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1 Mio. Franken Gutscheine gewonnen - was nun

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Stadt Wil
Wiler Nachrichten, 3. Mai 2012
Seite 7
1 Mio. Franken Gutscheine gewonnen - was nun?
WIL/BASEL Am 31. Mai wird die Aktion «Big Win» verlost
Bei der Aktion «Big Win» von
Coop und den angeschlossenen
Geschäften sind nebst Naturalpreisen auch ein Hauptgewinn – Geschenkkarten im
Wert von einer Million Franken
– zu gewinnen. Die Gewinner
werden am 31. Mai 2012 verlost. Was erwartet nun den
Hauptgewinner?
Vom 27. Februar 2012 bis 8. April
2012 führte Coop die Aktion «Big
Win» durch. Während dieser Zeit
erhielten die Kunden an der Kasse
von Coop und verschiedenen angeschlossenen Geschäften bei jedem Einkauf ab 20 Franken und gegen Vorweisung der Supercard ein
Big Win Los. Die Losnummer
konnte ein Supercardbesitzer anschliessend via Internet eingeben
und an der Verlosung teilnehmen.
Was erwartet den
Hauptgewinner?
Gemäss Website von Coop wird der
Hauptpreis «Für CHF 1 Mio. gratis
einkaufen» wie folgt ausbezahlt:
Der Hauptgewinner oder die
Hauptgewinnerin erhält den Betrag von CHF 1 Mio. in Form von
Coop Geschenkkarten. Mit den
Coop Geschenkkarten kann in allen Coop Geschäften gemäss den
«Allgemeinen
Geschäftsbedingungen Geschenkkarten» eingekauft werden.
Es stellt sich nun die Frage, wie
kann ein «Normalsterblicher» die
durch den Gewinn anfallenden, erheblichen Steuern bezahlen? Hiezu lässt Coop jedoch einen «Hoffnungsschimmer»
offen:
«Der
Hauptpreis von CHF 1 Million wird
in Form von Coop Geschenkkarten (einlösbar in allen Coop Formaten) ausbezahlt. Die Auszahlungsmodalitäten werden direkt
mit dem Hauptgewinner vereinbart. Die Versteuerung des Gewinns ist Sache des Gewinners; im
Zusammenhang mit der anfallenden Steuerpflicht ist eine teilweise
Barauszahlung des Hauptgewinns
möglich, wobei die Details hierzu
mit dem Hauptgewinner individuell abgesprochen werden.»
Modalitäten des Gewinns
Wenn man beide Bestimmungen
auf einen Nenner bringt und die
«Allgemeinen
Geschäftsbedingungen Geschenkkarten» berücksichtigt, ergeben sich folgende Erkenntnisse.
Der Hauptgewinner erhält CHF 1
Mio. in Form von Coop Geschenkkarten.
Einkäufe sind in allen Coop Geschäften gem. «AGB Geschenkkarten» möglich, also nicht nur in
Coop Supermärkten, sondern z. B.
auch bei Coop Bau + Hobby, Coop
Vitality Apotheken, Import-Parfümerie, Interdiscount, Top-Tip
etc.
Coop Geschenkkarten sind übertragbar, da sie nicht persönlich
sind.
Geschenkkarten-Guthaben können nicht bar ausbezahlt werden.
Geschenkkarten sind nur 36 Monate gültig.
Im Zusammenhang mit der anfallenden Steuerpflicht ist eine teilweise Barauszahlung des Hauptgewinns möglich, wobei die Details mit dem Hauptgewinner individuell abgesprochen werden.
steuern, und zwar nicht erst in den
Folgejahren, sondern bereits im
Gewinnjahr 2012», betont Sager.
Bild: Walter Sutter
Vom 27. Februar bis 8. April 2012 gab es für einen Einkauf ab 20 Franken gegen Vorweisung der Supercard ein Big Win Los.
im Rahmen der ordentlichen Veranlagung besteuert. Es sind verschiedene Sachverhaltskonstellationen denkbar, wobei von den
oben erwähnten Modalitäten des
Gewinns ausgegangen wird.
