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"Vielleicht ist das was für mich" - Lebenshilfe Lörrach

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Lörrach: "Vielleicht ist das was für mich" - badische-zeitung.de
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03. Juli 2013
"Vielleicht ist das was für mich"
Patienten der Psychiatrischen Tagesklinik Lörrach zeigen Arbeiten aus
Kunst- und Ergotherapie.
Kunst und Kunsthandwerk zeigt die Werkausstellung der Psychiatrischen Tagesklinik
Lörrach im Glashaus. Foto: Barbara Ruda
LÖRRACH. Im integrativen Betrieb Glashaus der Lebenshilfe ist es Tradition, den
Gästen neben Essen und Trinken auch etwas für die Augen zu bieten. Bei der
Vernissage der Werkausstellung "back to basics" der Psychiatrischen Tagesklinik
Lörrach berichtete Lebenshilfe-Chef Helmut Ressel, dass man dieses Mal nach einer
Ausstellungsmöglichkeit angefragt worden sei, was für die Attraktivität des
Begegnungsortes inmitten er Stadt spreche. Die gezeigte Vielfalt von Bildern und
Objekten visualisiert den Titel, nämlich dass in der Begegnung mit Einfachem in
einer technisierten und oftmals entfremdeten Welt das Ergreifen, Sehen, Fühlen und
Gestalten selbstwirksam wird.
Für ihn sei dieser Termin mehr als eine Vernissage, berichtete am Donnerstagabend
Dr. Strefan Schieting,der ärztliche Direktor des Zentrums für Psychiatrie
Emmendingen. Die Ausstellungseröffnung sei nämlich die Feier des zehnjährigen
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Lörrach: "Vielleicht ist das was für mich" - badische-zeitung.de
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Jubiläums der Außenstelle in Lörrach. Damals sei man zum ersten Mal irgendwohin
außerhalb das eigenen Geländes gezogen – ein Meilenstein, wie Schieting sagte. Die
Einrichtung in Lörrach nehme in den Blick, was die Patienten können – viel mehr als
"der große alte Tanker" in Emmendingen. Wohnortnah können die psychisch
Erkrankten hier eine teilstationäre Behandlung wahrnehmen und erleben innerhalb
eines sozialpsychiatrischen Behandlungssystems die Förderung und Strukturierung
ihrer handwerklichen und kreativen Fähigkeiten in Kunst- und Egotherapie und in
der Textilgruppe.
Normalerweise nehmen die Patienten ihre Werke mit nach Hause. Da aber das
Herstellen von schönen Dingen mit den eigenen Händen unheimlich stolz mache,
zeigten sich viele dazu bereit, die Bilder, farbenfrohe Kissenbezüge und Banner,
Korbwaren und Mosaike in der Ausstellung zu zeigen. Die Ergotherapeutinnen
Stephanie Straub und Andrea Campagna erzählten von anfänglichen Ängsten, die
erst abgebaut werden müssen.
Über seine Erfahrungen mit der Kunsttherapie sprach der ehemalige Patient Krzystof
Frowel. "Probier ich mal, vielleicht ist das was für mich", hat er sich anfangs gesagt,
und "jeder Künstler war ja auch irgendwann mal Amateur." Die Arbeit habe ihm viel
Spaß gemacht und neue Erfahrungen gebracht – etwa Lob und Anerkennung, die
einen wichtigen Schritt in die Zukunft bedeutet haben. Was dabei herausgekommen
sei, sei vielleicht keine große Kunst – an dieser Stelle gab es lautstarken
Widerspruch unter den Gästen – aber hinter jedem Werk stecke ein Mensch, der
vom Schicksal mit Problemen behaftet sei.
Autor: Barbara Ruda
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