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17 erwärmt, um die Rohroxydase zu zerstören, was, wie die durch

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Physiologie, B i o l o g i e , A n a t o m i e u.
Morphologie.
17
erwärmt, um die R o h r o x y d a s e zu zerstören, was, wie die durch
Spuren v o n Kupfersulfat in ihrer Empfindlichkeit bedeutend g e ­
steigerte Guajakreaction nachwies, völlig gelang.
Darauf färbte
sie sich schon mit sehr kleinen Mengen Guajakwasserstoffsuperoxyd
dunkelblau.
Mit Kalkmilch bis zur schwach alkalischen Reaction
behandelt und abfiltrirt, zeigte der Saft dieselbe Reaction noch
bei 90°, aber nicht mehr bei 9 5 ° .
D e r auf 6 0 ° erwärmte frische Rohrsaft wurde schnell durch
W a t t e filtrirt und in viel A l k o h o l gegossen. D a s Filtrat zeigte
nun keine G . - W . * ) - R e a c t i o n mehr.
D e r dunkle Niederschlag wurde
in wenig W a s s e r gelöst, abfiltrirt, in dreifache M e n g e A l e . abs.
gegossen und schliesslich durch wiederholtes Auflösen ein weisses
amorphes P u l v e r erhalten, das leicht in Wasser und G l y c e r i n lös­
lich w a r ; die Lösungen zeigten die G . - W . - R e a c t i o n . M i l l o n ' s c h e s
Reagens oder Vanillin-Schwefelsäure g e b e n keine Reaction, also
handelt es sich um kein Albumin. Eine Chloroform enthaltende
wässerige L ö s u n g übt auf l ° / o Stärkekleister keine diastatische
W i r k u n g aus.
Identificiren liess sich der besprochene Inhaltskörper
des
Leptoms mit keiner bekannten V e r b i n d u n g ; seine Reactionsfähigkeit
ähnelt am meisten der Hämoglobinreaction.
Verf. schlägt den
Namen L e p t o m i n v o r . Z u erwähnen wäre noch die tief violette
Farbe bei Behandlung der Schnitte mit a-Naphtol und Wasserstoff­
superoxyd.
In den verschiedenen Organen
der untersuchten Pflanzen
konnte Verf. keine ausgeprägte Differenz in der Leptominmenge
Blättern,
Blumenblättern,
bemerken, er fand es in Stengeln,
Früchten, Samen und tief wachsenden W u r z e l n . In den längere
Zeit ruhenden, ausgetrockneten, aber n o c h keimfähigen Samen ver­
schwindet es bis auf Spuren, so bei Reis und
Zizyphus.
Bei den Apocynaceen,
Asclepiadaceen
und Moraceen
ist L e p ­
tomin in den Siebtheilen, w i e in den Milchröhren in grosser Menge
vorhanden; bei Carica Papaya
zeigten die Milchröhren eine stärkere
Reaction als die Siebtheile, bei Euphorbia
Tirucalli
und einer
anderen stacheligen, baumartigen Euphorbia
reagirt der Milchsaft
enorm stark, dagegen trat in den Siebröhren keine G . - W . - R e a c t i o n
ein. Bei einer in Westjava viel cultivirten Cucurbita
unterbleibt
häufig in den weitlumigen Siebröhren die Reaction, während die
an die Markhöhle angrenzenden Zellen sich sehr stark färben.
U e b e i h a u p t fand Verf. einen grossen Leptominreichthum in den
an Intercellularräumen reichen Parenchymen, so bei Najas sp., in
der Wurzelrinde des Acanthus
ilicifolius,
im A e r e n c h y m einer
Jussiea.
E b e n s o färben sich die Durchlasszellen bei stark ent­
wickelten Schutzscheiden, sowie die Zellgruppen, welche die B r ü c k e
bilden zwischen den Durchlasszellen und den einzelnen L e p t o m gruppen, so bei Phalaenopsis amabilis, Rhynchostylis
retusa,
Aeranthus virens, namentlich aber Renanthera
moschifera.
A u c h die
Lenticellen v o n Brugiera
eriopetala und Caesalpinia
pulcherrima
*)
GuajakwaBseratoffsuperoxyd.
Boten. Centralbl. Bd. LXXV. 1898.
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Gesundheitswesen
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