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Frage zur Vorlesung (28.10.2006) Was ist der Golgi-Apparat?

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Eukaryot ( (engl.: eukaryote)
Syn: Eukaryont;
ein- oder mehrzelliger
Organismus mit echtem
Zellkern [Eukaryon] und
Zellorganellen
Literaturverz. siehe Hauptvorlesung
Frage zur Vorlesung (28.10.2006)
Was ist der Golgi-Apparat?
Golgi-Apparate sind durch
Membrane begrenzte Hohlräume,
die übereinander gestapelt sind und
Bläschen abschnüren (Golgi-Vesikel).
Sie bilden Sekrete und Membrane. Es
können z. B. Oligo- und Polysaccharidketten an Proteine geheftet werden.
Der Golgi-Apparat besitzt eine
eindeutige Polarität, d. h., die Zisternen
unterscheiden sich in ihrer Struktur und
Funktion je nach der Lage. Die beiden
Pole des Golgi-Apparates bezeichnet
man als cis- und trans-Seite. Die cis
Seite ist die konvexe Seite, die meistens
zum ER und zum Zellkern gewandt ist.
Die trans-Seite ist hingegen die konkave
Seite die zur Plasmamembran zeigt.
Meist nimmt die cis-Seite Substanzen in
den Golgi-Apparat auf und auf der transSeite verlassen sie ihn.
Drüsenepithel: intrazellulärer Transport von sekretorischen Proteinen (rosa) in einer
exokrinen Drüsenzelle, sichtbar gemacht durch Autoradiographie (schematische
Darstellung).
Radioaktiv markierte Aminosäuren (schwarze Punkte), z.B. [3H]-Leucin, werden in die
Blutbahn injiziert.
a) Nach wenigen Minuten erscheinen die markierten Aminosäuren im rauen
endoplasmatischen Retikulum, wo sie in Proteine eingebaut werden.
b) b) Nach 20–30 Minuten sind die neu synthetisierten Proteine im Golgi-Apparat zu sehen.
c) c) Dort werden sie in Sekretgranula verpackt, die nach weiteren 60 Minuten sezerniert
werden.
Die radioaktiv markierten Aminosäuren werden indirekt durch Überschichten der
Gewebeschnitte mit einer Photoemulsion sichtbar gemacht. Die durch die radioaktive
Strahlung entstandenen Silberkörner erscheinen im Elektronenmikroskop als
elektronendichte (dunkle) Körnchen.
Aus: A. Benninghoff: Anatomie, Bd. 1, 15. Aufl.; München 1999
Camillo Golgi; 1843-1926; italienischer Histologe (Pavia); erhielt 1906 den Nobelpreis für
Medizin für seine Entdeckungen im Bereich der Neurohistologie
Golgi-Apparat (engl.: Golgi complex) m: Syn: Golgi-Komplex, Binnennetz;
in der Nähe des Zellkerns liegender Komplex aus flachen Membransäckchen [Diktysomen]
und Vesikeln; von Bedeutung für die Ausschleusung von Sekreten [Proteine, Lipide], die in
den verschiedenen Abschnitten [cis-Zone, mittlere Zone , trans-Zone] modifiziert,
kondensiert und in Sekretgranula verpackt werden. (Cave: Montage- und Versandzone der
Zelle, nicht Produktions-Stätte [Ribosomen])
Wer war
Camillo Golgi?
Camillo Golgi (* 7. Juli 1843 oder 1844 in Corteno Golgi,
Brescia, Italien; † 21. Januar 1926 in Pavia, Italien) war ein
italienischer Mediziner und Physiologe. Er erhielt den
Nobelpreis für Medizin im Jahr 1906 gemeinsam mit Santiago
Ramón y Cajal
Zeichnung des Hippokampus durch
Camillo Golgi
Die größte Leistung, die Golgi vollbracht hat, war die
revolutionäre Methode, einzelne Nerven und Zellstrukturen
einzufärben. Diese Methode wurde als „Schwarze Reaktion“
bekannt und es handelte sich um eine histologische Färbung
mit Silbernitrat. Die meiste Zeit seines Lebens versuchte er,
diese Methode zu verbessern und zu verfeinern. Durch sie
entdeckte er u.a. den nach ihm benannten Golgi-Apparat und
die Golgi-Zellen im Gehirn.
Acrobat-Dokument Acrobat-Dokument
Werk von
Santiago Ramón y
Cajal
Werk von
Camillo Golgi
Kurzübersicht
Nobelpreis
Der Nobelpreis wurde von dem schwedischen Erfinder (Dynamite) und Industriellen Alfred
Nobel gestiftet. In seinem Testament legte er fest, dass mit seinem Vermögen eine Stiftung
gegründet werden sollte, deren Zinsen „als Preise denen zugeteilt werden, die im
verflossenen Jahr der Menschheit den größten Nutzen geleistet haben“.
Das Geld sollte zu fünf gleichen Teilen auf die Gebiete Physik, Chemie, Physiologie oder
Medizin, Literatur und für Friedensbemühungen verteilt werden (2004 je rund 1.1 Millionen €).
Die Nobel-Stiftung wurde am 29. Juni 1900, vier Jahre nach dem Tod Alfred Nobels,
gegründet, die ersten Preise dann 1901 verliehen.
Seit 1969 wird auch ein Preis für Wirtschaftswissenschaften verliehen, der allerdings von der
schwedischen Reichsbank, in Erinnerung an Nobel, gestiftet wurde.
Der Friedensnobelpreis wird in Oslo verliehen, alle anderen Preise vom schwedischen König
in Stockholm.
Alle Preisträger erhalten eine Urkunde, eine Goldmedaille und einen Geldbetrag. Dieser ist
vom Jahreszinsertrag der Nobelstiftung abhängig. Im Jahr 1901 war der Preis mit 150.800
Kronen dotiert. Er steigerte sich seit 1970 von umgerechnet 288.000 DM auf ca. 1,1 Mio.
Euro (entspricht 10 Millionen Kronen) im Jahr 2004.
Etwas problematisch ist inzwischen Nobels Verfügung, dass der Preis in einer Kategorie an
nicht mehr als drei Personen verliehen werden dürfe. In vielen Bereichen der Wissenschaft
gehen heute neue Erkenntnisse jedoch nicht mehr von einzelnen Wissenschaftlern aus,
sondern werden oft international in großen Gruppen erarbeitet.
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