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KAUFBEURER TAGBLATT | NEUGABLONZER NACHRICHTEN
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A llgäuer Zeitung
Achtung Zeitumstellung
Sonntagnacht werden die Uhren
wieder eine Stunde zurückgestellt
Panorama
SAMSTAG/SONNTAG, 25./26. OKTOBER 2014
NR. 246
Schild(er)bürgerstreich
Autobahntafeln stecken
immer noch in der Sackgasse
Allgäu Rundschau
Regenschauer, 15 Grad
Tief lenkt teilweise
Regenwolken heran
Wetter
www.all-in.de
PREIS ¤ 1,90
Blickpunkt Lokales
Im Herbst des Hundelebens
Wie Herrchen ihre vierbeinigen
Freunde beim Älterwerden unterstützen können, erklärt die Kaufbeurer Tierärztin Dr. Alexandra
Schümann.
»Seite 35
Kommentar
VON DETLEF DREWES
» dr@augsburger-allgemeine.de
Kampf gegen den Islamischen Staat
Jeder für sich und
gegen das Klima
Was macht die
Terroristen so stark?
D
Warum auch die deutsche Politik
jetzt handeln muss » Leitartikel
Weshalb die Milizen bislang nicht
gestoppt werden konnten » Politik
Schießerei
an US-Schule
Zwei Tote, mehrere
Schwerverletzte
Seattle Ein Schüler hat bei einem
Amoklauf an einer High School bei
Seattle (US-Staat Washington) einen
Menschen erschossen und sich anschließend selbst getötet. Drei
schwer verletzte junge Leute wurden in ein Krankenhaus gebracht
und dort notoperiert. Sie hätten
Kopfwunden und befänden sich in
kritischem Zustand, sagten Ärzte
am Freitag. Ein weiterer Schüler sei
leicht verletzt worden.
„Der Schütze war ein Schüler“,
erklärte ein Polizeioffizier in Marysville. Die Motive hinter dem Verbrechen seien völlig unklar. Auch
der genaue Tathergang stand Stunden nach dem Verbrechen noch
nicht fest.
Der TV-Sender CNN berichtete,
es handle sich bei dem Schützen um
einen Jungen. Er sei in der 9. Klasse
und damit etwa 14 Jahre alt gewesen. TV-Sender zeigten Bilder von
Schülern, die aus dem Gebäude
rannten oder von der Polizei ins
Freie geführt wurden. Die Schüsse
seien in der Kantine der Schule gefallen, berichteten Augenzeugen,
die auch von chaotischen und panikartigen Szenen sprachen. (dpa)
Polizistenmord:
Gericht kriegt Ärger
Augsburg Im Polizistenmord-Prozess drohen dem Landgericht Augsburg Schwierigkeiten. Adam Ahmed, Verteidiger des mutmaßlichen
Mörders Raimund M., plant weitere
Beschwerden. Der Anwalt kritisiert
den aus seiner Sicht allzu laxen Umgang mit dem Mordurteil gegen M.s
Bruder Rudolf Rebarczyk. Das
schriftliche Urteil wurde 51 Mal gedruckt und gebunden. Aus dienstlichen Gründen, wie es vom Landgericht heißt. Wer alles das Urteil erhalten hat, kann oder will das Gericht nicht sagen. Für Verteidiger
Ahmed kommt das Binden der Urteile einer Trophäe gleich. Er geht
zudem davon aus, dass die Polizei
mindestens ein Exemplar erhalten
habe. Das sei rechtswidrig, so Ahmed. (hogs)
»Bayern
Klimaschutz kommt langsamer voran
EU-Gipfel Deutschland muss seine Forderungen zurückschrauben. CO2-Ausstoß wird bis 2030
um 40 Prozent reduziert. Kritiker empfinden die Beschlüsse als zu lasch
Brüssel Europa beansprucht für sich
eine globale Führungsrolle in der
Klimapolitik – auch wenn es hinter
früheren ambitionierten Zielen zurückbleibt. Die 28 EU-Staaten einigten sich beim Gipfel in Brüssel
nach zähen Verhandlungen auf drei
langfristige Vorgaben für das Jahr
2030 beim Klimakiller Kohlendioxid (CO2) sowie bei Energiesparen
und Ökoenergie-Anteil.
Europa verdoppele seine Anstrengungen, betonte der scheidende EU-Kommissionschef José Manuel Barroso. Von Umweltschützern kam massive Kritik, die Ziele
seien zu lasch. Eine europäische Klima-Einigung galt als Voraussetzung
für einen Erfolg des Weltklimagipfels Ende 2015 in Paris. Zuvor müssen die Teilnehmer wie die USA und
China ihre Positionen festlegen.
