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"Die demografische Chance" lautet das Motto des diesjährigen

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[Startseite]
"Die demografische Chance" lautet das Motto des diesjährigen Wissenschaftsjahres.
Demografie? Was ist das denn? Ein Blick in Wikipedia gibt uns Auskunft: Demografie ist
die Bevölkerungswissenschaft. Sie verrät uns also etwas über Anzahl und die Alterstruktur
der Bevölkerung, über das Leben in Deutschland, über Ein- und Auswanderung.
So wissen wir seit der jüngsten Volkszählung, dass in Deutschland 80,2 Millionen Menschen
leben, 6,2 Mio. haben davon eine andere Staatsangehörigkeit. Es gibt 40,8 Mio. Wohnungen
in denen die Menschen hierzulande wohnen. Reicht das? Etwa 16 % der Bevölkerung sind
unter 18 Jahre alt, über 20 % sind 65 und älter. Gleichzeitig steigt die Lebenserwartung. Was
bedeutet das für die Zukunft?
Die demografische Entwicklung durchdringt alle unsere Lebensbereiche von Kindergarten,
Schule, Arbeit, Wohnen, Stadt, Land. Sie fördert auch die Entwicklung von innovativer
Technik bis hin zur Nutzung von Smartphones im Bereich der medizinischen Versorgung.
Demografie erfahren
Die Geocaching-Tour des Deutschen Museum Bonn führt an Orte, die mit den Themen der
demografischen Entwicklung verknüpft sind. Mal ganz ernst und dann wieder mit viel Spaß:
So wie das Deutsche Museum Bonn selbst sein Thema Wissenschaft und Technik immer
ernsthaft und doch unterhaltsam vermittelt.
Video: „Laborführerschein Rap Deutsches Museum Bonn“
Wir haben für Euch Kurz-URLs erstellt. Die könnt Ihr direkt in den Browser eintippen und
gelangt dann zum Video (bitte auf Groß-/Kleinschreibung achten):
bit.ly/1bi4bN7
Deutsches Museum Bonn, Ahrstraße 45, 53175 Bonn, Telefon: (0228) 302-255
Geöffnet: Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr
Die Geocaching-Tour des Deutschen Museum Bonn
Dann kann es ja jetzt losgehen. Am besten nehmt Ihr übrigens das Fahrrad. Das ist auch
am nachhaltigsten. Die gesamte Tour dauert dann etwa 2,5 Stunden. Aber bevor Ihr jetzt
losfahrt, hier noch einige Hinweise, wie unsere Geocaching-Tour abläuft.
Ihr habt zwei verschiedene Techniken, um die Orte der Geocaching-Tour zu entdecken:
Smartphone: Ihr habt ein internetfähiges Smartphone. (Vorsicht: Durch die Nutzung
des mobilen Internets können Kosten für Euch entstehen. Klärt das bitte vorab.) Für jede
Station der Tour haben wir eine versteckte Seite in diesem Blog eingerichtet, die Euch zum
nächsten Ziel führt. Um diese zu finden, müsst Ihr jeweils ein kleines Rätsel lösen und die
Lösung in eine Kurz-URL (eine feste Adresse im Internet) einfügen. Diese Kurz-URL gebt
Ihr in den Browser (z.B. Firefox, Google Chrome, Safari) ein. Wichtig: Auf Groß- und
Kleinschreibung achten! Es erscheint eine mobile Internetseite mit einer digitalen Karte, die
den Standort der kommenden Station zeigt. Dazu gibt es harte Fakten und einige Videos zu
Ort und Thema. Und natürlich ein Rätsel für die folgende Station ...
GPS-Gerät: Ihr habt ein GPS-Gerät oder leiht Euch eines im Deutschen Museum Bonn
aus (dafür braucht Ihr ein Pfand, z.B. Euren Personalausweis). Zu Hause druckt Ihr Euch
das "Roadbook" aus. Das Roadbook enthält alle Infos zu den Stationen und Links zu den
Videos. Alle vor Ort zu lösenden Rätsel findet Ihr ebenfalls darin. Nehmt Euch einen Stift mit,
um die Lösungskoordinaten aufzuschreiben. So, jetzt seid Ihr startklar und nur noch eine
Rätsels Lösung vor den GPS-Koordinaten der kommenden Station entfernt.
Rätsel 1: Auf dem Transrapid vor dem Museum steht eine Zahl. Diese teilt Ihr durch
sechs und tragt die Lösungszahl anstelle des Fragezeichens in die Kurz-URL ein und
tippt diese in den Browser Eures Smartphones:
bit.ly/?2lYEgF
Wenn Ihr ein GPS-Gerät habt, tragt Ihr die Lösung anstelle des Fragezeichens in die
GPS-Koordinaten ein:
N 50° 43.006'
E 007° 08.3?9'
Ein kleiner Tipp: Der gesuchte Ort ist in der Rheinaue.
