close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Berufskleidung: Zum Mieten und Leasen – Was sechs Dienstleister

EinbettenHerunterladen
Marketing
Berufskleidung: Zum Mieten und Leasen –
Was sechs Dienstleister anbieten
„In der Regel gilt: ab drei produktiven Mitarbeitern lohnt sich ein Leasingvertrag“, formuliert ein
Unternehmen, „Berufskleidung im Mietservice ist
deutlich günstiger als der Kauf. Spar-Effekt: Zeit,
Investitionen, Steuern“ ist bei einem Weiteren zu
lesen, und bei einem Dritten heißt es schlicht:
„Berufskleidungs-Leasing eignet sich ideal zum
Outsourcing“. Längst sind die Zeiten vorbei, in
denen nur Großunternehmen auf Angebote von
Textildienstleistern zurückgegriffen haben. Heute
mietet oder least auch das kleine und mittelständische Haus. Im Folgenden wird an einigen ausgewählten Beispielen ein Überblick zu jenen Unternehmen gegeben, die auch Firmen aus dem
Bereich Holzbau und Zimmerei Berufskleidung
etwa im Mietservice anbieten.
Autor:
Dr. Dieter Maass
Mietservice – Was alles
dazu gehört
Rund um Service ist das
zentrale Motto, unter dem
die im Bereich Berufskleidung im Mietservice tätigen
Firmen antreten. Rund um
bedeutet Versorgung des
Kunden beginnend bei Auswahl und Anschaffung der
Kleidung, ihrer Pflege, der
Bevorratung und des Ersatzes. Weitere Dienstleistungen und Produkte erstrecken sich von Elementen
der Corporate Identity
(Schlagwort: Firmenembleme auf der Kleidung) bis
hin zur klassischen Schutzkleidung. Einige der Unternehmen bieten auf die
jeweiligen Einsatzgebiete
abgestimmte Kleidungen.
Dies kann für das Bau- und
Baunebengewerbe ebenso
sein wie für die Lebensmittelproduktion oder das Zimmererhandwerk.
Vor dem eigentlichen
Service steht zumeist eine
Beratung. In ihr werden die
grundlegenden Fragen für
den Mietservicevertrag geklärt. Für welche Aufgaben
und Funktionen? Sicherlich
ist jedermann einsichtig,
dass dort, wo körperliche
Arbeit geleistet wird, also
auf der Baustelle, in der
Produktion oder im Lager,
eine besondere Berufsklei-
dung erforderlich ist. Blaumänner (bzw. ähnliche Bekleidung) verlangen u.a.
Bewegungsfreiheit, spezielle
Taschen, Schutzfunktionen
und eine gute Atmungsaktivität des Gewebes. Welche
Kollektion und welche einzelnen Kleidungsstücke sind
anzuschaffen? „Jeder Kunde
bzw. deren Mitarbeiter erhalten eigene, individuell
gekennzeichnete Berufskleidung. Der Barcode verhindert dabei, dass Kleidungsstücke vertauscht werden.
Nach der Pflege im Vertragswerk erhält jeder Mitarbeiter seine eigene Kleidung zurück“ (DBL). Wie
viel Mitarbeiter sind auszurüsten? Welche Konfektionsgröße und wie viel Einzelstücke sind pro Mitarbeiter anzuschaffen? Soll die
Kleidung mit einem Firmenemblem ausgestattet
werden? Was soll bei Personalfluktuationen geschehen?
Auf dem Hintergrund
eines Mietservicevertrages
werden verschiedene Einzelleistungen erbracht. boco
nennt folgende Elemente,
die entsprechend auch die
anderen Anbieter besitzen:
Abholen, umweltgerecht
Waschen, Trocknen und
Bügeln, ggf. Reparieren,
Austausch bei Verschleiß
Abb. 1:
„Leistungen, die boco beim
Mieten und/oder Leasen von
Berufskleidung erbringt”.
Quelle: boco
und Größenänderung bzw.
