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LANDAU Europaregion: Was bringt sie dem - Dingolfinger Kirta

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LANDAU
Mittwoch, 20. Oktober 2010
Nummer 244
Begeisterung über
die kleinen Traber
Der Landwirtschaftsminister
kommt zum Neujahrsempfang
Helmut Brunner.
Das neue Jahr ist
zwar noch über zwei
Monate
entfernt,
dennoch hat Landrat
Heinrich Trapp bereits jetzt den Termin
für den Neujahrsempfang des Landkreises bekannt gegeben: 14. Januar 2011,
wie immer in der Aula des Dingolfinger
Gymnasiums. Festredner soll dann der
bayerische
Landwirtschaftsminister
Helmut
Brunner
sein.
Bislang so gut wie keine
Hinweise zu versuchter Tötung
Sofort nach Bekanntwerden der versuchten
Tötung auf der „After-Kirta-Party“ im Foyer
der Stadthalle in Dingolfing Sonntagnacht
wurden sowohl durch die vor Ort zuständige
Polizeiinspektion Dingolfing wie auch wenig
später durch die Kriminalpolizei Landshut alle
erforderlichen Maßnahmen zur Fahndung in
die Wege geleitet. Das Opfer war durch den Täter insgesamt drei Mal in den Rumpfbereich
gestochen worden. Ein sofort alarmierter Notarzt hatte zunächst auch eine Lebensgefahr für
den Mann nicht ausschließen können, der 24Jährige wurde in ein Krankenhaus im Landkreis eingeliefert und notoperiert. Zum jetzigen Zeitpunkt hat sich laut Polizei sein Zustand gebessert, der Mann befindet sich auf
dem Weg der Besserung; er konnte schon von
einer intensivmedizinischen Behandlung auf
eine Normalstation verlegt werden. Auf die
Veröffentlichung des Falles am Montag hin liefen bei der sachbearbeitenden Kripo Landshut
bislang so gut wie keine Hinweise ein. Deshalb
bittet die Polizei nochmals um Zeugenhinweise. Jede, vielleicht zunächst unwichtig erscheinende Wahrnehmung sollte schnellst möglich
der Kripo unter ట 0871/9252-0 mitgeteilt werden. Interessant für die Ermittlungen ist insbesondere, wie es zu der Auseinandersetzung
kam, welche Personen − vielleicht auch nur
mittelbar − beteiligt waren und wohin sich diese nach dem Vorfall bewegten. Sollten Zeugen
weitergehende Personenbeschreibungen zu
den Beteiligten am Geschehensort machen
können, wäre dies für die Ermittlungen ebenfalls sehr wichtig.
Landkreisschild abgeschraubt
und mitgenommen
Laut Angaben der Polizei haben bishlan unbekannte Täter am 14./15.Oktober an der
Kreisstraße DGF 32 zwischen Aufhausen und
Arnstorf die an der Landkreisgrenze aufgestellte Tafel des Landkreises Dingolfing-Landau gestohlen. Dabei wurde das Standrohr
umgebogen und das mit zwei Schellen befestigte Schild abgeschraubt. Der Gesamtschaden dürfte bei 300 Euro liegen.
Lokales aktuell auf einen Klick:
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Landau: Redaktion: ట 0 99 51/98 43 21
Fax: 08 51/80 21 00 31, E-Mail: red.landau@pnp.de
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/ Seite 17
Kampf um Platz drei beim Pony-Trabfahren: Vor der stattlichen Kulisse im Dingolfinger Isar-Wald-Stadion setzt sich auf den letzten Metern
der über 800 Meter langen Distanz Tamara Sommer mit „Jimmy“ gegen Selina Hafeneder mit „Felix“ durch.
− Foto: Birgmann
Landau/Dingolfing. Egal wie
schlecht das Wetter ist − beim
„Rossrennats“ am Rande des
Dingolfinger Kirta scheint meistens die Sonne. So war es auch
am gestrigen Dienstag, nur für
kurze Zeit versteckte sich der
blaue Himmel hinter dunklen
Wolken. Neben den sportlichen
Vor- und Trostläufen der 30 CBahn-Traber waren es wieder
die jungen Pony-Trabfahrer aus
der Region, die das Publikum im
Isar-Wald-Stadion begeisterten.
Am Ende der Stadionrunde setzte sich Andreas Geineder mit
„Lulu“ vor Alexander Dax mit
„Pascha“ und Tamara Sommer
mit „Jimmy“ durch − ein Vergnügen, das es nur bei wenigen
Rennveranstaltungen gibt. Den
„Preis der BMW Group Dingolfing“ holte sich zum Ende des
Rennnachmittags Marion Dinzinger auf „Brian As“ mit nur einer Kopflänge vor Walter Herrnreiter auf „Nui Super“. Dieses
Duell vom Zielbogen bis zur Finish-Linie riss die Wettfreunde
förmlich von den Sitzen. Den
Sieg im Trabreiten holte sich Favoritin Marina Bock auf „Kasina
Meadow“, vor Julia Ertel auf
„Divi Loh“.
