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März

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03.13
Nr. 42 – Ausgabe März 2013
Aus Freyensteins vergangenen Tagen – Geschichte und Geschichten
Was feiern wir eigentlich?
Mittlerweile dürfte es sich herumgesprochen haben: Wir feiern vom 02.06.2013
bis 09.06.2013 „750-Jahre Freyenstein“. Doch hat sich schon jemand die Frage
gestellt, was wir da überhaupt feiern? Um es vorweg zu nehmen, „Geburtstag“ im
wahrsten Sinne des Wortes können wir leider nicht feiern. Was geschah also vor
750 Jahren - im Jahre 1263?
Es wurde eine Urkunde durch den brandenburgischen Markgrafen Johann ausgestellt. Darin übereignete er der Johanniter-Comthurei in Werben fünf Hufe Land
an das Patronat der Blumenthaler Kirche. Dies bedeutet im Klartext, dass der
Orden der Johanniter Grundbesitz in Blumenthal erhielt. Viel interessanter ist
jedoch der Ausstellungsort der Urkunde – Vrigenstene. Damit war unser
Freyenstein erstmals aktenkundig. Dieses Ereignis jährt sich 2013 zum 750sten
Mal. Wir feiern also 750 Jahre urkundliche Ersterwähnung Freyensteins!
Freyenstein selber ist wesentlich älter. Wenn 1263 der Markgraf hier bereits Urkunden ausstellte, kann der Ort damals kein unbedeutendes „Kaff“ mehr gewesen
sein. Vielmehr ist von einer bestehenden städtischen Siedlung auszugehen. Die
Ursprünge Freyensteins müssen daher weiter zurück liegen.
Der Ort kann jedoch nicht früher gegründet sein als 1147. Im Sommer dieses
Jahres fand der sog. „Wendenkreuzzug“ statt – die Ausdehnung der deutschen
Territorialherrschaft in die slawischen Gebiete östlich der Elbe. In der Folgezeit
wurden in den eroberten Gebieten von deutschen Siedlern
neue Städte angelegt. Die Gründung Freyensteins geht
dabei auf den Bischof von Havelberg zurück, der mit der
Anlage der Siedlung und einer Burg seine Besitzungen
nach Norden abrunden und schützen wollte. Aus dem
Kontext schriftlicher Überlieferungen kann geschlossen
werden, dass sich Freyenstein bereits seit 1244 im Besitz
der mecklenburgischen Herren von Werle unter der
Lehnshoheit der Bischöfe von Havelberg befunden hatte.
Trifft dies zu, fällt der „Geburtstag“ Freyensteins bereits
in die 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts.
In Wittstock wurde vermutlich bereits in der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts auf
bischöfliche Initiative die alte slawische Befestigung zu einer starken Burganlage
ausgebaut. In den ersten Jahrzehnten des 13. Jahrhunderts legte Bischof Wilhelm
dann nördlich davon eine städtische Siedlung an, der 1248 Stendaler Stadtrecht
~1~
verliehen wurde. Freyenstein diente den Bischöfen als vorgezogener Außenposten
zum Schutz ihrer Residenz Wittstock. Es ist kaum davon auszugehen, dass sie
zunächst Freyenstein und dann erst Wittstock angelegt haben. Insoweit dürften die
Ursprünge Freyensteins wohl nicht mehr im 12. Jahrhundert liegen, da dann die
Siedlung vor Wittstock entstanden wäre.
Doch wer weiß, noch ist auf der Freyensteiner Altstadt nicht jeder Stein umgedreht worden…! Auch wenn Freyenstein dieses Jahr vermutlich keinen „runden
Geburtstag“ hat – feiern werden wir trotzdem!
von Stefan Lischnewski, Februar 2013
Freya erklärt Euch die Welt
Heute : Fastenzeit
Zeit vom Aschermittwoch bis Karfreitag (40 Tage) in der die Gläubigen (gilt nur für Personen zwischen dem vollendeten 14. und 60.
Lebensjahr - ha!) der Katholischen Welt verpflichtet werden, auf
bestimmte Speisen und Annehmlichkeiten zu verzichten.
