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1 Besonderheit der Marktwirtschaft! 2 Was untersucht - VDE-Verlag

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Besonderheit der Marktwirtschaft!
Es geht um eine Wirtschaftsordnung, in der die wirtschaftlichen Handlungen der
Wirtschaftssubjekte durch den Markt aufeinander abgestimmt und mit den Bedürfnissen in Einklang gebracht werden. Regulierungsinstrument ist hierbei der Preis,
der das Verhältnis von Angebot und Nachfrage bestimmt. Notwendige Voraussetzungen des marktwirtschaftlichen Modells sind Privateigentum an Produktionsmitteln sowie grundlegende und allgemeine Freiheitsrechte, wie z. B. Vertragsfreiheit,
Freiheit der Berufs-und Arbeitsplatzwahl, Gewerbefreihet, Produktions-, Handelsund Konsumfreiheit. Der Staat setzt den ordnungspolitischen Rahmen zur Aufrechterhaltung des Wettbewerbs ein.
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Was untersucht die Volkswirtschaftslehre/
Betriebswirtschaftslehre?
Volkswirtschaftslehre (VWL):
● gesamtwirtschaftliche Zusammenhänge,
● makroskopische, auf das Ganze ausgerichtete Betrachtungsweise,
● einzelne Segmente und Wirtschaftsgruppen werden insoweit analysiert, wenn
ihre wirtschaftlichen Verflechtungen und Wirkungen Einfluß auf das Ganze einer
Volkswirtschaft haben.
Betriebswirtschaftslehre (BWL):
● einzelwirtschaftlich orientiert,
● mikroskopische, auf einzelne Wirtschaftseinheiten bezogene Betrachtungsweise,
● das gesamtwirtschaftliche Ganze findet nur Berücksichtigung, wenn es aus der
Sicht der einzelnen Wirtschaftseinheiten Relevanz besitzt.
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Was bedeutet „Wirtschaften“, und warum muß gewirtschaftet
werden?
Wirtschaft ist das Gebiet menschlicher Tätigkeiten, das der Bedürfnisbefriedigung
dient. Da menschliche Bedürfnisse praktisch unbegrenzt sind, die zur Bedürfnisbefriedigung geeigneten Mittel (Güter) aber von Natur aus begrenzt (knapp) sind, ist
der Mensch gezwungen, zu wirtschaften, d. h., er muß bestrebt sein, die vorhandenen Mittel so einzusetzen, daß ein möglichst großes Maß an Bedürfnisbefriedigung
entsteht.
Die Wirtschaft verdankt ihre Entstehung einer quantitativen Relation:
● Knappheit der Güter,
● Unbegrenztheit menschlicher Bedürfnisse.
Die Wirtschaft ist wertneutral, ihren Wert erhält sie erst von der Zielsetzung.
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Wirtschaften ist die von Menschen darauf gerichtete Tätigkeit, die zu seiner leiblichen und seelischen Existenz notwendigen Güter zu schaffen und deren Verteilung
sicherzustellen.
Wirtschaften ist der Inbegriff aller planvollen menschlichen Tätigkeiten, die unter
Beachtung des ökonomischen Prinzips (Rationalprinzip) mit dem Zweck erfolgen,
die – an den Bedürfnissen der Menschen gemessen – bestehende Knappheit der Güter zu verringern.
Oder anders ausgedrückt heißt Wirtschaften entscheiden, welchen Bedürfnissen
welche Mittel zugewiesen werden.
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In welcher Beziehung steht das Rationalprinzip zum
Wirtschaften?
Das allgemeine Vernunftsprinzip fordert, ein bestimmtes Ziel mit dem Einsatz möglichst geringer Mittel zu erreichen.
