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Die von der Lippe-Schmerbach-Debatte zur - Institut für Statistik

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Die von der Lippe-Schmerbach-Debatte zur
Statistikausbildung:
Was muss ein(e) Statistiker(in) können?
Hanna Birke
LMU Institut für Statistik
4. März 2010
Hanna Birke (Institut für Statistik)
Debatte zur Statistikausbildung
4. März 2010
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Gliederung
1
Einleitung
2
Das Thema ist nicht neu!
3
von der Lippe-Schmerbach-Debatte
4
Deutsche Statistische Gesellschaft
5
Statistik - zwei Begriffe?
6
Was muss ein(e) Statistiker(in) können?
7
Kritikpunkte an der Statistikausbildung
8
Zusammenfassung
9
Diskussion
10
Literatur
Hanna Birke (Institut für Statistik)
Debatte zur Statistikausbildung
4. März 2010
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Einleitung
Das Fach Statistik kann als Vollzeitstudium in Deutschland nur an der TU
Dortmund und an der LMU München studiert werden.
Statistik als Hilfswissenschaft wird dennoch in anderen Wissenschaften gebraucht. Und ist daher ein Bestandteil der Ausbildung vieler Studienfächer,
wie z. B. Soziologie, Psychologie, Volks- und Wirtschaftswissenschaften.
In der „von der Lippe-Schmerbach-Debatte“ (2003) geht es um die Statistikausbildung in den Wirtschaftswissenschaften. Hierbei ist das Verhältnis
von praktischen Fähigkeiten und methodischem Wissen besonders umstritten.
Durch die Einführung der Bachelor- und Masterstudiengänge besteht die Befürchtung, dass die Statistikausbildung in den Wirtschaftswissenschaften auf
ein Minimum reduziert wird und dabei insbesondere die Wirtschaftsstatistik zu
kurz kommt.
Das Fach Statistik ist durch die methodenlastige Ausbildung bei vielen Studenten anderer Studienrichtungen unbeliebt.
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Debatte zur Statistikausbildung
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Das Thema ist nicht neu!
„Die Statistik, wenigstens die moderne statistische Methodenlehre, [sei] viel
zu algebraisch, d. h. viel zu schwer für den praktischen Statistiker geworden.“
(Anderson, 1953)
„Es besteht immer noch ein Zwiespalt zwischen der wissenschaftlichen Methodenlehre und dem praktischen Vorgehen“ (Blind, 1953)
„Ein Volkswirt, Betriebswirt oder Soziologe [ist] ohne eingehende statistische
Kenntnis heute ein ziemlich hilfloser Mann“ (Blind, 1961)
„Zunächst sollte den Studenten gleich zu Beginn der ersten statistischen Vorlesungen an ausführlich zu besprechenden aktuellen Beispielen nahegebracht
werden, dass die Statistik für viele wirtschaftliche und soziale Entscheidungen
eine unentbehrliche Grundlage ist.“ (Blind, 1961)
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Debatte zur Statistikausbildung
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Das Thema ist nicht neu!
„Die Statistik-Grundausbildung an deutschsprachigen Wirtschaftsfakultäten ist
in einer Krise. [...] Das größte Problem der statistischen Grundausbildung an
Wirtschaftsfakultäten ist die Praxis- und Datenferne.“ (Krämer, 1995)
„in der Lehre [sollen] die Produkte der amtlichen Statistik und ihre Methoden
einen höheren Stellenwert erhalten.“ (Schüler, 1998)
„Es gibt unbestritten Missstände in der Vertretung des Faches „Statistik“ an den
Hochschulen, die m. E. von einem verkürzten Verständnis des Faches herrühren,
in dem „Wirtschaftsstatistik“ immer weniger Platz hat, und die auf längere
Sicht das Fach „Statistik“ selbst in größte Schwierigkeiten bringen werden.