− tom
Europaregion: Was bringt sie dem Landkreis?
Kreistag lässt sich informieren − Brücke zur Metropolregion München? − MdL Erwin Huber plädiert für Beitritt
stützen, dafür stehen im Haushalt 7700 Euro bereit. Und das
ist auch genau der richtige Weg,
findet Dr. Helmut Steininger:
„Wenn diese Analyse vorliegt
werden wir wissen, ob uns eine
Mitgliedschaft etwas bringt.“
Von Thomas Maile
Landau/Dingolfing.
Der
Landkreis ist bewusst nicht Mitglied der Euregio Bayerischer
Wald-Böhmerwald-Unterer Inn
geworden, weil er zu weit von
der Grenze entfernt ist. Momentan wird aus dieser Euregio heraus aber eine sehr viel größere
„Europaregion Donau-Moldau“
entwickelt, die ein Gegengewicht zu den Metropolregionen
München, Nürnberg, Wien und
Prag werden soll. An dieser Europaregion hat der Landkreis
durchaus Interesse, das wurde
am Montag im Kreistag deutlich,
und unterstützt deshalb finanziell ein Entwicklungs- und Potenziale-Gutachten.
Euregio-Geschäftsführer Kaspar Sammer stellte den Kreisräten vor, um was es bei der Europaregion gehen soll. Das Prinzip
ist ganz einfach: Wer in der Zukunft bei der EU Gehör finden
will, sei es bei Verkehrsprojekten oder bei Zuschüssen, muss
groß und bedeutend sein. Das ist
kein theoretischer Ansatz, denn
Dr. Dirk Ahner, der EU-Generaldirektor für Regionalpolitik,
habe, so Sammer, ab 2013 Förderungen für besonders innovative und aktive Regionen angekündigt.
Große Städte haben diese
Vorteile erkannt, deshalb ist die
Udo Egleder ist bereits heute
ein Fan der Europaregion. Aus
seiner Tätigkeit als Bezirksvorsitzender des Landessportverbandes wisse er um die Vorteile
grenzüberschreitender Zusammenarbeit. Egleder sieht den
Landkreis sogar in einer wichtigen Brückenfunktion zwischen
der neuen Europaregion und der
bereits bestehenden Metropolregion München.
Kaspar Sammer informierte den Kreistag über die geplante Europaregion.
Grenzregion von Tschechien, sen, Budweis und Vysocina
Österreich und Bayern auch von (Hochland) in Böhmen bzw.
den Metropolregionen Mün- Mähren umfassen wird.
Momentan wird als erster
chen, Nürnberg, Prag und Wien
„umzingelt“. Das Gegengewicht Schritt bis zum Jahresende eine
soll die neue Europaregion wer- Netzwerk- und Strukturanalyse
den, die dann die Oberpfalz, erstellt. Aus ihr wird dann im
Niederbayern, den oberbayeri- kommenden Jahr ein Potenziaschen Landkreis Altötting, le-Gutachten abgeleitet. Dies
Oberösterreich, in Niederöster- werde dann Auskunft darüber
reich das Most- und das Wald- geben, so der Geschäftsführer,
viertel sowie die Regionen Pil- welche Arbeitsfelder die neue
− Foto: Birgmann
Europaregion beackern und
welche Organisationsform sie
einnehmen soll. Als dritter und
letzter Schritt stehe dann 2012
die Gründung der „Europaregion Donau-Moldau“ an.
Die Federführung auf bayerischer Seite hat der Landkreis
Freyung-Grafenau als Sitz der
Euregio. Der Landkreis Dingolfing-Landau wird das Potenziale-Gutachten finanziell unter-
So weit würde MdL Erwin
Huber nicht gehen, der Landkreis dürfe seine Rolle nicht
überbewerten. Aber auch der
Staatsminister a.D. empfiehlt,
dass Dingolfing-Landau der Europaregion beitreten sollte, auch
wenn nicht sofort der große Vorteil oder Geldsegen komme.
Denn: „Grenzen verlieren immer mehr an Bedeutung.“
Welche Rolle der Landkreis
tatsächlich übernehmen kann,
wird sich möglicherweise in der
Dezembersitzung des Kreistages
erhellen. Denn dann stelle sich
dort die Metropolregion München vor, kündigte Landrat
Heinrich Trapp an.
