
einem Lohn zu rechnen hatten, investierten
nur halb so viel Zeit wie diejenigen ohne
Anreiz. Die Psychologen erklären dieses
Verhalten damit, dass die kleinen Probanden nur noch auf die Belohnung statt auf
ihren Spaß beim Malen achteten. Fazit: Eine Gehaltserhöhung kann tatsächlich die
Motivation vertreiben.
Newsletter April 2010
7 Jürgen Rossegger: Kurz gesagt, was wichtig ist!
Aktien oder Anleihen?
Angesichts der vielen Krisen war an den Finanzmärkten nicht wirklich Geld zu verdienen, wie ein Blick auf verschiedene Statistiken eindrucksvoll beweist. Wer 1999
zehnjährige Bundesanleihen erwarb, konnte sich über eine Verdoppelung des Geldes
innerhalb von nur 12 Jahren freuen. Dann sanken die Zinsen, sodass es inzwischen 27
Jahre dauert, bis sich das Kapital verdoppelt.
Auch am Aktienmarkt sieht es nicht besser aus:
Newsletter April 2010
8 Jürgen Rossegger: Kurz gesagt, was wichtig ist!
Nur wenige deutsche Aktien verdienten Geld, wie ein Blick auf die Entwicklung vom
31.12.1999 bis 31.12.2009 belegt:
Platz
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
Name
SolarWorld
Bijou Brigitte
Puma
K+S
Fuchs Petrolub
Salzgitter
Interseroh
Rofin-Sinar
Vossloh
KSB Vz.
Biotest Vz.
H&R Wasag
Krones
CTS Eventim
Fielmann
Drägerwerk
Rational
Bilfinger Berger
Rheinmetall
Aurubis
Stada
United Internet
MVV Energie
Pfeiffer Vacuum
Sartorius
Performance
1814%
1381%
1280%
1105%
1048%
628%
465%
392%
371%
307%
296%
284%
280%
254%
244%
234%
229%
206%
198%
193%
171%
151%
134%
129%
121%
Platz
26
27
28
29
30
31
32
33
34
35
36
37
38
39
40
41
42
43
44
45
46
47
48
49
50
Name
Merck
Volkswagen
Beiersdorf
Adidas
Continental
Hugo Boss Vz.
Leoni
Rhön-Klinikum
Morphosys
Gildemeister
E.ON
RWE
BASF
Fresenius SE
Henkel
Porsche Vz.
Hochtief
Linde
MAN
Hawesko
Dyckerhoff Vz.
Volkswagen St.
R-Stahl
Hannover Rück
Jungheinrich
Performance
113%
110%
107%
103%
93%
89%
87%
86%
86%
85%
81%
75%
70%
69%
68%
67%
61%
61%
48%
47%
39%
38%
30%
29%
28%
(Quelle: SRH Alsterresearch AG, Dez. 1999 bis Dez. 2009; Kursentwicklung ohne Berücksichtigung von Dividendenzahlungen und
Wiederanlagen)
So geht es zu in der Welt der Aktien. Wer eine SolarWorld-Aktie sein Eigen nennt,
darf sich zu den Top-Gewinnern zählen. Gewinner ist aber auch der, der eine Jungheinrich-Aktie besitzt. Auch wenn es nur 28 Prozent waren, die ein Aktionär in zehn
Jahren erzielte, so gab es auch Aktien, die in dieser Zeit ihren Anlegern nur Verluste
bescherte bzw. sogar einen Totalverlust (siehe HRE-Aktie). Das macht die Situation
an den Börsen für den Laien so schwierig. Niemand weiß, wie sich die Märkte in zehn
Jahren entwickeln werden und selbst, wenn man es wüsste, so ist jede Aktie als Individuum einzeln zu bewerten.
Newsletter April 2010
9 Jürgen Rossegger: Kurz gesagt, was wichtig ist!
Ein Schier hoffnungsloses Unterfangen für einen Laien. Gleichwohl empfehle ich
meinen Mandanten, je nach Vermögenssituation, schon die Investition in ausgewählte
Aktien, von denen ich nur beispielhaft diese vier zeigen möchte:
Procter & Gamble
McDonald
Nestlé
Teva Pharma
(USA: Größter Konsumartikelhersteller der Welt)
(USA: Größte Fast-Food-Kette der Welt):
(Schweiz: Größter Kaffeehersteller der Welt)
(USA/Israel: Pharmaunternehmen (u.a. Ratiopharm)
Newsletter April 2010
10 Jürgen Rossegger: Kurz gesagt, was wichtig ist!
Vorausschauende Anleger erwerben auch deshalb Aktien, weil diese Form der Kapitalanlage inflationsgeschützt ist. Das gilt natürlich nur, wenn das Unternehmen Produkte und Dienstleistungen anbietet, deren Preise es mit der Inflation erhöhen kann,
um so die Preiserhöhung an die Verbraucher weiterzugeben.