[...] Der Zerfall eines Faches ist kaum aufzuhalten, wenn es von Studenten
in großer Zahl abgelehnt wird, wenn es zwischen Theoretikern und Praktikern
wenig Gemeinsamkeit gibt, und wenn viele glauben, sich das Fach nach Bedarf
autodidaktisch aneignen zu können.“ (von der Lippe, 1999)
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von der Lippe-Schmerbach-Debatte
„Mehr Wirtschaftsstatistik in der Statistikausbildung für Volks- und Betriebswirte“
von Peter von der Lippe und Sibylle Schmerbach veröffentlicht im Allgemeinen
Statistischen Archiv (2003)
Vorbemerkung des Herausgebers:
Der folgende Beitrag soll eine Diskussion der Inhalte einleiten, die in Statistik an
wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten gelehrt werden. [...] Im Folgenden geben
Peter von der Lippe und Sibylle Schmerbach ein temperamentvolles Plädoyer für
eine stärkere Berücksichtigung des Fachs Wirtschaftsstatistik im Studium. Weitere,
insbesondere kontroverse Beiträge sind hiermit eingeladen. (Karl Mosler)
In der Politik und Wirtschaft gewinnt die Statistik immer mehr an Bedeutung,
jedoch sind immer weniger Menschen dazu bereit, sich mit der Entstehung und
der Aussagekräftigkeit von Statistiken zu beschäftigen oder andere hierfür zu
motivieren.
Hanna Birke (Institut für Statistik)
Debatte zur Statistikausbildung
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von der Lippe-Schmerbach-Debatte
Unter Wirtschafts- und Bevölkerungsstatistik verstehen die Autoren eine „Einführung in die Methoden der Gewinnung und Interpretation (amtlicher) statistischer Daten“.
Die Lehre der Wirtschaftsstatistik ist an fast allen wirtschaftswissenschaftlichen
Fakultäten entweder völlig eingestellt oder auf ein sehr geringes Kontingent
heruntergefahren worden, so dass bei den Studenten der Eindruck entsteht,
dass man in eine solche Lehrveranstaltung nicht zu gehen braucht.
Auf Grund von Defiziten im Bereich Statistik bzw. Wirtschaftsstatistik haben
Wirtschaftswissenschaftler Nachteile bei Stellenausschreibungen. Deshalb müssen den Studenten mehr Möglichkeiten geboten werden, sich auf diesem Gebiet
zu qualifizieren.
Daher fordern die Autoren: „So kann es nicht weitergehen“. Wirtschafts-,
Sozial- und Bevölkerungsstatistik soll nicht weiter aus der Statistikausbildung
ausgeklammert werden, sondern als wichtiger Bestandteil der Ausbildung gepflegt werden.
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von der Lippe-Schmerbach-Debatte
Ein Problem dabei ist, dass ein allgemeines Desinteresse bei den Studierenden
und Lehrenden gegenüber dem Fach Statistik vorherrscht.
Gründe sehen die Autoren dafür, dass das Fach (Wirtschafts-) Statistik als zu
„trocken“ und zu abstrakt angesehen wird.
Es ist nicht Sinn der Statistikausbildung, dass die Studenten widerwillig Formeln auswendig lernen müssen, die sie noch nicht einmal verstanden haben.
Zudem entsteht eine Abneigung gegenüber der Wirtschaftsstatistik durch eine
passive Rolle im Lernprozess.
Sie behaupten, dass die Lehrenden der Statistik nur zeigen wollen, “wie klug
man ist, weil man über komplizierte Dinge redet“.
„Wenn man glaubt, alles, was nicht nur mit Mathematik zu tun hat, sei trivial,
dann ist das schlicht arrogant.“
Daher fordern Sie ein anderes Statistikverständnis der Lehrenden!
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Deutsche Statistische Gesellschaft
Die Deutsche Statistische Gesellschaft (DStatG) (gegründet 1911) ist eine wissenschaftliche Vereinigung, die dem Wissens- und Erfahrungsaustausch im Bereich der theoretischen und angewandten Statistik dient.
Die DStatG hat zur Zeit sieben Fachausschüsse für ausgewählte Gebiete, wobei sich einer speziell mit der Aus- und Weiterbildung im Bereich Statistik
beschäftigt.
Sie ist als Statistischer Beirat des Statistischen Bundesamt tätig.
Die Mitglieder kommen zur Hälfte aus der Forschung und Lehre und zur anderen Hälfte aus der Praxis (davon die Mehrzahl aus der amtlichen Statistik).
Vorstandsvorsitzender (seit 2008): Wilfried Seidel (Helmut-Schmidt-Universität
Hamburg)
(Quelle: www.dstatg.de)
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Deutsche Statistische Gesellschaft
Die DStatG publizierte bis 2007 die wissenschaftliche Zeitschrift Allgemeines
Statistisches Archiv (AStA), welche bereits 1890 gegründet wurde.
Das AStA veröffentlichte Beiträge, die von theoretischen Forschungsartikeln,
praktischen Anwendungen bis zu Diskussionen über die gesellschaftlichen Auswirkungen der Statistik reichten.