Variante 1: Der Gewinner erhält die
ganze Millionen in Form von Geschenkkarten.
Da es sich dabei um einen Naturalgewinn handelt, muss er bewertet werden. Es wird ein realistischer Wiederveräusserungswert
ermittelt (StB 36 Nr. 2 Ziff. 2.2 i.V.m.
Ziff. 1.3). Aufgrund des Umstan-
nem Einschlag von 20 % aus, so ist
der Big Win mit Fr. 800'000 als Einkommen zu besteuern.
Variante 2: Der Gewinner und Coop
vereinbaren, dass zur Bezahlung
der Steuer ein Teil des Gewinns in
bar ausbezahlt wird. Coop wird
wohl mit dem Gewinner vereinbaren, dass die Barzahlung nicht
an den Gewinner selber erfolgt,
sondern an das zuständige Steueramt. Denn sonst besteht die Gefahr, dass der Gewinner schliesslich das Bargeld für etwas anderes
als für die Bezahlung der Steuer-
Was passiert, wenn Coop nicht
die ganzen Steuern übernimmt?
Dazu Felix Sager: «Wenn Coop
nicht die ganze Steuer, die durch
den Big Win anfällt, bezahlt, so ist
es grundsätzlich Sache des steuerpflichtigen Gewinners, für die
Bezahlung der restlichen Steuern
zu sorgen. Es ist jedoch sicher auch
im Interesse von Coop, dafür zu
sorgen, dass der Gewinner keine
Probleme bekommt, die Steuern zu
zahlen. Coop möchte ja durch die
Aktion «Big Win» positive Publizität erzielen und mit Bestimmtheit nicht den Hauptgewinner in finanzielle Schwierigkeiten bringen. Deshalb ist davon auszugehen, dass Coop mit dem Hauptgewinner eine für diesen positive Regelung vereinbaren wird.»
Wie werden Gewinne von Ferienreisen oder Autos versteuert?
«Der Gewinn einer Weltreise oder
der Gewinn eines Autos wird als
Naturalgewinn bezeichnet. Wird
der Naturalgewinn nicht in Geld
umgewandelt, muss der Naturalgewinn bewertet werden. Es soll
dabei ein realistischer Wiederveräusserungswert ermittelt werden.
Das kantonale Steueramt setzt den
Wert einer gewonnenen und an-
Tabelle: z.V.g.
Der Gewinner kann nun die Geschenkkarten innerhalb von 36
Monaten
aufbrauchen,
Geschenkkarten verschenken oder sie
verkaufen.
Bild: z.V.g.
Felix Sager, Leiter des kantonalen Steueramtes, Wil
Wiler Freibäder eröffnen am 12. Mai
WIL Die beiden Wiler Freibäder
Bergholz und Weierwise starten am
Samstag, 12. Mai 2012, in die Sommersaison. Aufgrund des Neubaus
des Sportparks Bergholz schliesst
das Freibad Bergholz am 29. Juli
2012.
Die Kassen beider Freibäder sind
für den Vorverkauf von Saisonkarten von Mittwoch bis Freitag, 9.
bis 11. Mai 2012, jeweils von 14 bis
18 Uhr geöffnet. Für die Erneuerung eines Abonnements ist die
Wiler Freizeitkarte mitbringen, für
Abo-Neulösungen wird ein Porträtbild (Format Passfoto) benötigt.
Dieses kann auch direkt bei der
Kasse gemacht werden.
sk
Wie hoch sind die Steuern beim
Millionengewinn in Wil?
Welche steuerliche Belastung hat
ein Gewinner aus Wil zu erwarten,
und wie soll er sie bezahlen? Die
Wiler Nachrichten fragten bei Felix Sager, Leiter des kantonalen
Steueramtes nach.
