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Bachelor und Master – was ist das - Studienfakultät für

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Bachelor und Master – was ist das?
Mit der Unterzeichnung der Erklärung von Bologna im Jahre 1999 haben sich die
europäischen Bildungsminister verpflichtet, bis 2010 ein System international
anerkannter und vergleichbarer Abschlüsse und gestufte Studienstrukturen
einzuführen. Orientiert am amerikanischen Beispiel bedeutet das für das deutsche
Hochschulsystem in Sachen Bachelor- und Masterstudiengang, dass Studierende
erstmals nach ca. drei Jahren einen ersten Abschluss haben. Wer will und die
nötigen Leistungen erbracht hat, kann ein Masterstudium anschließen. Somit wird
die Mobilität der Studierenden gefördert: Wer nicht direkt nach dem Bachelor mit
einem Master abschließen will, kann nach einer Berufsphase die Hochschule
besuchen, Berufs begleitend studieren oder das komplette Masterstudium im
Ausland absolvieren.
Charakteristisch sowohl für Bachelor- als auch für die Masterstudiengänge ist ihr
modularer Aufbau. Das heißt: Sie bestehen aus inhaltlich in sich abgeschlossenen
und abprüfbaren Einheiten. Kern des Bachelor ist es, die wissenschaftlichen
Grundlagen eines Faches zu legen, Methodenkompetenz und praxisorientierte
Qualifikationen zu vermitteln. Der Master dient dazu, das im Bachelor-Studiengang
erworbene Wissen zu erweitern und zu vertiefen. Er bereitet auf wissenschaftliche
Tätigkeiten oder auf Berufsfelder vor, die mit Leitungs- und Führungsaufgaben
verbunden sind.
Die Umstrukturierung kommt der jahrelangen Forderung der Wirtschaft nach einer
Reform der Hochschulausbildung in Form von mehr Praxisnähe, kürzeren
Studienzeiten, größeren internationalen Anteilen und einer besseren internationalen
Vergleichbarkeit in höchstem Maße entgegen. Der deutsche Stifterverband für die
deutsche Wissenschaft hat dazu 2004 eigens eine Initiative „bachelor welcome“
gestartet, in der sich die Personalvorstände führender deutscher Unternehmen, wie
Siemens, Bertelsmann, BMW, eindeutig für eine konsequente Umstellung auf die
neuen Studienabschlüsse Bachelor und Master aussprechen. (Verlinkung
http://www.stifterverband.de/pdf/bachelor_welcome_070604.pdf).
Wie sieht das konkret für das Studium „Forstwissenschaft und
Ressourcenmanagement“ an der TU München aus?
Das Studium gliedert sich in einen Bachelor- und einen Masterstudiengang. Nach
dem Bachelorstudiengang „Forstwissenschaft und Ressourcenmanagement“ kann
eine wissenschaftliche Vertiefung in Form des Masterstudiengangs „Forst- und
Holz-wissenschaft“ erfolgen.
Bachelorstudiengang Forstwissenschaft und Ressourcenmanagement
Dauer:
6 Semester
Abschluss:
Bachelor of Science (B.Sc.)
Struktur:
Grundstudium (2 Semester)
Hauptstudium (4 Semester)
Berufspraktikum (mindestens 2 Monate)
Masterstudiengang z.B. Forst- und Holzwissenschaft
Dauer:
4 Semester
Abschluss:
Master of Science
Berufspraktikum (mindestens 2 Monate)
Welche Kenntnisse werden im jeweiligen Studiengang erworben?
Bachelorstudiengang „Forstwissenschaft und Ressourcenmanagement“
a) Allgemein
Basierend auf einer fundierten wirtschafts- und naturwissenschaftlichen
Grundausbildung werden Methodenkompetenz und Systemverständnis rund um
Forstwissenschaft und Ressourcenmanagement vermittelt. Ebenso werden aber
auch die persönlichen Kompetenzen ausgebaut. Durch Projektarbeiten im Team,
Zusatzangebote wie Rhetorik oder Konfliktmanagement und die Unterstützung bei
Auslandsaufenthalten entwickeln sich die Studierenden zu Persönlichkeiten, die
über den fachlichen Tellerrand hinausblicken. Ein 2-monatiges Praktikum ist
Bestandteil des Studiums. Das Bachelorstudium wird mit einer wissenschaftlichen
Ausarbeitung, der Bachelor Thesis, abgeschlossen.
b) Detailliert
Grundstudium (1. und 2. Semester):
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Mathematik/Statistik
Chemie
Physik
Biologie I (Allg. Botanik)
Biologie II (Allg. Zoologie)
Allgemeinbildendes Fach
Allgemeine Betriebswirtschaftslehre
Allgemeine Volkswirtschaftslehre
Inventur
Eigenschaften von Holz und sonstigen biogenen Rohstoffen
Ökoklimatologie
Dendrologie
Projekt I
Hauptstudium (3. bis 6. Semester):
3. und 4. Semester:
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Natürliche Ressourcen: Boden und Vegetation
Waldstandorte
Tierökologie
Waldschutz
Waldbau
Wald, Wachstum und Umwelt
Forstliche Verfahrenstechnik und Logistik
Technologie und Verwertungslinien von Holz
Technologie und Verwertungslinien von sonstigen biogenen Rohstoffen
Ergonomie und Arbeitsrecht
Zivil- und Öffentliches Recht
BWL
5. und 6. Semester:
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Rohstoffmärkte und Qualitätssicherung
Forstplanung
Landschaftsentwicklung
Umwelt- und Landnutzungspolitik
Informatik und Einführung in wissenschaftliches Arbeiten
Projekt II
plus 2 Wahlfächer aus:
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Naturschutz und Umweltrecht
GIS
Nachwachsende Rohstoffe: Züchtung und Plantagentechnologie
Stoff-Flüsse in Waldökosystemen
Gehölzmedizin
Internationale Forstwirtschaft
Praktika & Thesis
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Berufs-Praktikum (mind. 2 Monate)
Bachelor´s –Thesis (3 Monate Bearbeitungszeit)
Masterstudiengang „ Forst- und Holzwissenschaft“
a) Allgemein
Im Masterstudium Forst- und Holzwissenschaft wird die Fähigkeit vermittelt,
gesellschaftspolitische, ökonomische, produktionstechnische, rohstofforientierte
und naturwissenschaftliche Probleme und Zusammenhänge in den Bereichen Wald,
Umwelt, Holz und Gesellschaft mit geeigneten Methoden zu erkennen, zu
analysieren und zu lösen. Ökologie, Sozioökonomie, Produktion und
Holzverwendung sind dabei die vier tragenden Säulen des Studiengangs.