Die Fragestellungen und Forschungsgegenstände der theoretischen aber auch
der praktischen Statistik haben sich seit der Gründung des AStAs gewandelt.
Um diesem breiten Spektrum gerecht zu werden, hat die Gesellschaft beschlossen, ab dem Jahre 2007 zwei Zeitschriften zu publizieren:
AStA - Wirtschafts- und Sozialstatistische Archiv
AStA - Advances in Statistical Analysis
Sie führen gemeinsam die Tradition der ursprünglichen Zeitschrift fort.
(Quelle: www.dstatg.de)
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Deutsche Statistische Gesellschaft
AStA - Wirtschafts- und Sozialstatistische Archiv
Das AStA - Wirtschafts- und Sozialstatistische Archiv behandelt Themen aus
der Wirtschafts- und Sozialstatistik sowie Fragen über die gesellschaftliche Bedeutung von Statistik.
Herausgeber: (seit 2007) Hans-Wolfgang Brachinger (Universität Freiburg)
Es versteht sich als zentrales deutschsprachiges Organ für die Publikation
wirtschafts- und sozialstatistischer Arbeiten.
Es verfolgt das Ziel, ein wissenschaftliches Forum zu schaffen, in dem die steigende gesellschaftliche und politische Bedeutung der Statistik angemessen zum
Ausdruck gebracht wird.
Nicht das mathematische Niveau ist für die Qualität eines Beitrages ausschlaggebend. Es wird auf die Lesbarkeit der publizierten Artikel Wert gelegt.
„Das AStA - Wirtschafts- und Sozialstatistische Archiv will die Lücke schließen zwischen der Vielzahl rein methodisch orientierter meist englischsprachiger
statistischer Fachzeitschriften und der allgemeinen deutschsprachigen Presse,
insbesondere der Wirtschaftspresse.“ (Brachinger, 2007)
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Deutsche Statistische Gesellschaft
AStA - Advances in Statistical Analysis
Das AStA - Advances in Statistical Analysis widmet sich der Theorie und den
Methoden der Statistik und wird in englischer Sprache veröffentlicht.
Herausgeber: (2007-2009) Wilfried Seidel; (seit 2009) Göran Kauermann (Universität Bielefeld) und Stefan Lang (Universität Innsbruck)
Die Zeitschrift umfasst Artikel zu innovativen statistischen Verfahren in den
Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, aber auch in anderen Anwendungsgebieten wie Ingenieurwissenschaften, Ökologie und Technologie sowie Artikel zu
statistischen Methoden.
Zudem werden Reviews über ausgewählte Gebiete aus der Statistik (u. a. auch
Buchbesprechungen) veröffentlicht.
Mit dieser Zeitschrift möchten die Herausgeber einen sehr hohen Standard im
Bereich Statistik erlangen (Seidel, 2007).
Die Teilung in die zwei Zeitschriften ist eine Aufspaltung in eine nationale
und internationale Zeitschrift. Das AStA - Advances in Statistical Analysis
richtet sich als internationale englischsprachige Zeitschrift nach dem Trend der
Globalisierung (Kauermann und Lang, 2009).
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Debatte zur Statistikausbildung
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Deutsche Statistische Gesellschaft
Mögliche Gründe für die Aufspaltung der Zeitschrift Allgemeines Statistisches
Archiv können Unstimmigkeiten zwischen den methodisch/mathematisch und
amtlich/wirtschaftlich orientierten Statistikern sein. Dazu folgendes Zitat:
„Nicht alles ging in den letzten drei Jahrzehnten - wie auch früher schon - ohne
kontroverse Diskussionen vonstatten. [...] Das wechselseitige Verständnis und die
wechselseitige Achtung sind deutlich gewachsen. Dennoch bleibt unverkennbar, dass
die gegenseitige geistige Befruchtung - die Einsicht in die Rahmenbedingungen und
Probleme der praktischen Statistik bei der Methodenforschung und die Nutzung der
in der Forschung entwickelten Methoden in der wirtschafts- und sozialstatistischen
Praxis - auch in Zukunft eine Aufgabe bleibt.“ (Quelle: www.dstatg.de)
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Debatte zur Statistikausbildung
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Statistik - zwei Begriffe
Gibt es überhaupt ein Fach Statistik? (Krämer, 2008)
Statistik kommt aus dem Italienischen „Statista“ = „Staatsmann“. Vor 100
Jahren war mit Statistik das gemeint, was heute im allgemeinen Wirtschaftsstatistik heißt.