Landkreis hat Nachnutzung für alle Räume an der alten Berufsschule
Damit wird es beim Neubau keine Verluste bei der Förderung geben − Lösung einer Ganztagesbetreuung für die Realschule aber umstritten
Landau/Dingolfing. Die gute
Nachricht: Der Landkreis hat einen Weg gefunden, den drohenden
Verlust von Fördergeldern bei der
Hans-Glas-Berufsschule (HGBS)
zu verhindern. Die schlechte
Nachricht: Auch darum hat es
Streit gegeben.
Die Vorgeschichte: Wenn voraussichtlich im Jahr 2014 die neue
HGBS in Dingolfing in Betrieb
geht, dann stehen in der alten
HGBS im Dingolfinger Schulviertel etliche Klassenzimmer leer.
Werden für diese Räume keine
schulischen Nachnutzungen gefunden, verliert der Landkreis
staatliche Zuschüsse bei der neuen
HGBS (die Heimatzeitung berichtete mehrmals).
Realschule einziehen, die aus allen
Nähten platzt. Vor allem aus den
Fraktionen von CSU und Jungen
Bürger kam der Wunsch, den kompletten zusätzlichen Raumbedarf
der Realschule in der HGBS zu decken, um keinen teuren Anbau errichten zu müssen, während es
noch freie Räume gibt. Dagegen
wehrten sich die Experten, die keine Aufteilung der Schule auf zwei
getrennte Gebäude wollten.
Nach heftigem Ringen hinter
den Kulissen kam ein Kompromiss
zustande: Der Landkreis baut für
geschätzte 1,3 Millionen Euro
sechs neue Klassenzimmer, ins
HGBS-Gebäude wandern dafür
nur Fachräume, in die die Schüler
ohnehin regelmäßig wechseln
müssen. Damit wären 1130 Quadratmeter einer Nachnutzung zugeführt.
Heftiges Ringen
hinter den Kulissen
Nachdem der Traum von der
FOS/BOS geplatzt war, sollte dort
die benachbarte Herzog-Tassilo-
Rücken enger zusammen: Ein Teil der Dingolfinger Herzog-Tassilo-Realschule (ganz hinten) soll in das Gebäude der Hans-Glas-Berufsschule
(rechts) ausgelagert werden.
− Foto: Birgmann
Im Kreistag am Montag berichtete Landrat Heinrich Trapp, dass
dieser Wert auf 1674 Quadratmeter
gesteigert werden konnte, weil die
Realschule ein größeres Lehrerzimmer anrechnen darf. Blieben
nur noch 104 Quadratmeter ohne
schulische Nachnutzung − ein Förderausfall von knapp 127 000 Euro.
Ist die Festlegung
zu starr?
Doch auch dafür gibt es eine Lösung, die Realschulrektorin Eva
Maria Göhlmann ausgetüftelt hat:
Sie wird eine gebundene Ganztagesbetreuung beantragen. Regierung und Ministerium haben bereits signalisiert, dass sie damit die
komplette schulische Nachnutzung akzeptieren würden. Einzige
Bedingung: Eine entsprechende
Willenserklärung des Kreistages.
Die fand allerdings nicht nur Begeisterung im Plenum: Dr. Helmut
Steininger monierte, dass nun
schon wieder kurzfristig mit neuen
Zahlen, Daten und Fakten hantiert werde. Außerdem ist ihm die
Festlegung auf die gebundene Betreuung zu starr, er würde die Form
gerne offen lassen. Vor allem von
der SPD wurde er deshalb der
„Bremserei“ gescholten.
Und Eva Maria Göhlmann betonte, dass die Herzog-TassiloRealschule bereits eine offene
Ganztagesbetreuung mit 31 Schülern habe, es könne „also nur noch
um eine gebundene Betreuung gehen“. Zur Erklärung: Bei der offenen Form werden Schüler aller Altersstufen am Nachmittag betreut.
Eine gebundene Betreuung ist eine
echte Klasse mit Ganztagesunterricht. Kreiskämmerer Andreas
Wimbauer machte darauf aufmerksam, dass der Verzicht auf eine gebundene Ganztagsbetreuung
im Beschluss den ausgehandelten
Kompromiss gefährden könnte.
Erst ein Formulierungsvorschlag von Josef Pellkofer brachte
die Wende: „Der Landkreis beabsichtigt, die verbleibenden 104
Quadratmeter in den Räumen der
alten Berufsschule mit einer gebundenen Ganztagsklasse der
Realschule zu belegen.“ Dieser
Formel stimmte der Kreistag mit
nur einer Gegenstimme (Josef
Steinberger) zu.
− tom
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