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Abzocke oder Notwendigkeit? Diese Extras zahlt die Kasse Was

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Praxis News
Vorsorge ‹ Prävention
Ausgabe 1
Abzocke oder Notwendigkeit?
Aktuell werden Individuelle
Gesundheits-Leistungen (IGeL) öffentlich
kontrovers diskutiert
Für das Vertrauensverhältnis zwischen Ärztin oder
Arzt und Patientin oder Patient ist ein fairer Umgang mit Selbstzahler-Leistungen unverzichtbar.
Wenn in der Arztpraxis über Maßnahmen gesprochen wird, die von den Betroffenen selbst getragen werden sollen, kann das für beide Beteiligten
schwierig sein. Deshalb bringen Bundesärztekammer (BÄK) und Kassenärztliche Bundesvereinigung
(KBV) ihren IGeL-Ratgeber jetzt in einer gemeinsamen Fassung für Ärztinnen und Ärzte sowie
Patientinnen und Patienten heraus. Denn die
Forderungen nach einem seriösen Umgang mit
IGeL betreffen beide gleichermaßen.
Es dient der Transparenz und schafft Vertrauen,
wenn Patientinnen und Patienten wissen, was sie
in Bezug auf IGeL von ihren Ärztinnen und Ärzten
erwarten können. Und wenn Ärztinnen und Ärzte
deutlich machen, was Patientinnen und Patienten
von ihnen erwarten dürfen.
erforderliche Leistungen, die von den
gesetzlichen Krankenkassen nicht gezahlt
werden. Hierzu gehören grundsätzlich alle
innovativen Leistungen, die noch nicht für
die ambulante kassenärztliche Versorgung
zugelassen wurden.
Diese Extras zahlt die Kasse
Mutterschaftsvorsorge
Im Rahmen der Mutterschaftsvorsorge können
viele Erkrankungen, welche die Gesundheit des
Kindes und der Mutter gefährden, frühzeitig erkannt und behandelt werden. So umfasst die
Mutterschaftsvorsorge u. a. den kostenlosen
Schwangerschaftstest, Ultraschalluntersuchungen,
umfangreiche Bluttests und diverse andere Untersuchungen. Außerdem führt das ärztliche Labor
bakteriologische Untersuchungen durch, wenn
eine auffällige Krankheits-Vorgeschichte besteht.
Das Blut wird auch untersucht, ob es Antikörper
Individuelle Gesundheits-Leistungen (IGeL)
sind ärztliche Leistungen, die von den gesetzlichen Krankenkassen nicht finanziert werden
und daher von den Versicherten selbst gezahlt
werden müssen. Dabei lassen sich Individuelle
Gesundheits-Leistungen unterscheiden in:
gegen verschiedene Infektionskrankheiten, wie
Lues, Röteln, HIV und Hepatitis B enthält, um das
Risiko einer Ansteckung während der Schwangerschaft vermeiden zu können. Alle Ergebnisse
werden vom Arzt im Mutterpass dokumentiert.
Nur wenn deutliche Hinweise auf eine Risikoschwangerschaft oder eine Schädigung des Kindes
vorliegen, darf der behandelnde Arzt spezielle
Laboruntersuchungen vornehmen. In diesen Ausnahmefällen vergüten die gesetzlichen Krankenkassen auch Analysen zur Feststellung von Erbkrankheiten (genetische Untersuchungen).
Kinder-Gesundheitsuntersuchung
Nach der Geburt eines Babys begleiten es ärztliche
Vorsorge-Untersuchungen durch die ganze Kindheit. Für Kinder stehen bis zum 6. Lebensjahr zehn
Vorsorgeuntersuchungen (U1 bis U9) zur Verfügung,
eine weitere für Jugendliche im 13. bzw. 14. Lebensjahr (J1). Diese Untersuchungen sollten Sie mit
Ihren Kindern unbedingt wahrnehmen!
Früherkennungsuntersuchungen für Frauen
Frauen haben ab dem 20. Geburtstag Anrecht auf
eine regelmäßige Untersuchung auf Gebärmutterhalskrebs. Nach Entnahme eines Abstrichs werden
damit gewonnene Zellen unter dem Mikroskop
auf Veränderungen untersucht (Zytologische Diagnostik). Bis zum 25. Lebensjahr haben Frauen das
Anrecht, jährlich einen kostenlosen Test auf Chlamydien in Anspruch nehmen. Dieser Test wird auch
einmalig bei Schwangeren übernommen.