Wir wissen, dass der Ostersonntag auf den ersten Sonntag nach Frühlingsvollmond festgesetzt wird. Ostern ist deshalb ein beweglicher
Festtermin, der in die Zeit zwischen den 22. März und den 25. April (die Ostergrenzen) fallen kann. Also vom Ostersonntag 40 Tage (ohne Sonntage!) zurückgerechnet haben wir den Beginn der Fastenzeit, den Aschermittwoch. Demzufolge
ist auch der Zeitpunkt von Karneval und Rosenmontag definiert.
Im Mittelalter wurden vor Aschermittwoch alle verderblichen Lebensmittel wie
Eier und Milchprodukte (Fastnachtsspeisen) aufgebraucht. Denn der Verzicht auf
Fleisch, Milchprodukte, Eier, Alkohol und sonstige Genussmittel wurde streng
überwacht. Der gläubige Christ wurde aufgefordert, in dieser Zeit Buße zu tun
und auf alle Genüsslichkeiten zu verzichten. Natürlich wurde an diesen Regelungen auch „herumgeschraubt“, denn welcher reiche Patrizier wollte sich auf Dauer
seine Genüsse von der Kirche streitig machen lassen. So wurde ab dem frühen
Mittelalter (1091) der Sonntag aus der Fastenzeit herausgenommen. Die Armen
hatten aber auch sonntags kein Fleisch auf dem Tisch.
Die Reformation stellte die strenge Fastenzeit in Frage. So erklärte Martin Luther
das Fasten als eine Art individuelles Trainingsprogramm. Um den Körper und
Geist nicht überzustrapazieren, sollte man nur so viel fasten, wie es dem Körper
und Geist gut tut.
Wer heute fastet, testet die Beherrschbarkeit seines Körpers aus. „Wer ist Chef Geist oder Körper?“ Es ist die Zeit, die lieben Gewohnheiten zu überdenken, Neues auszuprobieren. „Schaffe ich es noch 40 Tage, nicht zu rauchen?“-oder so ähnlich. Und wenn man es geschafft hat, überkommt einen ein tolles Gefühl von Willensstärke und Kraft - und das im Frühling. Heutige Schlagwörter sind: Autofasten, Alkoholfasten, Internetfasten, Fernsehfasten
Und ich mache jetzt „PC-Fasten“…- Tschüß
(Teile des Beitrages sind „Wikipedia“ entnommen) tt
~2~
Nachrichten aus Ihrer Kirchengemeinde
Die vierzehn Kreuzwegstationen Gedenken an das Leiden und Sterben Jesu
In der Passionszeit (Leidenszeit) denken christliche Kirchen in besonderer Weise
an das Leiden und Sterben Jesu. Diese Zeit beginnt mit dem Aschermittwoch. In
vielen evangelischen und katholischen Kirchengemeinden finden wöchentlich
Passionsandachten statt. Sehr beliebt sind - inzwischen auch in der evangelischen
Kirche - die verschiedenen Kreuzwegstationen geworden. In den Berichten der
Evangelisten wird der Weg beschrieben, den Jesus von der Burg Antonia bis zum
Hügel Golgatha gegangen ist. Es ist der letzte Weg von Jesus. Bald wurde dieser
Weg in Jerusalem zum Ziel zahlreicher Pilger aus aller Welt. Sie wollten gehen,
wo Jesus gegangen war, und machten "Station" an den Stellen, von denen die
Überlieferung berichtet. Zum Anfang gab es keine Festlegung von der Anzahl der
Stationen. In fast jeder katholischen Kirche sind heute vierzehn Stationen in Bildern festgehalten, die das Leiden Jesu bis zur Grablegung beschreiben. Die Bilder
können uns helfen, diesen Weg besser zu verstehen:
1. Jesus wird zum Tode verurteilt: Pilatus spricht das Urteil. Er versucht, seine
Hände vergeblich in Unschuld zu waschen.
2. Jesus nimmt das schwere Kreuz auf sich: Die Soldaten zwingen jeden, der zu
diesem Tod verurteilt wurde, sein eigenes Kreuz - eigentlich "nur" den Querbalken - zu tragen.
3. Jesus fällt zum ersten Male unter dem Kreuz: Schwer ist die Last und steinig
ist der Weg. Jesus schafft es nicht. Die Soldaten reißen ihn wieder hoch. Sie
zwingen ihn, weiter zu gehen.
