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1. Was ist Hypnose? 2. Erste Sitzung in einem Hypnose-Setting

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Hypnose-Seminar
1. Sitzung
(06.09.2008)
1. Was ist Hypnose?
Hypnose ist gelenkte Aufmerksamkeit
Hypnose ist Zustand des Lernens (Verhaltenstherapie)
Transpersonale Hypnotherapie
ð
Hypnose beginnt bereits vor einer Konditionierung. Man geht davon aus, dass der
Mensch ständig in Kommunikation ist. Zum einen interpersonell (= durch das Beobachten
des Verhalten anderer Menschen schließt man draus wie man wohl selber ist) zum anderen
Intrapersonell (eigene Annahme über sich selbst)
=> Intrapersonell ist schwierig zu ändern, da man so hypnotisches Selbstkonzept entwickelt,
welches konditioniert ist. Man reibt sich an Erfahrungen und schafft sich die Realität
(selbsterfüllende Prophezeiungen)
2. Erste Sitzung in einem Hypnose-Setting
• Es besteht eine Vorhypnotisierung, und zwar in dem Moment, in dem der Patient das
erste mal auf den Hypnotiseur aufmerksam wird.
• Patient muss sich wohlfühlen, zeigen dass man „menschlich“ ist
• Das Erstgespräch ist oft kostenlos und unverbindlich, es dient hauptsächlich dazu, die
Personalien und den Familienstand zu ermitteln
• Wenn möglich schon das nächste Setting besprechen, Preis festlegen und Therapievertrag
unterschreiben lassen.
• In der ersten Situng werden verschiedene Vortests gemacht
Ø
Titanic
Ø
Hochhaus
Ø
Rückfallexperiment
Ø
Kohstammphänomen
Ø
Stiftexperiment
Ø
Schweres Buch/ leichter Luftballon
Die Vortests haben noch nichts mit dem Hypnosezustand zu tun, es werden dem Patienten lediglich
die Gesetze der Ideomotorik ( Siehe Seite….) vor Augen gehalten
3. Theorie der Übersprungshandlungen
Übersprungshandlungen sind automatische Handlungen die nicht konditioniert sind. Sie sind bereits
vor einer Konditionierung vorhanden
Man unterscheidet:
 Orale Übersprungshandlungen (orale Lustbefriedigung)
z.B. Finger im Mund
 Anale Übersprungshandlung (Körperhygiene)
z.B. Mann macht Frau ein Kompliment, sie fasst sich vor Verlegenheit in die Haare
 Fight or flight
z.B. Mann macht Frau ein Kompliment, sie wehrt es ab (flight)
z.B. Menschen die mit Argumente in die Ecke gedrängt werden, greifen den anderen persönlich an
und werden sauer (fight)
•
Stotter- Übersprungshandlung
•
Trance Übersprungshandlungen
z.B. Menschen die nicht wissen was sie tun sollen, verzweifelt sind, fallen in Trance
z.B. Menschen denen alles zu viel wird(z.B. bei Autounfall) gehen in anderen Bewusstseinszustand
4. Grundvorraussetzungen um in Trance zu kommen
Ø
Konfusion (Verwirrung)
Ø
Augenermüdung
Ø
Brechen des Gleichgewichts (z.B. bei Showhypnose)
Ø
Aufmerksamkeitsfokusierung
Ø
Matheinduktion (Verwirrung durch körperliche und geistige Überforderung)
Ø
Soforthypnose (wichtig dabei ist der Überraschungseffekt)
5. Vertiefung[1]
Vertiefung sorgt dafür, das wir unsere ganze Aufmerksamkeit auf innere Prozesse umlenken
Man unterscheidet verschiedene Methoden
•
Progressive Methoden
Entlanggehen des Körpers, entspannen der einzelnen Muskeln z.B. mit Eisenbahn
•
3. Auge
Finger auf die Stirn legen, und den Patienten den Druck und Wärme spüren lassen. Der Patient soll
sich auf den Finger konzentrieren.
