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Entdeckung der DNA in der Schlossküche – Was - jGBM Tübingen

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G E S E L L S CH A F T E N · G B M
jGBM Sommersymposium 2014 in Tübingen
Entdeckung der DNA in der Schlossküche – Was bietet der
Forschungsstandort Tübingen heute?
ó Vom 23. – 25. Mai 2014 fand in Tübingen
das jGBM-Sommersymposium statt.
Nach der Vorstellung und Bewerbung der
Veranstaltung im Rahmen der jGBM-Bundesversammlung beim Mosbacher Kolloquium
durch Frederik Weiß und Angela Filomena
explodierten die Anmeldezahlen und die
50 Jugendherbergstickets waren schnell vergriffen. Trotz Erhöhung der Teilnehmerzahl
auf insgesamt 80 Plätze konnten leider nicht
alle Interessierten beim Symposium teilnehmen. Personen, die es nur auf die Warteliste
geschafft hatten, müssen sich daher bis zum
nächsten Symposium gedulden.
Die externen Teilnehmer des Symposiums
reisten zum Teil sehr weit, aus insgesamt 10
verschiedenen deutschen Städten (Kiel, Hamburg, Marburg, Darmstadt, Bielefeld, Heidelberg, Halle, München, Stuttgart und Freiburg),
in die Universitätsstadt Tübingen.
Tübingens Schokoladenseite – die Neckarfront.
der ersten Session mit dem Vortrag von Prof.
Ralf Jansen über RNA Research at the IFIB.
Zum anschließenden Stehempfang luden
leckere selbstgemachte Canapés ein. Es gab
ein freudiges Wiedersehen von altbekannten
jGBM-Mitgliedern aus den verschiedenen
deutschen Städten sowie ein schnelles Kennenlernen von neuen Gesichtern. Es folgte
ein reger Austausch über die verschiedenen
Universitäten und ihre jeweiligen Studienund Forschungsschwerpunkte.
Ab 21 Uhr startete im Schlosscafé die Kneipentour. Nachdem das erste Bier getrunken
war, ging es in kleineren Gruppen weiter. Der
laue Sommerabend war ideal um gemeinsam
das Nachtleben in der Universitätsstadt zu
erkunden.
Der nächste Morgen begann mit einem Vortrag von Prof. Ulrich Rothbauer über Nanound Chromobodies, die auch zur Färbung von
lebenden Zellen geeignet sind und damit neue
Möglichkeiten zur Veranschaulichung von
Zellprozessen bieten. Der anschließende Vortrag von zwei Vertretern der Tübinger
Radiopharmazie (Dr. Andreas Maurer und
Florian Maier) diente zur Einstimmung auf
Eröffnung des Sommersymposiums durch Ayline
Kübler (Sprecherin der jGBM Tübingen).
Am Freitag gegen 16 Uhr erreichten die
ersten jGBMler den Veranstaltungsort und
konnten sich am Anmeldetisch jeweils ein
Namensbadge, sowie das Programmheft aushändigen lassen. Um 18 Uhr erfolgte die offizielle Eröffnung des Sommersymposiums im
Interfakultären Institut für Biochemie (IFIB)
durch Ayline Kübler.
Der kleine Hörsaal war durch die insgesamt 80 Teilnehmer voll besetzt und Studenten sowie Promovierende folgten gespannt
Selbstgemachte Häppchen luden zum Stehempfang am Freitagabend ein. Stadtführung, Stocherkahnfahrt und Laborführungen lockerten das Programm auf. Der kleine Hörsaal des IFIB war voll gefüllt.
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die folgende Laborführung. Je nach persönlichem Interesse war es möglich, neben der
Radiopharmazie ein Labor zur Röntgenkristallographie-Analyse (X-Ray) oder die Durchflusszytometrie (FACS) und die Arbeit im
Reinraum kennen zu lernen.
Die Kaffee- und Kuchenpause danach lieferte die nötige Stärkung für die weiteren Vorträge in der darauffolgenden Session. Prof.
Andreas Peschel referierte über Staphylococcus aureus – from commensal to ‚killer bug‘
gefolgt von einer Präsentation über Lantibiotika: Struktur und Funktion durch Prof. Friedrich Götz vom IMIT.