4. Jesus begegnet seiner betrübten Mutter: "Ein Schwert wird deine Seele
durchdringen." Diese Worte wurden Maria gesagt. Groß ist der Schmerz, wenn
Kinder vor ihren Eltern gehen müssen.
5. Simon von Kyrene trägt für Jesus das Kreuz: Jesus kann nicht mehr weiter.
Simon zwingen die Soldaten, das Kreuz zu tragen. Jesus soll nicht mitten auf dem
Weg sterben.
6. Veronika reicht Jesus das Schweißtuch: Einer Legende nach, soll Veronika
im Besitz eines Tuches gewesen sein, dass bei der Grablege auf das Gesicht von
Jesus gelegt wurde. Sie reicht Jesus dieses Tuch auf dem Weg.
7. Jesus fällt zum zweiten Male unter dem Kreuz: Die Schwäche und die
Schmerzen nehmen zu. Nach der durchwachten Nacht kann Jesus sich nicht länger
aufrecht halten.
8. Jesus und die weinenden Frauen: Sie sind mutig. Sie lassen Jesus nicht im
Stich. Dieser sieht ihr Mitleid und sagt: Weint nicht über mich, sondern über euch,
über eure Kinder und über Jerusalem!
9. Jesus fällt zum dritten Male unter dem Kreuz: Angekommen außerhalb von
den Toren Jerusalems! Jesus fällt und kann sich nicht mehr aufrichten. Sein zermarterter Leib ist zu Tode erschöpft.
~3~
10. Jesus wird seiner Kleider beraubt: "Sie haben meine Kleider unter sich
geteilt. Und über mein Gewand haben sie das Los geworfen." (Psalm 22, 19) Ein
alter Brauch. Den Henkersknechten gehören die Kleider des Verurteilten.
11. Jesus wird ans Kreuz genagelt: „Sie haben meine Füße und Hände durchbohrt. Ich kann alle meine Knochen zählen." (Psalm 22, 17b.18) So entsetzlich ist
diese Folter: Schmerzen, die alle Besinnung rauben!
12. Jesus stirbt am Kreuz: Endlich hat die Qual nach drei Stunden ein Ende. So
wird es berichtet! Es ist vollbracht! - Vater, in deine Hände befehle ich meinen
Geist! - Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?
13. Maria hält ihren toten Sohn fest: Jesus hat ausgelitten. In höchster Not steht
Maria da. Sie weiß nicht, wie sie ihren Sohn in Würde begraben soll.
14. Jesus wird begraben: Jetzt muss alles schnell gehen! Die vorgeschriebenen
Salbungen können nicht zu Ende geführt werden. Eilig wird Jesus in Tücher gewickelt. Die Sonne geht unter, der Feiertag (Sabbat = Tag der Ruhe!) beginnt.
Joseph von Arimathäa stellt sein Grab zur Verfügung. Dort hinein wird Jesus
gelegt. Ein Stein wird vor das Grab gerollt. Werden alle, die um ihn trauern, ihn
dort auch noch finden: Die Frauen, Petrus, Johannes, die anderen Jünger?
Für Ihre Kirchengemeinde
Christian Ruch
(Pfarrer)
Freyenstein, den 22.02.2013
Gottesdienste in Freyenstein im März 2013
Sonntag,
Freitag,
10.03.2013 Gottesdienst
22.03.2013 Goldene Hochzeit von
Heiz und Gisela Zellmer
Sonntag, 24.03.2013 Gottesdienst
Karfreitag, 29.03.2013 Gottesdienst
mit Abendmahl
10:30 Uhr
14:00 Uhr
10:30 Uhr
14:00 Uhr
Weitere Termine
Die Gemeindemitglieder treffen sich zum Kirchenkaffee am Mittwoch,
den 06. März 2013 und am Mittwoch, den 03. April 2013 um 14.00 Uhr.
Christenlehre:
jeweils Dienstag um 13:30 Uhr
VorkonfirmandenUnterricht:
jeweils Donnerstag von 15:30 Uhr – 16:15 Uhr
~4~
Die Volkssolidarität gratuliert ganz herzlich ...
ihren im März geborenen Mitgliedern
Ilse Techen
am 16.03.2013
zum 90. Geb.
Erika Neumann
am 26.03.2013
zum 76. Geb.
Henni Luther
am 28.03.2013
zum 86. Geb.
