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Artikel Solarenergie – Photovoltaik 1. Was ist - RETS Project

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Artikel Solarenergie – Photovoltaik
Inhalt
Teil I
1. Was ist Solarenergie? Allgemeine Definition von Solarenergie
2. Wie kann ich Solarenergie auf natürliche und technische Art und Weise nutzen?
3. Photovoltaik (PV):
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Was ist PV? Definition, wie funktioniert PV?
(photoelektrischer Effekt, Zelle, Modul, Spektrum)
Einstufung von Solarzellen
Energieumwandlungseffizienz
Wie kann ich PV verwenden? Anwendungen
Einspeisetarife, Rechtsquellen für erneuerbare Energien
Teil II
4. Solarthermie:
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Was ist Solarthermie?
Geschichte
Thermische Solarkollektoren und Anwendungen
Arten von Solarkollektoren für die Wärmeproduktion
Arten von Solarkollektoren für die Stromerzeugung
Solarwasserheizsystem
Quellen
Teil III
5. Sonnenwärmekraftwerk (CSP):
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Was ist ein CSP? Definition und Funktionsweise?
Geschichte
Unterteilung: Welche Anwendungsarten gibt es?
Gebündelte Solarthermieenergie (CST)
Gebündelte Photovoltaikenergie (CPV)
Gebündelte Photovoltaik- und Solarthermieenergie (CPT)
Vorteile – Nachteile von gebündelten Systemen
Zukunft von Sonnenwärmekraftwerken
1
1.
Was ist Solarenergie?
Allgemeine Definition von Solarenergie
Solarenergie bezieht sich auf elektromagnetische Energie, die von der Sonne übertragen wird und
aus der Kernfusion resultiert. Dies stellt die Grundlage alles irdischen Lebens dar und beläuft sich auf
rund 420 Billionen Kilowattstunden (kWh). Solarenergie ist mehrere Tausend Mal größer als die
Energie, die von allen Menschen verbraucht wird.
Die Ausstrahlung von Licht und Wärme von der Sonne wurde bereits in alten Zeiten und mit einer
Reihe sich ständig weiter entwickelnder Technologien durch den Menschen genutzt. Neben den sekundären solarbetriebenen Ressourcen wie Wind und Wellenkraft, Wasserkraft und Biomasse, macht
Sonneneinstrahlung den größten Teil der auf der Erde verfügbaren erneuerbaren Energien aus. Aber
es wird nur ein kleiner Teil der verfügbaren Solarenergie genutzt.
Solarbetriebene Stromerzeugung basiert auf Wärmekraftmaschinen und Photovoltaik. Die Nutzung
der Solarenergie ist lediglich durch den Einfallsreichtum des Menschen beschränkt. Eine unvollständige Liste der Einsatzgebiete von Solarenergie umfasst die Raumheizung und Kühlung über Solararchitektur, Trinkwasser über Destillation und Desinfektion, Tageslichtversorgung, solare Warmwasserversorgung, solares Kochen und Prozesshitze mit hohen Temperaturen für industrielle Einsatzbereiche. Um die Solarenergie zu „ernten“, werden für gewöhnlich Solarmodule verwendet.
Solartechnologien sind allgemein gekennzeichnet als entweder passiv solar oder aktiv solar, je nachdem, wie die Solarenergie gesammelt, umgewandelt und verteilt wird. Aktive Solartechnologien umfassen die Verwendung von Photovoltaik-Modulen und thermischen Solarkollektoren, um die Energie
nutzbar zu machen. Passive Solartechnologien umfassen die Ausrichtung von Gebäuden zur Sonne,
die Auswahl von Materialien mit positiven Wärmemassen und guten lichtstreuenden Eigenschaften,
sowie der Gestaltung von Räumen mit einer natürlichen Luftzirkulation.
Das Sonnenlicht, das auf die mit
den dunklen Punkten markierten
Bereiche auftrifft, könnte die ganze
Welt versorgen: Solarzellen, die in
diese sechs markierten Bereiche
installiert werden und eine Umwandlungseffizienz von nur 8 %
haben, könnten durchschnittlich
18 TW Strom generieren. Das ist
mehr als die Gesamtmenge an
Strom, die aktuell aus all unseren
Energiequellen zur Verfügung steht,
einschließlich von Kohle, Öl, Gas,
Atom- und Wasserkraft. Die Farben
zeigen einen Dreijahresdurchschnitt
an Sonneneinstrahlung, einschließlich der Nächte und durchschnittlichen Bewölkung.
Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/Solar_energy, 18.11.2010
2
2. Wie kann ich Solarenergie verwenden?
Natürliche Wege
Sonnenenergie wird am meisten für die Erderwärmung genutzt, so dass biologisches Leben, wie wir
es kennen, in der Nähe der Erdoberfläche möglich ist. Am zweithäufigsten wird Sonnenenergie für
die Fotosynthese der Pflanzen genutzt. Die meisten Organismen, einschließlich des Menschen, hängen entweder direkt (als Pflanzenfresser) oder indirekt (als Fleischfresser) von der Sonnenenergie ab.
Auch Kraftstoff und Baumaterial brauchen Sonnenenergie. Sie ist auch für die unterschiedlichen Arten von Luftdruck in der Atmosphäre zuständig, die den Wind verursachen. Auch der Wasserkreislauf
der Erde wird durch Sonnenenergie gesteuert.
Neben diesen „natürlichen“ Effekten wird Sonnenenergie auch zunehmend für technische Zwecke
genutzt, vor allem im Bereich der Energieversorgung.
Technische Anwendungen von Solarenergie:
Durch die Hilfe von Solartechnologie kann man sich die Sonnenenergie auf verschiedene Art und
Weise zunutze machen:
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


