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„Energiemanagement nach
ISO 50001 oder EMAS
– neue Gesetzeslage: Was ist zu tun?
Dr. Thomas Wacker, QUMsult GbR
15.05.2013
Veranstaltung Umwelt und Energie
Seite 1
…die
Themen
…die
Leistungen
Seit 1995
15.05.2013
Veranstaltung Umwelt und Energie
Seite 2
Inhalt
 Entstehung der ISO 50001
 3 Gründe für Energiemanagement (EnM)
 Vorschriften im Zusammenhang mit
EnM - Systemen
 Grundprinzipien von Managementsysteme
 ISO 50001 (Vergleich mit 14001 / EMAS)
 Wie führt man EnM-Systeme ein?
15.05.2013
Veranstaltung Umwelt und Energie
Seite 3
Energiewende
Der Energiemarkt ändert sich!
Energie ist im Fokus.
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Veranstaltung Umwelt und Energie
Seite 4
Stromerzeugung Energiewende
Thema
Energie / Strom
wird Schwerpunkt in
den Unternehmen
bleiben/werden
Energiemanagement
15.05.2013
Veranstaltung Umwelt und Energie
Seite 5
Bei allen internationalen
Schwerpunkt-Themen
Eine internationale Norm wird
erstellt
Vorteil:
 alle sprechen vom „Gleichen“
 Gilt weltweit
 Standard ist festgelegt
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Veranstaltung Umwelt und Energie
Seite 6
Hintergrund





Der Klimawandel wird offensichtlich
Sensibilität für Energiefragen steigt
Energiekosten steigen
Verknappung der Ressourcen wird bewusst
Nuklearkatastrophe von Fukushima
Senkung des Energieverbrauchs
Steigerung Energieeffizienz
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Veranstaltung Umwelt und Energie
Seite 7
Entstehung der ISO 50001
 Erste Schritte zur europäischen Normung
im Mai 2005
 am 1. Juli 2009 tritt die EN (europäische Norm)
16001:2009 zum Energiemanagement in Kraft
 Seit 2008 internationale Arbeitsgruppe zum
Erstellen einer weltweit gültigen Norm
 Im Juni 2011 erscheint weltweit gültige
ISO 50001:2011 und gilt seit 24.04.2012
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Veranstaltung Umwelt und Energie
Seite 8
ISO 50001- Anforderungen
Die ISO 50001 orientiert sich an ISO 9001 und ISO 14001 /
EMAS und fordert für ein Energiemanagementsystem







Allgemeine Anforderungen
Verantwortung des Managements (TOP-Management, Beauftragter des
Managements)
Energiepolitik
Energieplanung (Rechtliche Anforderungen, Energetische Ausgangsbasis
und Bewertung, Energieleistungskennzahlen, Ziele, Aktionspläne)
Einführung und Umsetzung (Aufbau- und Ablauforganisation, Schulung
und Bewusstsein, Kommunikation, Dokumentation)
Überprüfung (Überwachung, Messung und Analyse, Bewertung der
Einhaltung von Rechtsvorschriften, Nichtkonformitäten, Korrektur- und
Vorbeugemaßnahmen, Aufzeichnungen, Audit)
Managementbewertung (Aufgabe der obersten Leitung,
Eingangsparameter, Ergebnisse)
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Veranstaltung Umwelt und Energie
Seite 9
3 Gründe für
Energiemanagement
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Veranstaltung Umwelt und Energie
Seite 10
Erster Grund für Energiemanagement
- Verantwortung
Stern – Report
(30. 10. 2006 )
Kosten der
Klimaerwärmung:
> 5.5 Billionen Euro
Quelle: http://www.copenhagendiagnosis.com/
Figure 21: Reconstructed, observed and future warming
projections
Kosten des
Klimawandels ohne
Handeln:
- mind. 5 % des
globalen
Bruttoinlandsprodukts
- eventuell Schäden
von 20 % oder mehr
des globalen BIPs
Nicholas Stern
(ehemaligen WeltbankChefökonomen)
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Veranstaltung Umwelt und Energie
Seite 11
Wer setzt die Ziele wie um?