•
Sicheren Ort/ Ort der Kraft
•
Geschichten
•
Authoritäre Methoden
•
Permissive Methoden
Nicht persönlich, häufige Verwendung „man könnte“, „Vielleicht“, „man könnte die Augen
schliessen..“ -> man lässt dem Klienten die Wahl
•
Atemgesteuerte Vertiefung
Patient tief einatmen/ausatmen lassen, und die Konzentration auf die Atmung lenken
•
Fraktionierte Hypnose
Während der Hypnose den Klient immer wieder dazu bringen die Augen zu öffnen
•
Doppelte Dissoziation
Verschiedene Vertiefungs-Methoden miteinander kombinieren
6. Hypnose Phänomene
Assoziation
Dissoziation (abspalten)
z.b. man riecht bekanntes Parfum
z.B. man ist verliebt und das hört
Und erinnert sich an ver-
plötzlich auf
Gangene Zeit
Überempfindlichkeit
z.B. bei wenig Schlaf
Regression
Zurückfallen auf bereits überWundene Verhaltensweisen
Unempfindlichkeit
z.B. bei Akkupuktur
Progression
hoffen auf bessere Zeit um die
jetzige schnell rumzukriegen
z.B. verliebte und Liebkosungen
z.B. kranke Männer die bemutterung
brauchen
Hypermnesie
Hypomnesie
Man kann sich an weit vergangenes
Gut erinnern
man kann sich an gar nichts
erinnern
z.B. Traumamenschen, die Trauma immerwieder durchleben
Zeitverlangsamung
Zeitverkürzung
Positive Halluzinationen
negative Halluzinationen
Wenn man mehr sieht als wirklich da ist
Man sieht nicht mehr die Dinge die
z.B. Kratzen an der Prothese
wirklich da sind.
z.B. Man sieht Mücken und kratzt sich
z.B. Dinge die direkt vor einem
liegen werden nicht mehr gesehen
z.B. „Vor lauter Wald den Baum
nicht mehr sehen“
Wiedererleben
Dinge wiederholen sich
Trance
Verdrängung
Dinge geraten in Vergessenheit
Wachsein
Informationen tilgen
alles muss perfekt sein, Kontrolle
Prähypnotische Suggestion
Posthypnotische Suggestion
z.B. „Du wirst nie gut in Mathe sein“
wenn man eingepflanzte
Verhaltensweise auch nach der Hypnose
noch hat
7. Metaphern[2][3]
Eine Metapher ist eine bildliche Übertragung, etwas das in einem Bild beschrieben wird. Metaphern
beschreiben die Welt auf eine geblümte Art und Weise.
Man unterscheidet verschiedene Metaphern
•
Tote Metapher:
Wörter werden erfunden und zusammengesetzt, da es kein eigenständige Wort für gibt.
Deswegen wird versucht es bildlich zu beschreiben. Z.B. „Tischbein“, „Handschuh“
•
Lexikalische Metapher:
Wörter haben mit der Zeit eigene Bedeutung bekommen
•
Dunkle Metapher:
um Dinge einfacher zu erklären z.B. „Atomwölkchen“
•
Kühne Metapher:
Wenn man Wörter nicht aussprechen möchte, sie aber durch anderen Sinn trotzdem
vermittelt z.B. „Liebe machen“
•
Euphemistische Metapher:
Dinge die mit Tabu- Themen zusammenhängen werden mit anderen Wörtern
ausgedrückt z.B. Statt sterben „von uns gehen“, „Rabeneltern“
Beispiele für Metaphern:
„Jemandem das Wasser reichen“ (kühne Metapher)
„Das Recht mit Füssen treten“
„Wortschlange“ (dunkle Metapher)
„Nadel im Heuhaufen“
„Jemandem einen Bären aufbinden“
„Die Welt ist ein Schlachtfeld“
„Die Welt ist ein Klassenzimmer“
„Beziehungen sind wie Suizid“
Metaphern
è
Beschreiben oft eine Weltanschauung ohne viel erklären zu müssen
è
Sind besonders bei Kindern effektiv (in der Psychotherapie)
è
Sollten Klientengerecht formuliert sein/ angewendet werden
è
Sollten positiv sein
è
Sollten in der Gegenwart sein
8. Altersprogression
8.1. Einfache Regression
Regression ist das Zurückfallen auf bereits erlebte Stufen
Wenn man sich z.B. klein und schwach fühlt, sich Dinge nicht zutraut obwohl man dazu im Stande
wäre.
Bei einer Regression geht man in die Kindheit zurück, und versucht einen Zeitpunkt zu finden, an
dem jenes spezielle Gefühl das erste mal da war (Hier: Sich etwas nicht zutrauen können) Dies
nennt sich Katharsis.
8.2. Katharsis- Theorie
Man geht mit dem Klienten Jahr für Jahr zurück in seine Vergangenheit. Anhand verschiedenen
Verhaltensweisen wie z.B. Zittern, Schwitzen, Stirnrunzeln, erbrechen oder Muskelanspannung
kann man sehen ob der Klient sich in einer Katharsis befindet.
Stellt man eine Katharsis fest, diese sich merken und weiter machen mit dem Zurück gehen in die
Vergangenheit.
Umso Jünger das Alter der Katharsis, umso signifikanter ist der Prozess.
Sofern eine Katharsis gefunden werden sollte gibt es folgende Möglichkeiten:
1. Zwiebelschalenprinzip
Man arbeitet sich langsam an das Problem ran.
