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Inhalt Jg. 64 (2015) 3

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Schweizerischer Evangelischer Kirchenbund
Medienmitteilung
Bern, 20.10.2014
Kirchenbund lehnt Ecopop-Initiative ab
Für den Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund SEK gibt die Ecopop-Initiative
eine Scheinantwort auf eine falsch gestellte Frage. Die starre Politik ist nicht
zielführend und mit dem christlichen Verständnis von Heimat unvereinbar. In seinem
Flyer "Heimat ist Geschenk" nennt der Kirchenbund fünf Gründe für seine Position zur
Abstimmung vom 30. November. Der Flyer kann auf www.sek.ch kostenlos bestellt
werden.
5 Gründe, die Ecopop-Initiative abzulehnen:
1. Heimat ist ein Geschenk Gottes, kein Besitz. Aus christlicher Sicht können abwehrende
Grenzziehungen nicht die leitende Perspektive für unser Verhältnis zu unserem Land sein.
Die starre Kontrolle der Einwanderung, wie sie Ecopop vorschlägt, dient vor allem dazu, die
Privilegien einiger zu erhalten. Sie vergisst, dass wir Menschen gemeinsam ein- und
denselben Planeten bewohnen. So äussert sich der Kirchenbund in seiner Stellungnahme
«Heimat ist Geschenk» zur eidgenössischen Volksinitiative «Stopp der Überbevölkerung –
zur Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen» (Ecopop).
2. Abschottung bewahrt nicht die Schöpfung. An Ecopop ist nur der Name ökologisch: Um
die uns anvertraute Erde zu schützen, müssen wir zuerst unseren eigenen
Ressourcenverbrauch senken. Von dieser Perspektive lenkt die Abschottung nach aussen
nur ab, ist der Kirchenbund überzeugt.
3. Entwicklungszusammenarbeit ist mehr als Geburtenratenbegrenzung. Der Vorschlag von
Ecopop, 10% der Entwicklungsgelder für die Senkung der Geburtenrate einzusetzen, ist
nicht zielführend. Entwicklungszusammenarbeit heisst Armutsbekämpfung, Bildung,
wirtschaftliche Selbständigkeit, politische Mitsprache. Nur so und nur mit gestärkten Rechten
und verbesserten Lebensmöglichkeiten – besonders von Frauen und Mütter – gelingt
Familienpolitik.
Ecopop ablehnen und den Zusammenhalt in der Schweiz bewahren
4. Wer nach aussen abschottet, spaltet nach innen. Die Schweiz ist ein Modell für Einheit in
Vielfalt, sie ist Willensnation. Die Abschottung gegen aussen beeinflusst die Fähigkeit,
andere Menschen innerhalb der eigenen Grenzen zu akzeptieren: sie setzt unseren
Zusammenhalt aufs Spiel.
5. Die Ecopop-Initiative gefährdet den Schutz der Menschenwürde. Die Schweiz hat sich seit
dem 19. Jahrhundert vorbildlich und prägend für die Menschenwürde eingesetzt. Die
Ecopop-Initiative schränkt die Einhaltung der Genfer Flüchtlingskonvention unzulässig ein.
Die Kirchen stehen für die Wahrung der Menschenwürde: sie ist nicht verhandelbar.
Hinweise
Der Flyer mit 5 Botschaften des Kirchenbundes kann hier bestellt werden.
Die ausführliche Stellungnahme des Rates des Kirchenbundes kann hier heruntergeladen
werden.
-.-.-.Medienkontakt
Marina Kaempf, Beauftragte für Kommunikation
Tel. 031 370 25 61
marina.kaempf@sek.ch
www.sek.ch
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Seele and Geist
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