Rücknahme bei Mitarbeiterwechsel, Qualität prüfen
und Bringen. Einige Unternehmen liefern bzw. holen
die Kleidung wöchentlich,
bei anderen heißt es: „Bis
zu drei Mal in der Woche“
(Larosé). In Hinblick auf
die Kosten ist beim Mietservice an verschiedene Aspekte zu denken. Zentral ist
sicherlich, dass der Auftraggeber die Kleidung nicht
selbst kauft, oder: „Die
Beschaffung der Kleidung
übernimmt der darauf spezialisierte Einkauf von Bardusch“. Dass verschlissene
Produkte durch das Mietserviceunternehmen kostenlos ausgetauscht werden,
ist selbstredend. Ebenso
entfallen alle Aufwendungen für Wäsche und Pflege
sowie Wege- und Wartezeiten für die Ausgabe. Die
Ware kommt zum Mitarbeiter, teils bis in seinen
Schrank. Der Holzbauer
und Zimmerermeister hat
nur noch mit einem monat5/2006
53
Marketing
Abb. 2:
„Wo mit Holz gearbeitet wird –
Berufskleidung aus dem Hause
boco“.
Quelle: boco
Abb. 3:
„Auch beim Holzbau – Berufskleidung aus dem Hause
boco.“
Quelle: boco
54
5/2006
lichen Festpreis zu kalkulieren, der alle Produkte und
Dienstleistungen abdeckt.
Oder: „Sie wollen wissen,
ob sich Leasing von Berufskleidung überhaupt für Sie
lohnt? Geben Sie uns einige
Eckdaten Ihres Betriebs
und wir ermitteln eine individuelle Bedarfsanalyse für
Sie“, formuliert der DBL
Leasing-Berater. Einfach
nur die Anzahl der Mitarbeiter (z.B. über 50) und die
Art der Berufskleidung (wie
Hose oder Jacke) auswählen
und die Branche festlegen
(etwa Zimmerer). Per EMail ist die Anfrage sofort
bei der DBL-Zentrale.
Sechsmal bundesweit
Berufskleidung zu
leasen bzw. mieten
Die oben angeführten
Aspekte (wie Beratung,
Serviceleistungen, Mieten
bzw. Leasen) gehören in der
Regel zur Angebotspalette
aller im Folgenden vorgestellten Unternehmen. Sie
werden deshalb nicht nochmals explizit aufgeführt.
Alle Anbieter arbeiten bundesweit. Eine Gruppe von
Firmen versorgt den Markt
über eigene Niederlassungen, in anderen haben sich
regional tätige Firmen zusammengeschlossen, um
unter einem Markennamen
Leistungen anbieten zu
können.
Die Marke boco
(www.boco.de) gehört zur
HTS Gruppe (www.hts.
com), einem weltweit agierenden Unternehmen mit
den Schwerpunkten Berufkleidung im Mietservice
und Waschraumhygiene
(Marke: CWS). Boco ist in
der Bundesrepublik
Deutschland der Spezialist
für die Berufskleidung. Sitz
der boco Verwaltung ist
Hamburg, Vertriebs- und
Servicezentrale sind in
Dreieich (Hessen) zu Hause. Sechzehn Niederlassungen versorgen die Kunden.
Mehr als 600.000 Menschen in 50.000 Unternehmen aus Handwerk, Industrie, Dienstleistung und
Handel tragen heute täglich
die Berufskleidung von
boco. Für knapp zwanzig
verschiedene Branchen hat
das Unternehmen spezielle
Berufskleidung entwickelt.
Hierzu gehört auch die
Zimmerer-Fachkleidung, die
boco gemeinsam mit dem
Bund Deutscher Zimmerer
entwickelt hat. Zu den zur
Verfügung stehenden Kleidungsstücken zählen Bundund Latzhose, Zimmererjacke und Weste. Letztere
hat eine Anbringungsmöglichkeit für die abnehmbare
Nageltasche, einen Strickeinsatz im Schulterbereich,
ein weitenverstellbares
Rückenteil bzw. ein verlängertes Rückenteil als Schutz
für Nieren und Bandscheiben. Die Hosen besitzen
elastische Träger Stretchkeile und Koppelgürtelschlaufen, einen hochgezogener Rückenbereich mit
Dehnzone bzw. eine Zollstocktasche mit aufgesetztem Bleistiftfach. Und die
Jacken haben Nieren- und
Bandscheibenschutz sowie
Klimaösen unter den
Armen.
