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Die Städtischen Kunstsammlungen haben einen neuen Leiter Was

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Personal
Was Anders bald anders macht
Freundschaften noch intensiver pflegen und verstärkt meinen Hobbys
nachgehen zu können.« Da kommt
dann allein schon im sportlichen
Bereich einiges auf ihn zu, denn der
gut 64-Jährige ist heute noch ein
ebenso leidenschaftlicher Kicker wie
1958, als er zu den Gründungsmitgliedern der städtischen Betriebssportgemeinschaft Fußball zählte.
Daneben begeistert er sich aber auch
für Badminton, Radeln, Schwimmen
und Bergwandern.
Seit Ende 1990 war Gerhard Anders
Leiter des Amtes für Wohnbauförderung, nun verabschiedet er sich zum
1. März in den Ruhestand.
Seine Laufbahn begann der im böhmischen Friedland geborene Anders
1956 als Verwaltungslehrling bei der
Stadt Augsburg. »Das lag zum einen
an meiner kaufmännischen Schulausbildung, zum anderen aber vielleicht
auch ein wenig daran, dass schon
mein Vater Beamter gewesen war.«
Dass womöglich auch der Beruf des
Schreiners etwas für ihn gewesen wäre,
stellte er erst viele Jahre später fest,
»denn heute bastele und arbeite ich in
meiner Freizeit sehr gerne mit Holz.«
Aber zurück zum wahren Beruf. Von
1969 an war Anders – der acht Jahre
zuvor die Prüfung für den gehobenen
Verwaltungsdienst abgeschlossen
hatte – im Bereich Amtsvormundschaft des Jugendamtes tätig, bis er
1974 für elf Jahre ins Stadtplanungsamt überwechselte. Nach einer Zeit
im Ordnungs- und Umweltreferat,
während der er auch die Aufstiegsprüfung zum höheren Verwaltungsdienst absolvierte, wurde er 1990
schließlich Leiter des Amtes für
Wohnbauförderung.
Fragt man Gerhard Anders nach den
Highlights seiner Tätigkeit, so meint
er zusammenfassend: »Ich hatte seit
meiner Zeit im Jugendamt die Möglichkeit, mich beruflich für die Bürger und unsere Stadt einzusetzen –
und das ist mir immer sehr am Herzen gelegen.«
Wenn es dann aber speziell um das
Amt für Wohnbauförderung geht,
lässt er ganz einfach Zahlen sprechen: »In den letzten 15 Jahren flossen über 500 Mio. Euro Fördergelder
von Bund, Land und Stadt für den
Erwerb, den Neubau und die Modernisierung von Eigentumswohnungen,
Eigenheimen, Mietwohnungen, Altenpflegeheimen, Schwerbehindertenheimen, Studentenwohnheimen u.a.
an Augsburger Bürger, Wohnungsunternehmen, Träger von Heimen und
sonstige Bauträger.«
Abgehen werden Anders nach 48 1/2
Jahren bei der Stadt im künftigen
Ruhestand besonders seine Partner
6 ZirbelNews 1-2/2005
aus der Augsburger Bürgerschaft und
der Wohnungswirtschaft, das weiß er
heute schon. Aber was wird der Vater
zweier erwachsener Kinder nun
anders machen, wenn er so richtig tun
und lassen kann, was er möchte?
»Erst einmal freue ich mich darauf,
Seinen kulturellen Interessen von der
Musik über das Theater bis zur
Malerei nachgehen wird Anders auch
weiterhin, auch auf den schon vage
geplanten Reisen nach Italien und in
andere südliche Länder. Die unternimmt er natürlich zusammen mit seiner Frau Margot, die er übrigens in
der Verwaltung kennen gelernt hat.
Also Herr Anders, viel Spaß im
(Un)ruhestand!
