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Aktuelle Verordnungstipps zum Herausnehmen
▪ Was ist bei Verordnungen auf codierten GKV- Rezeptformularen zu beachten?
Für die Verordnung auf Kassenrezept (rosa Muster 16) möchten wir auf folgende Punkte hinweisen
(diese Erläuterungen finden Sie auch in der Vordruckvereinbarung):
– Die Vordrucke sind (wie andere Vordrucke auch) vollständig, sorgfältig und leserlich auszufüllen, mit
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dem Vertragsarztstempel zu versehen und vom Vertragsarzt persönlich zu unterzeichnen. Die Unterschrift darf nicht mittels roter Farbe erfolgen.
Änderungen und Ergänzungen der Verordnung bedürfen einer erneuten Unterschrift des Arztes mit
Datumsangabe.
Bitte nur codierte Rezeptformulare mit aktuell gültiger Betriebsstättennummer (BSNR) und lebenslanger
Arztnummer (LANR) verwenden.
Wird der Stempel einer Berufsausübungsgemeinschaft, eines Versorgungszentrums o. ä. benutzt,
muss der Name des verordnenden Arztes lesbar angegeben werden (§ 37 BundesmantelvertragÄrzte).
Auf dem Arzneiverordnungsblatt können bis zu drei verschiedene Arznei- und Verbandmittel verordnet
werden. Für Arzneimittel, Impfstoffe, Teststreifen und Hilfsmittel sind jeweils getrennte Verordnungsvordrucke (Rezepte) zu verwenden.
Hilfsmittel sollten wegen möglicher Lieferverträge stets auf einem separaten Rezept verordnet werden.
Für die Verordnung von Betäubungsmitteln (BtM) auf BtM-Rezepten beachten Sie bitte die Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung (BtMVV) insbesondere:
– Jeder Arzt muss seine eigenen personenbezogenen BtM-Rezepte verwenden und selbst den Nach–
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weis über deren Verbleib führen.
Bei vorübergehender Vertretung (Urlaub, Krankheit oder anderweitige Verhinderung) ist die Übertragung von BtM-Rezepten auf einen anderen Arzt möglich. Die Rezepte müssen dann mit dem Vermerk
„In Vertretung“ bzw. „i.V.“ versehen werden und der Name und die Unterschrift des vertretenden
Arztes muss zum Praxisstempel des zu vertretenden Arztes hinzugefügt werden.
Die Angabe der Telefonnummer des Arztes und die Anschrift des Patienten sind auf der Verordnung
erforderlich.
Bei der Verordnung ist die Höchstmenge nach BtMVV (Anzahl der Wirkstoffe und/oder verordnete Menge je Wirkstoff für 30 Tage) zu beachten. Bei erforderlicher Überschreitung ist eine Rezeptkennzeichnung als Ausnahmerezept anzugeben („A“).
Die Angabe einer Gebrauchsanweisung mit Einzel- und Tagesgabe ist zwingend erforderlich, oder
der Vermerk „Gemäß schriftlicher Anweisung“, wenn dem Patienten eine solche übergeben wurde.
Eine Notfallverordnung (kleinste erforderliche Menge) ist auch auf einem normalen Rezept möglich
(Kennzeichnung „Notfallverschreibung“). Das BtM-Rezept mit der Kennzeichnung „N“ ist der ausliefernden Apotheke unverzüglich nachzureichen. Eine Notfallverschreibung für Substitutionsmittel ist nicht
möglich.
BtM-Notfallmedikamente (Analgetika/Sedativa) können als Sprechstundenbedarf ver­ordnet werden. Der Monatsbedarf des Arztes soll nicht überschritten werden.
Auf einem BtM-Rezept können neben Betäubungsmitteln auch andere Medikamente verordnet werden, z. B. notwendige Laxantien. Eine alleinige Verordnung von Nicht-BtM auf einem BtM-Rezept ist
nicht zulässig.
Die Anforderung von BtM-Rezepten erfolgt bei der Bundesopiumstelle des Bundesamtes für Arzneimittel und Medizinprodukte in Bonn (www.bfarm.de).