Station 1: Geocaching-Tour des Deutschen Museum Bonn zum Wissenschaftsjahr
2013
Station 1: Bismarckturm
Otto von Bismarck war von 1871 bis 1890 der erste Kanzler des Deutschen Reiches, bei
dessen Gründung er eine Hauptrolle spielte. Aus Bewunderung und Verehrung für den heute
auch kritisch beurteilten Bismarck wurden damals 240 solcher Bismarcktürme errichtet.
Und was hat das mit unserer demografischen Entwicklung zu tun?
Unter Otto von Bismarck wurden verschiedene Sozialversicherungen in Deutschland
eingeführt, so auch 1889 das „Gesetz, betreffend die Invaliditäts- und Altersversicherung“.
Wir nennen es heute einfach "Rentenversicherung". Zur Zeit der Einführung bekam ein
Arbeiter, der 30 Jahre lang in die Rentenversicherung einzahlte, bei der damals üblichen 60Stunden-Woche, ab dem 70. Lebensjahr eine Altersrente. Vor hundert Jahren lag allerdings
die durchschnittliche Lebenserwartung für Frauen bei unter 60 Jahren, für Männer nur bei
etwa 50 Jahren. Seit damals hat sich vieles verändert, nicht nur unsere Lebenserwartung,
die heute für Frauen bei etwa 82 Jahren und für Männern bei 77 Jahren liegt.
Erklärvideo
Wer wissen will, wie der der Kabarettist Piet Klocke die Rente erklärt, der gebe folgende
URL in den Browser ein:
bit.ly/11xHOll
Ihr könnt es natürlich auch im folgenden selbst lesen und hier auch verstehen ;-)
Sicher: die Rente erklärt
Die Rentenversicherung hat zu einem Teil einen sprechenden Namen: Sie dient dazu, dass
wir vor allem im Alter eine Rente beziehen als finanzielle Grundlage für das Leben nach
der Arbeit. In Deutschland besteht dazu eine Versicherungspflicht, d.h. alle Arbeitnehmer
zahlen in die Rentenkasse ein. Der Beitragssatz liegt derzeit bei 18,7 % des Einkommens
und wird zur Hälfte vom Arbeitnehmer bezahlt. Die zweite Hälfte zahlt der Arbeitgeber. Im
Jahr 2010 waren das zusammen 184 Milliarden EUR. Da die Rentenrechnung so noch nicht
aufgeht, werden aus Steuermitteln erhebliche Zuschüsse in die Rentenkasse bezahlt. Über
80 Milliarden EUR waren das 2010.
Die Rentenauszahlung wird in Deutschland nach der so genannten Umlagefinanzierung
organisiert: Die Einnahmen dienen direkt der Rentenauszahlung. Es werden keine
Rücklagen gebildet. Das System kann somit nur funktionieren, wenn die Rente der jetzigen
Beitragszahler von der kommenden Generation finanziert wird.
Heute sind etwa 50 % der Bevölkerung in Deutschland im erwerbsfähigen Alter von 20 bis
64 Jahren. 17 % sind über 65. Nach einer Prognose des Statistischen Bundesamtes werden
2050 knapp 36 % zwischen 20 und 64 Jahren sein und 23 % über 65. Bei gleichzeitig
steigender Lebenserwartung.
Drehen wir ein paar Schräubchen. Erhöhen wir die Rentenalter auf 69 Jahre sieht es 2050
eventuell so aus: 39 % sind im erwerbsfähigen Alter von 20 bis 68 Jahren und 19 % im
Rentenalter. Stiege dazu noch die Geburtenraten von derzeit durchschnittlich 1,4 Kindern
je Frau auf 1,6 und hätten wir zudem jährlich 200.000 Menschen, die nach Deutschland
einwanderten, wären sogar knapp 44 % im erwerbsfähigen Alter.
Ihr seht, es ist gar nicht leicht, die Zukunft voherzusagen. Aber es gibt gesellschaftliche und
politische Möglichkeiten, die Zukunft zu gestalten.
Die gesetzliche Grundlage der Rentenversicherung ist das Sechste Buch Sozialgesetzbuch
– Gesetzliche Rentenversicherung – (SGB VI). Den gesamten Gesetzestext haben wir für
Euch als Wortwolke dargestellt:
wordle.net
Genug der Worte; hier kommt Rätsel 2.