Quelle: Statistisches Bundesamt, Nachhaltige Entwicklung in Deutschland, 2012
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Veranstaltung Umwelt und Energie
Seite 12
Zweiter Grund für Energiemanagement
– Wettbewerbsfähigkeit und Kosten
Energieeffizienz
- wird erhöht, Kosten werden eingespart
Ressourceneffizientes wirtschaften
- damit für die Zukunft besser gerüstet
Image und Außendarstellung verbessern
- öffentlichen Ausschreibungen
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Veranstaltung Umwelt und Energie
Seite 13
Kosten sparen
In der deutschen Industrie besteht nach
wissenschaftlichen Studien ein
wirtschaftliches Einsparpotential von
jährlich 10 Mrd. €.
Quelle: Energiekonzept 2050 des BMU (28. September 2010)
Es gibt Berechnungen von
Einsparpotentiale im Bereich Energie von 20%
davon die Hälfte allein durch
Organisationsverbesserung
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Veranstaltung Umwelt und Energie
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Effizienz steigern
Quelle: Statistisches Bundesamt, Nachhaltige Entwicklung in Deutschland, 2012
15.05.2013
Veranstaltung Umwelt und Energie
Seite 15
Es wird weitere Regelungen
des Gesetzgebers geben!
15.05.2013
Veranstaltung Umwelt und Energie
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Strompreis Haushalte
Erzeugung
Transport
Vertrieb
15.05.2013
Veranstaltung Umwelt und Energie
Seite 17
Strompreis Industrie
Spitzenlast
- Ausgleich
Ausgleichs
regelung
(EEG)
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Veranstaltung Umwelt und Energie
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Dritter Grund für Energiemanagement
– Steuern sparen
§§ 40ff EEG (Erneuerbare Energien Gesetz)
Stromintensive Unternehmen des produzierenden
Gewerbes profitieren von Ausgleichsregelung wenn
im letzten Geschäftsjahr
 mindestens 1 Gigawattstunden von einem
Energieversorger (EVU) bezogen und auch selbst
verbraucht wurde
 Der Quotient aus Stromkosten und Bruttowertschöpfung
des Unternehmens muss mehr als 14 Prozent betragen
 Zertifizierung nach EMAS oder ISO 50001 (manche
Fälle) (Energieverbrauch und die Potentiale zur
Verminderung des Energieverbrauchs erhoben und
bewertet)
15.05.2013
Veranstaltung Umwelt und Energie
Seite 19
Erstattung EEG - Umlage
Mindest Strombezug
(GWh/a)
für den
Stromanteil
(GWh/a)
Verhältnis
Stromkosten zur
Bruttowertschöpfung
EEG-Umlage
(momentan
5,277
[ct/kWh])
Zertifizierung
EMAS oder ISO
50001
1
<=1
-
Nicht begrenzt
1
>1 bis <=10
14%
10%
nein
10
> 10 bis <= 100
14%
1%
ja
100
>100
14%
0,05 ct/kWh
ja
>100
Für alles
20%
0,05 ct/kWh
ja
Beispiel: Berechnung
• Bei mehr als 10 GWh Stromverbrauch ist EnMS Voraussetzung für
einen erfolgreichen Reduzierungsantrag
• Ausschlussfrist für den Reduzierungsantrag beim BAFA ist 30.06
15.05.2013
Veranstaltung Umwelt und Energie
Seite 20
Dritter Grund für Energiemanagement –
Steuern sparen und das auch in Zukunft
NEU - Novellierung der Ökosteuer
(Strom- und Energiesteuer, seit 1.4.1999)
EU knüpfte (EnergieSt-RL) Steuerermäßigungen im
Rahmen der Ökosteuer für energieintensive Betriebe an
bestimmte Voraussetzungen
 Um "Ökosteuer" ermäßigt zu bekommen, gibt es ab
dem 1.Januar 2013 neue Regelung für
„Spitzenlastausgleich“
§ 55 Energiesteuergesetz sowie
§ 10 Stromsteuergesetz
 Anträge sind beim Zollamt zu stellen
15.05.2013
Veranstaltung Umwelt und Energie
Seite 21
Dritter Grund für Energiemanagement –
Steuern sparen und das auch in Zukunft
 ab 1. Januar 2013 können Unternehmen nur
Steuerentlastungen bekommen, wenn
nachgewiesen wird, dass
1. das Unternehmen ein
Energiemanagementsystem betreibt, das den
Anforderungen der DIN EN ISO 50001
entspricht, oder eine registrierte Organisation
nach EMAS ist.