Solarzellen produzieren elektrischen Gleichstrom (Photovoltaik)
Solarmodule erzeugen Wärme (Solarthermie)
Solarthermische Kraftwerke erzeugen Strom durch die Verwendung von Wärme und Dampf.
Pflanzen und pflanzliche Abfälle können verarbeitet werden, um verwendbare Flüssigkeiten
(z. B. Ethanol, Rapsöl) oder Gase (wie zum Beispiel Biogas) zu produzieren.
Wind- und Wasserkraftwerke erzeugen Strom (siehe Artikel Windenergie und Wasserkraft)
Solarkocher oder Solaröfen erhitzen Lebensmittel oder sterilisieren medizinische Geräte
3. Photovoltaik (PV):

Was ist PV? Definition, wie funktioniert PV?
Photovoltaik ist die direkte Umwandlung von Licht in Strom auf atomarer Ebene. Einige Materialien
weisen eine Eigenschaft auf, die als photoelektrischer Effekt bekannt ist. Sie absorbieren Lichtphotonen und geben Elektronen ab. Wenn diese freien Elektronen eingefangen werden, kommt es zu
elektrischer Energie, die als Elektrizität genutzt werden kann.
Der photoelektrische Effekt wurde zuerst 1839 durch den französischen Physiker Edmund Bequerel
entdeckt, der herausfand, dass bestimmte Materialien kleine Mengen elektrischer Energie produzieren, wenn sie mit Sonnenlicht in Kontakt kommen. 1905 beschrieb Albert Einstein die Art des Lichtes
und den photoelektrischen Effekt, auf dem die Photovoltaik-Technologie basiert, wofür er später den
Nobelpreis in Physik gewann. Das erste Photovoltaik-Modul wurde 1954 von den Bell Laboratories
gebaut. Es wurde als Solarbatterie angekündigt, war aber eher eine Kuriosität, da es zu teuer war, um
verbreitet eingesetzt zu werden. In den 1960ern nutzte die Raumfahrtindustrie diese Technologie
erstmals ernsthaft, um Strom an Bord von Raumschiffen zu erzeugen. Durch dieses Raumfahrtprogramm entwickelte sich die Technologie weiter und wurde zuverlässig. Gleichzeitig gingen auch die
Kosten langsam zurück. Während der Energiekrise in den 1970ern gewann die PhotovoltaikTechnologie Anerkennung als Stromquelle, auch für Anwendungen außerhalb der Raumfahrt.
3
Quelle: http://science.nasa.gov/science-news/science-at-nasa/2002/solarcells/, 19.11.2010
Das Diagramm oben zeigt die Funktion einer herkömmlichen Photovoltaikzelle, einer sogenannten
Solarzelle. Solarzellen bestehen aus der gleichen Art Halbleitermaterialien (zum Beispiel Silikon), die
auch in der Mikroelektronikindustrie verwendet werden. Für Solarzellen wird ein dünner HalbleiterWafer speziell behandelt, um ein elektrisches Feld aufzubauen; positiv auf der einen und negativ auf
der anderen Seite. Wenn Lichtenergie auf die Solarzelle trifft, werden Elektronen von den Atomen
des Halbleitermaterials gelöst. Wenn elektrische Leiter an das positive sowie das negative Ende angeschlossen werden und somit einen Stromkreis bilden, können die Elektronen in Form von elektrischer Energie – also Elektrizität – „eingefangen“ werden. Diese Elektrizität kann dann zum Betreiben
einer Last, wie Licht oder einem Werkzeug, verwendet werden.
Mehrere Solarzellen, die elektrisch miteinander verbunden sind und in einer Unterkonstruktion oder
einem Rahmen installiert sind, werden Photovoltaik-Modul genannt. Module werden dazu entworfen, Strom mit einer bestimmten Spannung zu generieren, wie zum Beispiel handelsübliche 12-VoltSysteme. Die produzierte Spannung hängt direkt davon ab, wie viel Sonnenlicht auf das Modul trifft.
Mehrere Module können zusammen zu einer Anlage verbunden werden. Grundsätzlich gilt, je mehr Fläche die Anlage hat,
desto mehr Strom kann produziert werden. PhotovoltaikModule und -Anlagen produzieren einen Gleichstrom (DC). Sie
können sowohl in Reihe als auch parallel angeschlossen werden und erzeugen alle erforderlichen Spannungen und Stromkombinationen.
Quelle: http://science.nasa.gov/sciencenews/science-at-nasa/2002/solarcells/,
19.10.2010
4