Auf die Wirtschaft bezogen läßt sich das Rationalprinzip (ökonomisches Prinzip)
mengen- oder wertmäßig formulieren, und zwar: Mit einem gegebenen Aufwand an
Produktionsfaktoren ist der größtmögliche Güterertrag zu erzielen, oder es ist ein
gegebener Güterertrag mit geringstmöglichem Einsatz von Produktionsfaktoren zu
erwirtschaften. Das heißt, mit einem gegebenen Geldaufwand einen maximalen Erlösbetrag oder einen bestimmten Erlös mit mininalem Geldeinsatz erzielen.
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Welche Stellung nimmt der Betrieb in einer arbeitsteiligen
Wirtschaft ein?
Betriebe als Gewinnungsbetriebe = primäre Produktion
Dazu gehören: Bergbau, Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei.
● Betriebe als Erzeugungsbetriebe = sekundäre Produktion
Dazu gehören: Industrie und Handwerk.
● Betriebe als Verteilungsbetriebe = tertiäre Produktion
Dazu gehören: Handel, Verkehr, Banken, Versicherungen.
Die drei Betriebsarten werden als Produktionswirtschaften bezeichnet. Dem stehen
private und öffentliche Haushalte gegenüber, die als Konsumwirtschaften bezeichnet
werden.
●
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Wesen und Aufgabe des Betriebs?
Wesen:
Im allgemeinen sind Betriebe Arbeitsstätten, die mit menschlicher Arbeitskraft, mit
Betriebsmitteln und mit Werkstoffen ausgerüstet sind (man spricht auch von ele18
mentaren Leistungs- und Produktionsfaktoren) und die Sachgüter sowie Dienstleistungen zur Bedürfnisbefriedigung der Menschen erstellen (Grundsatz der Wirtschaftlichkeit).
Es wird unterschieden nach:
● elementare Leistungs- und Produktionsfaktoren,
● dispositive Leistungsfaktoren (Management).
Andere mögliche Einteilung:
● Repetierfaktoren (z. B. Werkstoffe, die wiederbeschafft werden müssen),
● Potentialfaktoren (d. h. wieder zu benutzende Faktoren, z. B. Grund und Boden,
Arbeitskraft, Maschinen, Gebäude),
● dispositive Faktoren.
Aufgabe:
Der Betrieb ist die Arbeitsstätte, die mit Produktionsfaktoren ausgestattet ist und in
der Sachgüter und Dienstleistungen zur Bedürfnisbefriedigung der Menschen nach
dem Grundsatz der Wirtschaftlichkeit erstellt werden. Betrieb = Produktionsstätte.
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Was versteht man unter den Begriffen Betriebsmittel,
Werkstoffe, Rohstoffe, Hilfsstoffe, Betriebsstoffe!
Betriebsmittel
Werkstoffe
Rohstoffe
Hilfsstoffe
Betriebsstoffe
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Maschinen, Geräte, Gebäude, Grund und Boden, Fahrzeuge.
Rohstoffe, Hilfsstoffe, Betriebsstoffe sowie Halb- und Fertigfabrikate, die zur Herstellung anderer Produkte notwendig sind.
Wesentlicher Bestandteil des Fertigprodukts.
Nägel, Schrauben, Mörtel, Stoffe, die ersichtlich sind, die aber
nicht wesentlicher Bestandteil des Endprodukts sind.
Erforderlich für die Erstellung der Endprodukte, aber nicht sichtbar, z. B. Energie, Schmierstoffe.
Hängt die Gestaltung der Betriebe von der
Wirtschaftsordnung ab?
Alle Betriebe weisen unabhängig von der Wirtschaftsordnung bestimmte Merkmale
auf, die als systemindifferent bezeichnet werden.
● Kombination produktiver Faktoren,
● Prinzip der Wirtschaftlichkeit (ökonomisches Prinzip),
● finanzielles Gleichgewicht.
Die Wirtschaftseinheit wird dann als Betrieb bezeichnet, wenn systemindifferente
Tatbestände vorliegen.
Der Betrieb (nach Gutenberg) wird durch solche Tatbestände beeinflußt, die sich aus
dem gegebenen Wirtschaftssystem ergeben.
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