Völlig unabhängig und parallel dazu entwickelte sich in der Mathematik die
Wahrscheinlichkeitsrechnung.
„Und es ist eine Erbsünde unserer Wissenschaft, an der wir heute leiden, dass,
wer auch immer es gewesen ist, diese beiden Wissenschaften unter einem einzigen Dach namens Statistik zwangsvereinigt hat.“
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Statistik - zwei Begriffe
Die Statistik als Wissenschaft besteht heute aus zwei Disziplinen: Stochastik
(oder auch stochastische Inferenzstatistik) und Datenanalyse.
Diese beiden Wissenschaften sollten organisatorisch getrennt werden. Das würde z. B. bedeuten, dass es an jeder Wirtschaftsfakultät einen Lehrstuhl für
Datenanalyse und einen Lehrstuhl für Inferenzstatistik geben würde.
Unter Datenanalyse versteht Krämer folgendes:
Messfehler und Datenbereinigung, adäquate Definition von Begriffen wie Einkommen, Armut und Arbeitslosigkeit, Datensicherheit und Anonymisierung und
Datenbankdesign ganz allgemein, fehlenden Daten und Antwortverweigerung,
Qualitätsberücksichtigung bei Preisindizes, die optimalen Gestaltung von Fragebögen, praktischen Ziehen von Stichproben, der optimalen grafischen Präsentation von Daten usw.
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Statistik - zwei Begriffe
Unter stochastische Inferenzstatistik fasst der Krämer folgende Themen
zusammen:
Maximum-Likelihood und Bayes-Verfahren, verallgemeinerte Momentenschätzer, multiple Testprobleme, lineare und nichtlineare Regression, Versuchsplanung, Approximationstheoreme, Markovketten, Simultane Gleichungen, Kurvenschätzungen, Erwartungstreue, Effizienz und Konsistenz, Kernschätzer, parametrische vs. nichtparametrische Verfahren allgemein, Resampling-Verfahren
(Bootstrap usw.), Grenzwertsätze, stationäre vs. instationäre stochastische
Prozesse, Kointegraton, stochastische Differentialgleichungen usw.
Der Bereich der Datenanalyse findet in der Berufspraxis und in vielen Anwendungsgebieten eher ihre Anwendung.
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Debatte zur Statistikausbildung
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Was muss ein(e) Statistiker(in) können?
„Die meisten werden kaum selbst Erhebungen und statistische Tests durchführen,
wohl aber Statistik als Betrachter von Produkten der amtlichen Statistik erleben
und insofern auch mit Problemen der Messung und Datengewinnung, sowie der
Interpretation von statistischen Ergebnissen, also mit typisch
wirtschaftsstatistischen Fragen zu tun haben.“
(von der Lippe und Schmerbach, 2003)
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Debatte zur Statistikausbildung
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Was muss ein(e) Statistiker(in) können?
In der Statistikausbildung an den Universitäten müssen die Ansprüche der potenziellen Arbeitgeber berücksichtigt werden. Es kommen folgende Fragen auf:
Wie viel und welche Statistik
braucht ein Wirtschaftsstudent für sein weiteres Studium?
braucht ein ausgebildeter Wirtschaftswissenschaftler im späteren Berufsleben?
wird von wem erwartet?
Es lassen sich grob drei Stufen unterscheiden:
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Was muss ein(e) Statistiker(in) können?
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Die niedrigste Stufe beinhaltet das Erstellen von einfachen Verkaufs- und
ähnlichen Statistiken. Solche Aufgaben sind sehr häufig bei Stellen im Vertrieb
vorzufinden. Dafür dürfte jedoch eine Statistikausbildung kaum notwendig sein.
Es reichen minimale Kenntnisse der deskriptiven Statistik aus.
Bei der zweiten Stufe spielt die Statistik eine sehr große Rolle, jedoch erwartet
das Unternehmen gleichzeitig spezielle Kenntnisse im Bereich der BWL. Einerseits wird z. B. ein solides Wissen im Bereich Marketing gefordert, andererseits
werden fundierte Kenntnisse über bestimmte Bereiche der Statistik und statistische Software erwartet. Der Anteil der reinen Statistik an der Gesamtarbeit
beträgt ca. 30–60%.
In der höchsten Stufe bestehen die Aufgaben zu fast 100% aus Statistik.
