close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Konzept-AKi - Elternverein Zwergenland eV

EinbettenHerunterladen
Konzept
Andere Kinderbetreuung (AKi)
Aktive Kids
1
Träger:
Elternverein „Zwergenland“ e.V.
Ort:
Grundschule am Griebnitzsee
Domstrasse 14b
14482 Potsdam
1.
Ausgangslage
Der Elternverein „Zwergenland“ e.V. hat als freier Träger von Kindertagesstätten vielfältige Erfahrungen
gesammelt im Bereich der Erziehung und Bildung von Kindern im Alter von 1 bis 10 Jahren. Kinderkrippe,
Kindergarten und Hort bieten den Kindern aufgrund unterschiedlicher Räume, unterschiedlicher
Standorte und pädagogischer Angebote Möglichkeiten, sich alters entsprechend zu entwickeln.
Die Bedürfnisse der Kinder verändern sich, sowohl inhaltlich als auch zeitlich. Die Kinder, speziell ab dem
10. Lebensjahr werden selbständiger, eine zunehmende Selbstbestimmung ist fest zu stellen. Sie
wünschen sich den altersadäquaten Austausch und einen Ort, um unter sich zu sein, sich zurückziehen
zu können. Sie wollen nicht bevormundet werden, brauchen aber auch Ansprechpartner.
Diesen Bedürfnissen wird der Elternverein über unsere Arbeit in der Schüleroase „Nimmerland“, dem
Hort, nicht ausreichend gerecht.
Das Konzept der gruppenoffenen Arbeit bringt mit sich, dass die älteren Kinder häufig auf die Jüngeren
Rücksicht nehmen müssen und die Fläche bietet nicht ausreichend Platz für Rückzugsmöglichkeiten.
2.
Zielgruppen
Mit dem Angebot zur „Anderen Kinderbetreuung“ erreichen wir die älteren Grundschulkinder. Sie
benötigen keine unmittelbare Betreuung, sondern zeitweise einen Aufenthaltsort, an dem sie Freunde
treffen, und jederzeit Ansprechpartner haben. Aufgrund der Berufstätigkeit der Eltern wären sie ohne die
„Andere Kinderbetreuung“ z.T. auf sich allein gestellt und würden einen großen Teil der Zeit vor dem
Computer oder Fernseher verbringen.
3.
Ziele
Wir bieten den Kindern die Gemeinschaft mit Kindern ihres Alters, räumliche Bedingungen und die
Ansprechpartner, die ihrem zunehmenden Wunsch, selbständig entscheiden und handeln zu können,
gerecht werden.
Die Kinder lernen, für sich selbst eine Tagesstruktur zu entwickeln, sich zeitlich und inhaltlich zu
organisieren- sie entscheiden, wann und wie lange sie bei den Aktiven Kids sein möchten.
Die Erzieher sind präsent für die Kinder, drängen sich nicht auf, die Kinder bestimmen ihr Tempo und den
Moment, wann sie den Erzieher beanspruchen. Die Kinder können im aufsichtsfreien Raum ihren Tag
selbst gestalten.
Es geht uns darum, die Kinder zu stärken: Selbstbewusstsein und Selbstverantwortung zu fördern, sie
konfliktfähig zu machen und ihnen beim Wissenserwerb behilflich zu sein.
Auf der Basis von Gleichberechtigung und Toleranz innerhalb der Kindergruppe können sich die Kinder
entwickeln und die Wichtigkeit gegenseitiger Rücksichtnahme und gegenseitiger Achtung erfahren.
Sie entwickeln Teamgeist, erleben Spaß in der Gemeinschaft und bauen Vertrauen auf.
2
4.
Inhalte
a) Hausaufgabenbetreuung
In der Zeit von 14 bis 15 Uhr besteht die Möglichkeit der betreuten Hausaufgaben durch die Erzieherin.
Ein gemeinsames Erarbeiten am Computer oder in der Bibliothek der Schule ist möglich. Da die Kinder
zunehmend selbständig ihre freie Zeit organisieren, können sie eigenständig entscheiden, auch
außerhalb der betreuten Hausaufgabenzeit ihre Aufgaben zu erledigen.
b) Kurse
Die Betreuer bieten im Laufe des Schuljahres Kurse zu folgenden Schwerpunkten an:
-
Sport
Musik
Darüber hinaus gibt es im Wechsel Kurse zu Themen:
Naturwissenschaften
Medien
Kreatives Tun
Die Kinder entscheiden, ob sie an diesen Kursen teilnehmen. Die „Andere Kinderbetreuung“ erhebt
nicht den Anspruch, alle Bildungsbereiche abzudecken. Anregungen der Kinder zu weiteren
Themenbereichen und Themen sind erwünscht und werden im Rahmen der Kapazitäten umgesetzt.
c) Elterninitiativen
Eine aktive Elterneinbindung, auch bei der Betreuung von Kindern und Mitgestaltung von Kursen oder
Projekten ist Bestandteil unserer Arbeit.