Herzlichen Glückwunsch!
Veranstaltungsangebote der Volkssolidarität in Wittstock
05.03.
07.03.
23.03.
26.03.
04.04.
9:00-12:00 Geschirrbörse, VS Poststraße 11
Frauentagsfeier mit Programm und Kaffeetafel
Einkaufsfahrt nach Linken
Osterkaffee mit Frühlingsgeschichten von Ilka Karp
„Rund um die Kartoffel“ Informationen von Thekla
Grünhagen zur 300jährigen Geschichte der Kartoffel,
Sorten und Verwendung, mit anschließendem
Kartoffelpufferessen
5,00€
24,00€
5,00€
5,00€
Reisen mit der Volkssolidarität
25.04. – 30.04. Frühlingstreffen in Westböhmen und Plzen
- 4* Hotel in Pilsen
- Haustürtransfer
- Böhmischer Abend mit Blasmusik
- Abschlussabend mit Musik +Böhm. Spezialitäten
-Brauereibesichtigung mit Verkostung
- Besichtigung Sektkellerei
- Eintritt mit Führung Schloss Kozel
499€
30.05. – 02.06. Fahrt ins Blaue
- Programm für 4 Tage, Eintritt, Führungen,
Dampferfahrt, Halbpension
350€
~5~
Freyenstein putzt sich heraus zur Festwoche
Liebe Freyensteiner! An dieser Stelle berichten wir seit einiger Zeit regelmäßig über
die Vorbereitungen zur Festwoche. Für viele, die nicht unmittelbar daran beteiligt
sind, sind die Meldungen jedoch eher abstrakt, vielleicht sogar uninteressant.
(Noch zu) viele denken sich: „…na ja, macht mal!“
Aber jetzt könnt Ihr mit eigenen Augen verfolgen, wie sich zumindest die Marktstraße für das Fest herausputzt. Die Fassadengruppe des Festkommitees hat es sich zum Ziel gesetzt, die vielen
leeren Fenster mit Leben zu füllen und einigen unschönen Fassaden wenigstens für kurze Zeit zu einer schönen Ansicht zu verhelfen. Ein einfaches, aber wirkungsvolles Mittel ist es, die leeren
Fenster zu putzen, dort Gardinen aufzuhängen und ein wenig
Fensterschmuck zu platzieren. Der Anfang wurde mit dem
Wiechertschen Haus (gegenüber Stahmleder) jetzt gemacht.
Da die Marktstraße aber viele leere Fenster hat, sind wir auf eure
Hilfe angewiesen. Wir benötigen dringend noch Stores oder
Scheibengardinen. Wer etwas für einige Zeit entbehren kann und
wiederhaben möchte, sollte es mit Namen versehen. Dringend gesucht werden auch
„Steh-rum-chen“, die, auf dem Fensterbrett aufgestellt, von außen zu erkennen sind,
wie z.B. Vasen, Kerzenständer, Figuren, Fensterschmuck.
Die Sachen können im Büchermarkt oder in der Nähstube abgegeben werden.
Oder Ihr wendet Euch zwecks Absprache telefonisch an Christa Ziegenbein oder Erika
Dietrich.
- Wir hoffen auf Eure tatkräftige Mithilfe! -
Die Theatergruppe trifft sich das nächste Mal am Montag,
den 11. März 2013
um 19.00 Uhr im Büchermarkt.
Geprobt werden die alle Szenen.
Stefan Lischnewski
Das Festkomitee trifft sich am Montag, den 18. März 2013 um 19 Uhr
im Bürgermeisterzimmer der ehemaligen Schule.
Meldungen zur Teilnahme am Festumzug werden weiterhin gern entgegengenommen. Gesucht werden z.B. Besitzer von alter Landtechnik (alte Traktoren, Feldbearbeitungsgeräte o.ä.) Bitte spätestens bis zum Ende März bei M.
Engel / A. Frölich / A. Müllenberg melden.
~8~
Aus Freyensteins vergangenen Tagen….
….bei Hermann Silckenstaedt gelesen
Berühmte (unrühmliche) Freyensteiner Bürger
Caspar Joachim Kahlbau, Kämmerer (1741-1783)
Die Stadt- und Kämmereikasse wurde vom Kämmerer verwaltet, den, wie alle
anderen städtischen Beamten, von Winterfeld nach Belieben ein- und absetzte. Im
Jahre 1741 wurde so der Bürger Kahlbau zum Kämmerer bestellt und vereidigt.