Man arbeitet von außen nach Innen
2. Ursachenprinzip
Kern wird direkt gesucht, um dort zu arbeiten.
Man arbeitet von Innen nach Außen
„Stell dir vor du bist…. Jahre alt.. Wie ist dein leben? Wer ist bei dir? Wie siehst du aus? Was hast
du an? Deine Frisur?
8.3. Pinpointanalyse
Vorgehensweise:
1.
Trance induzieren
2.
Sicherer Ort
„Stell dir vor du bist an einem sicheren Ort, an dem es ruhig ist und du dich total geborgen und
sicher fühlst“
3.
In das Problem reingehen, Gefühl holen und symbolisieren
„Geh in dein Gefühl rein (z.B. Wut) versuche nachzuempfinden wie du fühlst wenn du wütend bist.
Versuche dies mit einem Gegenstand zu symbolisieren. Was empfindest du wenn du den
Gegenstand siehst?“
è
Gefühl kann sich vom Anfangsgefühl (Wut) unterscheiden
4.
Gefühl hinter dem Symbol (Codierung)
5.
Pinpointen (s.u.)
6.
Auflösung/ Trance ausleiten (s.u.)
8.3.1. Pinpointen
•
Ist autoritär/ väterlich. Man macht Druck
•
Man geht mit dem Klienten zum Ursprung des Gefühls
•
Man kann rückwärts zählen von 5 bis 1, mit dem Finger die Stirn berühren um den
Klienten zu verwirren
•
Ab jetzt schnell und autoritär fragen, und auch schnelle antworten fordern, damit der
Klient wenig Zeit zum nachdenken hat. (sofort Frage wiederholen wenn keine Antwort
kommt)
•
Um mehr Autorität zu zeigen Klienten mit Namen ansprechen
•
5 Fragen, die immer gestellt werden:
„Bist du drin oder draussen?“
„Ist es Tag oder Nacht?“,
„Allein oder mit jemande zusammen?“
„Wie alt bist du?“
„Was passiert?“
•
Danach zurück an sicheren Ort
•
Symbol vom Anfang noch mal betrachten lassen, und fragen ob sich das Symbol
verändert hat
•
Eventuell Symbol würdigen und verabschieden
8.3.2. Auflösetechniken (für Probleme)
1. Erkenntnis
Aha-Effekt muss beim Patient kommen. Klient muss seine Probleme von sich aus erkennen
2. Katharsis
3. Metaposition
Patient nimmt zusätzliche Beobachtungsposition ein
4. Gestaltdialog
Jede Hand nimmt andere Person ein. Wenn die eine Person spricht öffnet sich die Hand z.B.
inneres Kind: eine Hand ist das Kind, die andere der Erwachsener
5. Dissoziative Techniken
Es wird versucht die Situation zu verfremden, weil es für den Klienten zu belastend sein
könnte
z.B. Klient aus Situation holen, Klient soll sich Situation in schwarz/weiss vorstellen, Klient sitzt
im Kino und schaut Film an, Situation als Comic vorstellen
6.
Reframe/Reframing
Aus der Situation positives ziehen
z.B. „Welche Dinge haben sich seit diesem Ereignis zum positiven gewendet?“
8.3.3. Reframing
Reframing gibt einen neuen Bezugsrahmen bzw eine andere Perspektive auf einen bestimmten
Sachverhalt
Man kann Sätze verschieden formulieren, wobei bei jeder Formulierung der Inhalt ein anderer ist.
Heute ist ein schöner Tag
ABER
morgen wird es regnen
(positiv)
UND
(neutral)
OBWOHL
Aber = Satz bekommt negative Bedeutung
UND = Satz bekommt neutrale Bedeutung
OBWOHL = Satz bekommt positive Bedeutung
9. Grundannahmen über die Haltung des Therapeuten
•
Jeder Mensch hat seine eigene, bedingt ähnliche aber einzigartige Landkarte der
Wirklichkeit
•
Die Landkarte ist nicht die Realität (subjektive Ansicht)
•
Jedes Verhalten hat in zumindest einem Kontext einen Sinn
•
Man kann nicht nicht lernen
•
Es gibt keine Fehler, nur Feedback
•
Du bist mehr als das was du von dir denkst
9.1. Huna- Glaubenssätze
•
Die Welt ist das wofür du sie hälst
•
Es gibt keine Grenzen
•
Energie folgt der Aufmerksamkeit
•
Jetzt ist der Augenblick der Macht
•
Lieben heißt glücklich zu sein mit dem was du hast
•
Alle Kraft kommt aus dem Inneren
•
Wirksamkeit ist das Maß der Wahrheit
10. Gefühlssturm- Analyse
Die Gefühlssturm- Analyse beschäftigt sich mit den tiefsten Gefühlen, die ständig da sind.