EU-Klimakommissarin Connie
Hedegaard verteidigte das Klimapaket mit der Reduzierung des
CO2-Ausstoßes als ehrgeizig. „Sich
auf 40 Prozent festzulegen, ohne
Gewissheit, was unsere Wettbewerber tun, das ist kein kleiner Schritt,
sondern ein großer“, sagte sie. Sie
hoffe, „dass Peking und Washington
dieses Signal wahrnehmen“. UNGeneralsekretär Ban Ki Moon ließ
mitteilen, Europa sei Vorreiter und
setze „neue Standards für die Klimaanstrengungen für alle Länder“.
Deutschland hatte noch höhere
Klimaschutz-Ziele gefordert. Man
werde bei dem Ziel, den Anteil der
erneuerbaren Energien zu steigern,
„definitiv mehr machen“, sagte
Bundeskanzlerin Merkel (CDU)
hernach. Schon jetzt liege die Bundesrepublik bei 25 Prozent. Der
Gipfel beschloss 27 Prozent.
Kritik kam von der Industrie,
aber auch von Umweltschützern.
Der Bundesverband der Deutschen
Industrie (BDI) warnte vor allzu
strengen Auflagen. Die Politik dürfe
Unternehmen keine neuen Klimalasten aufbürden, „die internationale Wettbewerber nicht zu tragen haben“. Die klimapolitische Sprecherin der Grünen, Annalena Baerbock,
sprach von einem schwarzen Tag
für den Klimaschutz. Die Naturschutzorganisation WWF kritisierte, Europa sei „vom Vorreiter zur
Gipfel-Ergebnisse zum Klimaschutz
Bisher hatte die EU die Ziele ihrer Klimapolitik bis zum Jahr 2020 festgelegt. Jetzt haben die Mitgliedstaaten
ihre Zielmarken für 2030 gesetzt.
● Treibhausgase Bis 2020 soll der
Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase um 20 Prozent verringert
werden im Vergleich zum Jahr 1990.
Das verbindliche Ziel für 2030 heißt
jetzt Reduzierung auf insgesamt
„mindestens“ 40 Prozent.
● Erneuerbare Energien und Ener-
giesparen Den Anteil der Erneuerbaren wie Sonnen-, Wind- und Wasserkraft an der Energieerzeugung
soll bis 2030 auf mindestens 27 Prozent gesteigert werden. Außerdem
will die EU den Energieverbrauch um
ebenfalls mindestens 27 Prozent erreichen – verbindlich ist das aber nicht.
● Ausnahmen Arme EU-Staaten in
Osteuropa bekommen Hilfen für die
Modernisierung ihrer auf Kohle gestützten Energiewirtschaft. (afp)
Kein Herz für kleinen Muhammet
Medizin Eltern kämpfen vorerst vergeblich um rettende Operation
Gießen Die Uniklinik Gießen muss
einen herzkranken Jungen mit
schwerer Hirnschädigung nicht auf
die Warteliste für ein Spenderorgan
setzen. Das hat das Landgericht
Gießen am Freitag nach einem monatelangen Streit mit den Eltern des
Kindes entschieden. Die Überlebenschancen Muhammets bei einer
Operation seien zu gering, sagen die
Ärzte. Der Anwalt der Eltern will
weitere Rechtsmittel einlegen.
Die Eltern waren mit ihrem Sohn
zur Behandlung aus der Türkei nach
Deutschland gekommen. 400 000
Euro Spenden hatten sie zuvor in
der Türkei gesammelt: die Kosten
des Eingriffs. Kurz vor der Abreise
Ende März erlitt das Kind einen
Herzstillstand. In Gießen stellten
die Ärzte die Hirnschädigung fest.
Die Einschätzung der Mediziner
sei nicht zu beanstanden. So hieß es
jetzt im Gerichtsbeschluss, der sich
aufs Transplantationsgesetz stützt.
Kritiker warfen dem Klinikum Diskriminierung Behinderter vor.
Auch in dieser Frage gab das Gericht der Klinik Rückendeckung:
Nicht die Behinderung selbst, sondern das damit verbundene Risiko
begründe die Entscheidung.
Der Sprecher des Uniklinikums
sagte, man sehe sich „vollumfänglich“ bestätigt. Die Klinik werde
Sennur und Yavuz Dönmez, die Eltern
Foto: dpa
des kleinen Muhammet.
jetzt auf die Eltern zugehen und die
verbleibenden Behandlungsmöglichkeiten besprechen. Die Eltern
hatten sich mit der Klinik zunächst
auf einen Zwischenvergleich geeinigt. Demnach bekamen sie vier
Wochen Zeit, eine andere Klinik für
ihren Sohn zu finden. (dpa)
lahmen Ente“ geworden. Der Bund
für Umwelt und Naturschutz
Deutschland bemängelte, Europa
hätte seine Emissionen bis 2030 um
mindestens 60 Prozent reduzieren
müssen, um einen Beitrag zur Verhinderung der globalen Erwärmung
über zwei Grad zu leisten.