Derzeit engagieren sich Eltern gemeinsam mit den Kindern bei
-
Entwicklung und Entstehung eines Logos
Wandgestaltung des Flures in Anlehnung an ein Schulprojekt
Raumgestaltung und Mitwirkung am Bau eines Klettermöbels
d) Ferienbetreuung
Während der Sommerferien ist die „Andere Kinderbetreuung“ grundsätzlich geschlossen.
Der Elternverein hält ein Ferienangebot bis zu drei Wochen in der zweiten Sommerferienhälfte, zwischen
10 und 16 Uhr bereit. Das Angebot erfolgt bedarfsgerecht und ist von den Eltern gesondert zu bezahlen.
Angebote für diese Zeit werden beizeiten mit den Kindern besprochen. Sie erhalten rechtzeitig eine
Grobplanung, um sich bei Interesse für Veranstaltungen, die kostenpflichtig sind oder eine Anmeldung
erfordern, anzumelden. Die Kinder sind frei in ihrer Entscheidung, wann sie kommen und gehen.
Die Beteiligung von Eltern bei Angeboten und Aktivitäten ist erwünscht
Während der Ferienschließzeit nimmt die Erzieherin einen dreiwöchigen Urlaub. Für die Zeit der
Ferienangebote und Ferienfahrt ist sie flexibel einsetzbar.
5.
Methoden
Wir schaffen den Kindern den Freiraum, den sie benötigen, um Wünsche zu formulieren, Entscheidungen
zu treffen, selbst festzulegen, worauf sie Lust haben.
Die Kinder signalisieren ihre Bedürfnisse. Die Betreuer sind präsent, drängen sich nicht auf.
Arbeitsgemeinschaften oder Aktionen werden den Wünschen der Kinder entsprechend gemeinsam
organisiert, die Kinder sind beteiligt an der Ideenentwicklung, Vorbereitung und Umsetzung.
3
Die wöchentlichen Angebote finden in der Regel dienstags bis donnerstags von 15 -16 Uhr statt.
Die Kinder nehmen je nach Interesse an den Kursen teil. Sie entscheiden selbst, ob sie die Angebote
nutzen möchten. Einzelne Kinder kommen ausschließlich zu den Kursen.
Da einige Kurse eine begrenzte Anzahl von Kindern zulassen, sind Anmeldungen notwendig. Bei großem
Zuspruch werden Kurse mehrfach angeboten.
Die Themen der Kurse wechseln in Abständen.
Es gibt natürlich ebenso spontane Aktivitäten, die auf Anregung der Kinder passieren. Hier greifen wir
auch auf die Hilfe von qualifizierten Honorarkräften, Eltern oder Grundschullehrern zurück.
Da sich die Kinder selbständig in den Räumen oder auf dem Außengelände bewegen können, nutzen
diejenigen, die nicht an Kursen teilnehmen, alle anderen Möglichkeiten zum Spielen, Lesen, nichts tun
oder träumen.
Die Nutzung der Küche (elektrische Geräte) geschieht in Abstimmung mit der Erzieherin.
6.
Räumliche Rahmenbedingungen
Den Kindern stehen in zwei Räumen 140qm zur Verfügung.
Hier haben die Kinder die Möglichkeit, zu kochen, konzentriert zu arbeiten, kreativ zu sein und sich zu
bewegen.
Die Kinder nutzen die Räume, gemäß ihrer eigenen Struktur, jederzeit:
Raum 1
Hausaufgaben, Lesen, Spielen, „Lümmeln“- Entspannen
Küche (Kochen, Backen, Cocktails mixen, servieren)
Raum 2
Bewegung ( Kletterwand, Klettermöbel, Theater, Kicker, Dartspiel )
Kreativbereich
Entsprechend einer Kooperationsvereinbarung mit der Grundschule „Am Griebnitzsee“ und der
Schüleroase „Nimmerland“ ist die Nutzung einiger Gegebenheiten von Schule und Schüleroase nach
Absprache möglich. Die Kooperation soll den Kindern die zusätzliche Möglichkeit bieten, frei ihre
Bedürfnisse an unterschiedlichen Orten zu gestalten und auszuleben (z.B. die Nutzung von Räumen für
Theater- und Bandproben sowie Sporthalle, Computerkabinett, Bibliothek)
7.