Einstufung von Solarzellen

Solarzellen können anhand verschiedener Kriterien eingestuft werden. Das am meisten verbreitete Kriterium ist die Materialdicke. Hierbei wird Dickschichtplatten und Dünnschichtplatten unterschieden.

Ein weiteres Kriterium ist das Material: Es können verschiedene Halbleitermaterialien verwendet werden, CdTe, GaAs oder Kupfer-Indium-Selen-Verbindungen, aber das weltweit am
häufigsten eingesetzte Material ist Silikon.

Die Kristallstruktur, kristallin (mono- / polykristallin) oder amorph.

Neben den Halbleitermaterialien gibt es aber auch neue Materialansätze, wie zum Beispiel
organische Solarzellen und Farbstoffsolarzellen.
Je nach Kristallart lassen sich drei Zelltypen unterscheiden:

Um eine monokristalline Silikonzelle herzustellen, ist
absolut reines Halbleitermaterial erforderlich. Monokristalline Stäbe werden aus geschmolzenem Silikon
gewonnen und dann in dünne Platten geschnitten. Dieser Herstellungsprozess garantiert einen relativ hohen
Wirkungsgrad.
Solarzelle hergestellt aus einem
Monokristallin-Silikon-Wafer
Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/Solar_cell,
22.11.2010

Die Produktion von polykristallinen Zellen ist kostengünstiger. In diesem Prozess wird flüssiges Silikon in Blöcke gegossen, die anschließend in Platten geschnitten
werden. Während der Erstarrung des Materials bilden
sich Kristallstrukturen unterschiedlicher Größen, an deren Rändern es zu Defekten kommt. Als Resultat dieser
Kristalldefekte ist die Solarzelle weniger effizient.
Solarzelle hergestellt aus einem
Polykristallin-Silikon-Wafer
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Solarzelle,
22.11.2010

Wenn eine Silikonschicht auf Glas oder ein anderes Substratmaterial gelegt wird, ist dies eine so genannte
amorphe oder Dünnschichtzelle. Die Schichtdicke beläuft
sich auf weniger als 1 µm (Dicke eines menschlichen Haares): 50-100 µm), so dass die Produktionskosten aufgrund der geringen Materialkosten niedriger sind. Der
Wirkungsgrad von amorphen Zellen ist jedoch kleiner als
der von den anderen beiden Zelltypen. Aus diesem
Grund wurden sie vor allem in Geräten mit geringer
elektrischer Leistung (Uhren, Taschenrechner) oder als
Solarpark mit Dünnschichtmodulen, Wörrstadt,
Deutschland
Fassadenelemente verwendet. Mittlerweile werden sie
Quelle: juwi Holding AG, Deutschland
5
aber auch in Solarfarmen im Megawatt-Bereich eingesetzt.

Organische Solarzellen
Die organische Solarzelle ist eine andere Alternative zu den weitverbreiteten Materialien, die zur
Herstellung von Photovoltaik genutzt werden. Obwohl es sich um eine recht neue Technologie handelt, ist sie aufgrund der geringen Kosten sehr vielversprechend.