Chlamydien sind Erreger, die sexuell übertragen
werden und im schlimmsten Falle zu Unfruchtbarkeit führen können. Eine Infektion mit Chlamydien
kann bei schwangeren Frauen das Risiko einer
Frühgeburt erhöhen und auch beim Ungeborenen
kann sie gesundheitliche Schäden verursachen.
Früherkennungsuntersuchungen
für Frauen und Männer
Ab dem vollendeten 35. Lebensjahr haben Frauen
und Männer alle zwei Jahre Anspruch auf einen
Gesundheits-Check-up zur Früherkennung von
Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nierenerkrankungen
und Zuckererkrankung (Diabetes mellitus). Dazu
zählen Laboruntersuchungen des Blutzuckerge-
ärztlich empfehlenswerte Leistungen
außerhalb des Versorgungsumfangs der
gesetzlichen Krankenkassen.
Leistungen, die Patientinnen und Patienten von sich aus wünschen, und die aus
ärztlicher Sicht zumindest vertretbar sind.
Aus: Ein Ratgeber zu Individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL)
für Patientinnen und Patienten sowie Ärztinnen und Ärzte herausgegeben von der Bundesärztekammer (BÄK) und Kassenärztlichen
Bundesvereinigung (KBV). http://www.bundesaerztekammer.de/
downloads/IGeL16052012.pdf
haltes und des Gesamtcholesterins. Der Urin wird
auf Eiweiß, Zucker, rote und weiße Blutkörperchen und Nitrit untersucht.
Krebsfrüherkennung
Versicherte haben ab dem Alter von 50 Jahren
Anspruch auf Darmkrebs-Früherkennungsuntersuchungen, bis zur Vollendung des 55. Lebensjahres einen chemischen Schnelltest auf okkultes
Blut im Stuhl, danach alle zehn Jahre eine Darmspiegelung. Alternativ können Sie auch weiterhin
alle zwei Jahre einen chemischen Schnelltest auf
okkultes Blut im Stuhl beanspruchen.
Früherkennungsmaßnahmen werden häufig nicht
in Anspruch genommen, da bei vielen Patienten
große Unsicherheit besteht, was die gesetzliche
Krankenkasse überhaupt noch zahlt und welche
Kosten ein selbst zu zahlender Test verursacht.
Grundsätzlich zahlen die gesetzlichen Krankenversicherungen alle oben genannten Vorsorgeuntersuchungen, auch Labor-Untersuchungen. Sie sind
in den Richtlinien des Bundesausschusses der
Ärzte und Krankenkassen aufgeführt.
Hegt der Arzt bereits einen bestimmten Krankheitsverdacht, dann zahlt die Krankenkasse auch
weitere Laboruntersuchungen, vorausgesetzt, die
Tests sind im Leistungskatalog der Kassen enthalten. Diese Laboruntersuchungen dienen dann
nicht der Vorsorge, sondern sind Voraussetzung
einer Behandlung.
Was kann ich mir leisten?
Dies sind die sogenannten Individuellen
Gesundheits-Leistungen, kurz IGel genannt
Wenn in den Vorsorgerichtlinien bestimmte Tests
nicht enthalten sind, kein Krankheitsverdacht
vorliegt, Sie als Patient aber auf Nummer sicher
gehen wollen, müssen Sie selbst für die Kosten
dieser Tests aufkommen.
Es sind also ärztliche Leistungen außerhalb der
kassenärztlichen Versorgung bei gesetzlich versicherten Patientinnen und Patienten, für die eine
Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) nicht besteht. Da sie auf Wunsch
der Patientin oder des Patienten erfolgen, dürfen
sie ausschließlich im Rahmen einer Privatbehandlung erbracht werden.
Eine Zusammenfassung der wichtigsten,
labormedizinisch erbrachten Individuellen
Gesundheits-Leistungen finden Sie auf den
folgenden Seiten.
Dabei sollten Sie beachten:
Der Arzt soll Ihnen den konkreten Nutzen
und mögliche Risiken der angebotenen
Leistung ausführlich erklären.
Erkundigen Sie sich, warum die angebotene Behandlung nicht über die gesetzliche
Krankenversicherung abgerechnet werden
kann. Im Bereich der Vorsorge werden
durchaus einige Untersuchungen von der
Krankenkasse übernommen, wenn ein
begründeter Verdacht vorliegt.