„Der Verbund ist mittlerweile an insgesamt 23
Standorten innerhalb
Deutschlands mit eigenen
Werken vertreten“, heißt es
bei der DBL Deutsche
Berufskleider-Leasing
GmbH (www.dbl-zentrale.de). Die Zentrale hat
ihren Sitz in Krefeld. Unter
Standorte sind die Anschriften der Mitglieder
gelistet. Auch dieses Haus
bietet branchenspezifische
Berufskleidung an. Die
jeweiligen Kittel, Latzhosen, Blusen oder Overalls
werden entsprechend der
besonderen Anforderungen
ergänzt und modifiziert. Für
den Schwerpunkt Zimmerer
werden u.a Kleidungsstücke
der Linien DBL Comfort,
DBL Comfort Color, Kansas
und Tricolor empfohlen. Zu
den besonderen Merkmalen
eines Overalls aus der Tricolor Linie gehört ein abgesteppter Schulterbereich
ebenso wie eine Vielzahl
von Taschen (natürlich
auch die klassische Zollstocktasche). Die Kansas
Latzhose besitzt u. a. ein
hohes Rückenteil und elastische (aber gummifreie)
Träger. Dass alle Kleidungs-
Abb. 4:
„An 23 Standorten in der Bundesrepublik vertreten – DBL
Deutsche-Berufskleider-Leasing “.
Quelle: DBL
Abb. 5:
„Vier Linien empfiehlt die DBL
für den Bereich Bau/Ausbau“.
Quelle: DBL
Abb. 6:
„Thermoweste und Latzhose
für das Bau- und Baunebengewerbe von MEWA“.
Quelle:MEWA
stücke aus strapazierfähigem, robustem Gewebe
bestehen und präzise verarbeitet sind, ist selbstredend.
„Und aufs Dach gehört
Zunftkleidung: Schwarze
Westen und Hosen aus
Breitcord. Die beste Nachricht: Es gibt sie auch im
Full-Service-System“, hieß
es im November 2004 in
einer Pressemitteilung der
MEWA Textil-Service AG
& CO. Management OHG
(www.mewa.de) aus Wiesbaden. Von 35 Standorten
aus beliefert das Unternehmen mittlerweile mehr als
101.000 Kunden europaweit. Auch für Firmen aus
dem, so die Formulierung,
Bau- und Baunebengewerbe, wird spezielle Berufskleidung angeboten. Zur Linie
Ideal gehören u.a. Latzhosen mit zwei aufgesetzten
Seitentaschen mit schrägem
Eingriff, Pattentaschen an
nehmen mittlerweile an
sechzehn Standorten präsent und bediente in 2003
insgesamt über 9.500 Kunden aus unterschiedlichen
Branchen. „Unter der Jacke
getragen oder solo – mit
dieser Weste sind Sie für
jede Temperatur gerüstet.
Zwei aufgesetzte Seitentaschen und eine Innentasche
sind für die praktischen
Aspekte verantwortlich, das
verlängerte Rückenteil
schützt die Nieren“, heißt
es ist der Produktbeschreibung der wattierten Weste
der Linie Men at Work. Die
Latzhose mit eingenähter
Stifttasche bzw. der größenverstellbaren Kniepolstertasche aus der Pocket Line ist
natürlich ebenso wie die
Weste auch für den Mitarbeiter auf dem Bau gut geeignet. Beide Linien wurden
speziell für die Anforderungen von Kunden aus Handwerk und Industrie entwickelt.
Anzeige
5/2006
55
Marketing
Latz und Gesäß mit Druckknöpfen, Zollstocktasche,
Rückenteil besonders hochgezogen und breit, elastische Seitenkeile sowie eine
Schrittverstärkung. Die
Weste der Linie Twinstar
der Marke boco besitzt ein
längeres Rückenteil, zwei
verstärkte Seitentaschen,
eine Brusttasche (jeweils
mit Patte und Druckknöpfen mit Kunststoffkappen)
sowie die heute schon zum
Standard gehörend Handytasche. „Jeder Mitarbeiter
wird mit mindestens drei
Garnituren ausgestattet.“
Nach eigenen Worten
gehört die Larosé Hygiene
Service GmbH (www.larose.de) aus Köln zu den
großen Anbietern von textilen Mietdienstleistungen
in Deutschland. Durch die
Übernahme regional tätiger
Häuser (etwa 1992 der
Rewatex AG, des größten
Wäscherei-VEB der ehemaligen DDR) ist das Unter-
Marketing
Abb. 7:
„Weste von Larosé“.