Aufgrund von verschiedenen Wörtern, und den dahinterstehenden Gefühlen wird ermittelt, was der
Patient assoziiert. Hierbei lässt man den Patienten frei sprechen.
è
sehr erfolgreich bei Angststörungen, Sexualstörungen, Depressionen
11. Psychische Krankheiten nach dem ICD
Um sich die 16 Krankheiten besser merken zu können:
Ein Affe (affektive Störung) rennt in Panik (Angst- und Panikstörungen) mit einer Zange
(Zwangstörungen) in der Hand auf einen Skifahrer (Schizophrenie) zu und schreit: „Die
Psychologen sind schlecht organisiert (psychische Störungen nicht organischer Genese). Der
Skifahrer zeigt daraufhin seine Organe (psychische Störungen organischer Genese) was den Affen
schwer belastet (Belastungsstörungen). Daneben sind die sozialen Menschen (dissoziative
Störungen) denen von diesem Spektakel die Ohren pfeifen (Somatoforme Störungen). Sie können
nicht mehr essen (Essstörungen) und nicht mehr Sex (Sexualstörungen) haben während sie
miteinander schlafen (Schlafstörungen) wollen. Sie suchen sich eine berühmte Persönlichkeit
(Persönlichkeitsstörung), die sich die Pulsadern aufschneidet (Störungen der Impulskontrolle) und
sich umbringt (Suizid)
12. Gesetze der Ideomotorik
Die Hypnose aber auch andere Fachbereiche machen sich die Gesetze der Ideomotorik zur nutze.
Hierbei entsteht durch Gedanken eine Muskelbewegung.
z.B. Hat man einen Pendel vor sich, und stellt sich vor das dieser nun kreisende Bewegungen
macht, macht er dies auch. Grund. Durch Gedanken werden die kleinsten Muskelbewegungen
aktiviert, ohne dies zu spüren.
Setting:
1. Trance einleiten (starkes vertiefen)
2. Setting erklären
„Sind sie sich bewusst das sie mit dem Kopf
automatisch nicken wenn sie ja sagen?“
Über Ideomotorik reden und sie erklären
3. Installation der Ideomotorik
Arm dient als Sprachrohr, um mit dem Unbewusstsein sprechen zu können. Finger geben
dabei die Antwort (z.B. bei „ja“ bewegt sich der Zeigefinger, bei „nein“ der Ringfinger
etc..)
Der Klient wird gesiezt, das Unbewusste geduzt, um den Unterschied zu verstärken
4. Fragen stellen
5. Koppeln der Hand mit dem Unbewussten
„Ich möchte jetzt dein Arm deinem Bewusstsein wieder zurückgeben, und wenn ich jetzt deinen
Arm berühre, ist der Arm wieder total bei deinem Bewusstsein..“
6. Trance ausleiten
13. Das 3 Phasen Modell
3. Generalisierung
Generalisierung
2. Auslöser
Trauma
(Z.B. Überfall, Krankheit, Vergewaltigung)
1. Erfahrungen & Ursache
Erfahrungen
Jeder Mensch macht im Laufe seines Lebens seine eigenen, individuellen Lebenserfahrungen.
Durch ein Trauma passiert etwas, was normal nicht passiert. Das Bewusstsein ist geschwächt da es
alle Energie auf das Erlebte projiziert. Das Trauma zieht seine Energie aus der Vergangenheit.
Daraus entstehen Generalisierungen. Z.B. Jemand der einen Busunfall hatte, fährt danach nicht
mehr mit dem Bus. Später auch nicht mehr mit dem Auto. Irgendwann traut er sich auch zu Fuß
nicht mehr auf die Strasse und geht gar nicht mehr raus. (Symptomverschiebung)
14. Schnellheilung von Phobien
Setting (Möglichkeit 1.):
1. Trance induzieren (leichter Trance reicht aus)
2. Setting (hier: Kino) beschreiben
z.B. große Leinwand, rote Sitze etc..
3. Altes Verhalten dissoziiert anschauen lassen (s/w, Stumm) durch Film 1
„Du siehst wie langsam der Vorhand aufgeht, die Leinwand erscheint. Dort beginnt nun ein
Schwarzweiss Film mit dem Titel…. Dort siehst du nun dich selber, in …. Situation..“
4. Neuen Film generieren der lustig und Kreativ ist. (Film 2)
=> wenn man Spaß hat/lacht kann man gleichzeitig keine Angst haben
5. Abwechseln Film 1 und Film 2 ablaufen lassen (durch Fernbedienung) mind. 5x
6. switch
„welchen Film möchtest du behalten?“ Den anderen Zerstören
7. Erfolgsprobe
z.B. in Film reinspringen lassen
Setting (Möglichkeit 2):
1.