Nehmen Sie sich Zeit für eine Entscheidung. Im Zweifel erkundigen Sie sich
einfach bei einem anderen Arzt oder bei
Ihrer Krankenkasse.
Ohne eine von Ihnen unterschriebene
Honorarvereinbarung, darf Ihnen der Arzt
die Leistung nicht in Rechnung stellen.
Informieren Sie sich im Internet: „Selbst
zahlen? Ein Ratgeber zu Individuellen
Gesundheits-Leistungen (IGeL) für Patientinnen und Patienten sowie Ärztinnen und
Ärzte, herausgegeben von der Bundesärztekammer und Kassenärztlichen Bundesvereinigung“ (www.bundesaerztekammer.de/
downloads/IGeL16052012.pdf)
Praxis News
Vorsorge ‹ Prävention
Mehr Sicherheit für das ungeborene Kind
Ungewollte Kinderlosigkeit
(Chlamydieninfektion)
Infektionen mit Chlamydien (Chlamydia trachomatis) gehören zu den am weitesten verbreiteten
sexuell übertragbaren Erkrankungen in den westlichen Industrieländern. In Deutschland sind etwa
1,1 Millionen Menschen erkrankt.
Dabei wissen die meisten Patienten nicht, dass
sie überhaupt infiziert sind. Es drohen Sterilität,
Fehlgeburten, Arthritis u. a. In 30 % bis 40 % der
Infektionen während der Schwangerschaft wird
das Kind bei der Geburt angesteckt.
Beim Neugeborenen kann die Infektion eine Bindehautentzündung und eine Lungenentzündung
verursachen.
Streptokokken-B-Infektion
und Schwangerschaft
Ca. 15% bis 20% aller Frauen tragen sogenannte
B-Streptokokken in der Vagina, ohne dass diese
Keime bei Nichtschwangeren eine Gefahr darstellen. Wenn B-Streptokokken während der Geburt
auf das Neugeborene übertragen werden, kann
das Kind an schweren Infektionen erkranken.
Diese Infektion ist eine der häufigsten Ursachen
für die gefürchtete Neugeborenen-Sepsis oder
den Tod der Babys. Daher empfiehlt die amerikanische Gesundheitsbehörde (Center for Disease
Control and Prevention, CDC) eine routinemäßige
Untersuchung auf das Bakterium Streptocokkus B
zwischen der 35. und 37. Schwangerschafts-Woche.
Toxoplasmose in der Schwangerschaft
Normalerweise kann Toxoplasmose einem gesunden Erwachsenen nichts anhaben. Er merkt
die Krankheit oft nicht einmal. Gefährlich ist die
Infektion jedoch für ein ungeborenes Kind. Denn
steckt sich eine werdende Mutter während der
zweiten Schwangerschaftshälfte erstmals mit
Toxoplasmose an, kann der Erreger auch in das
Blut des Ungeborenen gelangen. Jede zweite infizierte Frau gibt den Erreger an ihr ungeborenes
Kind weiter – mit dramatischen Folgen:
Drohende Totgeburt, Schwerhörigkeit, Erblindung
oder geistige Behinderung. 1500 neugeborene
Kinder in Deutschland leiden jährlich unter den
Folgen der Toxoplasmoseinfektion.
Ringelröteln in der Schwangerschaft
Ringelröteln (Erythema infectiosum) werden durch
das Parvovirus B19 verursacht. Diese, im Grunde
harmlose Kinderkrankheit, wird durch Tröpfcheninfektion (z. B. Niesen) verbreitet, aber auch über
Blut und Blutprodukte. Besonders infektiös sind
Speichel und Blut von Menschen, die sich infiziert
haben, bei denen die Krankheit aber noch nicht
ausgebrochen ist. Ringelröteln werden häufig mit
Röteln, Masern oder einer Allergie verwechselt.
Eine sichere Diagnose kann nur durch eine Blutuntersuchung gestellt werden.
Zytomegalie in der Schwangerschaft
Weltweit haben etwa 40% bis 80% aller Menschen
eine Zytomegalie durchgemacht, in Entwicklungsländern bis zu 100 %. Die Ansteckung erfolgt über
Kontakt mit Körperflüssigkeiten und Blut (Küssen,
Tröpfchen- oder Schmierinfektion, Geschlechtsverkehr). Ein Schutz vor Neuinfektion ist nach
einer Erstinfektion nicht vorhanden. Eine Wiederinfektion der Mutter ist möglich. Eine Frau, die
an Zytomegalie erkrankt ist, kann die Viren an ihr
ungeborenes oder neugeborenes Kind weitergeben.