Energieumwandlungseffizienz
Der übliche Wirkungsgrad von Modulen für handelsübliche im Flachdruck hergestellte multikristalline
Solarzellen liegt bei rund 12 %. Die Energieumwandlungseffizienz (oder der Wirkungsgrad) eines Solarmoduls ist das Verhältnis der maximalen Ausgangsleistung des Stroms geteilt durch die Lichteingangsleistung unter „Standard“-Testbedingungen. Die „Standard“-Sonneneinstrahlung (bekannt als
„Luftmassenspektrum 1,5“) hat eine Leistungsdichte von 1000 Watt pro Quadratmeter. Somit wird
ein herkömmliches 1 m² großes Solarmodul im direkten Sonnenlicht ungefähr 120 Watt Spitzenleistung erzielen.
Quelle: http://www.solarnavigator.net/solar_cells.htm, 19.11.2010

Wie kann ich PV verwenden?
Anwendungsgebiete: auf dem Dach, gebäudeintegrierte PV-Anlagen, auf dem Boden montierte Anlagen
In Gebäuden
Photovoltaik-Anlagen werden meistens mit Gebäuden in Verbindung gebracht: entweder in das Gebäude integriert, oder auf dem Gebäude oder in dessen Nähe auf dem Boden montiert.
Anlagen werden vor allem nachträglich in existierende Gebäude eingebaut, für gewöhnlich auf vorhandene Dachstrukturen oder Wände. Alternativ können die Anlagen aber auch separat vom Gebäude aufgestellt werden und über eine Kabelverbindung Strom an das Gebäude übertragen. 2012 wurden mehr als vier Fünftel der 9000 MW von solaren Photovoltaik-Anlagen in Deutschland auf Dächern installiert.
6
Photovoltaik-Solarmodule auf einem Hausdach.
Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/Photovoltaics
Gebäudeintegrierte Photovoltaik (BIPV)
Gebäudeintegrierte Photovoltaik-Anlagen
Gebäudeintegrierte Photovoltaik-Anlagen werden zunehmend in
neue Wohn- und Betriebsgebäude integriert – als Haupt- oder Zusatzquelle für elektrischen Strom. Normalerweise wird die Anlage auf dem
Dach oder an den Wänden eines Gebäudes integriert. Auch Dachziegel mit integrierten PV-Zellen sind weit verbreitet.
Der CIS Tower in Manchester, England, wurde mit PV-Modulen im
Wert von 5,5 Millionen Pfund verkleidet. Seit November 2005 speist
er Elektrizität in das nationale Netzwerk ein.
Die Ausgangsleistung von Photovoltaik-Systemen für die Installationen
in Gebäuden wird normalerweise in Kilowatt-Spitzenwerten (kWp)
beschrieben.
Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/Building-integrated_photovoltaics, 18.11.2010
Kraftwerke
Seit Oktober 2010 sind die weltweit größten Photovoltaik-Kraftwerke das Sarnia Photovoltaic Power
Plant (Kanada, 80 MW), der Olmedilla Photovoltaic Park (Spanien, 60 MW), der Strasskirchen Solar
Park (Deutschland, 54 MW), der Lieberose Photovoltaic Park (Deutschland, 53 MW), der Puertollano
Photovoltaic Park (Spanien, 50 MW), das Moura Photovoltaik-Kraftwerk (Portugal, 46 MW) und der
Waldpolenz Solar Park (Deutschland, 40 MW).
7
Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/Photovoltaic, 18.11.2010
Die weltweit größten Photovoltaik-Kraftwerke (40 MW oder mehr)
Name des PV-Kraftwerkes
Land
Sarnia Photovoltaik Power Plant
Olmedilla Photovoltaic Park
Kanada
Spanien
Strasskirchen Solar Park
Deutschland
Deutschland
Spanien
54
Portugal
Deutschland
Deutschland
Deutschland
46
45
Lieberose Photovoltaic Park
[44][45]
Puertollano Photovoltaic Park
Moura photovoltaic power station
Köthen Solar Park
Finsterwalde Solar Park
Waldpolenz Solar Park
[48][49]
[47]
Nennleistung
(MWP)
80
[43]
55
53
GW h
/ Jahr
85
[42]
Kapazitätsfaktor
0,16
[45]
0,11
[47]
0,23
53
47,6
93
41
40
Hinweis
Fertigstellung Oktober 2010
Siliken kristalline Silikonmudle.
Fertigstellung September 2008
700.000 erste solare CdTe[46]
Module, eröffnet 2009