Rainer Zöller
Die Städtischen Kunstsammlungen
haben einen neuen Leiter
(zn) Zum 1. Dezember
vergangenen Jahres
erhielt Dr. Christof
Trepesch einen 5-Jahresvertrag als Leiter
der Kunstsammlungen
und Museen Augsburgs. Zuletzt war der
37-jährige promovierte
Kunsthistoriker als
kommissarischer
Direktor des Saarlandmuseums und Vorstand
der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz
tätig.
Herr Dr. Trepesch,
worin sehen Sie Ihre vordringlichsten Aufgaben?
Ganz wichtig ist mir die Steigerung
der Attraktivität der Häuser durch
vielfältige Aktivitäten, Kooperationen
und Projekte. Ich begreife die Museen
als offene Häuser für die Bürger/innen
der Stadt und alle Interessierten, Touristen, Reisenden etc. Die Projekte in
den Häusern der Kunstsammlungen
sollen Lust machen auf Kunst und
Kultur, die Besucher inspirieren und
Schwellenängste abbauen. Die Museen
sind Dienstleister auf dem Kunstsektor, bieten pädagogische und wissenschaftliche Kompetenz, die allen zur
Verfügung steht. So werden wir künftig nicht nur eine Kunstsprechstunde
Personal/CVA-Seminar
anbieten, in denen die Bürger/innen
ihre Kunstschätze bestimmen lassen
können, sondern auch Museumsgespräche, Kinderprogramme und intensive museumspädagogische Aktivitäten. Insbesondere die kommende
»Friedensausstellung« wird mit einem
umfassenden Begleitprogramm ins
breite Bewusstsein der Öffentlichkeit
dringen.
Wie definieren Sie Ihre Ziele für
die nächsten Jahre?
Es geht mir darum, die Museen
bekannter zu machen, sie als spannenden Ort der Kultur zu definieren,
den jeder gerne besucht. Entscheidend dafür ist zunächst, dass die Mitarbeiter/innen der Einrichtungen gemeinsam auf dieses Ziel hinarbeiten
und so als motivierte Einheit das Bild
der Museen prägen.
Worin liegt für Sie der Reiz der
neuen Aufgabe?
In der ausgesprochenen Vielschichtigkeit der musealen Einrichtungen,
die die unterschiedlichsten Möglichkeiten umfassen: Die Sammlungen
bieten naturhistorische, archäologische und kunsthistorische Aspekte,
d.h. man kann Kunst- und Kulturgeschichte erlebbar machen. Die Bedeutung der Exponate zeigt, dass Augsburg internationale Anerkennung verdient: Nicht nur das berühmte Augsburger Silber und die hiesige Kultur
der Renaissance sind international
bedeutend, sondern auch die Spuren
der Römerzeit und die in der Großregion gemachten paläontologischen
Funde.
Welche Bedeutung messen Sie der
Ausstellung »Als Frieden möglich
war« bei?
Diese Ausstellung hat eine internationale Dimension, die Augsburg unter
den nationalen Museen deutlich positionieren wird. Sie wird an die örtliche Tradition anknüpfen, die Bedeutung der ehemaligen Reichsstadt Augsburg herausstellen und die Relevanz
dieser historischen Dimension für die
Gegenwart bestimmen. Anhand herausragender Objekte wird so das
welthistorische Ereignis des Augsburger Religionsfriedens anschaulich
gemacht.
Ein umfangreiches Begleitprogramm
und museumspädagogische Aktionen
helfen uns, breite Besucherschichten
anzusprechen.
Der neue Chef der Forstverwaltung
(zn) Am 1. Dezember 2004 trat
Hartmut Dauner seinen Posten als
Chef der städtischen Forstverwaltung
an. Neben dieser 25-Wochenstunden
umfassenden Tätigkeit leitet der 54jährige Vater dreier Kinder das
Fürstlich und Gräflich
Fugger’sche Stiftungsforstamt Laugna sowie
einige andere Forstbetriebe.
um die Natur bemühten artverwandten
Disziplinen wie Naturschutz, Wasserwirtschaft, Wasserwerke etc.