Dies kann beim Kind zu schwerwiegenden Erkrankungen führen: Verkalkungen des Gehirns, Wachstumsstörung des Gehirns, Entzündung der Netzhaut oder Taubheit.
Windpocken in der Schwangerschaft
Windpocken (Varizellen) sind eine sehr ansteckende Viruserkrankung. Etwa 95% der jungen
Frauen im Alter zwischen 20 und 30 Jahren haben
die Infektion durchgemacht und sind gegenüber
einer erneuten Infektion geschützt. Ist dies nicht
der Fall, kann das Virus in der Schwangerschaft
auf das ungeborene Kind übertragen werden. In
den ersten 6 Monaten kann dies schwerwiegende
Folgen haben: Hautbefall mit Narbenbildung,
unterentwickelte Arme und Beine, Schäden am
Auge und am Gehirn. Um den Geburtstermin ist
das Risiko einer Übertragung auf das Kind besonders hoch. Die Infektion verläuft schwer und kann
einen tödlichen Ausgang haben.
Ein Labortest hilft, das Risiko zu vermeiden!
Ihre Ärztin oder Ihr Arzt berät Sie gern bei weiteren Fragen.
tes entwickeln. Diese spezielle Form der Zuckerkrankheit entsteht hauptsächlich bei übergewichtigen Frauen, häufig auch bei Schwangeren,
in deren Familien Diabetes aufgetreten ist.
Der Schwangerschaftsdiabetes verschwindet zwar
nach der Geburt, kann aber für das ungeborene
Kind gefährlich werden. Es entwickelt sich meist
zu schnell und wird zu groß, was zu ungünstigen
Platzverhältnissen im Bauch der Mutter führt.
Der Diabetes der Mutter verursacht eine erhöhte
Insulinproduktion der Bauchspeicheldrüse des
Kindes. Das kann nach der Geburt eine Unterzuckerung auslösen. Außerdem drohen Fehlentwicklungen der Lunge. Die größte Gefahr geht
von einer seltenen Fehlentwicklung des Mutterkuchens (Plazenta) aus, wodurch das Kind nicht
mehr ausreichend versorgt wird und sogar absterben kann.
In der Schwangerschaft können Parvovirus B19lnfektionen zu Schäden des ungeborenen Kindes
führen. Ca. 40% der Schwangeren haben keine
Abwehrkräfte, keine Immunität gegen diese Viren
und sind daher empfänglich für diese Infektion.
Infiziert sich die Mutter in der Frühschwangerschaft mit Ringelröteln, kann dies schwerwiegende Folgen für das Ungeborene haben: Fruchtwasserschädigung, schwere Blutarmut (Anämie),
Wasseransammlung im kindlichen Gewebe
(Hydrops fetalis) oder Fruchttod. Die Mehrzahl
der Infektionen verläuft ohne Erkrankungszeichen
der Mutter!
Schwangerschaftsdiabetes
Auch Frauen, die nie Probleme mit erhöhten
Blutzuckerwerten hatten, können während der
Schwangerschaft einen Schwangerschaftsdiabe-
Detailinformationen finden Sie im Internet
unter www.laborkrone.de
Informationen für Patienten
Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL)
IGeL
Damit Krebs keine Chance hat
Darmkrebs
Darmkrebs gehört zu den häufigsten Krebsarten.
Ca. 57.000 Menschen erkranken in Deutschland
daran, 60 % davon sterben – meist, weil der Krebs
zu spät entdeckt wurde. Dabei sind die Vorstadien
dieses Krebses schon Jahre vorher im Darm erkennbar. Lediglich wenn der Krebs weit fortgeschritten
ist, stehen die Heilungschancen sehr schlecht.
Die zuverlässigste Diagnose bietet kein Labortest,
sondern die Darm-Spiegelung. Nicht alle Patienten
möchten sich jedoch einem solchen Eingriff unterziehen, vor allem, wenn es Ihnen nur um eine
erste Risikoeinschätzung geht.
Prostatakrebs
Der Prostatakrebs (Prostatakarzinom) ist eine
bösartige Tumorerkrankung des Drüsengewebes
der Vorsteherdrüse (Prostata). In Deutschland
sterben knapp drei von 100 Männern an Prostatakrebs. Der Prostatakrebs gehört zu den häufigsten
Krebserkrankungen des Mannes. Innerhalb der
Gruppe der an Krebs verstorbenen Männer ist er
für etwa 10% der Todesfälle verantwortlich und
stellt damit die dritthäufigste tödliche Krebserkrankung nach Lungen- und Darmkrebs dar.