Die Bürger vertrauten ihm aber nicht und fassten 1744 unter sich den Beschluss,
ihn von seinem Amt zu entheben, was sie mit seiner schlechten Lebensweise begründeten. Über diese Eigenmächtigkeit der Bürger beschwerte sich von Winterfeld. Es kam zum Prozess, der mit der Verurteilung der Bürger endete. Der Landrat von Grävenitz aus Frehne wurde beauftragt, zu überwachen, dass der Kämmerer Kahlbau wieder in sein Amt eingesetzt wird.
Die Bürger Christian Soltmann und Jochim Christoph Techen, Christian Frahm,
Eggert, Alpermann und Henning aber wurden wegen Protestes bei der Wiedereinsetzung des Kahlbau am 16. Juli 1748 zu vierzehntägiger Gefängnisstrafe bei
Wasser und Brot verurteilt.
Nach einiger Zeit, im Februar 1751 erhoben die Deputierten aus der Bürgerschaft
erneute Klage gegen den Kämmerer Kahlbau, dass derselbe:
1. …vor seiner Absetzung Geld beiseite geschafft hat
2. …während der Absetzung noch verschiedene Gelder kassiert hat, welche er
nicht abrechnete
3. ...zwei Jahre lang Monatsgelder, Armenkassen-, Prozessgelder, Gelder zum
Turmbau, Speisegelder, Wochen- und Reisegelder, auch Strafgelder eingetrieben
hat ohne den geringsten Beleg für ihre Verwendung zu erbringen
4. …die 150 Taler oder mehr, die den Bürgern vom König wegen des Verlustes
von Vieh geschenkt worden waren, vom Landrat zwar empfangen, aber nicht abgegeben hat
5. …das kleine Stadtsiegel aus der Stadtlade genommen hat und täglich in der
Tasche bei sich führt, es zu fremden Märkten und in den Krug mitnimmt, um sich
damit zu präsentieren und respektlos damit umzugehen
6. …manches Mal in besoffener Weise Leute auspfänden lässt, welche ihm im
Krug Gelder bezahlen müssen, ohne ihnen zu sagen, wofür die Abgaben bestimmt
sind
7. …von den außer dem Tore wohnenden Bürgern ihre zu gebenden schuldigen
Steuern nicht annehmen will.
Durch diese Anklage erwirkten die Bürger, dass eine Kommission erschien
und sämtliche Rechnungen prüfte. Diese waren aber so mangelhaft und unrichtig, dass der Nachweis über den Verbleib von an die 200 Talern fehlte, und die
Rechnungen dem Kämmerer Kahlbau zur besseren Nachweisung und Berichtigung zugestellt wurden. Gleichzeitig wurde er ein zweites Mal von seinem Amte
suspendiert, „ da auch übel bemerkt worden war, dass er dem Trunke ergeben.
~9~
Inzwischen nahm der neu eingesetzte Magistrat und sonderlich der Bürgermeister und Leineweber Jochim Techen das Amt an sich, Gelder von der Bürgerschaft einzusammeln und darüber nach eigenem Gefallen zu disponieren.“
Von Winterfeld beschwerte sich jedoch, dass es den Kommissaren nicht zustand, den von ihm vereidigten Kämmerer Kahlbau abzusetzen. Er forderte dessen Wiedereinsetzung und verlangte vom Bürgermeister Techen, dass er über
die inzwischen eingesammelten Gelder Rechnung legen sollte.
Kahlbau wiederum erhob gegen Techen die Beschwerde, dass dieser im Jahre
1759 26 durchziehende Husaren bei ihm einquartiert habe, obwohl seine Frau
„todkrank daniederlag“. Für die Beköstigung habe er etwa 25 Taler aufwenden
müssen, die ihm vom Bürgermeister Techen nicht erstattet wurden.
Durch eine Eingabe an den König setzte von Winterfeld es durch, dass der
Kämmerer Kahlbau über die von ihm eingebrachten Rechnungsbelege von neuem verhört wurde. Bei der neuen Prüfung ergab sich plötzlich, dass die Bürgerschaft nicht nur nichts mehr von ihm zu fordern, sondern im Gegenteil noch
201 Taler an ihn auszuzahlen hatte.
So wurde ihm im Jahre 1765 das Amt des Kämmerers wieder übergeben.