Vor allem Großbritannien und
Polen hatten sich gegen höhere Ziele
gewehrt. Der britische Premier Cameron verweigerte sich einem höheren Ziel beim Stromsparen. Jetzt soll
2020 nochmals geprüft werden, ob
statt des ohnehin unverbindlichen
Kompromisses von 27 auch 30 Prozent möglich sind. Die wirtschaftlich schwächeren Länder setzten
eine finanzielle Unterstützung beim
CO2-Sparen durch. Sie erhalten
Geld aus dem Emissionshandel, um
ihre Energiesysteme zu modernisieren. Außerdem dürfen sie über das
Jahr 2020 hinaus kostenlose Verschmutzungsrechte an Kraftwerke
verteilen. Dies hatte vor allem Polen
gefordert, das noch stark auf Kohle
setzt. Beim Emissionshandel müssen Unternehmen Rechte zum Ausstoß von CO2 vorweisen. (dpa,
afp)
»Kommentar, Politik
Ebola-Infizierte
in USA geheilt
Washington/New York Die beiden
mit dem Ebola-Virus infizierten
US-Krankenschwestern sind geheilt. Nina Pham konnte die Klinik
der Nationalen Gesundheitsinstitute
in einem Vorort von Washington am
Freitag verlassen. Amber Vinson
war laut ihrer Familie bereits am
Mittwoch für virenfrei erklärt worden, nun bestätigte das Krankenhaus in Atlanta diesen Befund.
Pham und Vinson hatten sich angesteckt, als sie einen Ebola-Patienten
in einem Krankenhaus gepflegt hatten. Unterdessen hat die Ebola-Epidemie New York erreicht. Ein Arzt,
der in Guinea Ebola-Patienten behandelt hatte, wurde positiv auf das
tödliche Virus getestet. Auch aus
Mali wurde ein erster Ebola-Fall gemeldet. (afp)
»Panorama
ieses Brüsseler Gipfeltreffen
war eine Lehrstunde in europäischer Wirklichkeit. Natürlich
haben die Umweltschützer recht,
wenn sie die eklatante Lücke zwischen den Notwendigkeiten des
Klimaschutzes und der Realität des
Ergebnisses anprangern. Aber 28
Staats- und Regierungschefs denken
gleichzeitig an ihren Geldbeutel,
an die Probleme der Wirtschaft, an
die Gefahr wegbrechender Jobs.
In Brüssel mussten auch die ambitionierten Staatenlenker feststellen, dass es ohne eigenes Zurückstecken gar kein Ergebnis geben würde. Was herauskam, war nicht so
gut, wie es hätte sein müssen. Aber
eben auch nicht so schlecht, wie zu
befürchten war.
Wirklich mies ist der Tabubruch,
den sich die 28 Chefs demokratisch
gewählter Regierungen erlaubten,
als sie sich mit einem Verfahrenstrick die Oberhoheit über den weiteren Fortgang des Klimaschutzes
sicherten und damit das Parlament
und ihre eigenen Fachminister de
facto entmündigten. Das festigt dieses fatale Bild von einer Runde, die
Mitbestimmung nicht zulassen will,
weil sie das in einer Demokratie
übliche Hinterfragen und Streiten
fürchtet. Wenn Europa, wie vom
Gipfel beansprucht, wirklich Vorbild in Sachen Klimaschutz sein
will, hätten die 28 nicht um möglichst niedrige, sondern um möglichst hohe Ziele ringen müssen.
Heute in Ihrer Zeitung
Karstadt-Mitarbeiter zittern
Zwar wird in Bayern kein KarstadtHaus geschlossen, aber die Mitarbeiter müssen weiter um ihre Jobs
fürchten.
»Wirtschaft
Neue Zeiten für Pflanzen
Wegen der Klimaerwärmung beginnen Frühjahr, Sommer und Herbst
für Pflanzen immer zeitiger. Der
Winter ist kürzer. Das bleibt nicht
ohne Folgen. Wir erklären, warum
die Hasel und andere Pflanzen
jetzt früher blühen.
»Bayern
Kontakt
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redaktion@azv.de, Fax (0831) 206-123
Lokales Tel. (08341) 8096-41, Fax -55
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