Trance induzieren (leicht)
2.
Setting: Kino
Patient (Meta2) aus Meta-Position betrachten lassen, wie er (Meta 1) im Kino sitzt und auf
die Leinwand schaut (Metaversion)
3.
Patient beschreiben lassen, wie Meta 1 reagiert wenn er Phobiesituation auf der Leinwand
sieht. (evtl s/w)
4.
Film rückwärts laufen lassen, Patient muss beschreiben wie Meta 1 reagiert
5.
Film rückwärts laufen lassen, Patient jedoch vorwärts reagieren lassen
Setting (Möglichkeit 3) nach Keany
1.
Trance induzieren
2.
Setting: Kino
3.
Schlimmste Phobiesituation beschreiben lassen (läuft auf Leinwand)
Reaktion vom Therapeuten: „Du meinst das das schlimm ist?“ Noch schlimmere Variante
schildern
4.
Als Therapeut die Situation übertreiben (realitätsfern!)
5.
Klienten noch einmal alte Phobiesituation anschauen lassen, und vergleichen lassen mit
die des Therapeuten
6.
Skala von 1 bis 10 wie schlimm die beschriebene Situation des Klienten nun ist.
Die Methode nach Keany ist keine Heilungsmethode, viel mehr eine Abschwächungsmethode,
die mit Reizüberflutung arbeitet.
15. Die psychosexuellen Phasen nach Freud
15.1. Orale Phase (1. Lebensjahr)
Der Mund vermittelt die höchste Lustbefriedigung. Insbesondere das Saugen an der Mutterbrust
oder Lutschen am eigenen Daumen vermittelt dem Säugling angenehme Gefühle. Außerdem wird
die oral-erotische (1.Hälfte) und die oral-agressive (2. Hälfte) unterschieden, in der das Kind Zähne
hat und zubeißen kann.
15.2. Anale Phase (2. - 3. Lebensjahr):
Die Ausscheidungsfunktion steht hier im Vordergrund. Das Kind erlebt die Entleerung als lustvoll.
Später wird durch die Gebote der Eltern auch die Zurückhaltung der Exkremente als lustvoll
empfunden. Über die Ausscheidefunktion lernt das Kind, dass es Macht über die Eltern hat.
15.3. Phallische (ödipale) Phase (4. - 5. Lebensjahr):
Der Ausdruck kommt vom "Phallus", dem errigierten männlichen Glied. Nach Freud gibt es in
unserer Kultur überall Phallusobjekte (Zigarren, Zeppeline, Kugelschreiber usw.). Beide
Geschlechter entdecken in dieser Phase ihre erogenen Zonen und stimulieren diese durch
Masturbation. Interessanterweise verdrängen die meisten Personen diese kindliche Betätigung
später vollkommen. In dieser Phase kommt es zum Ödipus- bzw. Elektrakomplex.
Der Knabe verliebt sich in seine Mutter, er stellt fest, dass diese aber bereits mit dem Vater
verheiratet ist und er hasst den Vater fortan (Ödipuskomplex). Irgendwann beobachtet er ein nacktes
Mädchen und stellt fest, dass diese keinen Penis hat. Nach Freud löst dies eine Kastrationsangst aus.
Der Junge glaubt, dass ind diese Strafe auch erteilt, wenn er weiter mit dem Vater konkurriert. Statt
dessen identifiziert er sich fortan mit seinem Papa und übernimmt hiermit dessen Werte und
Anschauungen.
Das Mädchen verliebt sich in den Vater und konkurriert mit der Mutter (Elektrakomplex). Auch das
Mädchen beobachtet irgendwann einen nackten Knaben oder Mann und sieht dessen Organ. Dies
löst nach Freud den Penisneid in ihr aus. Die Identifikation mit der Mutter ist häufig erschwert, da
auch das Mädchen sich zunächst mit dem dominanteren Familienmitglied identifiziert. Erst später
kommt es zur Übernahme der weiblichen Rolle.
15.4. Die Latenzzeit (6. Lebensjahr bis Pubertät):
Es tritt eine Unterbrechung der psychosexuellen Entwicklung ein, beide Geschlechter hören mit der
Selbstbefriedigung auf, das erotische Interesse am eigenen Körper erlisch völlig.
15.5. Genitale Phase (ab Pubertät):
Ab dem 13. Lebensjahr läuft die genitale Phase ab. In diesem Zeitraum kommt es zu einem
Erwachen der sexuellen Entwicklung und der damit verbundenen Konflikte. Langsame Annäherung
an das andere Geschlecht und eine schnelle körperliche und geistige Entwicklung stehen im
Vordergrund.
16. Time Line
16.1. Rahmenbedingungen
1.
