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M4 Wer isst was? - Schulische Gewaltprävention

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3 . L E R N F E L D E R U N D A N SAT Z P U N K T E
Lehrer,Eltern
Unterricht
M4 Wer isst was?
•Welche Kulturen sind hier versammelt?
•Woran kann man dies erkennen?
•Wann und wie drücken sich spezifische Zugehörigkeiten in Kleidung, Haltung usw. aus?
•Was sagt der Haarschnitt (die Haartracht),
die Kleidung, die Bewegung über die jeweiligen Traditionen und Werte einer Kultur
aus?
Handbuch – Gewaltprävention II
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M5 Wer kommt woher?
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Kopfbedeckungen bieten nicht nur Schutz, sie
signalisieren auch Zugehörigkeiten.
• Welche Zugehörigkeiten werden durch diese
Kopfbedeckungen ausgedrückt?
•Woran kann man dies genau erkennen?
•Welche Kopfbedeckung trägst du?
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M6 Was ist typisch deutsch?
7. Was ist für dich typisch deutsch?
1. Was schätzt du an der deutschen Kultur?
8. Was wird in anderen Ländern (z.B. Frankreich
oder Japan) als typisch deutsch gesehen?
2. Ein Symbol für die deutsche Kultur:
9. Ein Deutscher/eine Deutsche, den/die du
verehrst:
10. Was ist ein „typisch deutsches“ Lied:
3. Was mögen „die Deutschen“?
4.Was mögen „die Deutschen“ überhaupt
nicht?
11.Was unterscheidet „die Deutschen“ von
anderen Nationen/Kulturen?
5. Wovor haben „die Deutschen“ Angst?
12. Was empfindest du bei diesem Bild?
6.Was ist „den Deutschen“ besonders wichtig?
Handbuch – Gewaltprävention II
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M7 Culture Counts: Kulturprofil
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Eine Umfrage
1.Welche Sprachen sprechen Sie?
13.Eine Situation, in der Sie sich einmal besonders fremd gefühlt haben?
2.Was ist Ihre bevorzugte Speise und Küche
und bei welchen Gelegenheiten?
14.Eine Situation, in der Sie sich besonders
glücklich gefühlt haben?
3.Welche Art von Musik hören Sie?
15.Was sind die wichtigsten kulturellen Werte
in Ihrem Leben?
4.Welche Art von Filmen und Theaterstücken
bevorzugen Sie?
5.Ihre wichtigsten Feste innerhalb eines
Jahres?
6.Welche Spiele spielen Sie gerne (mit Freunden oder Familie)?
16.Wie entsteht wahre Toleranz gegenüber
Andersartigkeit?
17.Wofür engagieren Sie sich, beruflich oder
privat?
www.culture-counts.de
7.Was verbinden Sie mit folgenden Farben?
Rot:
Weiß:
Schwarz:
8.Wie wichtig ist Religion/Spiritualität für
Sie?
9.Welche anderen Nationalitäten, Religionen, Hautfarben haben Ihre Partner und
Freunde?
10.Ein kulturelles Missverständnis, an das Sie
sich erinnern? (Der berühmte Fettnapf ...)
11.Wenn Sie aus Ihrem Haushalt (bei einer
Naturkatastrophe) nur einen Gegenstand
retten dürften, welchen würden Sie wählen?
12.Welche Gewohnheiten gefallen Ihnen an
Menschen Ihrer Kultur, was nervt Sie?
Handbuch – Gewaltprävention II
•Führe fünf Interviews anhand des Fragebogens und notiere die Aussagen.
• Die Antworten können auf Wandzeitungen
übertragen und ausgewertet werden.
• Welches Bild vermitteln sie?
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M8 Weite Hosen oder Rasta-Haare?
Eigentlich sollte man meinen, dass eine Diskothek ein Ort ist, wo alle Menschen, egal welcher Kleidung oder Hautfarbe, hingehen und
Spaß haben dürfen.
Leider ist das in unserer Disco „Kulturfabrik“
nicht der Fall, was mein Freund und ich mal
wieder feststellen mussten. Nicht nur, dass
man sich von den Türstehern von oben bis unten „anglotzen“ lassen muss, nein, man wird
auch ohne Begründung („gibt keinen Grund“)
mit der Aussage „da kommst du nicht rein“
wieder weggeschickt. Nun stellt sich hier die
Frage, ob denen die weiten Hosen meines
Freundes oder seine Rasta-Haare nicht gefallen haben oder ob sie einfach mal wieder ihre
Position als Türsteher ausnutzen mussten. Das
letzte Mal, als ich diese Einrichtung betreten
wollte, musste ich mitansehen, wie ein dunkelhäutiger Mann keinen Zutritt bekam und
vergangene Woche wurde ein Securityman auf
der Oberstufenparty gewalttätig, als jemand
Handbuch – Gewaltprävention II
nach einem solchen Vorfall nicht sofort gehen
wollte und nach einer Begründung verlangte.