Entsprechende Stellenausschreibungen sind jedoch selten an Wirtschaftswissenschaftler, sondern eher an Mathematiker oder Diplom/Master-Statistiker
gerichtet. Kenntnisse in der BWL werden von den Bewerbern eher nicht oder
nur in geringem Maße erwartet.
(von der Lippe und Kladroba, 2008)
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Was muss ein(e) Statistiker(in) können?
Es sollen Grundlagen in
deskriptiver Statistik - Beschreibung und Darstellung von Daten durch Grafiken, Tabellen und Berechnung von statistischen Kennwerten (z. B. Mittelwert,
Median, Varianz)
induktiver Statistik - Schlussfolgerungen von einer Stichprobe auf die Grundgesamtheit ziehen, z. B. unter Verwendung von Punkt- und Intervallschätzern
sowie Signifikanztests
Wahrscheinlichkeitsrechnung - Vorraussetzung für die induktive Statistik,
beinhaltet u. a. den klassischen und axiomatischen Wahrscheinlichkeitsbegriff,
Zufallsvariablen, Verteilungsmodelle und den zentralen Grenzwertsatz
Wirtschaftsstatistik - umfasst u. a. Grundlagen der amtlichen Statistik sowie
Preisstatistik, Bevölkerungsstatistik, Erwerbsstatistik, Produktionsstatistik und
volkswirtschaftliche Gesamtrechnung
vermittelt werden.
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Was muss ein(e) Statistiker(in) können?
Adäquation und Operationalisierung
Die Studenten sollen mit dem Prozess der Operationalisierung und Adäquation
vertraut sein. Dabei beschreibt
Operationalisierung (Messbarmachung) die Art und Weise, wie ein theoretisches
Konstrukt gemessen werden soll.
Adäquation die Übertragung theoretischer Konstrukte von ökonomischer Erscheinungen in statistische Konzepte. Das Problem, möglichst passendes Datenmaterial für die Adäquation zu verwenden, nennt man Adäquationsproblem.
Das Problem der Operationalisierung ist der Kern der wirtschaftsstatistischen
Betrachtungen. Sie sind verbunden mit den beiden anderen Stufen der statistischen Arbeit, d. h. der Beschreibung und Analyse der gewonnenen Daten
mit geeigneten statistischen Methoden und der statistischen Interpretation der
Ergebnisse (von der Lippe und Schmerbach, 2003). .
Der Prozess der Adäquation und der Operationalisierung wirtschaftstheoretischer Inhalte ist die Grundlage jeder statistischen Arbeit (Schmerbach, 2008).
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Was muss ein(e) Statistiker(in) können?
Empirische Wirtschaftsforschung
Die Studenten sollten die Fähigkeit zum selbständigen wissenschaftlichen, empirischen Arbeiten erwerben.
Dazu gehören u. a. Themen wie Fragebogengestaltung, statistische Datenerhebungen, -aufbereitungen und Auswertungen, Stichprobenverfahren und Behandlung von fehlenden Werten.
Statistische Software
Die Studenten sollen Kompetenzen für die Auswahl und die Anwendung von
statistischen Methoden erwerben, z. B. durch den Einbezug von realen Datensätzen aus der amtlichen Statistik.
Die konkrete Anwendung von Statistik erfordert heute das Einbeziehen von statistischer Software. Daher sollten die Studenten den Umgang mit statistischer
Software trainieren, sowie die Interpretation von Ergebnisoutputs.
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Was muss ein(e) Statistiker(in) können?
Ein Lehrangebot soll so konzipiert werden, dass ein ausgewogenes Verhältnis
zwischen allen Phasen der statistischen Arbeit von der Problemstellung
über die Datengewinnung, die Methodenauswahl und -anwendung bis zur Interpretation der erzielten Ergebnisse vermittelt wird (Schmerbach, 2008).
Dazu ist das Erlernen grundlegender statistischer Methodik und deren Einsatz
am Computer notwendig.
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Debatte zur Statistikausbildung
4. März 2010
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Was muss ein(e) Statistiker(in) können?
Das Statistische Bundesamt hat mit Unterstützung von weiteren statistischen Ämtern
und Wirtschaftsforschungsinstituten eine öffentliche Stellungnahme zum Erhalt eines
gewissen Mindestumfangs in der Statistikausbildung, insbesondere die Wirtschaftstatistik betreffend, veröffentlicht (DESTATIS, 2006).
Die Statistikausbildung soll Grundkenntnisse der Wirtschafts- und Sozialstatistik vermitteln, dabei dürfen die theoretischen Grundlagen nicht vernachlässigt
werden.