Rätsel 2: Am Bismarckturm findet Ihr eine Gedenktafel. Wann wurde das Bauwerk
errichtet? Nehmt die erste Ziffer der Jahreszahl mal vier. Tragt die Lösungszahl
anstelle des Fragezeichens in die Kurz-URL ein und tippt diese in den Browser Eures
Smartphones:
Wenn Ihr ein GPS-Gerät habt, tragt Ihr die Lösung anstelle des Fragezeichens in die
GPS-Koordinaten ein:
N 50 ?3.810'
E 007 06.589'
Ein kleiner Tipp: Der gesuchte Ort hat Blick auf den Rhein.
Station 2: Geocaching-Tour des Deutschen Museum Bonn zum Wissenschaftsjahr
2013
Station 2: IZA − Institut zur Zukunft der Arbeit
Das IZA ist ein unabhängiges Wirtschaftsforschungsinstitut, in dem Experten zur Zukunft der
Arbeit wissenschaftlich arbeiten. Die Ergebnisse fließen dann in die Politik und in praktische,
betriebliche Umsetzungen ein. Das ist wichtig, denn die Formen der Arbeit haben sich in den
letzten 100 Jahren stark gewandelt und werden sich in kommenden Jahrzehnten verstärkt
ändern.
Quelle: Arthur Brehmer, Die Welt in 100 Jahren, 1910
In dem Film "Moderne Zeiten" zeigt Charlie Chaplin auf seine unnachahmliche Weise, wie
die Arbeit in den Fabriken Anfang des 20. Jahrhunderts aussah. Zum Video-Ausschnitt gibt
es folgende URL
bit.ly/1bkgatz
Aber nicht nur seit Charlie Chaplins Zeiten hat sich das Berufsleben stark verändert.
Wir leben in einer Zeit des Wandels. Noch eine Generation früher war es durchaus
üblich, sein ganzes Leben lang in einem Unternehmen zu bleiben und dort zu arbeiten.
Heute gilt Flexibilität als große Herausforderung für Unternehmen und die einzelnen
Menschen. Flexibel wird auch die Arbeitszeit. Es gibt neben einem 8-Stunden Arbeitstag
Modelle für Wochen-, Monats- oder Jahresarbeitszeit, damit Menschen Beruf, Familie
und Freizeit offener gestalten können. Die rasante Entwicklung von Internet und mobiler
Telekommunikation ermöglicht zudem ortsunabhängiges Arbeiten. Mobile Computer und
Smartphones sind nicht an einen bestimmten Arbeitsplatz gebunden. Aber was tue ich,
wenn das Handy abends oder am Wochenende aus beruflichen Gründen klingelt, wenn
das E-Mail-Postfach sich im 24/7-Takt füllt? Die sich mit steigender Mobilität und Flexibilität
auflösende Trennung von Beruf und Privatheit birgt auch ein Risiko der permanenten
Verfügbarkeit. Hier gilt es also, politische Rahmenbedingen zu schaffen, um die positiven
Aspekte zu fördern und die negativen zu vermeiden.
Heute sind etwa 42 Millionen Menschen in Deutschland erwerbstätig. Es gibt Prognosen,
die für 2050 mit nur noch gut 32 Millionen Erwerbstätigen rechnen − hier sind ein
höheres Rentenalter und Zuwanderung schon einberechnet. Wir werden also älter und
weniger, dadurch werden Lebensarbeitszeit und Zuwanderung steigen. Es ist unsere
Herausforderung, die Arbeit der Zukunft politisch und gesellschaftlich zu gestalten.
Was wird sich ändern? Im folgenden Video erklärt Hilmar Schneider, Direktor im Institut zur
Zukunft der Arbeit, wie schwierig es heute manchmal ältere Arbeitnehmer noch haben und
wie rasant sich die Arbeit in Zukunft entwickeln wird. Zum Video gebt Ihr folgende URL in
den Browser ein:
bit.ly/171l2Ra
So jetzt habt Ihr aber erst einmal genug gearbeitet. Zeit für eine kleine Pause. Vielleicht setzt
Ihr Euch und genießt den Blick auf den Rhein. Oder wer eine Erfrischung braucht, an der
Rheinpromenade findet Ihr flussabwärts Angebote für Eis und kühle Getränke.
Rätsel 3: Wenn Ihr zu Rhein Blick, seht Ihr einen Tordurchgang. Wie viele steinerne
Vasen schmücken den Durchgang? Die Anzahl teilt Ihr durch zwei und dann mal sieben.
Tragt die Lösungszahl anstelle des Fragezeichens in die Kurz-URL ein und tippt diese in
den Browser Eures Smartphones:
bit.ly/12Y?PnE
Wenn Ihr ein GPS-Gerät habt, tragt Ihr die Lösung anstelle des Fragezeichens in die
GPS-Koordinaten ein:
N 50° 44.0?1'
E 007° 05.856'
Der kleine Tipp: Der gesuchte Ort liegt in der City.