In der nachfolgenden Session wurde die
CeGaT GmbH von Mitarbeiter Daniel Haischer
vorgestellt. Als ehemaliger Student der Eberhard Karls Universität Tübingen, der gerade
selbst den Umstieg vom universitären Leben
in die Industrie gemacht hat, wirkte er mit
seiner kompakten Darstellung der Anwendungs- und Karriereaspekte authentisch und
stieß damit bei den Hörern auf Anklang.
Prof. Michael Schwarz aus der Toxikologie
beendete die letzte Session des zweiten Tages
mit seinem Vortrag über Genotyp/PhänotypBeziehungen bei Lebertumoren. Er zeigte den
unkonventionellen Weg, von der Regulation in
Hepatozyten-Tumoren auf die Regulation im
Normalgewebe schließen zu können.
Der sonnige Tag wurde beim gemeinsamen
Grillen mit den Referenten abgerundet, was
weiteren Austausch ermöglichte. Im späteren
Verlauf wurde den Fußballbegeisterten ein
gemeinschaftliches Mitfiebern beim Champions-League-Finale ermöglicht.
Austausch der Teilnehmer in der Kaffee- und
Kuchenpause.
In der sonnigen Mittagspause wurden die
Besucher mit einem regionalen Mittagsbuffet
verköstigt, um anschließend die geschichtsträchtige Altstadt von Tübingen in einer Stadtführung näher kennen zu lernen. Besonders
begeistert waren dabei alle von dem charmanten Stadtführer, der uns mit viel Witz und
Enthusiasmus über Tübingen berichtet hat.
Das zweite Highlight im Freizeitprogramm
war die Fahrt auf mehreren Stocherkähnen
entlang des Neckars. Wer wollte, hatte die
Möglichkeit, sich selbst im Stocherkahnfahren
zu versuchen.
Gemütliches Zusammensitzen beim Grillen am
Samstagabend.
Am letzten Tag fanden zwei Sessions statt.
Dr. Remco Sprangers gab einen Einblick in
die NMR-Spektroskopie, Prof. Hans Georg
Rammensee aus der Abteilung Immunologie
referierte über die Entwicklung therapeuti-
scher Krebsimpfstoffe. Dr. Thomas Joos vom
NMI stellte multiplexe Immunoassays vor,
gefolgt von Prof. Dirk Schwarzer (IFIB), der
die Verwendung von Chemischen Werkzeugen zur Erforschung von posttranslationalen
Proteinmodifikationen erläuterte. Zuletzt präsentierte Prof. Klaus Harter die Organisation
und Struktur des Zentrums für Molekularbiologie der Pflanzen.
Die Auswahl der Referenten und Themen
war sehr gelungen, da sie breit gestreut jeden
im Publikum erreichte. Die Dozenten wurden
im Anschluss an die Vorträge mit einem Präsentkorb bedacht. Das Symposium war eine
ausgezeichnete Werbung für die Eberhard
Karls Universität Tübingen, da einige Studenten sich auf ihren weiteren Bildungsweg
sicher überlegen werden, sich an dieser Universität zu bewerben.
Die jGBM Stadtgruppe Tübingen hat durch
ihre preisgünstige und sehr gut organisierte
Sommerveranstaltung hohe Maßstäbe für
nachfolgende Symposien gesetzt. Das Gleichgewicht zwischen Sessions und Socializing
hat die Vernetzung der jGBM Stadtgruppen
untereinander gefördert – vor allem in Hinblick auf Ortsgruppenpartnerschaften und
den Austausch über die weitere Entwicklung
der jGBM.
Dementsprechend fielen auch die Danksagungen an die Veranstalter intern und
extern sehr umfangreich aus. Mit dem
gemeinsamen Mittagessen fand die Veranstaltung einen gelungenen Abschluss und
alle freuen sich sicherlich auf ein gemeinsames Wiedersehen bei einem der nächsten
Treffen.
ó
Kontakt:
Caren Linnemann und Michaela Morlock
(jGBM Hamburg)
Gruppenbild der Teilnehmer des jGBMSommersymposiums
2014 in Tübingen.
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