Es ist zu berücksichtigen, dass der Einstieg in den Beruf häufig über zusätzliche
Ausbildungsprogramme einzelner Wirtschaftszweige oder Unternehmen erfolgt. Es
wird somit nicht Berufsfertigkeit (unmittelbare Einsatzfähigkeit in spezifischen
betrieblichen Positionen), sondern Berufsfähigkeit für zahlreiche Berufszweige
angestrebt. Nach einer Zeit der Einarbeitung in der Praxis sollen komplexe und
vielfältige Aufgabenstellungen bewältigt werden können und dabei auch die
gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Gegebenheiten mit ihren vielfältigen
Veränderungen berücksichtigt werden.
Neben dem wissenschaftlichen Selbststudium sollen Kenntnisse des kritischen,
methodischen und kreativen Denkens und der Befähigung zur selbstständigen
Bearbeitung komplexer Aufgaben gefördert werden.
b) Speziell
Die Inhalte werden momentan überarbeitet und ab dem Wintersemester 2008/2009
neu angeboten.
Welche Berufsbilder sind typisch für Bachelor-Absolventen?
Zu den Berufsbildern des Bachelor-Absolventen zählen neben der Leitung kleinerer
Forstbetriebe die Beschäftigung in Unternehmen der Forst- und Holzwirtschaft,
sowie Planungstätigkeiten auf kommunaler Ebene.
Welche Berufsbilder sind typisch für Master-Absolventen?
Berufsfelder in Verwaltung, Industrie, Dienstleistungsunternehmen,
Forschungsinstituten und Verbänden schaffen.
Wie sieht generell das Betätigungsfeld eines Forstwissenschaftlers aus?
Forstlicher Bereich:
• Forstsachverständiger
• Betriebsleitung von Forstbetrieben
(Bundes-, Landes-, Kommunal- und
Privatforstverwaltungen)
• Forstliche Serviceunternehmen
• Baumschulen
• Entwicklungshilfe (Agro-Foresty)
• Holzhandel
• Holzmanagement
Ökologischer Bereich:
• Arten- und Biotopschutz
• Ingenieurbiologie
• Bodenkundliche /Geobotanische
Expertisen
• Schutzwaldsanierung
• Deponiesanierungen
• Baumsachverständige
• Baumpflege
• Standorterkundung
• Landschaftsplanung
• Wildtiermanagement
Verwaltung und Recht:
• Naturschutzverwaltungen (Bund,
Länder)
• Kommunalverwaltungen
(Naturschutzbeauftragte)
• Raumplanung und Umweltrecht
• Diplomatischer Dienst
• Patentanwalt
Wissenschaft und Forschung:
• Waldökologische Forschung
• Klimaforschung
• Entwicklung von Simulationen
und Modellen
• Umweltforschung im weitesten
Sinne (siehe auch Vorlesungen)
• Unfallforschung
Unternehmerischer Bereich:
• Management
• Arbeitsorganisation und -analyse
• Arbeitsplanung
• Consulting
• Betriebsführung
• Maschinenkostenkalkulation
Informationsverarbeitung:
• Anwendungen von GeoInformations-Systemen (GIS) zur
Analyse komplexer
Problemstellungen
• Vermessung
• Luftbildauswertung und interpretation
• Fernerkundung
• Anwendungen des Global
Positioning Systems (GPS)
Soziologisch-/Pädagogischer Bereich:
• Erwachsenenbildung
• Umweltpädagogik
• Sozialempirische Erhebungen
(Meinungs- und
Konfliktforschung)
• Fach-Journalistik
(Was ist der Unterschied zwischen einem Diplom- und einem Bachelorstudiengang?
Bachelorstudenten stehen dem Arbeitsmarkt schneller (in der Regel ein ganzes Jahr
früher!) zur Verfügung. Da der Bachelor sowohl Fachkompetenzen für ein
bestimmtes Berufsfeld als auch Schlüsselkompetenzen wie Kommunikations- und
Präsentationstechniken vermittelt, ist er als gleichwertiger berufsqualifizierender
Abschluss zu sehen und zu entlohnen. Bachelorabsolventen steht auch der
internationale Arbeitsmarkt offen, da sich die Abschlüsse besser vergleichen lassen.)
War diese Information hilfreich für Sie? Nehmen Sie mit uns Kontakt auf!
Hanno Langfelder
Career Service Koordinator
Studienfakultät für Forstwissenschaft und Ressourcenmanagement
Technische Universität München
Tel 08161 71 48 23
Mail career@forst.wzw.tum.de
Am Hochanger 13
85354 Freising
Deutschland
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