Station 3: Geocaching-Tour des Deutschen Museum Bonn zum Wissenschaftsjahr
2013
Station 3: Haus der Bildung
Das Alte Stadthaus wird derzeit zum "Haus der Bildung" umgebaut. Ab 2014 wird der
neobarocke Bau aus den 1920er Jahren, der auf der alten Bastionsmauer der Stadt errichtet
ist, die Volkshochschule und wieder die Stadtbibliothek beherbergen. Mit dem "Haus der
Bildung" wird in Bonn ein Ort geschaffen, der Begegnungen zwischen Generationen und
Kulturen und lebenslanges Lernen ermöglicht.
Im Wissensfluss: Lernen ein Leben lang
"Non scholae, sed vitae discimus" − nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir
− das wurde schon den Kindern zu Asterix Zeiten vermittelt. Heute kann man dazu ergänzen,
dass wir nicht nur in der Schule, am Ausbildungsplatz oder in der Universität lernen, sondern
das ganze Leben lang.
[Bild wird ersetzt gegen Aufnahme aus dem DMB]
Motorola Dynatac 8000x, CC BY-SA 3.0, Quelle
Der Lehrplan fürs Leben hat sich mit der rasanten Entwicklung der Informations- und
Kommunikationstechnologie beschleunigt und wird ständig neu geschrieben. Ein paar
Beispiele verdeutlichen diese Entwicklung: Das erste Mobiltelefon kam 1983 auf den Markt:
das Dynatac 8000X von Motorola. Es wog 800 g, war so lang wie ein Unterarm und kostete
die Kleinigkeit von $ 3.995 (das entsprach damals etwa DM 10.000,-).
Zu dieser Zeit begannen auch die "Personal Computer (PCs)", langsam den Markt zu
erobern. Keine 20 Handyfotos von heute würden auf deren gesamte Festplatte passen.
Die Geburtsstunde des Internet schlug 1989. Das erste iPhone von Apple kam 2007 auf den
Markt. Bereits 2012 wurden weltweit über eine Milliarden aktive Smartphones gemeldet.
Der erste offizielle Facebook-Account stammt aus dem Jahr 2004.
In nur 30 Jahren hat sich zur analogen Welt unsere heute so alltägliche digitale Welt
dazugesellt. Das Wissen um diese Techniken und die Frage, wie wir mit ihnen umgehen, will
ständig neu gelernt werden − ein Leben lang.
Video: Elektrischer Reporter – Nerds: Weltretter mit Hornbrillen?
lautet:
bit.ly/12iptHg
Die passende URL
Jung und alt
Wagen wir einen Blick in die Bevölkerungsstruktur bei uns in 30 Jahren: Wir werden älter
und wir werden weniger. 2043 werden 11,4 Millionen Menschen unter 20 Jahren sein,
heute sind es noch 14,5 Mio. Unser Schulsystem muss also künftig noch stärker darauf
ausgerichtet sein, Kinder und Jugendliche individuell zu fördern − unabhängig von ihrer
Herkunft.
Und Ältere bringen länger ihre Erfahrungen in den Arbeitsalltag ein und setzen sich mit
Neuerungen auseinander. Das ist positiv für ihre Arbeit und hält sie geistig fit.
Und damit Ihr nicht einrostet, kommt hier das nächste Rätsel.
Rätsel 4: Seht Ihr die Hausnummer am Eingang des alten Stadthauses? Diese Zahl
nehmt mal drei. Tragt die Lösungszahl anstelle des Fragezeichens in die Kurz-URL ein
und tippt diese in den Browser Eures Smartphones:
bit.ly/11B0?Gh
Wenn Ihr ein GPS-Gerät habt, tragt Ihr die Lösung anstelle des Fragezeichens in die
GPS-Koordinaten ein:
N 50° 44.282'
E 007° 05.5?9'
Der kleine Tipp: Der Weg führt Euch jetzt in die Bonner Altstadt.
Station 4: Geocaching-Tour des Deutschen Museum Bonn zum Wissenschaftsjahr
2013
Station 4: "Guerilla-Gardening"
Der Spielplatz in der Maxstraße hat derzeit kaum noch Spielgeräte. Geplant ist der Aufbau
neuer Spielgeräte für 2014. Damit die Grünfläche nicht einfach brach liegt, haben die
Betreiber des Max-Hostel und des Max-Cafés einen "Veedelsgarten" initiiert. Hier kann
kommen, wer möchte, etwas pflanzen und womöglich auch etwas ernten. Die Stadt Bonn hat
die Aktion großzügig mit Pflanzenerde und unbürokratischer Erlaubnis unterstützt.