Der Spruch: „Dein Gesicht gefällt mir nicht“
dürfte einigen nicht unbekannt sein.
Ich für meinen Teil werde aus diesen Erfahrungen meine Konsequenzen ziehen und ...
U. S., Reutlingen. Leserbrief im Reutlinger Generalanzeiger vom 2.1.2001.
•Kennst du solche Vorfälle?
• Was denkst du darüber?
•Warum kommt so etwas vor?
•Wie könnten sich Betroffene, wie „Zuschauer“
in der Situation verhalten?
•Welche Konsequenzen wird der Leserbriefschreiber vermutlich ziehen?
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M9 Zu welcher Gruppe gehörst du?
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Jede Person hat – ob sie es will oder nicht –
vielfältige Zugehörigkeiten. Zu welcher Gruppe
gehörst du?
Kontinent: Nation:
Land:
Region:
Ort/Stadt:
Religion:
Sprache:
Geschlecht:
Altersgruppe:
Lieblingssport:
Lieblingsmusik:
Haarfarbe:
Hobby:
Menschen werden nach vielen unterschiedlichen
Kategorien in Gruppen unterteilt (wie Klassenzugehörigkeit, Geschlecht, Sprache, Religion), die
sich überschneiden und in verschiedene Richtungen weisen. Menschen verschiedener Nationalitäten können eine Religion miteinander teilen;
Handbuch – Gewaltprävention II
•Nach welchen Kategorien werden Gruppen
von Menschen eingeteilt?
•Zu welcher Gruppe (Kategorie) fühlst du dich
besonders hingezogen?
•Jeder Mensch hat verschiedene Zugehörigkeiten – welche steht wann im Vordergrund?
•Welche Kategorien dienen der Ab- und Ausgrenzung?
•Zu welcher Gruppe gehört die Person auf dem
Foto? Woran kannst du das erkennen?
Menschen verschiedener Religion können eine
Sprache oder den Ort miteinander teilen; Menschen
verschiedener Sprachgruppen können demselben
Beruf oder Job angehören.
Amartya Sen: Auf die Gemeinsamkeiten besinnen. In:
Frankfurter Rundschau, 30.11.2007, S. 34 f.
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M10 Ausländer – Inländer?
Was kennzeichnet Ausländer?
1
Was kennzeichnet Inländer?
Wodurch unterscheiden sie sich?
2
Für wen ist diese Unterscheidung wichtig?
Was bewirkt diese Unterscheidung?
3
Nimm Stellung zu der Aussage: „Alle Menschen
sind Ausländer! – Fast überall!“
© CCC – Cartoon-Caricature-Contor
Wie geht das Gespräch weiter? Schreibe in die
Sprechblasen.
2: Nein Türke
3:Ehrlich? Na, denn, nix für ungut. Hätte ja sein
können ... So‘n bißchen ausländisch seh‘n Sie
aber aus.
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M11 Überschuhe für Heizungsableser
Muss ein Heizungsableser seine Schuhe ausziehen, wenn er die Wohnung von Muslimen
betritt?
1. Der Fall
Eine türkische Familie verweigerte einem
Heizungsableser den Zutritt zu ihrer Wohnung, weil er die Schuhe nicht ausziehen
mochte. Die Zimmer würden auch als Gebetsräume benutzt – und die dürften laut islamischem Recht nur in Socken betreten
werden, so die Argumentation der Familie.
2.Die Reaktion der Wohnungsbaugesellschaft
Die städtische Wohnungsbau GmbH Rheinfelden schickte der Familie daraufhin eine
Nebenkostenabrechnung in Höhe von 250
Euro. Viel zu viel, fanden die Mieter, und
so landete der Fall vor dem Lörracher Amtsgericht.
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5. Die Reaktion der Wohnungsbaugesellschaft
Die Wohnungsbaugesellschaft hat der Familie daraufhin eine zweite, wesentlich geringere Nebenkostenabrechnung zugesandt,
mit der Bitte, einen Heizungsableser in
die Wohnung einzulassen. Aber auch diese
Rechnung blieb unbezahlt.
6. Das Vergleichsangebot der Stadt
Die Stadt Lörrach und die Firma MinolBrunata haben nun einen Vergleich ausgearbeitet: Auf die Bitte von Mietern, egal ob
aus religiösen oder anderen Gründen, werden die Heizungsableser Gummiüberschuhe
über ihre Straßentreter ziehen.
