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02 Was ist Datenschutz - Eidgenössischer Datenschutz- und

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02 / Datenschutz
Referat „Was ist Datenschutz?“
Lehrerinformation
1/5
Arbeitsauftrag
Was ist eigentlich Datenschutz? Erläuterung des Begriffs. Aufzeigen von klassischen und
aktuellen Datenschutz-Fragestellungen (Google Street View/meinprof.ch/Facebook)
Ein Arbeitsblatt rundet das Referat ab.
Referat mitverfolgen und Arbeitsblatt lösen
Ziel
Die Sch’ erfahren, was Datenschutz ist und lernen die wichtigsten Begriffe und Grundsätze
kennen. Sie lernen ihre Rechte und Pflichten kennen.
Material
Referatsvorlage
Arbeitsblatt
Sozialform
Plenum
EA
Zeit
30’
Zusätzliche
Informationen:

Die offizielle Website des Eidgenössischen Datenschutz- und
Öffentlichkeitsbeauftragten www.derbeauftragte.ch, liefert umfangreiche
Informationen und Stellungnahmen zu Datenschutz, Persönlichkeitsschutz und
den damit verbundenen Problemfeldern. Ebenfalls sind alle wichtigen
Konfliktfelder aufgelistet und klar umschrieben (z. B.: soziale Internetplattformen,
Chat, Umgang mit Personendaten etc.).

Zusatztext: „Der allumfassende Nacktscanner“ Südkurier 24.2.2010
Weitere Informationen:

Facebook/Soziale Netzwerke:
www.edoeb.admin.ch/themen/00794/01124/01254/index.html?lang=de#sprung
marke0_13

Google Street View:
www.edoeb.admin.ch/themen/00794/01124/01595/index.html?lang=de