«Der Gewinn ist einkommenssteuerpflichtig und wird zusammen mit dem übrigen Einkommen
Steuerberechnung unter Annahme eines Einschlags von 20 % auf den Geschenkkarten: *Annahme: verheiratet, katholisch,
kein übriges Einkommen, total Einkommenssteuern Kanton, Gemeinde, Bund
des, dass die Geschenkkarten bei
Nichteinlösung nach 36 Monaten
verfallen und zudem die Einlösung
auf bestimmte Geschäfte beschränkt ist, ist ein Einschlag angebracht. Der Gewinner könnte die
Geschenkkarten unmittelbar nach
Erhalt an Dritte bestmöglich weiterverkaufen. Es ist davon auszugehen, dass er die Geschenkkarten problemlos verkaufen kann,
wenn er Dritten einen Rabatt von
10 % - 20 % gibt. Geht man für die
Steuerfolgen beispielsweise von ei-
rechnung verwendet.
Falls der Gewinner in der Folge Geschenkkarten verschenkt (z. B. an
Verwandte, Freunde etc.), kommt
zudem allenfalls eine Schenkungssteuer in Betracht. Steuerpflichtig ist dabei der Empfänger
der Zuwendung.
Wir wollten von Felix Sager auch
wissen, ob der Gewinn in den Folgejahren als Vermögen zu versteuern sei. «Der Gewinn bzw. das,
was am 31. Dezember noch vorhanden ist, ist als Vermögen zu ver-
getretenen Reise auf 50% des Katalogpreises. Bei gewonnenen Autos ist der Ansatz bei 75% des Katalogpreises. Verfügt der Gewinner
nicht über die finanziellen Mittel,
bleibt ihm wohl nichts anderes übrig, als den Naturaltreffer – sofern
möglich – in Geld zu beziehen oder
zu veräussern. Dabei ist als steuerbares Einkommen der effektiv
erzielte Erlös massgebend», erklärt der Leiter des kantonalen
Steueramtes
Walter Sutter.
Begleitkommission für die Kanti Wil
WIL Die Zusammenarbeit für die Kantonsschule wird neu aufgestellt
Der Kanton Thurgau beteiligt
sich seit der Gründung im Jahre 2002 an der Kantonsschule
Wil.
Nachdem im Kanton St.Gallen mit
der Revision des Mittelschulgesetzes die Aufsichtskommissionen
per Ende Mai 2012 aufgelöst werden, wird in Zukunft eine neue Begleitkommission mit Vertretern
beider Kantone die Kantonsschule
bezüglich Schulqualität, Schulführung und strategischer Ausrichtung begleiten. Ein Fünftel der
Experten ist aus dem Thurgau.
Aufsichtkommission aufgelöst
Mit der Revision des st.gallischen
Mittelschulgesetzes werden die
Aufsichtskommissionen der sechs
Kantonsschulen aufgelöst. Eine
Besonderheit stellt die Kantonsschule Wil dar. Diese Schule wurde vom Kanton St.Gallen unter
Mitbeteiligung durch den Kanton
Thurgau errichtet. Rund 20 Prozent der Schülerinnen und Schüler stammen aus dem Kanton
Thurgau. Der Kanton Thurgau beteiligt sich entsprechend an den
Kosten der Schule und ist auch in
die Schulaufsicht eingebunden.
Diese Beteiligung soll auch nach der
Auflösung der Aufsichtskommission weitergeführt werden. Zu diesem Zweck wird eine neue interkantonale Begleitkommission eingesetzt, die sich aus vier St.Galler
und zwei Thurgauer Vertreterinnen und Vertretern zusammensetzt. Die neue Begleitkommission
wird von einem Mitglied des st.gallischen Erziehungsrates geleitet.
Aufgabe der neuen Begleitkommission wird es sein, einen vertieften Einblick in die Schulqualität, in die Schulführung und in die
strategische
Ausrichtung
der
Schule zu haben und die Schule zu
beraten. Weiterhin wird ein Fünftel der Prüfungsexpertinnen und
Prüfungsexperten aus dem Kanton
Thurgau stammen.
Die Regierungen der Kantone
St.Gallen und Thurgau haben an
ihren jüngsten Sitzungen die Vereinbarung über die Beteiligung des
Kantons Thurgau an der Kantonsschule Wil entsprechend angepasst. Die Neuerung tritt am 1. Juni 2012 in Kraft. Die Wahl der Mitglieder der Begleitkommission soll
in den nächsten Wochen erfolgen.
sk/jes
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Kunst und Fotos
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