Ein großer Teil dieser Todesfälle wäre vermeidbar.
Voraussetzung ist allerdings eine gezielte und
konsequente Früherkennung.
Gebärmutterhalskrebs
Gebärmutterhalskrebs ist weltweit noch immer
die zweithäufigste tumorbedingte Todesursache
bei Frauen. In Deutschland erkranken jährlich
rund 7000 Frauen an diesem Krebs, 2600 sterben.
Dabei sind die Heilungschancen gerade beim Gebärmutterhalskrebs außerordentlich gut. Im Frühstadium entdeckt, liegt sie bei fast 100%. Grund
dafür ist wahrscheinlich die Tatsache, dass zwar
mit dem Krebsvorsorge-Abstrich (PAP-Abstrich)
nach bereits entarteten Zellen gesucht wird, jedoch
nicht nach einer der Hauptursachen der Erkrankung,
den humanen Papillomaviren (HPV), die lange vor
der Krebsentstehung nachgewiesen werden können. Ideal ist die Kombination des PAP-Abstrichs
mit einem HPV-Test. Dadurch kann die Erkrankung
in nahezu 100% der Fälle erkannt werden. Die
Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die
Impfung gegen die HPV-Typen 16 und 18 für alle
Mädchen von 12 bis 17 Jahren.
Blasenkrebs
Blasenkrebs gehört zu den häufigsten urologischen
Tumoren. Dabei sind Männer dreimal öfter betroffen als Frauen. Zu den gefährdeten Gruppen zählen Raucher, Arbeiter in chemischen Betrieben
und Patienten, die über lange Zeit Schmerzmittel
einnehmen mussten. Auch chronische Entzündungen der Blase und andauernde Probleme beim
Wasserlassen können die Entstehung von Blasentumoren begünstigen.
Praxis News
Reise-Impfung:
Gut geschützt
in den Urlaub
Alarmstufe rot!
ist eine Embolie. Sie entsteht, wenn ein Thrombus
abgelöst und im Gefäß weiter fortgeschwemmt
wird. Gelangt der Thrombus über das Herz in die
Lungenstrombahn, so kann es zum Zusammenbruch des Lungenkreislaufes kommen und der
Tod eintreten.
Impfungen und Blutuntersuchungen
vor Reisen
Auslandsreisen, vor allem in tropische und subtropische Gebiete, sind mit einem nicht unerheblichen
Gesundheitsrisiko verbunden. Notwendige Schutzimpfungen erfordern eine längere Reisevorbereitung. Eine ärztliche Beratung und die Überprüfung
des Impfschutzes ist insbesondere vor jeder Reise
ins außereuropäische Ausland mit Nachdruck zu
empfehlen. Nach Rucksacktouren in den Tropen
oder nach längerem Aufenthalt dort (über 3 Monate) ist eine Untersuchung von Blut, Urin und
Stuhl auf Bakterien und
Parasiten bei der Rückkehr anzuraten.
Jährlich sterben in Deutschland etwa viermal mehr
Menschen an Lungenembolie als bei Verkehrsunfällen. Patienten, die bereits einmal eine Thrombose
hatten, tragen ein deutlich höheres Risiko, einen
Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden.
Herzinfarkt und Schlaganfall
Arteriosklerose, umgangssprachlich Gefäßverkalkung, ist eine der häufigsten Todesursachen in
der westlichen Welt. Als wichtigste Risikofaktoren
gelten überhöhte Blutfettwerte, Bluthochdruck,
Rauchen, Blutzucker (Diabetes mellitus) und Übergewicht. Gefährliche Komplikationen sind Herzinfarkt, Durchblutungsstörungen, Schlaganfall
oder Gehirnblutung.
Wechseljahre:
Zeit der
Veränderungen
Wechseljahre der Frau
Die ersten Anzeichen des Alterungsvorganges
treten bei der Frau mit den Wechseljahren auf.
Zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr stellen die
Eierstöcke langsam ihre Aktivität ein. Die Bildung
der Sexualhormone geht deutlich zurück und die
Regelblutung bleibt aus. Durch diese hormonellen
Umstellungen können Beschwerden auftreten:
Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Herzklopfen,
Trockenheit von Haut und Schleimhäuten, Schlaflosigkeit, depressive Verstimmungen, Konzentrationsschwäche, Leistungsschwäche u. a.