Zusammenleben im Wandel
Ein Merkmal des demografischen Wandels ist die Vielfalt der Lebensformen. Die klassische
Familie mit verheirateten Eltern und Kindern stellt die bei weitem häufigste Lebensform dar.
Andere Lebensformen nehmen aber im Vergleich deutlich zu und zeigen eine Tendenz
auf, dass die traditionelle Familie immer stärker Konkurrenz bekommt. Nicht-verheiratete
Paare mit Kindern und Alleinerziehende mit Kindern sind die nächst häufigsten Formen des
Zusammenlebens.
Neue Formen von Gemeinschaften
Neben Familie, Freunden, Vereinen usw. gibt es neue Formen von Gemeinschaften. Vor
allem das Internet und soziale Medien ermöglichen neue Formen zeitlich begrenzten,
gemeinsamen Handels. Es gibt das Guerilla Gardening und vielfältige andere Aktionen, zu
denen Ihr Euch mit anderen treffen könnt. Hier ein paar Beispiele:
Gestaltungsräume: Konzerte, Filme im Freien und andere ungewöhnliche Projekt initiiert
die Bonner Gruppe Rhizom. Hier kann jeder mitmachen, der freie, alternative Kunst- oder
Kulturprojekte in neuen Räumen oder ungewöhnlichen Orten umsetzen möchte. Bonnbunt ist
in ganz ähnlicher Mission unterwegs. Zusätzlich haben sie sich dem Thema Leerstand von
Wohnungen und anderen Räumen gewidmet, da gerade Studenten oft keinen günstigen
Wohnraum in Bonn finden und auch freie Kulturprojekt vielfach über keinen geeigneten
Raum verfügen. Auf leerstandsmelder.de/bonn sind Leerstände in Bonn verzeichnet und
jeder kann sich an der Suche beteiligen.
Kreativität ohne Grenzen: Seit einigen Jahren wird der öffentliche Raum auch
bestrickt. Urban Knitting verziert Bäume, Laternen, Geländer mit Strick. Manchmal nur
einfach umstrickt, andere Male mit aufwändigen Mustern. Der Spaß, Dinge selbst zu
machen, zeigt sich auch in der stetig wachsenden Do-It-yourself- Bewegung. Da wird selbst
geschaffen: Kleider, Schmuck, Möbel aus Holz oder eben einen Dinosaurierkeksservierteller.
Quelle und Bauanleitung: three little monkeys studio
bit.ly/15sWX6D
Auch bei politischen Themen ist Bürgerbeteiligung durch eParticipation möglich. Mit der
Kampagne "Bonn packt's an" hatte die Stadt Bonn seine Bürger um Feedback für die
Haushaltplanung 2011/12 gebeten. Mit über 2 Millionen Seitenaufrufen wurde das Angebot
angenommen. Ein Anfang ...
Und für Euch geht es jetzt weiter:
Rätsel 5: Wie viele Tischtennisplatten stehen auf dem Spielplatz? Die Anzahl tragt ihr
als Lösungszahl anstelle des Fragezeichens in die Kurz-URL ein und tippt diese in den
Browser Eures Smartphones:
bit.ly/1?XRKTp
Wenn Ihr ein GPS-Gerät habt, tragt Ihr die Lösung anstelle des Fragezeichens in die
GPS-Koordinaten ein:
N 50° 43.94?'
E 007° 06.111'
Der kleine Tipp: Der gesuchte Platz liegt in der Innenstadt.
Station 5: Geocaching-Tour des Deutschen Museum Bonn zum Wissenschaftsjahr
2013
Station 5: Brunnen
Habt Ihr den Brunnen gefunden? Dann setzt Euch. Wenn es heiß ist, könnt Ihr hier Eure
Füße kühlen. Und ein kühles Eis findet Ihr hier sicherlich auch ganz in der Nähe.
Traum ewiger Jugend
Brunnen erfrischen. Sie spenden Wasser. Als mythische Vorstellung gibt es
den "Jungbrunnen": Er spendet "ewige Jugend" und "ewiges Leben". In einem Gemälde
von Lucas Cranach d. Ä. von 1546 könnt Ihr sehen, wie die Menschen sich so einen
Jungbrunnen früher vorgestellt haben. Alte Menschen gehen hinein ins kühle Nass und
kommen jung und schön wieder heraus.