Die Kosten dafür übernimmt Minol-Brunata.
Vgl. Südwest-Presse, 26.2.1998.
3. Der Fall vor dem Amtsgericht
Der Richter wollte sowohl der Familie ihr
Recht zugestehen, in der eigenen Wohnung
selbst zu bestimmen, ob sich jemand die
Schuhe auszieht oder nicht, aber auch den
Heizungsableser seinen Beruf so ausüben
lassen, wie er will.
Der Lösungsvorschlag: Die Familie solle für
den Ableser Plastiküberschuhe bereithalten.
4. Die Reaktion der Familie
Die Anwältin der Familie fand diese Lösung
aber diskriminierend. Es sei unzumutbar,
wenn türkische Familien Überschuhe bereithalten müssten, argumentierte sie.
Handbuch – Gewaltprävention II
•Was ist der Kern des Konfliktes?
•Worum geht es vordergründig?
• Warum ist es so schwer, den Konflikt zu lösen?
•Wie beurteilst du die gefundene Lösung?
•Welche Lösung kannst du dir vorstellen?
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M12 Interkulturelle Konflikte
• Fülle die Sprechblasen aus und schreibe zu
jeder Karikatur einen Untertitel.
• Überlege: Warum handeln die Personen auf
den Karikaturen so?
•Was bedeutet für dich Toleranz?
1
© CCC – Cartoon-Caricature-Contor
2
Karikatur 1: Sprechblasen: „Ungläubiger“, „Ausländer“, „Jude“, „Terrorist“. Untertitel: Interkulturelle
Begegnung 2006. Berndt A. Skott, 2006, CartoonCaricature-Contor.
Handbuch – Gewaltprävention II
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© CCC – Cartoon-Caricature-Contor
Karikatur 2: Sprechblasen:„Erzählen Sie mir etwas
von Toleranz“ Untertitel: „Dialog der Kulturen“.
Götz Wiedenroth, 2006, Cartoon-Caricature-Contor.
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M13 Feiertage
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Unterricht
Islamische Feiertage (2010) •Mawlid (Geburtstag des Propheten Muhammad): 26. Februar
•1. Tag des Ramadan (Anfang des Fastenmonats): 11. August
•Das Fastenbrechenfest: 10. September
•Das Opferfest: 16. November
•Das islamische Neujahr (1431 n.H.): 7. Dez.
•Ashura-Fest (Fasten- und Rettungstag des
Propheten Moses) 11. Dezember
Buddhistische Feiertage
•Vesakh-Fest: Das Vesak-Fest ist das wichtigste
Fest. Es soll an die Geburt, Erleuchtung und
Tod des Fürstensohnes Siddhartha Gautama
erinnern.
•Songkraan: „Blumenfest“, steht für Buddhas
Geburtstag und den Beginn eines neuen
Jahres.
•Peharera: Fest zu Ehren Buddhas feiern
Buddhisten in Sri Lanka.
Jüdische Feiertage
•Osterfest (Pessach-Anfang): 30./31. März
•Osterfest (Pessach-Ende): 5./6. April
•Pfingstfest (Schawuot): 19./20. Mai
•Neujahrsfest (Rosch Haschana): 9./10. Sept.
•Versöhnungstag (Jom Kippur) 18. Sept.
•Laubhüttenfest (Sukkot): 23.Sept.-1. Okt.
•Schemini Azereth (Schlussfest): 30. Sept.
•Fest der Gesetzesfreude (Simchat Tora):
1. Oktober
•Chanukkah: 2.-9. Oktober
Hinduistische Feiertage:
•Diwali/Deepavali: Das Fest der Lichter wird zu
Ehren Lakshmi, der Göttin des Wohlstandes,
gefeiert.
•Holi: Gedenktag zu Ehren des Gottes
Krishna.
•Pongal/Sankranti: Erntefest, mit dem der
Sonnengott geehrt wird.
Christliche Feiertage
•Heilige drei Könige
•Mariä Lichtmess
•Aschermittwoch/Fastenzeit
•Passionszeit, Karfreitag
•Ostern
•Christi Himmelfahrt
•Pfingsten
•Dreieinigkeitsfest
•Erntedankfest
•Buß- und Bettag
•Reformationstag
•Allerheiligen
•Adventszeit und Weihnachten
Handbuch – Gewaltprävention II
•Den Festen und Feiertagen der Religionen liegen verschiedene Zeitangaben und Kalender
zugrunde. Worauf beruhen die jeweiligen
Zeitrechungen?
•Welche Bedeutung haben die jeweiligen Feiertage?
