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Handzettel zur Station „Der, die, das – wann nehme ich was?“ - VPAK

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Tagung „Sprache hat System – Sprachförderung braucht System. Beispiele aus der Sprachförderarbeit des VPAK“ am 09.12.2011 im Schloss der Universität Osnabrück
Handzettel zur Station
„Der, die, das – wann nehme ich was?“
Warum das Thema?
Wer die deutsche Sprache lernt, wird sehr schnell über die Artikel („der, die, das, ein,
eine“) stolpern, die das Geschlecht (Genus) und den Numerus (Singular, Plural)
bestimmen. Denn in vielen anderen Sprachen gibt es andere grammatikalische Formen
für die Funktionen, die die Artikel im Deutschen haben. Grundschulkinder mit anderen
Herkunftssprachen benötigen daher konkrete und systematische Hilfen, die es ihnen
ermöglichen, selbständig den Genus und Numerus zu bestimmen und den
entsprechenden Artikel zu wählen.
In dieser Station wird auf die Genuszuweisung der bestimmten Artikel im Singular
eingegangen.
Typisches Beispiel:
„Der Kind gießt die Blumen“
Dies ist ein typischer Fehler in der Wahl der Artikel. Es ist davon auszugehen, dass das
Kind männlich ist. Somit ist die für den Schreiber richtige Annahme entstanden, dass
ein männlicher Artikel zu gebrauchen ist. Dem Schreiber ist die Regel für die
Genuszuweisung noch nicht vertraut, nach der alle nicht erwachsenen menschlichen
und tierischen Wesen sächlich sind und den Artikel „das“ erfordern (das Kitz, das
Ferkel, das Fohlen, das Kind).
Was müssen Kinder lernen?
In der deutschen Sprache gibt es viele verschiedene Artikelregeln. Sie werden oft selbst
von Deutsch-Muttersprachlern nicht beherrscht. Daher gilt es, Kindern Möglichkeiten zu
bieten, diese Regeln zu erlernen um entsprechend anwenden zu können.
Tagung „Sprache hat System – Sprachförderung braucht System. Beispiele aus der Sprachförderarbeit des VPAK“ am 09.12.2011 im Schloss der Universität Osnabrück
Die wichtigsten Regeln in einer Kurzübersicht:
(Ausnahmen bestätigen die Regel)
Orientierung an Nachsilben (Suffixe):
„der“
ig
„die“
„das“
König e
Liebe um
Datum
ich Teppich in
Freundin ma
Koma
er
Lehrer heit
ling Lehrling keit
or
Motor ung
Freiheit chen Mädchen
Einigkeit o
Leitung ment
Auto
Element
Orientierung am biologischen Geschlecht (Sexus):
Orientierung an
inhaltlicher Bedeutung (Semantik)
männlich
weiblich
sächlich
(Maskulin)
(Feminin)
(Neutrum)
der Mann
die Frau
das Kind
„der“
„die“
„das“
Jahreszeiten Zahlen
Buchstaben
der Herbst
das A
die Eins
Sprachen
der Hahn
die Henne
das Küken
Monate
Blumen
das
der Januar
die Tulpe
Deutsche
Automarken Motorräder Farben
der Hengst
die Stute
das Fohlen
der BMW
die BMW
das Rot
Tagung „Sprache hat System – Sprachförderung braucht System. Beispiele aus der Sprachförderarbeit des VPAK“ am 09.12.2011 im Schloss der Universität Osnabrück
In dieser Station haben Sie folgende Spiele gesehen:
Alle Spiele erweitern und verfestigen den Wortschatz und das Wissen über die
Wortbildung im Deutschen.
Die Super-Schrumpf-Maschine: Ein Ergänzungsspiel zum Lied „Die Super-SchrumpfMaschine“; empfohlen ab 1. Klasse; 10,00 €.
Dieses Ergänzungsspiel erfordert die CD „Piraten-Ratten“. Zur Musik wird die
Verkleinerungsform der Wörter auf den Kärtchen gebildet und so geübt. (Die CD
Piraten-Ratten inkl. Beiheft kann direkt bei der PH Freiburg oder beim VPAK erworben
werden.)
Wer ist der Pechvogel? : Kartenspiel mit 61 Spielkarten; empfohlen ab 1. Klasse;
10,00 €.
In diesem Spiel geht es vor allem um Wortschatzerwerb und Wortschatzerweiterung,
die vorbereitend für weitere Spiele (z. B. Artikel-Memo) erfolgen. Ziel ist es,
zusammengehörende Kartenpaare zu sammeln und am Ende nicht den „Pechvogel“ in
der Hand zu halten.
Artikel-Memo: Spiel mit 45 Kärtchen; empfohlen ab der 1. Klasse (2. Halbjahr);
22,00 €.
Durch das Aufdecken von Kärtchen 1. mit Wörtern, 2. mit Abbildungen zu den Wörtern
werden Paare gebildet, die die Genuszuweisung entsprechend den Endungen (-er, -in
und -ei) entdecken und üben lassen.
Der, die, das – wann nehm´ ich was?: Legespiel mit 90 Karten; empfohlen ab
1. Klasse (2. Halbjahr); 22,00 €.
Bild-, Wort- und Artikelkarten werden kombiniert und den Artikeln entsprechend sortiert.
Durch diese Zuordnung wird die Genuszuweisung der Nomen anhand der Nachsilben
(Suffixe) gelernt.
Tagung „Sprache hat System – Sprachförderung braucht System. Beispiele aus der Sprachförderarbeit des VPAK“ am 09.12.2011 im Schloss der Universität Osnabrück
Artikelbaustelle: Legespiel mit 113 Kärtchen; empfohlen ab der 2. Klasse (2. Halbjahr);
25,00 €.
Hier werden drei Nomen einer Wortfamilie nach festen Wortbildungsregeln als Trios
gesucht (z.B. der Bäcker, die Bäckerin, die Bäckerei). Durch das Vergleichen der
Wörter wird die Zuweisung des Genus zu den Endungen geübt.
Vierer-Pack: Kartenspiel mit 36 Spielkarten; empfohlen ab der 2. Klasse (2. Halbjahr);
8,00 €.
Bei diesem Spiel müssen vier zusammengehörende Karten einer Wortfamilie als
Quartett gesammelt werden (z.B. backen, der Bäcker, die Bäckerin, die Bäckerei). Es
werden Wortbildungsmuster mit den Nachsilben (Suffixen) -er, -in und -ei gefestigt und
durch das Suchen eines Quartetts Wortfamilien geübt.
Der-Mino: Anlegespiel mit 27 Karten; empfohlen ab 2. Klasse (2. Halbjahr); 18,00 €.
Bei Der-Mino werden die Karten so angelegt, dass die Berufsbezeichnungen an die
Bilder, die diesen Beruf symbolisieren, passend aneinander liegen. Die Zuordnung von
Bildern zu den jeweiligen Berufen erweitert zum Einen den Wortschatz und verfestigt
außerdem den Gebrauch der Nachsilbe -er für männliche Berufsbezeichnungen.
Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.vpak.de
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Bildung
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