Lucas Cranach d.Ä.. Jungbrunnen, 1546, Gemäldegalerie Berlin. Quelle:
bit.ly/18Kdwy4
So ein Jungbrunnen bleibt natürlich ein Traum. In der Realität werden die Menschen in
Deutschland heute sowieso sehr viel älter. Sie leben länger, bleiben länger aktiv und in einer
anderen Form "jung". Sie fangen nach ihrem Berufsleben mit neuen Projekten an, reisen
durch die Welt, kümmern sich um ihre Enkelkinder. Wer im Alter gesund und fit bleibt, kann
noch einige Träume realisieren.
Bevölkerungspyramide
Eine interaktive Bevölkerungspyramide des statistischen Bundesamtes
findet Ihr unter:
bit.ly/1a8329p
Ihr könnt bei der Pyramide viele Faktoren verändern und Euch Vorhersagen über die
Bevölkerungsentwicklung bis ins Jahr 2060 anschauen. Probiert es ruhig einmal aus.
Ein Beispiel: Im Jahr 1950 gab es in Deutschland 4 Millionen Menschen über 70 Jahre, das
entsprach 6 % der Gesamtbevölkerung. Heute sind es etwa 13 Millionen, d.h. 16 %, und
2060 könnten es 70 Millionen, entsprechend 27 %, der Einwohner sein.
Die Landkarte zur Volkszählung
Auf der interaktiven Karte könnt Ihr selbst einstellen, welche Informationen sie anzeigt, z.B.
wie viele Menschen über 65 Jahren leben in Bonn oder wie viele Gebäude mit Baujahr vor
1919 stehen noch in Köln?
Die interaktive Karte auf könnt Ihr unter www.zensuskarte.de/ auf einem Laptop, Tablet oder
Rechner anschauen. Die Karte steht unter einer Creative Commons Lizenz (CC:by).
Bevor Ihr jetzt hier alt werdet und Wurzeln schlagt, kommt das nächste Rätsel:
Rätsel 6: Wie viele Fontänen sprudeln im Brunnen? Die Anzahl tragt ihr als Lösungszahl
anstelle des Fragezeichens in die Kurz-URL ein und tippt diese in den Browser Eures
Smartphones:
bit.ly/12D?MhF
Wenn Ihr ein GPS-Gerät habt, tragt Ihr die Lösung anstelle des Fragezeichens in die
GPS-Koordinaten ein:
N 50° 4?.054'
E 007° 07.571'
Der kleine Tipp: Die Tour führt Euch wieder in die Nähe des Rheines. Er hat auch etwas
mit Wellen zu tun.
Station 6: Geocaching-Tour des Deutschen Museum Bonn zum Wissenschaftsjahr
2013
Station 6: International
Die Deutsche Welle ist die mediale Stimme Deutschlands in der Welt. Das unabhängige
journalistische Angebot berichtet als Radiostation, über einen TV-Channel und via Internet
über Aktuelles aus Europa und der ganzen Welt. Und das in 30 − in Worten "dreissig" −
Sprachen. In der ganzen Welt können Menschen so Deutschland kennenlernen. Und in
Deutschland können Menschen aus aller Welt in ihrer Sprache erfahren, was in der Welt
passiert. Sie finden hier ein Stück alte und neue Heimat. Dazu bietet die Deutsche Welle
auch Sprachkurse zum Lernen der deutschen Sprache an. Bei der Deutschen Welle
arbeiten Menschen aus 60 verschiedenen Ländern. In Bonn sind sogar Menschen aus
allen 193 Staaten der Welt zu Hause.
Migration
Deutschland ist die Heimat von Menschen aus aller Welt. Laut Statistischen
Bundesamt leben in Deutschland etwa 15 Millionen Menschen mit einem so
genannten Migrationshintergrund, d.h. jemand ist nach Deutschland eingewandert oder hat
mindestens ein Elternteil, das nach 1949 nach Deutschland eingewandert ist. Etwa 7. Million
Menschen haben davon keine deutsche Staatsbürgerschaft. 2012 sind über eine Million.
nach Deutschland zugezogen und etwa 700.000 von Deutschland fortgezogen.
Für den demografischen Wandel ist Migration ein wichtiger Faktor. Bei einer älter und
weniger werdenden Bevölkerung werden Arbeitskräfte und damit Beitragszahler in die
Rentenkasse gesucht.
Auf der interaktiven Karte "Länderdatenbank" könnt Ihr unter anderem sehen, in welchem
Land Menschen eher auswandern, in welches einwandern und auch wie viele. Dazu wählt
Ihr den "Indikator": "Migrationssaldo pro 1000 Einwohner".
Hier der passende Link zur Karte:
bit.ly/12eUrMV
Zwei Welten
Menschen verlassen ihre Heimat aus ganz unterschiedlichen Gründen: Meist sind es Armut,
Krieg oder Bürgerkrieg. Sie suchen Schutz, Freiheit und Arbeit in anderen Ländern, die sie
erreichen können.