Datenbeschaffung zu Werbezwecken:
www.edoeb.admin.ch/themen/00794/01182/index.html?lang=de
02 / Datenschutz
Referat „Was ist Datenschutz?“
Arbeitsblatt
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Aufgabe:
Du hast das Referat zum Thema „Datenschutz“ mitverfolgt. Versuche nun, die folgenden
Fragen zu beantworten. Nimm hierfür deine Notizen zur Hilfe.
Arbeitsblatt „Was ist Datenschutz?“
1. Was ist die eigentliche Aufgabe des Datenschutzes? Formuliere in einem
Satz!
2. Was sind besonders schützenswerte Daten?
3. Frau Rüdisüli wird von einem Kollegen angesprochen: „He, an der letzten Party in der Mehrzweckhalle
hast du aber recht Gas gegeben!“ Frau Rüdisüli ist sehr erstaunt: „Woher willst du dies jetzt wissen?“
Der Kollege kontert: „Auf dem Facebook-Profil eines Freundes habe ich dich entdeckt!“ Wo ist hier das
Datenschutz-Problem?
4. Welches ist eines der Hauptprobleme des Datenschutzes in der heutigen Zeit?
5. Du öffnest die Zeitung und traust deinen Augen nicht. Bei einem Artikel zum Thema Jugend und
Alkoholkonsum bist du auf einem Foto abgebildet. Es zeigt dich in Grossaufnahme während einer Party
mit einem Bier in der Hand. Der Fotograf hat dich nicht gefragt, ob er das Bild veröffentlichen darf.
Was denkst du zu diesem Beispiel? Ist das Foto legal abgedruckt worden?
02 / Datenschutz
Referat „Was ist Datenschutz?“
Lösung
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Lösung:
Mögliche Lösungsansätze und Antworten für das Arbeitsblatt.
1. Welches ist die eigentliche Aufgabe des Datenschutzes? Formuliere in einem Satz!
Das erste Ziel des Datenschutzes muss sein, das informationelle Selbstbestimmungsrecht des
Menschen zu verteidigen, und zwar so, dass nur so viele persönliche Daten wie nötig gesammelt
und bearbeitet werden, und dass man als betroffene Person auch die Möglichkeit hat, die
Bearbeitung der Daten über sich so weit wie möglich zu kontrollieren und notfalls zu verhindern.
2. Gibt es besonders schützenswerte Daten? Wenn ja – welche sind diese?
Ja! Die folgenden Personendaten gelten als besonders schützenswert:
 die religiösen, weltanschaulichen, politischen oder gewerkschaftlichen Ansichten oder
Tätigkeiten,
 die Gesundheit, die Intimsphäre oder die Rassenzugehörigkeit,
 Massnahmen der sozialen Hilfe,
 administrative oder strafrechtliche Verfolgungen und Sanktionen;
Diese Daten sind besonders schützenswert, da sie Vorurteile, Mobbing, Diskriminierung oder eine
unsachliche, nicht objektive Beurteilung eines Menschen zulassen. Dies könnte zu Schwierigkeiten am
Arbeitsplatz, bei der Stellensuche oder bei der Suche nach einer neuen Wohnung führen.
3. Frau Rüdisüli wird von einem Kollegen angesprochen: „He, an der letzten Party in der Mehrzweckhalle
hast du aber recht Gas gegeben!“ Frau Rüdisüli ist sehr erstaunt: „Woher willst du dies jetzt wissen?“
Der Kollege kontert: „Auf dem Facebook-Profil eines Freundes habe ich dich entdeckt!“ Wo ist hier das
Datenschutz-Problem?
Über die sozialen Netzwerke werden Fotos veröffentlicht, ohne dass die einzelnen Personen von der
Veröffentlichung etwas mitbekommen. Dies kann für diese Drittperson eine erhebliche Verletzung der
Privatsphäre bedeuten.
4. Welches ist eines der Hauptprobleme des Datenschutzes in der heutigen Zeit?
Die Computersysteme und das Internet wachsen und entwickeln sich enorm schnell. Dies ermöglicht den
einfach Umgang mit Personendaten, das Bilden von Personenprofilen oder das schnelle und zielgerichtete
Durchforsten des Internets nach Personeninformationen. Zudem speichern die Anbieter von
Internetportalen eine Unmenge von Informationen ohne das Wissen der Verwender (z.B.: die Dauer des
Aufenthalts auf einer Website, die IP-Adresse (Computeradresse) des Verwenders etc.).
5. Du öffnest die Zeitung und traust deinen Augen nicht. Bei einem Artikel zum Thema Jugend und
Alkoholkonsum bist du auf einem Foto abgebildet. Das Foto zeigt dich in Grossaufnahme während
einer Party mit einem Bier in der Hand. Der Fotograf hat dich nicht gefragt, ob er das Bild
veröffentlichen darf. Was denkst du zu diesem Beispiel? Ist das Foto legal abgedruckt worden?
Das Persönlichkeitsrecht der abgebildeten Person wurde verletzt. Jeder Mensch hat das Recht an seinem
Bild und darf grundsätzlich bestimmen, wo dieses abgebildet sein darf. Der Fotograf hätte das Foto also
nur mit der Einwilligung der abgebildeten Person publizieren dürfen.
02 / Datenschutz
Referat „Was ist Datenschutz?“
Information für die Lehrperson
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Information:
Hintergrundinformation für die Lehrperson
Was kann man sich unter Datenschutz vorstellen? Wozu braucht es Datenschutz?
Personendaten sind ein wertvolles Gut. Diese Aussage kann man zweifach verstehen: Einerseits sind sie es in
materieller Hinsicht, weil die Unternehmen ein grosses wirtschaftliches Interesse daran haben. Mit Hilfe
möglichst vieler möglichst detaillierter Daten können sie das Konsumverhalten der einzelnen Personen sehr
genau nachzeichnen und etwa ihre Werbestrategien gezielt ausgestalten und umsetzen. Sie können ganze
Persönlichkeitsprofile von Einzelpersonen zeichnen, d. h, sie können in Erfahrung bringen, welches Auto
jemand fährt, welche Bücher er liest, welche Musik er hört, wie viel er für Kleider, Wohnung, Versicherungen
oder Ferien ausgibt, welche Reiseziele er bevorzugt etc. Auf diese Weise können die Konsumenten nach
bestimmten Kriterien in Zielgruppen eingeteilt werden. Zudem können die Unternehmen in Erfahrung bringen,
ob ein Kunde ein guter oder schlechter Zahler ist. All das geschieht wohlgemerkt zum grössten Teil ohne dass
die meisten Menschen dies mitbekommen würden. Da kann es natürlich auch zu fragwürdigen
Vorkommnissen oder gar zu Missbräuchen kommen, ohne dass man etwas dagegen tun kann, weil man
ahnungslos ist.
Personendaten sind also nicht nur in materieller, sondern auch in ideeller Hinsicht ein wertvolles Gut, weil es
in einer demokratischen und rechtsstaatlichen Gesellschaft nicht angeht, dass der Mensch die Kontrolle über
die Verwendung von Daten, die ihn betreffen, verliert. Das sogenannte informationelle
Selbstbestimmungsrecht bildet einen wichtigen Grundsatz unserer gesellschaftlichen Ordnung. Das bedeutet,
jeder Mensch soll so weit wie nur möglich selber darüber bestimmen können, welche Informationen über ihn
wann, wo und wem bekannt gegeben werden. Das betrifft nicht nur die wirtschaftliche Seite; auch die
staatlichen Institutionen sind an Personendaten interessiert – man denke etwa an den Krieg gegen den
internationalen Terrorismus oder die Bekämpfung der organisierten Kriminalität, aber auch an die
Anstrengungen, die Gesundheitskosten zu senken.
Vereinfacht ausgedrückt könnte man sagen: Das erste Ziel des Datenschutzes muss sein, das informationelle
Selbstbestimmungsrecht des Menschen zu verteidigen. Diese Aufgabe ist nicht immer einfach, da es zum Teil
auch legitime Interessen geben kann, die dieses Selbstbestimmungsrecht einschränken, so etwa bei
polizeilichen Ermittlungen. Der Datenschutz soll gewährleisten, dass in jedem Fall die Verhältnismässigkeit
beachtet wird, dass also immer nur so viele persönliche Daten wie nötig gesammelt und bearbeitet werden,
und dass man als betroffene Person auch die Möglichkeit hat, die Bearbeitung der Daten über sich so weit wie
möglich zu kontrollieren und notfalls zu verhindern. Daher ist es unabdingbar, dass man als betroffene Person
über die Möglichkeit verfügt, von den Inhabern von Datensammlungen Rechenschaft darüber zu erhalten,
welche Daten über einen bearbeitet werden. Zu diesem Zweck sieht das Datenschutzgesetz ein Auskunftsrecht
vor, das bei den Inhabern von Datensammlungen geltend gemacht werden kann.
Quelle: www.edoeb.admin.ch/dokumentation/00612/00653/00661/index.html?lang=de
02 / Datenschutz
Referat „Was ist Datenschutz?“
Information für die Lehrperson
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