Die Bürgerschaft erbat sich zur Zahlung der sehr hohen Prozesskosten in der
Kahlbau-Sache eine längere Frist. Herr von Winterfeld aber erhob dagegen
energischen Einspruch. Er schrieb im Februar 1765 an das Kammergericht: „Ich
habe in 3/4 Jahren 700 Taler Prozesskosten zahlen müssen, und man hat mir
keinen Aufschub gewährt. Die Bürger haben in zwei Jahren nur 954Taler Unkosten gehabt und diese noch lange nicht bezahlt….“ Außerdem habe er durch die
jahrelangen Streitigkeiten, die Verweigerung von Abgaben, Pacht und Diensten
Verluste von 12000 Talern zu beklagen. Er sei in trostlose Umstände geraten, während die Bürger von seinem Geld sechs Jahre lang gezehrt und prozessiert hätten.
„…Ebenso himmelschreiend ist es, dass der arme Kahlbau die ihm zuerkannten
201 Taler, so sein barer Vorschuss ist und er über sieben Jahre lang in des
Bürgermeister Techens räuberischen Fäusten lassen müssen, noch länger zur
Verschwendung und Üppigkeit darin lassen soll. Ein dergleichen hartes
Schicksal dürfte wohl noch nicht in Kgl. Preußischen Landen vorgekommen
sein. Dieser Kahlbau verdient das größte Mitleid. Er ist als ein ungerechter
Haushalter von der Bürgerschaft und ihrem Anführer, dem sogenannten Bürgermeister Techen boshafter Weise angeklagt worden. Sieben Jahre lang und
darüber ist er dieser wegen unschuldig suspendiert und seines Dienstes und
Verdienstes dadurch beraubt worden. Endlich und nach so vieler Untersuchung sind ihm die aus Schikane von der Bürgerschaft gezogenen Defekte
zuerkannt worden, weshalb er 201 Taler vergütigt erhalten soll. Nun soll er
aufs Neue auch hierum betteln, ob er gleich schon über vier Monate in Geduld hat warten müssen….“
Kämmerer Kahlbau blieb dank Fürsprache von Winterfelds bis zum Jahre 1783
im Amt.
müb
~ 10 ~
Osterfest im Büchermarkt
Der Frühling ist da!
Ab sofort im Angebot Stiefmütterchen, Primeln und vieles mehr…
Wir haben ab 01. März für Sie
geöffnet:
Mo. – Fr.
8.00 bis 12.00
13.00 bis 17.30
Sa.
Der Förderverein lädt am Ostersonnabend ab 14:00 alle kleinen
und großen Besucher zu einem
kleinen Osterfest in den Büchermarkt ein.
Ostereierkönnen bei gutem Wetter draußen und bei schlechtem
Wetter im Büchermarkt gesucht
werden.
Außerdem startet eine große
Tauschaktion:
Bring eins – Nimm zwei mit!
Für das leibliche Wohl bei Kaffee
und Kuchen ist gesorgt.
8.00 bis 11.00
oder nach telefonischer Vereinbarung unter 033967 / 60644 oder
0162/2116309
- Wir freuen uns auf Ihren Besuch -
Ein Tip für die Herren: Am 08. März ist
Frauentag!
Vom 11.03. – 30.03. 2013
finden außerdem wieder die
50 Cent – Wochen
Die Bücherwürmer
Tante Lotti´s Riemels
Frühling
Nein, es ist kein Scherz, wir haben schon wieder März.
Der hat vielleicht auch schon warme Tage, so wie ich es gerne habe.
Aber dann kommt der April, und der macht wieder, was er will.
Man soll ja bei jedem Wetter rausaber oftmals wird nichts draus.
Doch wenn im Mai die Knospen sprießen, wir das alle gern genießen.
Und ist er auch noch warm und trocken,
dann kann man schon mal draußen hocken.
Lotte Scheel
~ 11 ~
statt.