Themen wie Datenerhebung, Aufbereitung und Auswertung der Daten, Datenschutz und Datenqualität sollten bei den Studieninhalten berücksichtig werden.
Statistische Methoden sollten unter der Verwendung von echten Daten gelehrt
werden.
Der gesamte statistische Produktionsprozess von der Operationalisierung einer
Fragestellung über die Vorbereitung und Durchführung einer Erhebung bis hin
zur Datenanalyse sollen Gegenstand der Ausbildung sein. Ein problemorientiertes und praxisnahes Studium verbessert die Berufsaussichten der künftigen
Studienabgänger nachhaltig.
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Kritikpunkte an der Statistikausbildung
Schlechtes Ansehen der (Wirtschafts-) Statistik
„Statistiker werden als Verwalter von Datenfriedhöfen gesehen, als bedauernswerte
Kreaturen, oft auch als Meister der Datenmanipulation.“ (Grünewald et al., 2004)
Durch die Einführung der Bachelor-Studiengänge an deutschen Universitäten
besteht ein geringeres Zeitbudget für die einzelnen Studienschwerpunkte.
Zahlreiche Wirtschaftsfakultäten haben den Umstellungsprozess eingeleitet,
diesen jedoch zum Anlass genommen, die Lehrangebote im Fach Statistik zum
Teil auf ein Mindestmaß zu reduzieren (Schmerbach, 2008). Die Rolle der Statistik wird weiter geschwächt.
Weitere Gründe für die Abnahme der Bedeutung des Fachs Statistik sind Kürzungen von Stellen.
Das Ansehen des Fachs Statistik leidet unter der These, dass Statistik-Prüfungen
- gewollt oder ungewollt - als Instrument genutzt werden, um ungeeignete Studenten aus sozialen, wirtschafts- und verhaltenswissenschaftlichen Studiengängen auszuselektieren (Wagner und Büning, 2008).
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Kritikpunkte an der Statistikausbildung
Die Wirtschaftsstatistik wird häufig als einfach und trivial angesehen, was zu
einem geringeren Ansehen in der Öffentlichkeit führt. Daher sind Wissenschaftler wenig motiviert, sich hiermit in Forschung und Lehre zu befassen.
Der geringe Stellenwert der Wirtschaftsstatistik zeigt sich in einer überschaubaren Anzahl geeigneter Lehr- und Übungsbücher. Gründe dafür könnten eine
schnellere Veralterung der Inhalte der Wirtschaftsstatistik, zu niedrige Absatzzahlen und ein wissenschaftlich geringeres Ansehen der Forschung im Bereich
Wirtschaftsstatistik sein (Grünewald et al., 2004).
Eine quantitativ und empirisch orientierte Diplomarbeit oder Dissertation sollte
im Vergleich zu einer theoretisch orientierten wissenschaftlichen Arbeit eine
gleichwertige Anerkennung und Benotung erhalten (Grünewald et al., 2004).
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Kritikpunkte an der Statistikausbildung
Mehr Wirtschaftsstatistik in der Statistikausbildung der
Wirtschaftswissenschaftler
Besonders beklagen sich einige akademische Wirtschaftsstatistiker über eine zu
geringe Wertschätzung der Wirtschafts- und Sozialstatistik in der Ausbildung
bei den Wirtschaftswissenschaften (Rendtel, 2008).
Innerhalb der Statistik sei die Wirtschaftsstatistik im Nachteil gegenüber den
Methodikern und ihren „superschicken“ Modellen (Rendtel, 2008).
Im Bachelor-Studiengang sollten Inhalte der statistischen Methodenlehre zugunsten einer vermehrten Lehre der Wirtschaftsstatistik reduziert werden (Grünewald et al., 2004).
Es soll unter einem eigenen Titel angeboten werden, damit es nicht als „Randbemerkung“ in der deskriptiven Statistik untergeht (von der Lippe und Schmerbach, 2004).
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Kritikpunkte an der Statistikausbildung
Statistikvorlesungen sind zu abstrakt
Eine methodenlastige und datenferne Statistikausbildung trägt zur Unbeliebtheit des Fachs Statistik bei den Stundenten bei.
Der Mathematisierungsgrad der Lehrveranstaltungen soll nicht das dominierende Kriterium für Inhalt und Niveau des Lehrangebotes der Wirtschaftsstatistik
sein.