Die niederländische Fotografin Annet van der Voort hat Jugendliche mit
Migrationshintergrund porträtiert und befragt, wie sie sich in ihren "Zwei Welten" − ihre alten
Heimat und hier in ihrer neuen Heimat − fühlen und was sie sich für ihre Zukunft erträumen.
„Mein Bruder war sechs oder sieben, als wir
nach Deutschland kamen. Er würde sich jetzt im
Iran wahrscheinlich nicht mehr richtig zuhause
fühlen, dafür hat er zu wenig Erinnerungen.
Auch ich kann mir nach sechs Jahren hier ein
Leben dort nicht mehr vorstellen. Menschen
ändern sich in einem anderen Land. Das ist nun
mal Fakt. Trotzdem fühle ich mich hin und her
gerissen zwischen zwei Kulturen, und möchte
das Beste von beiden auskosten. Meine Mutter
versteht das, aber meine Tante aus Teheran,
die uns neulich hier besuchte, meinte, ich
soll hier so leben, wie sich das im Iran für ein
Mädchen gehört. Da hab ich ihr gesagt: "Aber
wir wohnen doch schon ewig in Deutschland!"
Sie wollte mich aber nicht verstehen. Dann
haben wir uns so richtig gefetzt!“
Tania, 17
Tania, 17
© Annet van der Voort
Quelle: www.annetvandervoort.com
Wiedergabe von Bild und Text mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin.
Dieses und weitere Fotos von Annet van der Voort und Reaktionen der Jugendlichen
zu "Zwei Welten" findet Ihr unter
bit.ly/13Ie3hy
Die Kurz-URL führt auf:
http://www.annetvandervoort.com/portfolio/portraits/zwei-welten/zwei-welten7.html
Schaut und lest selbst mehr.
Wer mehr zum Thema "Migration und interkulturelles Zusammenleben" erfahren möchte,
wird im Migrapolis-Haus der Vielfalt in der Bonner Brüdergasse 14−16 herzlich willkommen
geheißen. Das Projekt erhielt dieses Jahr den Integrationspreis der Stadt Bonn.
Jetzt aber erst einmal nicht weiter in die Ferne schweifen, das nächste Ziel liegt doch so nah.
Rätsel 7: Wie viele Brücken führen zum Eingang? Die Anzahl nehmt mal drei und dann
geteilt durch zwei. Tragt die Lösungszahl anstelle des Fragezeichens in die Kurz-URL
ein und tippt diese in den Browser Eures Smartphones:
Wenn Ihr ein GPS-Gerät habt, tragt Ihr die Lösung anstelle des Fragezeichens in die
GPS-Koordinaten ein:
N 50° 42.243'
E 007° 09.0?0'
Der kleine Tipp: Weiter geht es in südlicher Richtung.
Station 7: Geocaching-Tour des Deutschen Museum Bonn zum Wissenschaftsjahr
2013
Station 7: DZNE − Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen
Das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) ist derzeit noch zu
Gast in den Räumen des Forschungszentrums caesar, bis der Neubau auf dem Venusberg
fertiggestellt ist. Das DZNE ist DIE Institution für Demenz- und Parkinsonforschung in
Deutschland..Hier erforschen Wissenschaftler die Ursachen dieser Nervenerkrankungen,
der so genannten neurodegenerativen Erkrankungen. Aus den Ergebnissen entwickeln sie
neue Methoden zur Behandlung und zur Prävention, das meint Vorbeugung. Forschung,
Behandlung und Prävention werden hier ganz eng verzahnt.
Gesund leben − glücklich leben
Ein schönes und erfülltes Leben wünschen wir uns − auch im Alter. Dazu sind Gesundheit
und ein funktionierendes soziales Umfeld wichtig.
Lebenstreppe, Malerei im St.-Anna-Hof in Leiden, ca. 1650. Quelle:
bit.ly/1aVgTmo
In Forschungszentren wie dem DZNE werden Wege gesucht, wie man Alzheimer und
andere Formen der Demenz behandeln und vorbeugen kann. Das Risiko, an einer Demenz
zu erkranken, steigt bei den über 80jährigen rapide an. Gleichzeitig werden die Menschen
bei uns immer älter. Für 2050 weist eine Prognose des Statistischen Bundesamtes einen
Anteil von +80 Jahre alten Menschen von 16 % aus. Die Behandlung von Erkrankungen und
die Vorbeugung, möglichst erst gar nicht krank zu werden, machen Fortschritte. Im DZNE ist
es gelungen, Symptome von Alzheimer bei Mäusen einzudämmen. Nun suchen sie Wege,
um diese Erkenntnisse für den Menschen nutzbar zu machen.
