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Klebstoffe, die halten was sie versprechen

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MED Materialien & Verfahren Verbindungstechnik
Klebstoffe, die halten was
sie versprechen
D
ie Anforderungen an Klebstoffe in der Produktion von
Nadeln, Kathetern oder intravenösen Anschlüsse und
Schläuchen sind alles andere als trivial. Sie müssen
lösemittelfrei sein und über gute Haftungseigenschaften ver-
Der 212-CTH-UR-SC, ein LED-härtender See-Cure Klebstoff
mit integrierter Ultra-Red Technologie ist so ein Klebstoff von
Dymax. Der Katheter-Klebstoff härtet sekundenschnell mit
LED-Aushärtungssystemen bei 385 Nanometern aus. Wichtig
für die
Auf LED-Härtung
Qualiabgestimmte Klebstoffe
tätskontrolle:
Mit Hilfe der patentierten See-Cure Technologie kommt es bei ausreichender Lichtenergieeinwirkung zu einem Farbumschlag von
Blau nach Transparent, welcher die komplette Aushärtung anzeigt.
Bei vielen Applikationen
setzt Dymax auf seine langjährige Erfahrung und beschränkt sich nicht allein auf
chemische Formulierungen
und Geräte.
fügen. Bei lichthärtenden Klebstoffen kommen eine schnelle
Aushärtung und eine gute Beständigkeit gegenüber Feuchtigkeit hinzu. Auch für einmal benutzbare Teile müssen sie Sterilisationsmethoden wie Gammastrahlung, Elektronenstrahl
und Ethylenoxid-Gas überstehen, aber die Behandlung im Autoklaven ist allerdings nicht vorgesehen.
Hilfreich für die sichere Herstellung medizinischer Einwegartikeln ist nicht nur eine Auswahl an lichthärtenden Materialien. Ebenso wichtig sind die
passenden Aushärtungs- und
Dosiersysteme, temporäre Abdeckmasken und Beschichtungen.
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Das Produkt verfügt zusätzlich über die patentierte Dymax Ultra-Red Technologie, die
eine leuchtend rote Fluoreszenz unter
„Schwarzlicht" (365nm) ermöglicht. Die rot
fluoreszierende Farbe bildet einen sehr guten Kontrast zu Kunststoffen, die eine natürliche blaue Fluoreszenz aufweisen, wie etwa bei PVC. Die einzigartige „spektrale Signatur“ erleichtert die Produktauthentifizierung und
bietet somit eine gute Unterstützung bei der visuellen Inspektion der zu verklebenden Bereiche. Hauptanwendungsbereiche des 212-CTH-UR-SC sind Katheterverklebungen. Einsetzbare Substrate umfassen unter anderem Platin, PC, PS,
PVC, ABS, CAP, PA und Edelstahl.
LED-härtende Klebstoffe von Dymax sind maßgeschneidert
auf die entsprechenden Aushärtungsgeräte abgestimmt. Die
Produktlinie der LED-Lampen umfasst neben Punkt- auch
Flächenstrahler. Für die Produktion von Einwegspritzen beispielsweise, hat Dymax eine große Auswahl an speziellen
Klebstoffen im Programm, die mit LED-Lampen aushärtbar
sind. Die Produkte sind in unterschiedlichen Viskositäten erhältlich, wodurch eine einfache Dosierung, speziell in automatisierten Linien, ermöglicht wird. Die Materialien eigenen
sich besonders für die Verklebung von Kanülen in Subkutanund
Pen-Nadeln,
Spritzen und VenenKONTAKT
punktionsbesteck
DYMAX Europe GmbH
aus verschiedenen
65203 Wiesbaden
Kunststoffen, MeTel. +49 (0)611 962 7909
tall und Glas. Die
Fax +49 (0)611 962 9440
www.dymax.com
lichthärtenden
Klebstoffe für die
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www.med-eng.de
auf seine langjährige Erfahrung und beschränkt sich nicht allein auf chemische Formulierungen und Geräte. Vielmehr stellen die
Dymax-Teams ihr breites und fundiertes Wissen zur Verfügung und suchen mit dem Anwender nach einer optimalen Balance aus Materialien und Klebstoffen sowie die darauf abgestimmten Aushärtungs- und Dosiersysteme.
Der Dymax Edge ist mehr als die reine Kombination von Produkt, Technologie und Service.
Das EntForschungslabor für Neuwickentwicklungen
lungspotential
von lichthärtenden Materialien ist offenbar
noch lange nicht ausgereizt. Der US-Spezialist
eröffnet in Wiesbaden ein Forschungs- und
Entwicklungslabor. In den nächsten Jahren
soll es darum gehen, neuen Formulierungen
von lichthärtenden Klebstoffen, Beschichtungen und Dichtungsmaterialien zu erarbeiten.
Mit dem Labor rückt das Unternehmen seine
Entwicklungskapazitäten näher an die europäischen Abnehmer. Vor allem kundenspezifische Lösungen, wie beispielsweise für medizintechnische Applikationen, stehen im Fokus
der Klebstoff- und Verbindungsexperten. Dabei arbeitet das Team in Wiesbaden eng mit
der Forschungs- und Entwicklungsabteilung
der Firmenmutter Dymax Corporation in Torrington (USA) zusammen. Die in Torrington
Medizintechnik sind lösemittelfrei, ISO 10993 getestet und
nach USP Class VI zertifiziert.
Bei anderen Applikationen müssen mitunter Teile der Oberfläche und Hohlräume durch Abdeckungen geschützt werden. In
diesem Fall handelt es sich um so genannte SpeedMask-Produkte, die durch Bestrahlung mit UV-Licht in wenigen Sekunden aushärten. Dieses Verfahren bietet bei den meisten Prozessen der Oberflächenbehandlung einen besseren Schutz
als Klebebänder, Wachs und Lack. Die Materialien sind in unterschiedlichen Viskositäten erhältlich und können durch
Aufstreichen, Eintauchen, Aufsprühen oder Siebdruck aufgetragen werden. Ein rückstandsfreies Entfernen der Maskierung ist – je nach Produkt – durch Abziehen oder Abbrennen
möglich. Temporäre Abdeckmasken werden häufig bei der
Metallbearbeitung eingesetzt - beispielsweise bei orthopädischen Implantaten, chirurgischen Instrumenten oder Komponenten für medizinische Geräte.
Die Materialien werden in den unterschiedlichsten Anwendungen
eingesetzt
und zukünftig auch in Wiesbaden entwickelten lichthärtenden Klebstoffe verbinden – je nach Anwendungsbereich –
Glas, Metalle und Kunststoffe innerhalb von Sekunden. Neben den lichthärtenden Materialien bietet das Unternehmen
auch Dosier- und Aushärtungssysteme an. Weitere Expansionsschritte sollen folgen. So plant man im Laufe der nächsten
Jahre den Aufbau einer eigene Produktion.
Nicht immer ist es einfach, die passende Kleblösung zu finden. Für anwendungsspezifische Applikationen setzt Dymax
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