Viele Studenten haben mit dem Fach Wirtschaftsstatistik Schwierigkeiten, was
sich in den Klausurergebnissen der Statistikklausuren zeigt (von der Lippe and
Schmerbach, 2004; Grünewald et al., 2004).
Es wird daher vorgeschlagen, vor Studienbeginn einen Stützkurs in Mathematik anzubieten, um den Studenten den Einstieg in die Statistik zu erleichtern
(Wagner und Büning, 2008).
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Kritikpunkte an der Statistikausbildung
Mehr Praxisbezug in der Statistikausbildung
Im Vorstellungsverfahren wird festgestellt, dass die Absolventen mangelnde
Kenntnisse im Bereich der Wirtschaftstatistik haben und sie unfähig sind mit
Daten aus der amtlichen Statistik umzugehen (Grünewald et al., 2004; Rendtel,
2008).
Das Urteil lautet: „Ausbildung am Bedarf vorbei!“ (Rendtel, 2008).
Dies resultiert aus einer praxisfernen Ausbildung. Das Verhältnis zwischen
Theorie und Praxis ist nicht mehr im Einklang (Litz, 2004).
Die Studienreformierung sollte als Chance genutzt werden, an einem ausgewogenen Lehrangebot zwischen Wissenschaft und Praxisorientierung zu arbeiten,
um das Interesse der Studenten mehr als in der Vergangenheit zu wecken und
sie damit besser auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten (Schmerbach, 2008).
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Debatte zur Statistikausbildung
4. März 2010
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Kritikpunkte an der Statistikausbildung
Um einen Praxisbezug in den Lehrveranstaltungen herzustellen, wird vorgeschlagen
zu Beginn der Vorlesung ein aktuelles Zahlenbeispiel aus der amtlichen
Statistik oder aus der Wirtschaft vorzustellen (von der Lippe und Schmerbach,
2003).
Fachvertreter aus der amtlichen Statistik sowie aus anderen Bereichen als
Gastdozenten in die Lehrveranstaltung einzuladen, die über aktuelle statistische
bzw. ökonomische Themen referieren und mit den Studenten diskutieren.
Durch die Verfügbarkeit umfangreicher Datensammlungen und leistungsfähiger
statistischer Software hat die Bedeutung empirischer Analysen zugenommen
(von der Lippe und Schmerbach, 2003, Vorbemerkung). Daher sollte bei einer praxisnahen Ausbildung der Einbezug von statistischer Software gestärkt
werden.
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Debatte zur Statistikausbildung
4. März 2010
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Kritikpunkte an der Statistikausbildung
Stärkere Zusammenarbeit der Universitäten mit der amtlichen Statistik
Da die Statistikprofessoren viel zu selten Daten aus der amtlichen Statistik verwenden, wird eine stärkere Kooperation zwischen der akademischen Forschung
und der amtlichen Statistik gefordert (Grünewald et al., 2004).
Hanna Birke (Institut für Statistik)
Debatte zur Statistikausbildung
4. März 2010
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Zusammenfassung
In der Statistikausbildung sollen alle Phasen der statistischen Arbeit vermittelt werden, d. h. die Datengewinnung, Methodenauswahl, Auswertung und
Interpretation der Ergebnisse.
Die Motivation der Studenten soll durch eine praxisnahe Statistikausbildung
erhöht werden, um das Ansehen des Fachs unter den Studenten zu steigern
und sie für die Anforderungen des Arbeitsmarktes zu qualifizieren.
Dazu wird ein Umdenken der Lehrenden in Bezug auf das Fach Wirtschaftsstatistik gefordert.
Die statistische Methodenlehre soll zugunsten der Lehre der Wirtschaftsstatistik reduziert werden.
Es wird eine stärkere Kooperation zwischen den Universitäten und der amtlichen Statistik gefordert.
Hanna Birke (Institut für Statistik)
Debatte zur Statistikausbildung
4. März 2010
32 / 41
Zusammenfassung
Die große Anzahl der Artikel zur Statistikausbildung bei den Wirtschaftswissenschaftlern, die bis in die 50er Jahre zurück gehen, haben gezeigt, dass die
Kritikpunkte an der Ausbildung bis heute wenig Wirkung gezeigt haben. Durch
die Einführung der Bachelor- und Masterstudiengänge sind noch neue Probleme hinzugekommen.