Viele ältere Menschen fühlen sich deutlich jünger, als es ihr reales Lebensalter angibt. Sie
arbeiten heute länger und engagieren sich aktiv in Ehrenämtern. Da viele ältere Menschen
heute nicht mehr in Großfamilien leben, sondern alleine, gibt es alternative Wohn- und
Lebensformen, die ein selbstbestimmtes Leben von Älteren fördern. Ein Ansatz sind
die Mehrgenerationenhäuser. Hier begegnen sich mehrere Generationen. Es gibt offene
Räume und Gärten, in denen sich die Bewohner zusammensetzen, mit einander sprechen,
kochen und Spaß haben können. Ältere können Kindern etwas vorlesen, wenn die Eltern
keine Zeit haben. Und Jüngere können dort helfen, wo sie ihre Möglichkeiten und Kenntnisse
einbringen können. Warum nicht einmal Älteren zeigen, wie sie über soziale Netzwerke
kommunizieren können.
So auf geht's zum Ziel, Ihr wollt hier ja schließlich nicht alt werden.
Rätsel 8: Wie viele rote Säulen ragen hier in den Himmel? Die Anzahl tragt als
Lösungszahl anstelle des Fragezeichens in die Kurz-URL ein und tippt diese in den
Browser Eures Smartphones:
bit.ly/?8PybAP
Wenn Ihr ein GPS-Gerät habt, tragt Ihr die Lösung anstelle des Fragezeichens in die
GPS-Koordinaten ein:
N 50° 4?.941'
E 007° 09.051'
Den kleinen Tipp braucht Ihr doch gar nicht mehr ;-)
Station 8: Geocaching-Tour des Deutschen Museum Bonn zum Wissenschaftsjahr
2013
Station 8: Das Deutsche Museum Bonn
Klarer Start-Ziel-Sieg. Herzlichen Glückwunsch. Ihr habt die Geocaching-Tour in Rekordzeit
absolviert. Was Euch jetzt noch fehlt, ist ein Besuch im Museum.
Video: Technik und Maschinen können Spaß machen, wie Ihr im folgenden Video am
Beispiel eine Rube-Goldberg-Maschine sehen könnt:
http://bit.ly/1bkypz3
Eine Zukunftsvision aus dem Jahr 1928 zeigt Technik im Einsatz für eine angenehmes
Dasein:
Holsteinische Pflanzenbutterfabriken Wagner&Co GmbH (1929) Drahtloses Privattelefon und Fernsehen. In: Das
schöne echte Wagner Album Nr.3, Serie Nr.12, Bild Nr.4: Zukunftsfantasien, Elmshorn bei Hamburg
Naturwissenschaft versucht, uns die Welt zu erklären. Technik wendet dieses Wissen
an. Das Deutsche Museum präsentiert die Höhepunkte menschlichen Erfinder- und
Forschergeistes. Lasst Euch inspirieren von seiner weltweit einzigartigen Sammlung auch in
der Bonner Zweigstelle! Hier findet Ihr auch einiges zum folgenden Thema:
Technik im Einsatz für Menschen
Medizintechnik ist nicht nur im Krankenhaus im Einsatz. Herzschrittmacher und Prothesen
ermöglichen vielen Menschen einen beinahe normalen Alltag, trotz Krankheit oder fehlender
Gliedmaßen. Wer erinnert sich nicht, als Oscar Pistorius als erster beidseitig beinamputierter
Athlet bei den Olympischen Spielen 2012 in London über die Tartanbahn rannte.
Die Einsatzbereiche von Technik im Leben wachsen und erobern immer weiter unseren
Alltag. Gerade für ältere Menschen ermöglichen sie ein weitgehend selbstbestimmtes
Leben in der eigenen Wohnung. Die Forschungsbereiche werden unter Ambient Assisted
Living gefasst. Hier kann der Teppich quasi sprechen, in dem er Angehörige per SMS
informiert, wenn ein Körper längere Zeit an einem Ort auf dem Boden liegt. Die Haustür stellt
den Herd aus, wenn jemand das Haus verlässt. Die Badewanne reguliert Temperatur und
die maximale Füllstandshöhe. Der Keller benachrichtigt Angehörige, wenn der Herd zu lange
brennt oder wenn morgens niemand aufsteht. Hier entstehen neue Technologien ganz nah
an den Anforderungen, die der demografische Wandel stellt.
Und nun ab ins Museum. Hier erwarten Euch rätselhafte Technik und spannende
Erklärungen.
P.S. Wenn Ihr Euch ein GPS-Gerät im Museum ausgeliehen habt, ist nun der Moment
gekommen, Abschied zu nehmen und das Gerät im Museum wieder abzugeben.
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