Weitere Hinweise zum Umgang mit codierten Kassenrezepten finden Sie in unserer gleichlautenden
Broschüre, die wir Ihnen gerne bei Bedarf zur Verfügung stellen (Telefon: 03643 559-0).
KV Thüringen – RS 10/2010 Aktuelle Verordnungstipps zum Herausnehmen
▪ Sind Kathetersets, PEG-Sets, An- und Abhängesets, Anti-MRSA-Sets verordnungsfähig?
„Sets“ enthalten in der Regel nicht verordnungsfähige Bestandteile, oder sind teurer als die Einzelkomponenten (siehe unten genannte Beispiele). Deshalb sollten Sets grundsätzlich nicht zu Lasten der Gesetz­
lichen Krankenversicherung (GKV) verordnet werden.
– Kathetersets sind grundsätzlich nicht zu Lasten der GKV verordnungsfähig. Bestandteile können jedoch
z. B. auf den Namen des Patienten bzw. über Sprechstundenbedarf verordnet werden.
Dauerkatheter:
Gleitmittel:
Antiseptika:
Tupfer: Einmalspritzen/
sterile Einmalhandschuhe:
Katheterwechsel durch den Arzt: Verordnung im Sprechstundenbedarf
ja (im Notfall und bei Erstversorgung)
ja
ja
ja
Katheterwechsel durch Patient/
Pflegedienst: Verordnung auf den Namen des Patienten
ja (bei geplantem Wechsel)
nein
ja
ja
ja
ja
Im Sprechstundenbedarf ist gleichzeitig die Verordnung von Aqua ad injectionem (als diagnostisches/
therapeutisches Arzneimittel) sowie phys. NaCl (für Notfälle und zur Sofortanwendung) möglich.
– Anti-MRSA – Sets (MRSA = Methicillinresistenter Staphylococcus aureus) enthalten z. B. folgende nicht
verordnungsfähige Bestandteile:
▪ antimikrobielle Waschlotion,
▪ desinfizierende Mundspülung,
▪ Hautdesinfektionsmittel,
▪ Tücher für die Flächendesinfektion.
Eine Verordnung dieser nicht apothekenpflichtigen Einzelkomponenten ist zu Lasten der GKV nicht zulässig.
– An- und Abhängesets
Abhängesets sind grundsätzlich nicht zu Lasten der GKV verordnungsfähig. Einzelkomponenten des
Abhängesets können Sie z. B. wie folgt verordnen:
▪ Einmalspritze, steril
▪ Kombi-Stopper, steril als Hilfsmittel, Ziffer „7“ auf Muster 16 markieren
▪ Einmalkanüle, steril
▪ Mullkompressen, steril
als Verbandmittel
Im Set enthaltene unsterile Handschuhe können nicht zu Lasten der GKV verordnet werden.
– Anhängesets sind grundsätzlich nicht zu Lasten der GKV verordnungsfähig. Folgende Einzelkomponen-
ten können Sie z. B. verordnen:
▪ Spritzen, steril
als Hilfsmittel, Ziffer „7“ markieren
▪ Kanülen, steril
▪ Mullkompressen, steril
als Verbandmittel
Die unsterilen Handschuhe und das sterile Abdecktuch sind nicht zu Lasten der GKV verordnungs-
fähig.
– PEG – Verbandwechselsets bestehen z. B. aus folgenden Einzelkomponenten:
▪
▪
▪
Peha-Schlitzkompressen,
sterile Mullkompressen,
Fixomull-Stretch.
Diese Einzelkomponenten sind verordnungsfähige Verbandmittel. Jedoch beträgt der Preis des Sets
in der Regel ca. das 5-fache des Preises der Einzelkomponenten. Werden bei einer Daueranwendung
am Patienten Verbandstoffe über einen längeren Zeitraum benötigt, ist ein Vergleich der entstehenden
Kosten bei Verordnung von Verbandwechselsets oder den jeweiligen Einzelbestandteilen notwendig,
um wirtschaftlich zu verordnen. Werden nur wenige Verbandwechselsets benötigt, kann die Verordnung
dieser kostengünstiger als größere Packungen der Einzelbestandteile sein.
KV Thüringen – RS 10/2010 
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