Personelle Rahmenbedingungen
Die Kinder werden von einer staatlich anerkannten Erzieherin und einem staatlich anerkannten Erzieher
betreut. Darüber hinaus gibt es zwei FSJ-ler (soziales Jahr).
8.
Sachliche und finanzielle Rahmenbedingungen
Der Freizeittreff hat eine Öffnungszeit von 13:00 Uhr – 18:00 Uhr.
Der Freizeittreff unter der Trägerschaft des Elternvereins „Zwergenland“ ist ein Zusammenschluss von
Eltern und ErzieherInnen.
Im AKi-Angebot können bis zu 36 Kinder im Alter von 10-12 Jahren betreut werden.
Die Kinder kommen durchschnittlich an ein bis drei Tagen in der Woche, die Tage können flexibel
bestimmt werden, in Abstimmung mit den Eltern.
4
Die maximale Bereuungszeit pro Tag beträgt 4 Stunden.
Die Kinder werden von den Eltern angemeldet. Grundlage ist eine Betreuungsvereinbarung mit dem
Elternverein, die den Umfang regelt und sicherstellt, dass die Kinder während dieser Zeit versichert sind.
Die Aki – Kinder kommen und gehen selbständig, eine grundsätzliche Einverständniserklärung der Eltern
regelt dies.
Abmeldungen der Kinder erfolgen mündlich oder schriftlich durch die Eltern. Erscheint ein Kind trotz
Anmeldung nicht, informiert die Erzieherin die Eltern.
Die Kinder haben verlässliche Erzieher als Bezugspersonen.
Tagesablauf
ab 13:00 Uhr:
-Möglichkeit der Erzieherin für tagesvorbereitende Besprechungen mit
pädagogischem Personal;
bei Bedarf Elterngespräche, Spiel- und
Freizeit/Projektvorbereitungen, organisatorische Tätigkeiten
14 – 15 Uhr:
Betreuung der Hausaufgaben
15 – 16 Uhr:
Kursangebote
Während der gesamten Öffnungszeit gibt es für die Kinder die Möglichkeit, Imbiss und Getränke zu sich
zu nehmen.
Der Freizeittreff finanziert sich durch
Zuschüsse der Landeshauptstadt Potsdam gemäß des Leitfadens der Verwaltung des
Jugendamtes zur Finanzierung von „Andere Kindertagesbetreuung“ (Aki)
Pauschalbetrag der Kinder bzw. Eltern für Aufwandsentschädigungen
Projektbezuschussung
Spenden
Eigenleistungen
9.
Evaluation
Der Elternverein betreut Kinder an drei verschiedenen Standorten mit dem entsprechenden Personal.
Die jeweilige Atmosphäre mit der altersentsprechenden Umgebung bietet uns räumlich vielfältige
Möglichkeiten, gemeinsam Spaß zu haben und voneinander zu lernen.
Die Vorschüler können bei AKi Schulluft schnuppern, die Hortkinder freuen sich darauf, am Nachmittag
auch einmal bei AKi zu klettern oder zu kochen.
Es ist wichtig, dass neben den Kindern auch die Erzieher zusammenarbeiten und sich bei gemeinsamen
Teamsitzungen austauschen.
Die Leiterin ist stets Ansprechpartner und wöchentlich vor Ort, um Dinge abzustimmen und zu
besprechen.
Weiterbildungen zu den Themen
Neue Wege der Verständigung in der Pubertätsphase
Geschlechtsbewusste Arbeit mit Jungen und Mädchen
Kooperation Schule
sind geplant.
Da sich das AKi-Angebot vom Hort in Folgendem deutlich unterscheidet, ergibt sich, dass es in der
Regel preiswerter für die Eltern gestaltet werden kann.
5
-
geringere wöchentliche Anwesenheit der Kinder
flexibles Kommen und Gehen der Kinder
es gibt keine Gruppenstruktur, die Zusammensetzung der Kinder wechselt
eingeschränkte Ferienbetreuung
6
Document
Kategorie
Bildung
Seitenansichten
3
Dateigröße
122 KB
Tags
1/--Seiten
melden