•Gibt es Ähnlichkeiten oder gar Gemeinsamkeiten zwischen den jüdischen, christlichen
und muslimischen Feiertagen?
•Wie werden die jeweiligen Feiertage offiziell
bzw. in der Familie begangen?
•Wie könnten sie in der Schule gefeiert werden?
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M14 Das Kopftuch
Wie reagieren andere auf das Tragen eines
Kopftuches? In einem Selbstversuch können
Schülerinnen Reaktionen von Straßenpassanten
oder von Gästen eines Cafés kennenlernen.
Vorbereitung
•Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit
dem sog. Kopftuchstreit, also dem Verbot
von religiös motivierten Kopfbedeckungen
für Lehrkräfte in vielen Bundesländern, auseinander.
•Wofür steht das Kopftuch, was soll damit
ausgedrückt werden?
•Wer trägt das Kopftuch?
•Wie reagieren andere darauf?
•Welche Erfahrungen wurden in dem Selbstversuch gemacht?
•Wie kann, wie soll Schule (bei Lehrkräften
und Schülern) auf religiös motivierte Kleidung/Kopfbedeckungen reagieren?
•Welcher Maßstab sollte bei der Reaktion zugrunde gelegt werden?
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M15 Interkulturelle Kommunikation
Kommunikationsfallen
Die richtige Anrede
Die richtige Anrede ist ein Zeichen von Höflichkeit und Respekt. Chinesen begrüßen Europäer meist mit Handschlag, allerdings sollte
der Gast stets abwarten, bis ihm die Hand
gereicht wird.
Vorgestellt wird wie bei uns: Jüngere werden
den Älteren, Niederrangige den Höherrangigen
zuerst vorgestellt.
Direktheit und Indirektheit
Direkte, ablehnende Aussagen werden in vielen
asiatischen Kulturen als beleidigend empfunden und deshalb auch nicht angewandt.
Ein deutsches Kind, das seine Eltern bei einem
ernsten Gespräch nicht anschaut, wird als „ungezogen“ gescholten. In Japan ist gerade der
gesenkte Blick das Zeichen für Respekt.
Lautstärke und Betonung
Was etwa in indischen Sprachen normal laut
ist, klingt für Westeuropäer oft drohend. Das
Betonungsmuster, das im Hindi oder Urdu
eine höfliche Frage anzeigt, ist im Deutschen
Ausdruck einer herablassenden Feststellung –
was leicht zu der Annahme führt, der Sprecher
sei unhöflich, wenn er sein Betonungsmuster
auch in der fremden Sprache gebraucht.
Ja und Nein
„Ja“ heißt nicht in allen Sprachen „ja“, sondern
kann „vielleicht“ oder „nein“ bedeuten, oder
einfach „ich habe akustisch verstanden“.
Kopfschütteln wird fast im gesamten europäischen Kulturkreis als Verneinung interpretiert.
In Indien bedeutet Kopfschütteln jedoch Zustimmung.
Kopfnicken wird im europäischen Kulturkreis
als Zustimmung gewertet.
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Im Vorderen Orient wird jedoch zwischen Kopfnicken nach unten, was Zustimmung bedeutet
und Kopfnicken nach oben, was Verneinung,
Ablehnung bedeutet, unterschieden.
Farben
Die Farbe grün bedeutet bei uns Naturverbundenheit, Gesundheit und Frische, in Ländern
mit dichten Dschungeln wird sie oft mit Krankheit in Verbindung gebracht. Grün weckt in
arabischen Ländern als Farbe des Islam besonders positive Assoziationen.
„Blau sein ...“ bedeutet für einen Engländer,
dass er melancholisch ist, wenn ein Deutscher
blau ist, ist er betrunken. In Amerika wird jemand, der betrunken ist, als „black“ bezeichnet.
Zahlen
Unsere Unglückszahl ist 13, in Japan ist es die
4, in Ghana, Kenia und Singapur die 7.
Tiersymbolik
Eine Eule symbolisiert in Indien nicht Weisheit,
sondern Unglück. Fatal für den Fortbestand
einer privaten oder geschäftlichen Beziehung
könnte es sein, Bekannten in Singapur zur Geburt eines Kindes mit etwas zu gratulieren, auf
dem der bei uns so beliebte Klapperstorch abgebildet ist: In Singapur ist der Storch Symbol
für den Kindbett-Tod.
Nähe und Distanz
In jeder Kultur gibt es einen „richtigen“ Abstand, den man einem Fremden gegenüber einzunehmen hat. In Westeuropa und in Nordamerika ist dieser Abstand die sprichwörtliche Armeslänge. Im Mittelmeerraum und in
Lateinamerika ist dieser Abstand wesentlich
geringer.
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