Die Wechseljahresbeschwerden sind nicht bei
allen Frauen gleich; sie können fehlen, mäßig ausgeprägt und erträglich sein oder als sehr unangenehm empfunden werden. Je nachdem, wie stark
diese sind oder wie groß der individuelle Leidensdruck ist, kann eine Behandlung erforderlich sein.
Hormonstatus des älteren Mannes
Die ersten Anzeichen des Alterungsvorganges
treten bei vielen Männern zwischen dem 40. und
50. Lebensjahr auf. Individuell können Beschwerden
fehlen, mäßig oder stark ausgeprägt sein:
Nächtliche Schweißausbrüche, Verminderung der
Muskelkraft, Trockenheit der Haut, Zunahme des
Fettgewebes, Verminderung der Knochenmasse
(Osteoporose) mit Knochenschmerzen, Verminderung des sexuellen Interesses, chronische Müdigkeit, depressive Verstimmungen, Konzentrationsund Leistungsschwäche. Eine mögliche Behandlung ist abhängig vom Beschwerdebild.
Vorsorge ‹ Prävention
unter den typischen Symptomen dieser Erkrankung,
etwa Müdigkeit und Atemnot, leiden. Eine frühe
Diagnose ist jedoch sinnvoll, um eine gezielte und
erfolgversprechende Therapie einleiten zu können.
In den letzten Jahren sind eine Reihe zusätzlicher
Risikofaktoren im Blut entdeckt worden. Herzschwäche (Herzinsuffizienz) wird bei etwa 50%
der Betroffenen oft erst spät bemerkt, da sie nicht
Thrombose-Risiko
Als Thrombose bezeichnet man die Verstopfung
einer Vene durch ein Blutgerinnsel, einen Thrombus. Häufig sind die Venen der unteren Körperregionen von Thrombosen betroffen, hier insbesondere die tiefen Bein- und Beckenvenen, wobei es
zu Druckschmerz, Schwellung und Blaufärbung
der betroffenen Körperregion, z. B. des Unterschenkels, kommt. Gefährlichste Komplikation
Wenn der Magen
sauer ist
Wie stark sind Ihre
Knochen?
Magengeschwüre
Untersuchungen der letzten Jahre haben gezeigt,
dass 90% der Magengeschwüre auf eine Infektion
mit Bakterien (Helicobacter pylori) zurückzuführen
sind. Diese Erkenntnis hat dazu geführt, dass durch
Behandlung mit Antibiotika in den meisten Fällen
eine dauerhafte Heilung erreicht werden kann. So
können die schweren Folgen eines Magengeschwürs
(lebensbedrohliche Blutung, Magenkrebs) verhindert werden. Eine Infektion der Magenschleimhaut
mit Helicobacter pylori kann mit Hilfe einer Magenspiegelung (Gastroskopie) und Entnahme einer
Gewebeprobe nachgewiesen werden. Alternativ
kann ein einfacher Atemtest oder ein Nachweis
des Bakteriums in einer Stuhlprobe erfolgen.
Osteoporose-Risiko
Allein in Deutschland sind 6 bis 8 Millionen Menschen an Osteoporose (Knochenschwund) erkrankt. Vor allem Frauen ab den Wechseljahren
sind betroffen, aber auch bei Männern steigt mit
zunehmendem Alter das Osteoporose-Risiko.
Am Anfang des Knochenabbaus treten Schmerzen in den Gliedern und im Rücken auf, später
sind es Dauerschmerzen, auch beim Sitzen und
Liegen. Selbst das Ankleiden macht Schwierigkeiten und vor allem besteht eine erhöhte Gefahr
von Wirbel- und Oberschenkelhalsbrüchen.
Im Frühstadium der Osteoporose liegen oft wenig
Beschwerden vor. Lediglich eine Häufung von Osteoporosefällen in der Familie, Risikofaktoren wie
starkes Rauchen und Alkoholkonsum oder bei
Frauen früh eingetretene Wechseljahre können
auf die Osteoporose-Gefahr hinweisen. Von Bedeutung ist jedoch, dass in einem frühen Stadium
der Erkrankung wirksame, vorbeugende Maßnahmen, die das Fortschreiten der Osteoporose aufhalten, möglich sind.