Übernimm vollste Verantwortung für dein Leben und für die Situation in der du gerade
stehst.
Verantwortung/Schuld nicht anderen geben
2.
Setz dir ein Ziel und erfosche deine Gefühle am Ziel (Wie fühlt sich dein Ziel für dich
an?)
3.
Kläre deine Werte
Möchtest du dieses Ziel wirklich haben?
Welchen Preis bist du bereit dafür zu zahlen?
4.
Setze positive Erinnerungen in die Zukunft
5.
Lösche negative Erinnerungen aus der Vergangenheit, die nicht mit dem im Kontext
stehen, was du willst
6.
Gib 100 %
ð
Klienten unterschreiben lassen und Vorkasse bezahlen lassen
16.2. Zeitwahrnehmung
Man unterscheidet zwischen:
Throughtime (Durchzeit)
Zeit geht in Gedanken durch die eigene
Person durch.
Intime (In der Zeit)
Person sieht die Zeit an sich vorbei
laufen. (Wand) Umso mehr Pers.
z.B. hinter einem ist die Vergangenheit,
nach links schaut, umso mehr sieht
vor einem die Zukunft. Dort wo die Person
sie die Vergangenheit, umso mehr
steht, ist die Gegenwart
nach rechts,umso mehr die Zukunft
Setting:
1.
Ziel festlegen, Wann es in der Zukunft sein soll.
2.
Von dem Jetzt in die Zukunft gehen in Form von Schritten (intime)
3.
In Zukunft angekommen Ort beschreiben lassen, eigenes Aussehen etc (Intime)
4.
Die Gefühle erzählen lassen (Intime)
5.
Aus Situation rausgehen und sich und die Zukunft aus der Metaposition betrachten lassen
(Throughtime)
„Was siehst du?“ „Was fühlst du?“
6.
Wieder Intime gehen lassen, Umdrehen und aus der Zukunft in die Gegenwart/bisheriges
Leben schauen lassen
„Was siehst du?“ „Was fühlst du?“ „Was für Schritte sind nötig, damit du jetzt da stehst wo
du stehst?“ „Was musst du noch alles schaffen um dein Ziel zu erreichen?“
7.
Arm als Scanner benutzen (Throughtime)
„Scanne deine Vergangenheit ab und versuche Dinge zu finden, die dich heute noch
beeinflussen.“
„Was denkst du inwieweit dich diese Situation noch bist heute beschäftigt oder beeinflusst?“
„Wie hat dich diese Situation positiv beeinflusst?“
8.
Patient wieder intime gehen lassen, und in jetzige Gegenwart laufen lassen. Danach
umdrehen mit Blick auf die Vergangenheit
„ Was siehst du?“ „Was hast du alles bis jetzt erreicht?“ „Wolltest du da stehen, wo du dich
dir in der Vergangenheit vorgestellt hast?“
9.
Trance ausleiten, zurück holen in die Gegenwart mit Blick auf die Zukunft
17. Raucherentwöhnung
1.
Klient muss aufhören wollen
2.
Kosten besprechen. 1 Jahr Zigarettenration
3,60 Euro pro Schachtel x 365 Tage = 1314 Euro
ð
10-12 Sitzungen
Wenn Klient meint das er nicht soviel Geld besitzt bzw aufbringen kann
ð
Dauerauftrag von täglich 3,60Euro vorschlagen auf 1 Jahr begrenzt.
3.
Dem Klienten klar machen das er nicht für die Heilung bezahlt sondern für die Zeit
4.
Setting: „Sind sie wirklich bereit mit dem Rauchen aufzuhören?“ „Es ist viel Geld wissen
sie das?“
1.
Sitzung: Pinpointen
-
Trance induzieren
-
Erinnerung an erste Zigarette
-
Gefühl an erste Zigarette
z.B. Erwachsen sein wollen, cool sein wollen, verbotenes tun etc..
-
Pinpointen: „ Wann wollten Sie das erste mal cool, erwachsen (…etc)
sein?
-
2.
5 Fragen
Evtl Aversivsuggestion
„Beim nächsten mal wenn Sie zu einer Zigarette greifen könnte es sein das du
denkst, erbrochenes in deinem Mund zu haben.
3.
Wenn Pinpointen nicht klappt, die Gefühlssturmanalyse
4.
Psychosexuelle Phase
5.
Timeline
6.
Ödipus- / Elektrakomplex
7.
Egostate Therapy
8.
KUDZU (homöopathisches Medikament das dem Suchtzentrum entgegengeht) am
selben Tag in der Apotheke holen lassen
18. Gewichtsreduktion
1.
Übergewicht einräumen
„Wir wissen beide das sie übergewichtig sind. Und wir wissen auch wie schädlich es für sie
ist, für Ihre Gelenke, Herz, Leber etc…“
2.