231.653 kristalline Silikonmodule, Suntech und Solaria,
eröffnet 2008
Fertigstellung Dezember 2008
2009
2009
[49]
40
0,11
550.000 erste solare CdTeDünnschichtmodule. Fertigstellung Dezember 2008
8
Im Transport
PV wurde traditionell als Stromversorgung für die Raumfahrt
genutzt. PV wird selten als Antriebskraft in Transportanwendungen genutzt, dafür aber immer mehr als Zusatzleistung für
Boote und Kraftfahrzeuge. Ein ausschließlich mit Solar betriebenes Fahrzeug würde nur begrenzte Leistung und Nutzen
haben; ein solargespeistes Fahrzeug würde jedoch den Nutzen
von Solarstrom für den Transport ermöglichen. Solargespeiste
Autos wurden bereits vorgestellt.
Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/Photovoltaics_in_transport, 18.11.2010
Eigenständige Geräte
Bis vor ungefähr 10 Jahren wurde PV häufig als Stromquelle für Taschenrechner und neuartige Geräte verwendet. Die Verbesserungen
der integrierten Schaltungen und LCD-Displays mit niedrigem
Strombedarf ermöglichen für diese Geräte Zeitspannen von mehreren Jahren, bevor die Batterie ausgetauscht werden muss. Aus diesem Grund wird PV nur noch selten verwendet. Im Gegensatz dazu
werden fest installierte Geräte an abgelegenen Standorten immer
häufiger mit Solarenergie betrieben, wenn hohe Anbindungskosten
an das Netz den Strom verhältnismäßig teuer machen. Derartige
Anwendungen umfassen Wasserpumpen, Parkuhren, Notrufsäulen,
Müllpressen, temporäre Verkehrsschilder und abgelegene Wachtposten & Signale.
Solar-Parkuhr
Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/Photovoltaics, 18.11.2010
Ländliche Elektrifizierung
In Entwicklungsländern, in denen viele Orte oftmals über fünf Kilometer vom Stromnetz entfernt
sind, wird immer häufiger Photovoltaik verwendet. In abgelegenen Orten in Indien wurde ein Beleuchtungsprogramm initiiert, das eine solarbetriebene LED-Beleuchtung als Ersatz für die Kerosinlampen bereitstellt. Die solarbetriebenen Lampen wurden zu einem Wert von einigen Monaten Kerosin-Versorgung verkauft. Kuba arbeitet derzeit daran, Solarstrom in die Gegenden zu bringen, die
nicht am Netz hängen. Dies sind Gebiete, in denen die Sozialkosten und Unterstützungen einen idealen Fall darstellen, um auf Solarenergie umzusteigen, obwohl der Mangel an Wirtschaftlichkeit verhindern wird, dass das Projekt über die humanitären Ziele hinaus geschäftsfähig wird.
9
Solare Power-Satelliten
Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/Solar_power_satellite,
19.11.2010
Konstruktionsstudien für einen großen Satelliten zur
Stromsammlung werden bereits seit Jahrzehnten
durchgeführt. Die Idee wurde zuerst von Peter Glaser
und dann von Arthur D. Little Inc vorgeschlagen; die
NASA führte in den1970ern eine Reihe technischer
und wirtschaftlicher Machbarkeitsstudien durch und
das Interesse wurde in den ersten Jahren des 21.
Jahrhundert neu geweckt.
Aus einem rein wirtschaftlichen Standpunkt scheinen die Kosten für den Abschuss der Satelliten das
Hauptproblem zu sein. Zusätzliche Überlegungen umfassen die Entwicklung von raumfahrtorientierten Montagetechniken. Dies scheint jedoch eine geringere Hürde zu sein als die Kapitalkosten. Diese
nehmen mit dem Rückgang der Kosten für Photovoltaik-Zellen oder entsprechend mit dem Wirkungsgrad ab.

Einspeisetarife
Ein Einspeisetarif (Einspeisegesetz, moderner erneuerbarer Tarif oder Zahlungen für erneuerbare
Energie) ist ein politisches Instrument, das dazu entwickelt wurde, die Einführung von erneuerbaren
Energiequellen zu fördern und den Schritt hin zu einer Netzparität zu beschleunigen.
Das umfasst für gewöhnlich drei wesentliche Bestimmungen:

garantierter Netzzugang,

Langzeitverträge für den erzeugten Strom,

Kaufpreise, die methodologisch auf den Kosten für die Erzeugung von erneuerbarer Energie
basieren und zu einer Netzparität tendieren.
Bei einem Einspeisetarif werden regionale oder staatliche Energieversorgungsunternehmen dazu
verpflichtet, erneuerbare Elektrizität (Elektrizität, die aus erneuerbaren Energiequellen erzeugt wird,
wie Solarstrom, Windkraft, Gezeitenkraftwerke, Biomasse, Wasserkraft und geothermischer Strom)
von allen berechtigten Teilnehmern abzukaufen.
Die kostbasierten Preise ermöglichen somit die Entwicklung einer Vielfalt an Projekten (Wind-, Solarkraft etc.) und bieten Investoren die Möglichkeit angemessener Gewinne für Investitionen in erneuerbare Energien. Der Grundsatz wurde erstmals im deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)
von 2000 erläutert:
„Die Vergütungssätze sind mit Hilfe wissenschaftlicher Studien nach der Maßgabe ermittelt worden,
dass damit bei rationeller Betriebsführung ein wirtschaftlicher Betrieb der Anlagen nach fortgeschrittenem Stand der Technik und unter den geografisch vorgegebenen natürlichen Angeboten Erneuerbarer Energien möglich ist.“ (EEG 2000, Begründung A)
Als Resultat kann die Rate zwischen unterschiedlichen Quellen der Stromerzeugung, Einbaustelle
(z. B. Dach- oder Bodenmontage), Projekten unterschiedlicher Größen und manchmal auch der ver10
wendeten Technologie (Solarenergie, Wind, Geothermie etc.) variieren. Die Raten sind in der Regel
so ausgelegt, dass sie mit der Zeit abnehmen, um technologische Änderungen und allgemeine Kosteneinsparungen widerspiegeln zu können. Damit werden die Zahlungshöhen im Laufe der Zeit an die
tatsächlichen Produktionskosten angepasst.
Darüber hinaus bieten Einspeisetarife in der Regel einen garantierten Abkauf der Elektrizität, die aus
erneuerbaren Energiequellen erzeugt wird, im Sinne von langfristigen (15-25 Jahre) Verträgen. Diese
Verträge werden normalerweise unvoreingenommen allen interessierten Produzenten von erneuerbaren Energien angeboten.
Seit 2009 werden Einspeisetarife in 63 Gerichtsbarkeiten überall auf der Welt eingeführt, unter anderem in Australien, Österreich, Belgien, Brasilien, Kanada, China, Zypern, Tschechische Republik, Dänemark, Estland, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Ungarn, Iran, Irland, Israel, Italien, Korea,
Litauen, Luxemburg, den Niederlanden, Portugal, Südafrika, Spanien, Schweden, Schweiz, Türkei und
in einigen (mittlerweile einem Dutzend) Staaten in den USA. Aber auch in anderen Ländern wie China, Indien und der Mongolei wächst das Interesse.
2008 kam eine detaillierte Analyse der Europäischen Kommission zu dem Schluss, dass „entsprechend angepasste Einspeisetarife grundsätzlich der effizienteste und effektivste Weg ist, um Strom
aus erneuerbaren Energien zu fördern“ und sich einer Netzparität anzunähern. Diese Schlussfolgerung wurde zahlreichen jüngeren Analysen unterstützt, darunter auch von der International Energy
Agency, der European Federation for Renewable Energie und der Deutschen Bank.
Hier finden Sie weitere Informationen zu den Förderprogrammen für erneuerbare Energiequellen.
http://www.res-legal.eu/
11
Quellen
http://en.wikipedia.org/wiki/Solar_energy, 18.11.2010
http://science.nasa.gov/science-news/science-at-nasa/2002/solarcells/
http://en.wikipedia.org/wiki/Building-integrated_photovoltaics, 18.11.2010
http://en.wikipedia.org/wiki/Photovoltaic, 18.11.2010
http://en.wikipedia.org/wiki/Photovoltaics_in_transport, 18.11.2010
http://en.wikipedia.org/wiki/Solar_panel, 19.11.2010
http://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%BCnnschichtsolarzelle#D.C3.BCnnschichtzellen, 19.11.2010
http://www.solarserver.com/knowledge/basic-knowledge/photovoltaics.html, 19.11.2010
http://en.wikipedia.org/wiki/Photovoltaics, 19.11.2010
http://en.wikipedia.org/wiki/Photovoltaics_in_transport, 18.11.2010
http://en.wikipedia.org/wiki/Feed-in_tariff, 18.11.2010
http://www.res-legal.eu/, 19.11.2010
http://en.wikipedia.org/wiki/Solar_power_satellite, 19.11.2010
12
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