Angriff auf die Leber
Schutz gegen Leberentzündung (Hepatitis)
Eine Leberentzündung kann u. a. Folge einer
Infektion mit Viren, Bakterien und Parasiten sein.
Die wichtigsten Virusinfektionen sind die Hepatitis
A, B und C. Bei der Hepatitis A (Reisehepatitis)
erfolgt die Ansteckung meist durch verunreinigte
Getränke und Nahrungsmittel. Die Erkrankung
kann mehrere Wochen dauern, sie heilt jedoch
generell vollständig aus.
Die Übertragung einer Hepatitis B oder C erfolgt
über den Blutweg, wobei winzige Hautverletzungen
für eine Infektion ausreichen können. Eine Übertragung durch Geschlechtsverkehr ist möglich.
In fast 90% der Fälle heilt eine Hepatitis B ohne
Folgen aus. In ca. 10% der Fälle entwickelt sich
eine chronische Leberinfektion mit dem Risiko
einer späteren Leberzirrhose oder eines Lebertumors. Bei der Hepatitis C verlaufen etwa 50%
der Fälle chronisch. Gegen Hepatitis A und Hepatitis B kann man sich impfen lassen.
Rebellion im Darm
Lactose-Intoleranz
(Milchzucker-Unverträglichkeit)
Nach neuesten Schätzungen sind etwa 15–25%
der Bundesbürger von der Milchzucker-Unverträglichkeit (primäre, genetisch bedingte LactoseIntoleranz) betroffen. Die Fähigkeit des Körpers
Milchzucker aus der Nahrung abzubauen nimmt
bei diesen Personen ab dem zweiten Lebensjahr
kontinuierlich ab. Seltenere Formen der Erkrankung sind die angeborene Variante, bei der schon
das Neugeborene keinen Milchzucker verwerten
kann, sowie die erworbene Form im höheren Lebensalter als Folge anderer Erkrankungen (z. B.
Morbus Crohn, Zöliakie oder Magen-Darmoperationen etc.). Die Folgen sind vor allem Völlegefühl,
Übelkeit, Blähungen, Bauchkoliken und Durchfall.
Das Ausmaß der körperlichen Beschwerden ist
sehr variabel.
Fruktose-Intoleranz
(Fruchtzucker-Unverträglichkeit)
Wie die Laktose-Intoleranz kann auch die Fruktose-Intoleranz viele Beschwerden auslösen, ohne
auf Anhieb diagnostiziert zu werden. Auslöser
solcher Beschwerden ist der in diesen Lebensmitteln enthaltene Fruchtzucker (Fruktose). Wer nach
dem Konsum alltagsüblicher Mengen von Fruchtzucker Beeinträchtigungen der Gesundheit und des
Wohlbefindens verspürt (Durchfall, Blähungen und
Schmerzen), der leidet unter einer FruchtzuckerUnverträglichkeit (primäre, genetisch bedingte
Fruktose-Intoleranz), von der nach Schätzungen
etwa 30% der europäischen Bevölkerung betroffen sind.
Praxis News
Vorsorge ‹ Prävention
Immunsystem in Aufruhr
Allergie
Als Allergie bezeichnet man eine überschießende
Reaktion unseres körpereigenen Abwehrsystems
(Immunsystem) auf bestimmte, unter normalen
Umständen harmlose Umweltstoffe. Wenn sie
Allergien auslösen, nennt man sie Allergene.
Zu den häufigsten Allergenen zählen Blütenpollen
(Heuschnupfen), Tierhaare (Tierhaar-Allergie) und
Hausstaub (Hausstaub-Allergie). Die Suche nach
dem allergieauslösenden Stoff ist in den meisten
Fällen langwierig. Mit verschiedenen Hauttests
und Blut-Untersuchungen können viele Allergene
identifiziert werden. Die eigentlichen Ursachen
allergischer Erkrankungen sind noch nicht gänzlich erforscht. Es wird angenommen, dass verschiedene Faktoren zur Entwicklung einer allergischen Erkrankung beitragen. Ererbte Anlagen
scheinen von Bedeutung zu sein. Da Allergien
in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen
haben, liegt der Schluss nahe, dass auch Umweltfaktoren und die individuelle Lebensweise eine
Rolle spielen. Die Symptome der Allergie können
variieren. Einige bekannte Anzeichen für eine
Allergie sind laufende Nase, juckende Augen,
Husten, Atembeschwerden und Hautausschläge.
Eine ernstere Reaktion ist der lebensgefährliche,
anaphylaktische Schock.