Krankheiten checken
3.
Essensanalyse
„Was haben sie gegessen- ohne was zu beschönigen?“
( Im Wachzustand, aber auch möglich unter Hypnose zu erfragen)
4.
Pinpointen
5.
Gefühlssturmanalyse
6.
Pschosexuelle Phasen
7.
Ödipus/ Elektra Komplex
8.
Egostate Therapy
9.
Higher Self/ Awakening (erst in den letzten Therapiesitzungen)
19. EGO State
Beim Ego- State arbeitet man mit Anteilen des Unbewusstseins
Man nimmt einen Teil der Persönlichkeit aus dem Ganzen heraus
Jeder Mensch hat verschiedene Anteile, verschieden stark ausgeprägt in sich.
Folgende Persönlichkeiten sind ein Teil des gesamten:
Inneres Kind
Innerer Krieger (Abgrenzung)
ð
für Leute die kein Selbstbewusstsein haben, sich nichts (zu-) trauen
ð
z.B. Herkules, Indianer
ð
mit Klient an sicheren Ort gehen, dort begegnet er dann seinem Krieger
weiser alter Mann (unbewusstes Wissen)
ð
Patient auf Berg wandern lassen, wo er dann den alten Mann antrifft, der
alles beantworten kann
ð
Der weise Mann gibt Klienten einen Gegenstand. „Welche Eigenschaften
hat dieser?“ „Was bringt er?“ „Was ist der Gegenstand?“
Besuch bei Madame Tussauds (Selbstkonzept)
ð
Patient ins Museum laufen lassen. Dort trifft er plötzlich auf sich als
Wachsfigur
ð
„Wie sieht die Puppe aus?“ „ Was fehlt?“ „Was könnte verbessert
werden?“
Innere/r Führer/in (Entscheidungsfähigkeit)
ð
Patient Stimme finden lassen die sich als die Richtige anfühlt. Diese soll
die innere Berater/in darstelle
ð
Fragen stellen lassen, Berater/in antwortet dann auf diese
Krafttier (Stärke)
19.1. Roundtable
An dem Roundtable sitzen alle einzelnen Teile der Persönlichkeit. Alle zusammen bilden den
Menschen. Zum einen sind die Personen die, die oben beschrieben wurden, zum anderen aber auch
ganz individuelle Personen die man erst ermitteln muss.
19.2. Arbeit mit einem bestimmten Teil
1.
Trance induzieren
2.
Verhalten auffinden, bzw. Anteil der für Anliegen/Problem x zuständig ist. Manchmal ist
Anliegen schon klar (z.B. bei der Rauchentwöhnung), hier wird versucht die innere
Raucher/in zu ermitteln und diese beschreiben zu lassen
3.
Verhalten x ansprechen. Mit dem Anteil kommunizieren
z.B. „Warum bist du da?“
4.
Dem Anteil eine andere Funktion geben als die bisherige.
5.
Anteil würdigen oder eventuell sogar auflösen
Sollte z.B. eine Vergewaltigung beim Patient stattgefunden haben, muss man auch damit arbeiten.
Der Täter ist auch immer ein Teil des Roundtable, der als solches wahrgenommen werden muss.
In dem Fall könnte man z.B. Inneren Krieger und Täter in einer Arena gegenüberstellen lassen
20. Logische Ebenen nach Beitz
Mission
(Mission gibt Identität Kraft, den Weg zu gehen)
Identität
Glaubenssätze
Fähigkeiten
(Willst du ein Verhalten ändern, verbessere deine Fähigkeiten)
Verhalten
(Willst du deine Umgebung verändern, verändere dich)
Umgebung
(Gründe warum Menschen kommen)
21. Schwierigkeiten bei der Hypnose
21.1. Ausländer
•
Sprachbarriere
Unter Regression entfällt eventuell die deutsche Sprache (da Patient als Kind
eventuell noch kein Deutsch konnte)
•
Kulturelle/religiöse Unterschiede
•
Suchen vielleicht andere Beziehung zum Therapeuten als Deutsche (Geschenke,
Einladung zum Familienessen..)