2. die Bundesregierung muss feststellen, dass
sich für das jeweilige Antragsjahr ein
vorgegebener Zielwert für eine Reduzierung
der Energieintensität erreicht wurde
 kleine und mittlere Unternehmen können
anstelle von 1. alternative Systeme zur
Verbesserung der Energieeffizienz betreiben,
die den Anforderungen der DIN EN 16247-1,
Ausgabe Oktober 2012, entsprechen.
15.05.2013
Veranstaltung Umwelt und Energie
Novellierung
der Ökosteuer
Spitzenlastausgleich
Antragsjahr
Bezugsjahr
Zielwert
2015
2013
1,3 %
2016
2014
2,6 %
2017
2015
3,9 %
2018
2016
5,25 %
2019
2018
6,6 %
2020
2018
7,95 %
2021
2019
9,3 %
2022
2020
10,65 %
Seite 22
Dritter Grund für Energiemanagement –
Steuern sparen und das auch in Zukunft
Übergangsfristen für die Gewährung
 für die Antragsjahre 2013 und 2014, wenn das
Unternehmen nachweist, dass es im Antragsjahr oder
früher begonnen hat, ein Energiemanagementsystem
einzuführen
 für das Antragsjahr 2015, wenn das Unternehmen
nachweist, dass es im Antragsjahr oder früher die
Einführung eines Energiemanagementsystems
abgeschlossen hat, oder wenn das Unternehmen
nachweist, dass es im Jahr 2015 oder früher als
Organisation nach EMAS registriert worden ist.
15.05.2013
Veranstaltung Umwelt und Energie
Seite 23
Dritter Grund für Energiemanagement –
Steuern sparen und das auch in Zukunft
Zu beachten beim „Spitzenlastausgleich“
Die Steuerentlastung ist umso geringer, je
personalintensiver ein Unternehmen und je niedriger der
Rentenversicherungsbetrag im Antragsjahr ist.
Momentan:
nur 18,9% im Vergleich zu 20,5% vor Einführung der
Ökosteuer (1999)
Was dadurch im Unternehmen „gespart“ wird, wird
von der möglichen Entlastung abgezogen
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Veranstaltung Umwelt und Energie
Seite 24
Fazit
Es gibt sehr gute Gründe für
ein Energiemanagement.
15.05.2013
Veranstaltung Umwelt und Energie
Seite 25
Fazit – Steuern und EnMs
Bezüglich aktueller Rechtslage prüfen:
 EEG: Strombezug > 10 GWh pro Jahr?
 Spitzenlastausgleich: Welchen Betrag bekam man bisher
zurück?