Ein Labortest hilft, das Risiko zu vermeiden!
Ihre Ärztin oder Ihr Arzt berät Sie gern bei weiteren Fragen.
Das Problem an der
Wurzel packen
Detailinformationen finden Sie im Internet
unter www.laborkrone.de
Informationen für Patienten
Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL)
IGeL
Erst blutet das Zahnfleisch,
später wackeln die Zähne
Leben mit der
Immunschwäche
Parodontitis
Als Volkskrankheit Nummer eins wird die Parodontitis bezeichnet. Sie ist eine Entzündung des
Zahnhalteapparates (Parodont). Dazu zählen
Kieferknochen, Zahnfleisch, Zahnhals, Wurzelzement und die Wurzelhaut.
HIV (Humanes Immundefizienz-Virus)
Die Immunschwächekrankheit AIDS wird durch
das HI-Virus (Humanes Immunschwäche Virus,
HIV) ausgelöst. Die Viren greifen bestimmte Zellen
an und zerstören sie, bis das Körperabwehrsystem
(Immunsystem) allmählich zusammenbricht.
Die Betroffenen infizieren sich in erster Linie
durch ungeschützten Geschlechtsverkehr
und durch Blutübertragungen.
Haarausfall
Nicht jeder Haarausfall ist krankhaft bedingt,
stellt aber immer ein psychisches Problem für die
Betroffenen dar. Jeder Mensch verliert bis zu
100 Haare täglich. Dieser natürliche Haarausfall
dient der Erneuerung der Haare und ist damit
auch erwünscht. Wenn Sie über einen längeren
Zeitraum mehr Haare verlieren, muss nach den
Ursachen gesucht werden.
Der hormonell bedingte Haarausfall ist die erste
und häufigste Ursache (androgenetische Alopezie),
er betrifft ca. 30 % Männer und 60 % Frauen.
Je frühzeitiger hormonelle Störungen durch eine
Analyse erkannt werden, desto gezielter kann der
behandelnde Arzt Haarausfall therapieren.
Die zweithäufigste Ursache von Haarausfall ist der
kreisrunde Haarausfall (Alopezia areata). Der kreisrunde Haarausfall kann zum totalen Haarverlust
am ganzen Körper führen, ist vermutlich immunologisch bedingt und eher nicht zu therapieren.
Der nicht hormonell bedingte Haarausfall hat verschiedene Ursachen: Dazu gehören u. a. Vitaminund Mineralstoffmangel, Schwermetalle, Erkrankungen, Operationen, Medikamente, z. B. Krebstherapie, Allergien, Ernährungsfehler und Stress.
Es ist nachgewiesen, dass Karies durch Bakterien
verursacht wird und gute Mundhygiene, also regelmäßiges Zähneputzen, die Bildung von Plaque
und damit Karies vermindert. Weniger bekannt
ist, dass auch die Parodontitis durch Bakterien
hervorgerufen wird.
Die Parodontitis ist eine verbreitete Erkrankung,
die unbehandelt zum Verlust Ihrer Zähne führen
kann. Es handelt sich um eine Krankheit, die vermeidbar bzw. heilbar ist. Für die Auswahl einer
individuellen Therapie ist dabei die Kenntnis der
auslösenden Faktoren von großer Wichtigkeit.
Moderne Testsysteme erlauben es Ihrem Zahnarzt,
diese wichtigen Informationen zu erhalten und
frühzeitig den Weg für die richtige Prophylaxe bzw.
Therapie zu bereiten.
AIDS-Tests sind sinnvoll,
wenn der Patient zu einer
Personengruppe gehört,
die ein erhöhtes Risiko trägt,
in erster Linie homosexuelle Männer,
Drogenabhängige und medizinisches
Pflegepersonal.
Impressum
Labor Krone GbR
Siemensstraße 40
32105 Bad Salzuflen
Fon 05222.8076-0
Fax 05222.8076-163
info@laborkrone.de
www.laborkrone.de
Gemeinschaftspraxis
Prof. Dr. med. Bertin Dufaux
Dr. med. Michael Zimmer
Dr. med. Dr. rer. nat. Dieter Münstermann
Medizinal-Untersuchungsstelle
im Regierungsbezirk Detmold
Gestaltung und Realisation:
© LABCON-OWL GmbH
Bad Salzuflen
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Fotolia, Shutterstock,
Labor Krone GbR
Zuständig für die Laboruntersuchungen:
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