21.2. Behinderte
•
Nur dann Problematisch, wenn kognitive Fähigkeiten wegfallen
•
Je niedriger die Intelligenz, je höher die Wahrscheinlichkeit das Hypnose nicht
klappt
•
Behinderte mit visueller Einschränkungen sind Hypnose fähig ( dann eher
beschreiben)
•
Taube Menschen sind nicht hypnotisierbar
21.3. Kinder und Jugendliche
•
Eine Hypnose mit Kindern geht im Durchschnitt meist nur 15 Minuten
•
Viel Phantasie und Suggestion ins Setting einbringen
•
Metaphern (man sollte über aktuelle Spiele/Figuren der Kinder bescheid wissen)
•
Nicht Hypno- analytisch arbeiten
•
Am besten behandelbar ist Enuresis (Bettnässen) und Enkopresis (Einkoten)
22. Handschuhanästisist
1. Trance einleiten
2. Vorstellen einer Betäubung an der Hand/Arm (mit der Hand berühren/ an den Fingern
verstärkt das Gefühl der Taubheit)
ð
suggerieren von Kälte, Taubheit evtl. kribbeln im Arm/Finger
ð
evtl auch Kanüle vorstellen lassen, die langsam den Arm immer weiter
betäubt
3. Mit Finger auf betäubte Stelle drücken und Skala abfragen
z.B. Auf einer Skala von 1 bis 10, wie stark spürst du meinen Finger auf deinen Arm?)
4.
Arm in Eistonne ablegen
(verstärkt Gefühl von Taubheit)
5. Aufmerksamkeit auf was besonderes lenken (z.B. Buffet, besonders schöne Landschaft) mit
vielen Details
6. Mit Finger erneut auf betäubte Stelle drücken und Skala abfragen
(Skala sollte möglichst hoch (8 oder 9) sein bis die Nadel eingesetzt werden kann)
7. Nachdem die Nadel eingesetzt wurde, wieder an die Eistonne zurückgehen um den Arm
zurückzuholen
8. Den Arm mehr und mehr wieder spüren lassen/ auf Skala abfragen
9. Trance ausleiten
23 Selbsthypnose
Technik: autogenes Training
Schwere
Wärme
Entspannung
Rechte Hand
6x
6x
6x
Linke Hand
6x
6x
6x
Rechter Fuß
6x
6x
6x
Linker Fuß
6x
6x
6x
Oberkörper
6x
6x
6x
Kopf
6x
6x
6x
1. 1x lang sagen „Mein Körper ist ruhig und entspannt“
2. Meine Rechte Hand ist schwer…. (6x)
3. Organsätze:
„Die Stirn ist kühl“ ( z.B. bei Kopfschmerzen)
„Das Herz schlägt stark“
„Das Sonnengeflecht ist warm“
ð
sagt man auch immer 6x nachdem man die Tabelle durch hat
Techniken:
•
progressive Muskelentspannung
Muskeln systematisch anspannen von unten nach oben
•
Atemgesteuerte Induktion
3 Sekunden einatmen, 8 Sekunden ausatmen
•
Schließen des 3. Auges
•
Posthypnotische Suggestion (Ankern)
•
Betty-Erikson Technik
Auf 5 visuelle Dinge konzentrieren
Auf 5 Dinge konzentrieren die man fühlt
Auf 5 Dinge konzentrieren die man hört
=> müssen immer unterschiedliche Dinge sein, zuerst alles jeweils 5x durchmachen,
danach 4x, dann 3x..etc.
24. Reinkarnationstherapie:
Es gibt verschiedene Möglichkeiten wie man Reinkarnationen interpretiert. Entweder man glaubt an
sie und sieht sie als wahr an, oder man interpretiert es als Verschlüsselungen mit verschiedenen
Ursachen.
Problem bei der Reinkarnation: Man kann vorheriges Leben nicht ändern, also auch nichts
therapieren
Oftmals kann man jedoch Schlüsse vom vorigen Leben auf das jetzige ziehen, und dann mit dieser
Erkenntnis arbeiten.
1. Trance einleiten
2. In Regression gehen
ð
Situation erfragen, wer/wo/wann Reinkarnation statt findet
ð
Besondere Ereignisse erfragen
25. Showhypnose
•
Showhypnose ist nicht das, was in einer Hypnosetherapie gemacht wird
•
Menschen haben Erwartungshaltung an Hypnotiseur, und das wird in der
Showhypnose zu nutzen gemacht
•
Es werden Vor-Tests gemacht um das Selbstbewusstsein, schauspielerischen
Qualitäten, Humor und Persönlichkeit zu ermitteln.
•
Hypnotiseur vermittelt eigene Verantwortung (im Vergleich zur Hypno- therapieHier ist der Klient selber verantwortlich)
•
Bei der Hypnosetherapie arbeitet man mit Material, das der Klient Preis gibt, bei der
Showhypnose nicht.
[1] Literaturempfehlung: Daniel Wink: „Auf den Schultern des Windes schaukeln“
[2] Literaturempfehlung Michael Streeter: „Hypnose-Geheimnisse unserer Seele“ ISBN 978-385003-151-6
[3] Literaturempfehlung: Janet Fricker: „Hypnotherapie“ ISBN 3-8228-3333-9
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Seele and Geist
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