Stromsteuer: mindestens 49 MWh pro Jahr für Ausgleich
Steuersatz: 20,50 Euro/MWh
Bsp.: 1GWh  20.500 Euro Stromsteuer
Energie- und Stromsteuer-Berechnungstool:
http://www.detmold.ihk.de/de/innovation-undumwelt/energie/energie-und-stromsteuer/150/211
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Veranstaltung Umwelt und Energie
Seite 26
Energiemanagementsystem
15.05.2013
Veranstaltung Umwelt und Energie
Seite 27
Merkmale von
Managementsystemen (PDCA)
Aufbau- und
Ablauforganisation
VERBESSERN
(act)
PLANEN
(plan)
Energie
Qualität
ÜBERPRÜFEN
(check)
15.05.2013
Umwelt
Arbeitsschutz
Veranstaltung Umwelt und Energie
AUSFÜHREN
(do)
Seite 28
50001: Anforderungen an ein
Energiemanagementsystem
4.1 Allgemeine
Anforderungen
4.2 Verantwortung des
Managements
4.3 Energiepolitik
4.4 Energieplanung
4.5 Einführung und
Umsetzung
4.6 Überprüfung
4.7 Managementbewertung
(Management-Review)
15.05.2013
Veranstaltung Umwelt und Energie
Seite 29
Energiebezogene Leistung
nach ISO 50001
Einleitung:
„Zweck der
Norm…
Verbesserung der
Energiebezogenen
Leistung….“
15.05.2013
Veranstaltung Umwelt und Energie
Seite 30
Anforderungen an MS
ISO 9001
ISO 14001
ISO 50001
„kleines UMS“
EMAS
ISO 14001 ist zu 100% Bestandteil der EMAS
15.05.2013
Veranstaltung Umwelt und Energie
Seite 31
Vorgehensweise
Einführung Energiemanagement
 Eigenständiges Managementsystem
 Integration in bestehendes
UM / QM - System
15.05.2013
Veranstaltung Umwelt und Energie
Seite 32
Vorgehensweise
Projektmanagement – Einführung
Vorbereitung
Bestandsaufnahme
Modul 1
Module 4, 2, 3
Modul 5
Dokumentation
Umsetzung
Schulung
Projektabschluss
Zertifizierung
Validierung nach EG-Öko-Audit (EMAS)
Zertifizierung ISO 14001
15.05.2013
Veranstaltung Umwelt und Energie
Seite 33
EnMS an vorhandenes MS
„andocken“
Bestehende Regelungen ausweiten
 Lenkung von Dokumenten  QM-Dokumente
werden zu IMS-Dokumenten
 Lenkung von Aufzeichnungen
 Internen Audits
 Unternehmenspolitik
 Rechtsvorschriften
 Managementbewertung
15.05.2013
Veranstaltung Umwelt und Energie
Seite 34
15.05.2013
Veranstaltung Umwelt und Energie
Seite 35
ISO 50001 - Energieplanung
Zentraler
Punkt der
ISO 50001
ISO 50001:2011-12
15.05.2013
Veranstaltung Umwelt und Energie
Haupt Unterschied
zu anderen
Normen
 Dokument
Energieplanung Seite 36
Dokument Energieplanung
Vorlage_Energieplanung.docx
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Veranstaltung Umwelt und Energie
Seite 37
EMAS – ISO 50001
EMAS
ISO 50001
EU-weit seit 04/95, EMAS II
seit 04/01, EMAS III 11/09
Verordnung mit politischer /
rechtlicher Dimension
Verbesserungen bei
Umweltleistungen
Umwelterklärung muss
veröffentlicht werden
International seit 2011
Validierung durch
zugelassene
Umweltgutachter
15.05.2013
Zertifizierung durch
akkreditierte Zertifizierer
Norm / Instrument der
Wirtschaft
Verbesserungen
energiebezogener Leistung
Entscheidung treffen was
kommuniziert werden soll
Veranstaltung Umwelt und Energie
Seite 38
EMAS – ISO 50001
EMAS
ISO 50001
EU-weit seit 04/95, EMAS II
International seit 2011
seit 04/01, EMAS III 11/09
Verordnung mit politischer /
Norm / Instrument der
rechtlicher Dimension
Wirtschaft
Umweltgutacher
legen
Verbesserungen bei Umfang selbst
Verbesserungen
fest
Umweltleistungen
energiebezogener Leistung
DAkkS machtEntscheidung
Vorgaben
Umwelterklärung muss
treffen was
veröffentlicht werden (z.B. Voraudit)
kommuniziert werden soll
Validierung durch
zugelassene
Umweltgutachter
15.05.2013
Zertifizierung durch
akkreditierte Zertifizierer
Veranstaltung Umwelt und Energie
Seite 39
Zusammenfassung –
Energiewende im Unternehmen
 Gute Gründe für EnMS –
Verantwortung, Wettbewerbsfähig (Kosten), Steuern
 Ermäßigung nach Spitzenlastausgleich in Zukunft nur
mit zertifiziertem EnMS
 Vergünstigung nach §§40f EEG teilweise nur mit
zertifiziertem EnMS
 Ein EnMS kann Teil eines integrierten
Managementsystems sein und kann in QMS
oder UMS integriert werden
 Ein EnMS kann erste Stufe eines UMS sein
15.05.2013
Veranstaltung Umwelt und Energie
Seite 40
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