Die Bankenkrise der letzten Monate hat dazu geführt, dass viele Aktien
derzeit sehr billig zu haben sind. Dagegen sind die Dividendenrenditen
derzeit sehr hoch, teilweise sogar bis zu fünf Prozent. Nicht warten, starten, um die günstigen Einkaufspreise für Aktien zu nutzen.
Kennen Sie die Pygmalion-Theorie?
Mein vorheriges Beispiel zeigt, dass nichts unmöglich ist, wenn man bereit ist, sich
auch auf „große“ Zahlen einzulassen. Letztlich bedarf es nur ein wenig Mut und den
festen Glauben, es schaffen zu können. Besonders der Glaube entscheidet häufig, ob
wir etwas schaffen oder nicht. Experten
sprechen in diesem Zusammenhang von
der sogenannten Pygmalion-Theorie.
Ende der 1960er-Jahre stellte der amerikanische Wissenschaftler Robert Rosenthal nach einer Reihe von Untersuchungen diese Theorie auf. Danach ist die
Macht der Erwartungen, die Lehrer an
lernende Menschen stellen, so groß, dass
durch sie alleine schon deren Verhalten
beeinflusst werden kann. Auch wenn
sich Lehrer noch so sehr bemühen, ihre
Einstellung in Gegenwart des Schülers
zu verbergen, er wird auftretende Widersprüche intuitiv erfassen. Im Neudeutschen würde man diese Theorie mit
SEP umschreiben: Die sich „SelbstErfüllende-Prophezeiung“. Wenn Lehrer Schüler als faule Socken ansehen,
darf sich niemand wundern, dass sie genauso wahrgenommen werden.
Newsletter April 2010
11 Jürgen Rossegger: Kurz gesagt, was wichtig ist!
Eine Studie aus jüngster Zeit kommt zum selben Ergebnis, das sich in einem Satz
formulieren lässt:
„Lehrerinnen übertragen Angst vorm Rechnen auf Mädchen.“
Psychologen der Universität Chicago haben herausgefunden, dass Grundschullehrerinnen, die selbst schwach in Mathematik sind, ihren Schülerinnen die
Angst vor diesem Fach einimpfen. Für diese PNAS-Studie, Proceedings of the National Academy of Sciences, wurden 17 Lehrerinnen und 120 Schüler aus der ersten und
zweiten Klasse herangezogen. Nach einem Schuljahr wurde Bilanz gezogen und
Folgendes festgestellt: Je unsicherer die Lehrerinnen in dem Fach Mathematik waren,
desto eher glaubten die Schülerinnen, Mädchen könnten besser lesen und Jungs
besser rechnen. Und jene Schülerinnen, die an dieses Vorurteil glaubten, schnitten in
Mathematik tendenziell schlechter ab. Das Problem: 90 Prozent der Grundschullehrer
sind weiblich! Insofern überrascht es nicht wirklich, warum sich Vorurteile hartnäckig
halten. Wie heißt es schon so treffend in der Bibel: „Euch geschehe nach eurem Glauben“.
Wir haben es also in der Hand, was wir aus unserem Leben machen.
Ich möchte mich an dieser Stelle nicht als Ihr „Lehrer“ verstanden wissen. Es ist
meine Vita, die mir gezeigt hat, dass – fast – alles im Leben möglich ist. Deshalb
finden Sie in mir einen Gesprächspartner, der weiß, wovon er spricht und das wird
sich positiv auf Ihre Finanzen auswirken. Davon können Sie sich gerne überzeugen.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine beREICHernde Zeit und verbleibe mit den
besten Wünschen
Ihr Jürgen Rossegger
Alle Rechenbeispiele, Informationen, Anregungen und Tipps basieren auf den Erkenntnissen sowie der Gesetzeslage zum Zeitpunkt der Drucklegung und wurden mit der größtmöglichen Sorgfalt zusammengestellt. Trotz aller Sorgfalt
sind Fehler jedoch nicht ganz auszuschließen. Eine Haftung für Vermögensschäden aus der Anwendung der hier erteilten Ratschläge ist ausgeschlossen. Auch wird weder eine Garantie noch irgendeine Haftung für Personen-, Sachoder Vermögensschäden, die auf fehlerhafte Angaben zurückzuführen sind, übernommen. Die zur Verfügung gestellten Informationen sind keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf der vorgestellten Produkte. Dieser Newsletter ist
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