Herr Dauner, was sind
die wichtigsten Aufgaben
Ihres Amtes?
Die Fortführung einer nachhaltigen Forstwirtschaft
mit dem Ziel, standortgemäße, stabile, zukunftsund leistungsfähige Mischbestände zu
begründen. Sehr wichtig sind mir
auch die Erhaltung der Arbeitsplätze
und die Weiterführung der Berufsausbildung zum Forstwirt.
Was reizt Sie an Ihrer neuen
Tätigkeit besonders?
Es ist schon eine große
Herausforderung, den größten Körperschaftswaldbetrieb Bayerns zu führen.
Der Reiz liegt aber auch in
der Streulage der Reviere
begründet, die sich in den
unterschiedlichsten Naturund Landschaftsräumen
Bayerns befinden. Hinzu
kommt, dass der Stadtwald
verschiedensten Ansprüchen – Nutz-, Schutz- und
Erholungsfunktionen – zu genügen
hat. Diese Multifunktionalität ist im
Augsburger Stadtwald und in den
Fugger’schen Stiftungswäldern besonders stark ausgeprägt.
Was wollen Sie für Ihre Dienststelle
in den nächsten Jahren erreichen?
Unser Augenmerk liegt zunächst auf
dem weiteren Ausbau und der Stärkung der forstlichen Zusammenarbeit
zwischen den Fugger’schen Stiftungsforsten und der Stadtforstverwaltung.
Wichtig ist auch eine harmonische
Zusammenarbeit mit den in der und
In den Stiftungswäldern steht die
Nutzfunktion eindeutig im Vordergrund. Dagegen dominieren in den
Lech- und Wertachauen – ich denke
hier vor allem an die Reviere Siebenbrunn und Haunstetter Wald – der
Trinkwasser-, Natur- und Klimaschutz
sowie die Erholungsfunktionen für die
Bevölkerung einer Großstadt.
»Der Weltraum zum Nutzen der Menschheit«
Seit 1999 ist Augsburg Mitglied in der
»Gemeinschaft der ARIANE-Städte«
(CVA). Bei diesem Netzwerk handelt
es sich um einen Zusammenschluss
von Städten und Unternehmen, die mit
den europäischen Raumfahrtaktivitäten rund um die ARIANE-Rakete befasst sind.
Die Ziele der CVA sind die Förderung
gemeinsamer Projekte im Bildungsund Forschungsbereich sowie der Austausch von Bürgern der beteiligten
Städte. Mit der MAN-Technologie ist
in Augsburg ein Unternehmen beheimatet, das u.a. Tanks, Feststoffboostergehäuse und Strukturen für die
ARIANE produziert.
Im November 2004 fand nun in Augsburg die erste Veranstaltung des CVASeminars »Der Weltraum zum Nutzen
der Menschheit« statt. Daran nahmen
Gymnasiasten aus Augsburg, Barcelona, Les Mureaux, Evry-Courcouronnes und Kourou in Französisch Guyana
teil. Im März folgt in Barcelona der
zweite Kursteil, abgeschlossen wird
das Seminar im Oktober in Kourou,
der Startbasis der ARIANE-Rakete.
In Augsburg konnten sich die Jugendlichen nun im Sparkassen-Planetarium
und bei der MAN-Technologie über
die Themen Weltraum und Raumfahrt
informieren. Außerdem galt es, Augsburg für eine Wanderausstellung mit
der Camera Obscura zu »entdecken«.
Die Seminarkosten tragen das DeutschFranzösische Jugendwerk und die
CVA, die Jugendlichen müssen nur
einen geringen Eigenbeitrag leisten.
Nähere Infos: Tel. (0821) 3 24 30 04
Andrea Gehler-Füssel
ZirbelNews 1-2/2005 7
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Kunst und Fotos
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