Quelle: Larosé
Abb. 8:
„Latzrose von Larosé“.
Quelle: Larosé
Abb. 9:
„Eingekleidet von Larosé“.
Quelle: Larosé
56
5/2006
Die ALSCO Berufskleidungs-Service GmbH
(www.alsco.de) mit Sitz in
Köln gehört zur weltweit
tätigen ALSCO Gruppe.
Berufskleidung leasen statt
kaufen lautet das Motto
unter dem das Haus seit gut
fünfzig Jahren am deutschen Markt antritt. Über
heute siebzehn Niederlassungen werden mittlerweile
rund 66.000 Kunden
betreut. Ob Klimazone, verstellbare Ärmelbreite,
Stretchträger oder Taillenzug – Bewegungsfreiheit
und ergonomische Ausstattung sind wichtige Anforderungen, die die KomfortLinie des Hauses erfüllt. Sie
ist sowohl in der klassischen
Mischung aus Polyester und
Baumwolle als auch in einer
Anfertigung aus verstärkter
Baumwolle lieferbar. „Ausgestattet werden alle Branchen und Gewerke vom 5Mann-Unternehmen bis
hin zur Großindustrie“,
schrieb das Unternehmen
in einer Pressemitteilung im
Oktober 2004.
Zentrale der Bardusch
GmbH & Co. KG
(www.bardusch.de) ist das
badenwürttembergische
Ettlingen. Das Unternehmen ist mit mehr als zweitausend Mitarbeitern einer
der Großen der Branche. Es
beliefert nach eigenen Angaben mittlerweile weltweit
über eine Million Menschen mit Berufskleidung
sowie Arbeitsschutzkleidung bzw. Artikeln der Persönlichen Schutzausrüstung. Im Bundesgebiet versorgt es seine Kunden über
fünfzehn Niederlassungen.
Das Unternehmen besitzt
nach eigenen Angaben
Mietberufskleidung „für fast
jede Branche und jeden
Anspruch“. ProWork ist der
Name jener Kollektion,
deren, wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung Ende Dezember 2005
formulierte, Bundjacken,
Bundhosen, Mäntel und
Latzhosen überall in Handwerk und Gewerbe einsetz-
Abb. 10:
„ALSCO Logo“.
Quelle: ALSCO
bar sind. Nicht vergessen:
„Bei Bardusch stehen Sie
als Kunde stets im Mittelpunkt: Jeder Kunde erhält
die Lösung, die zu ihm passt
– egal ob Bäcker oder
Autohersteller, Kiosk oder
Krankenhaus, Familienbetrieb, Einmannbetrieb oder
Großunternehmen.“
Resümee
„Zwanzig Prozent tragen
sie schon – bislang. Doch
täglich werden es mehr.
Denn Mieten statt Kaufen
erfreut sich auch bei deutschen Unternehmen steigender Nachfrage. Vor al-
lem, wenn es um Berufskleidung geht“, heißt es bei
DBL. Eine Reihe von Anbietern textiler Dienstleistungen ist am Markt. Hierbei gehören die Aspekte
Miettextilen bzw. Berufskleidungs-Leasing zum
Standard. Gründe, entsprechende Dienste anzunehmen, liegen auf der Hand:
Investitionen für Berufskleidung und Wäsche werden
gespart, Kosten für die Pflege zumeist gegenüber dem
Eigenbetrieb reduziert. Dass
heute der Service stimmt,
dafür sorgt der Wettbewerb
im Berufskleidungssektor.
■
Abb. 11:
„Lösungen, wie auf den Leib
geschneidert – Berufskleidung
von Bardusch“.
Quelle: Bardusch
Document
Kategorie
Internet
Seitenansichten
12
Dateigröße
209 KB
Tags
1/--Seiten
melden