In einem aktuellen Artikel von Lorscheid (2009), der einen Überblick über den
Umfang und die Inhalte der Statistikausbildung in den Wirtschaftswissenschaften an deutschen Universitäten gibt, wird herausgestellt, dass weiterhin Lücken
im Pflicht-Lehrangebot der Statistik bestehen.
Hanna Birke (Institut für Statistik)
Debatte zur Statistikausbildung
4. März 2010
33 / 41
Diskussion
„Dabei hat es in der Vergangenheit eher wenig Kooperation zwischen der amtlichen Statistik und den beiden Statistik-Fakultäten gegeben. So spielt weder
die amtliche Statistik in der Lehre beider Fakultäten eine wesentliche Rolle
noch die Absolventen der Statistik-Studiengänge bei der Einstellungspraxis der
statistischen Ämter (vgl. hierzu Thöne u. Weihs 2008, S. 83).“ (Lorscheid,
2009)
„Schließlich sollte geprüft werden, ob die beiden Statistik-Fachbereiche in München und Dortmund - die ja eine exponierte Stellung für das Fach haben - für
die Amtliche Statistik interessanter werden können.“ (Rendtel, 2008)
Sollte die amtliche Statistik mehr in unserem Studiengang thematisiert werden?
Sollte die Veranstaltung Wirtschafts- und Sozialstatistik zu einem Pflichtteil des
Studiums werden?
Hanna Birke (Institut für Statistik)
Debatte zur Statistikausbildung
4. März 2010
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Diskussion
„Selbst der erfolgreiche Fachbereich Statistik der Universität Dortmund und
die Kollegen an der Ludwigs-Maximilians-Universität München, die ebenfalls
akademische Abschlüsse in Statistik anbieten, haben ihre Ausbildungsschwerpunkte bislang ganz eindeutig nur auf einem Teilbereich.“ [Damit ist hier die
Inferenzstatistik gemeint.]
„Die Datenanalyse [hat] kaum Wirkungen auf die stochastische Inferenzstatistik; diese geht in aller Regel von unabhängig identisch verteilten Stichprobenvariablen, korrekt spezifizierten Modellen und fehlerfrei gemessenen sowie
vollständig beobachteten Modellvariablen aus. Mit anderen Worten, fast all
die Probleme, mit denen sich die Datenanalytiker tagtäglich herumzuschlagen
haben, werden von den Stochastikern einfach als gelöst betrachtet.“
(Krämer, 2008)
Ist die Lehre in unserem Studiengang von der Praxis zu weit entfernt?
Steht die Lehre der Inferenzstatistik zu weit im Vordergrund?
Sollten wirklichkeitsfremde und abstrakte Beispiele mehr durch reale Projekte
ersetzt werden?
Hanna Birke (Institut für Statistik)
Debatte zur Statistikausbildung
4. März 2010
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Diskussion
„Die Statistik [wird] mehr und mehr als Werkzeug gesehen, das ohnehin jeder
beherrscht und deshalb eines speziellen Lehrstuhls nicht würdig ist.“
„Das allmähliche Verdrängen des „Nur-Statistikers“ durch den „Auch-Statistiker“,
der in erster Linie eine „Substanzwissenschaft“ vertritt, sich aber in den für sein
Gebiet relevanten Teilen der Statistik für sehr kompetent hält.“
„Es mag sein, dass es nicht selten zum Vorteil des Faches ist, wenn fast alle
Wirtschaftswissenschaftler sich mit Statistik beschäftigen müssen und damit
in einem gewissen Sinne jeder ein Statistiker oder Ökonometriker sein muss
(oder glaubt es zu sein).“
(von der Lippe und Kladroba, 2008)
Besteht heute die Gefahr durch die freie Verfügbarkeit von statistischer Software,
dass jeder Statistik betreiben kann, egal ob er es verstanden hat oder nicht?
Ist damit die Ausbildung zum „Nur-Statistiker“ gar nicht mehr notwendig?
Hanna Birke (Institut für Statistik)
Debatte zur Statistikausbildung
4. März 2010
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Diskussion
Dagegen stellen Thöne und Weihs (2008) in dem Artikel „Vielseitig und gefragt:
Absolventinnen und Absolventen des Dortmunder Studiengangs Statistik“ heraus:
„Es hat sich gezeigt, dass die breit angelegte Ausbildung ein breites Betätigungsfeld für Statistikerinnen und Statistiker eröffnet.“
„Das Berufsfeld der Statistikerinnen und Statistiker ist vielseitig!“
„Statistikerinnen und Statistiker sind gefragt!“
Hanna Birke (Institut für Statistik)
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