… und zuletzt noch ein paar Tip´s und Termine…
Ausbildungstermine der Feuerwehr für Monat März/April:
09.03. Zusatzausbildung Kam. T. Koppermann
15.03. FwDV3 Löscheinsatz
(theor.) - Kam. H. Finke
Knoten und Stiche Kam. Langenberg
05.04. Wasserführende Armaturen(Gr. 1) Kam. Langenberg
GSG- Gerätekunde (Gr.2)
Gerätehaus Wittstock
Kirche in Freyenstein
im März 2013
sh. Seite 4
Heimspiele des MTV Freyenstein
im März
Beginn um 14.oo Uhr auf dem
Lindensportplatz
Sa. 24.03.2013 MTV – SV Dreetz
Schützenverein Freyenstein e.V.
Ausbildungstermine der Jugendfeuerwehr für Monat März/April:
15.03.2013
05.04.2013
um 15:30 am Gerätehaus
16.03. KSB – Sportpistole Linow
17.03. Offene Vereinsmeisterschaft
Langwaffen (KK, GK)
9:30 Schützenplatz
23.03. KSB – Standardpistole- Linow
Rechtschreibfehler dienen der
allgemeinen Erheiterung und
dürfen zu diesem Zweck gern
gesammelt und archiviert werden.
Die Redaktion
06.04. KSB – Zeiss-Cup – Linow
Jeden Sonntag von 10-12Uhr
Schießübungen unter fachlicher und
sicherheitstechn. Aufsicht für alle
interessierten Bürger.
Achtung – wegen Ostern 
Die nächste Ausgabe erscheint voraussichtlich amSonnabend, 06.April2013.
Die verantwortliche Redaktion - hier könnt Ihr Informationen los werden, anrufen, Zettel in den Briefkasten werfen, e-mail schreiben…
…Blättchen nicht erhalten oder verlegt? Fragt bei uns nach -einzelne Exemplare
können nachgereicht werden.
Auch im Internet! Ihr findet unser Ortsblatt auch auf www.freyenstein.de unter
der Rubrik „Aktuelles“ / „Wir in Freyenstein“
I. Frölich
Alte Poststr. 4a
Tel. 57996
Th. Techen
Altstadt 4
Tel. 60248
W. Alpermann
Schlossstr.3
Tel. 60423
~ 12 ~
A. Müllenberg
Schlossstr. 25
Tel. 60648
freypost@aol.com
Pinwand
Termine
Mo
4
14:00 Reha-Sport
15:00 Billard/TT
Gelbe Tonne
11
14:00 Reha-Sport
15:00 Billard/TT
19:00 Theatergruppe
18
14:00 Reha-Sport
15:00 Billard/TT
19:00 Festkomitee
25
14:00 Reha-Sport
15:00 Billard/TT
Gelbe Tonne
Ostermontag 01
Di
Mi
Do
15:30
Jugendfeuerwehr
5
13:30
Christenlehre
14:00
Frauentagsfeier VS
12
13:30
Christenlehre
13:30
Christenlehre
14:00
Rommé VS
13:30
Christenlehre
13:30
Christenlehre
14:00
Mitgliederversammlung VS
6
14:00
Kirchenkaffee
13
14:00 Handarbeit
19
20
26
27
14:00 Handarbeit
02
14:00
Kirchenkaffee
03
7
14:00 Wandern
15:30
Konfirmandenunterricht
14:00 Wandern
15:30
Konfirmandenunterricht
14:00 Wandern
15:30
Konfirmandenunterricht
Papiertonne
14:00 Wandern
15:30
Konfirmandenunterricht
14:00 Wandern
15:30
Konfirmandenunterricht
März 2013
Fr
1
19:00 Feuerwehr
19:00 Mitgliedervers. Förderverein
Mülltonne
8
Sa
2
Feuerwehr
9
10:30
Gottesdienst
So
3
10
Beginn 50ct
Woche
14
15
16
15:30
Jugendfeuerwehr
21
19:00 Feuerwehr
28
Karfreitag
04
Mülltonne
22
14:00 Gottesdienst
Goldene Hochzeit
29
14:00 Gottesdienst
mit Abendmahl
Mülltonne
05
15:30
Jugendfeuerwehr
19:00 Feuerwehr
23
30
14:00 Osterfest im
Büchermarkt
Ende 50ct Woche
06.04.
April –Ausgabe!!!
17
9:30 Schützenplatz
Vereinsmeisterschaft
10:30
Gottesdienst
14:00 Fußball
Ostersonntag
24
31
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