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Liebe Freunde, Als ich sie zum ersten Mal betrat Aber was ist denn

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Rundbrief
10.2
Jui, den 14. März 2010
Ende August letztes Jahres verlies uns der bisherige Bibliothekar und zurück blieben mein Chef,
der Leiter der Bibliothek, und ich. Nach einiger
Zeit hatten wir uns an die Arbeit des anderen gewöhnt und nun sind wir ein gutes Team, dass seit
Februar auch noch durch eine Dozentin mit hal-
Liebe Freunde,
ber Stelle am TECT verstärkt wurde.
während sich Daniel Mitte Februar im verschneiten Deutschland einen ordentlichen Schnupfen
eingefangen hatte, hielt ich mit den Kindern in
Jui die Stellung. Da die beiden Haushaltshilfen
krankheitsbedingt ausfielen, war ich viel mit den
Kindern zu Hause. Normalerweise arbeite ich in
der Bibliothek des Colleges mit.
Als ich sie zum ersten Mal betrat
dachte ich „wo bin ich denn hier gelandet“, doch
inzwischen ist sie mir fast zu einem zweiten Zu-
Aber was ist denn eigentlich zu tun?
hause geworden: die Odell-Library am TECT. Sie
Anfangs war ich mir nicht sicher, ob ich dort
wurde 1978 eröffnet und 1990 um ein zweites Ge-
überhaupt etwas tun könnte, aber nun hört die
bäude erweitert.
Arbeit nicht mehr auf. Meine erste Amtshandlung
Nun sind etwa 14000 Bücher dort zu finden,
bestand darin, die Bücher einer kleinen Inventur
meist theologische Literatur und inzwischen auch
zu unterziehen, was nach Aussage meines Vor-
einige wenige für die Studienbereiche „Peace and
gängers schon einige Zeit nicht mehr getan wor-
Conflict“ (Friedensarbeit) und „Community Deve-
den war. Bei dieser Tätigkeit kamen mir auch die
lopment Studies“ (Entwicklungshilfe). Die meis-
vielen „verlorenen“ Bücher in den Blick, und ich
ten Bücher sind alt – ungefähr aus den Jahren
ermunterte alle Studenten und Dozenten die Bü-
1900 bis 1988 –, und an neue Bücher zu kommen
cher wieder zurück zu geben. (Es haben leider
ist schwer, aber wir arbeiten daran.
noch nicht alle ihren Weg zurück gefunden, und
viele sind vermutlich für immer verloren, aber ich
gebe die Hoffnung nicht auf: Es fehlen nur noch
etwa 100 Bücher …)
Und Nachschub gibt es immer wieder, zumindest
Meine Einführung in die Bibliotheksarbeit war
eher dürftig und so habe ich mir mein jetziges
Wissen über den Zahlencode, mit dem man die
Bücher in einem Kartenkatalog finden kann (die
„Dewey Classification“), selbst angelesen.
für den Bereich Theologie.
Zu Wort gekommen
„Danke, dass Sie die Bibliothek aufgeräumt haben, jetzt finde ich endlich wieder die Bücher,
die ich wirklich brauche!“ (Student am TECT)
In einer Abstellkammer
Termin-Plan
hatte ich vor einiger Zeit Kisten voller Bücher-
20.03. Sports Day (TECT)
spenden entdeckt und mir überlegt, wie ich diese
April (geplant) Wochenende im Kono-District
für die Studenten zugänglich machen könnte. Da
27.04. Independence Day (Sierra Leone)
es keinen Computer und Drucker in der Bibliothek gibt um die Karten, die ich ebenfalls in dieser Kammer gefunden hatte zu bearbeiten, suchte
Stichworte fürs Gebet
•
ich nach einer Alternative und fand sie in Form
einer alten, noch einigermaßen funktionierenden
Bitte: Für die restlichen Arbeiten suchen
wir nun gute Arbeiter und die entsprechenden Materialien.
Olympia-Schreibmaschine. Anfangs war es doch
recht ungewohnt, aber inzwischen kommen wir
immer besser miteinander zurecht. Innerhalb der
letzten Monate konnte ich etwa 200 Bücher in
den Katalog einarbeiten. (Für ein Buch muss man
drei bis fünf Karten schreiben + Ausleihkarte und
Kartentasche, die ins Buch geklebt wird.)
Danke: In unmittelbarer Nähe unseres
Hauses konnte ein Brunnen gegraben
werden, um etwas gegen die Wasserknappheit auf dem Gelände zu tun.
•
Danke: Das Auto tut auf allen unseren
Strecken einen sehr guten Dienst.
Bitte: In letzter Zeit macht es aber immer
wieder kleinere „Mucken“. Wir hoffen, das
die Mechaniker das zu Grunde liegende
Problem wirklich lösen können.
aus dem Jahre 1906 kann diese hohe Luftfeuchtigkeit einfach nicht ewig mitmachen!) und meine
Mittel sind natürlich auch nur begrenzt, die Wünsche der Studenten und Dozenten im Hinblick auf
eine Veränderung jedoch riesig.
Wir werden sehen, was sich alles verwirklichen
lässt, es zeichnet sich jedoch ab, dass die Studenten die Bibliothek nach einigen Jahren wieder für
sich zu entdecken scheinen, und das lohnt doch
Die Bücher, die schon mehrfach in der Bibliothek
vertreten sind oder für unsere Zwecke hier nicht
jede Mühe, oder?
Viele liebe Grüße von
zu gebrauchen, verkaufe ich für wenig Geld an die
Studenten, die sich sehr darüber freuen, ihre persönliche Bibliothek zu erweitern und ich bin froh,
ein wenig Geld zu bekommen um neue Anschaffungen tätigen zu können.
E B M / MA S A M i s s i o n s b ü ro
Darüber hinaus
G .- W .- L e h m a n n S t r. 4
1 46 41 W u st e r ma r k OT E l s t a l
Te l .: 03 3 2 3 4 / 74 1 5 0
ist es meine Aufgabe den Studenten bei ihren Re-
www.ebm-masa.org
cherchen in der Bibliothek zu helfen und ihnen
beim Suchen und Finden der Bücher in Katalog
und Regal behilflich zu sein. Manchmal werde ich
auch gefragt, ob ich helfen könnte, Materialien
für ihre Abschlussarbeit zu finden, und dann gehen wir gemeinsam auf die Suche – und werden
fast immer fündig.
S p en de n : P r o j e k t- N r . 7 2 6 0
Konto 33316
BLZ 500 921 00
SKB Bad Homburg
U n s e r e P o s t an s c h r i ft i n S L :
E B M – M e i s i n g e r , P .O . Bo x 3 0 0
F r e e to w n , S ier r a L e o n e
Da die Bibliothek in den letzten Jahren nicht sehr
E m a il : i n f o @ l dm e is i n g e r .d e
gut „gepflegt“ wurde, sind viele Bücher durch das
Tel.: +232 76 956141 (lisa)
Tel.: +232 76 368274 (daniel)
Klima und Parasiten zerstört worden (ein Buch
www.ldmeisinger.com
Meisinger – Rundbrief 10.2 – Seite 2
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Seele and Geist
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