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Fragen an Alex Reinhart-van Gülpen

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Einblick
Fragen an Alex Reinhart-van Gülpen
Was wirklich zählt
Es gibt kein Patentrezept für den Erfolg.
Aber wer zufrieden ist, hat alles richtig gemacht.
Herr Reinhart-van Gülpen, wie sind Sie
Unternehmer geworden?
In diese Aufgabe bin ich praktisch hineingewachsen. Nach Ausbildung und
Studium bin ich 1975 in das Unternehmen meines Vaters eingetreten und
habe mich dort in erster Linie dem Aufund Ausbau unserer Verbrauchermärkte
und SB-Warenhäuser gewidmet. Ich bin
meinem Vater noch heute dankbar, dass
er mich sehr früh hat selbstständig werden lassen.
Was hätten Sie möglicherweise anders
machen müssen?
Wir hätten vielleicht „mutiger“ expandieren müssen. Für uns als eigentümergeführtes, mittelständisches Unternehmen
galt immer die Devise: „Bloß keine faulen
Äpfel ins Körbchen legen.“
Ihre schwierigste unternehmerische Entscheidung und Ihre beste?
Meine schwierigste Entscheidung hatte
ich zu treffen, als sich nach Jahren erfolgreicher Kooperation im Einkauf unser damaliger Partner in den Kopf gesetzt hatte,
sich unsere sehr erfolgreichen Einzelhandelsbetriebe „einzuverleiben“. Aufgrund
der Größenverhältnisse war dies für uns
nicht zu verhindern, jedenfalls nicht ohne
ganz erhebliche Risiken. Heute – mit bald
20 Jahren Abstand – bewerte ich diese
Entscheidung als sehr klug.
Was wünschen Sie sich für Ihren Unternehmensstandort?
Seite 80 • Januar/Februar 2012
Mit unserem Firmensitz an der Ostermayerstraße in Emmerich sind wir zufrieden.
Wir wünschen uns kluge Weichenstellungen der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben sowie von Rat und Verwaltung
in Bezug auf die Konversion der ehemaligen Kaserne neben unserem Betrieb.
Ihr Motto als Unternehmer und als Privatmann?
Da zitiere ich gerne meinen Ururgroßvater Carl Lambert van Gülpen: „Contentement passe richesse“ – übersetzt: „Zufriedenheit überdauert Reichtum“.
Ihre Lieblingsbeschäftigung, wenn Sie
nicht im Unternehmen aktiv sind?
Ich bin mit Überzeugung Lion und setze
mich für deren Ziele ein. Mir und meiner
Familie ist es ferner sehr wichtig, mich im
Rahmen meiner Möglichkeiten so beweglich wie möglich zu halten.
Was machen Sie am Wochenende und im
Urlaub?
In erster Linie erholen und entspannen:
im Urlaub gerne im Allgäu, an der Ostsee
oder auch jenseits der Alpen.
Ihre Lieblingslektüre?
Natürlich lese ich gerne in Fachzeitschriften über das Thema „Kaffee“, aber auch
über Lebensmittel im Allgemeinen und alles, was mit dem Handel zu tun hat. Für
mich ist dabei die „Wirtschaftswoche“ wichtig, aber auch Biografien sowie Belletristik.
Was wünschen Sie sich für die nächsten
Jahre?
Ich wünsche mir Gesundheit für meine
Familie, Freunde, Mitarbeiter und für mich
selbst. Dazu natürlich wirtschaftliche Stabilität in Deutschland und Europa. Schön
wäre es ferner, wenn die Medien etwas
verantwortungsbewusster mit ihrer wichtigen Funktion in unserer gut funktionierenden Demokratie umgingen.
Haben Sie schon eine Idee, was Sie im
Ruhestand tun möchten?
Noch habe ich keine konkreten Pläne,
aber ein Plus an Freizeit werde ich bestimmt zu nutzen wissen. Langeweile
wird’s nicht geben, dazu gibt es so unendlich viel zu sehen und zu tun.
(P. H.)
Zur Person
Alex Reinhart-van Gülpen (62) führt
mit der Firma Lensing & van Gülpen mbH die älteste Kaffeerösterei
Deutschlands (www.royalcoffee.de)
in fünfter Generation. Er wurde am
13. April 1949 als viertes von fünf Kindern der Eheleute Fritz und Magdalene Reinhart–van Gülpen geboren.
Der Ausbildung in der Lebensmittelindustrie und mehreren Volontariaten in England sowie Berlin und einer Assistenz in der Geschäftsleitung
eines großen C&C-Betriebes in Berlin schloss sich ein BWL-Studium
(FH) an. Er ist seit 1975 verheiratet
und hat zwei Söhne sowie zwei EnFoto: privat
kelkinder.
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