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Keine Seilfahrt, bis klar ist, was aus unserer Zukunft wird !

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25.01.2007
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Extra
Bergarbeiterzeitung aller Schachtanlagen und weiterer Bergbaubetriebe der DSK
Keine Seilfahrt, bis klar
ist, was aus unserer
Zukunft wird !
Es wird Zeit, dass wir unsere
eigene Rechnung aufmachen
und uns aktiv einmischen. Am
Wochenende soll wieder einmal
ein Kohlegipfel über unsere
Köpfe hinweg abgehalten werden. Es geht hier nicht um
Kleinigkeiten. Hier soll ein ganzer Industriezweig platt gemacht
werden.
Das wäre ein tiefer Schnitt bis in
die Familien. Es geht auch nicht
nur um die DSK- Belegschaft,
sondern um 150.000 bis
200.000 Arbeitsplätze, die insgesamt am Bergbau direkt und
indirekt hängen. Es geht auch
um die Tradition des Bergbaus
und der Kumpels, die dem Saarland und dem Ruhrgebiet ihre
besondere Prägung verliehen
haben.
Und das soll jetzt einfach mit
einem Handstreich platt gemacht werden, nur weil der
RAG Konzern an die Börse will?
Durch was ist die RAG denn so
groß geworden? Durch unserer
Hände Arbeit. Und nicht zu vergessen, haben Tausende ihre
Gesundheit oder sogar ihr
Leben auf der Zeche gelassen.
Nein, wir dürfen ihnen nicht das
Feld überlassen! Auch wenn
sich die Koalition CDU/SPD in
Berlin in Abstimmung mit Müller
(RAG) und Schmoldt (IG BCE)
schon längst darüber einig sind,
den Bergbau auslaufen zu lasssen, wissen sie nur nicht, wie
sie es dem Kumpel rüberbringen sollen, ohne dass dabei
Unruhe aufkommt.
Das ist auch der eigentliche
Grund, warum Kohlegipfel zur
Zeit wöchentlich abgehalten
werden. Müller brennt der
Arsch. Laut eigener Aussage
müsste alles bis Ende Januar
geregelt sein, um seinen Börsengang wie geplant durchziehen
zu können.
Es wird zurzeit eine richtige Medienschlacht geführt. Auf der
einen Seite wird ein Schreckenszenario aufgezeigt, dass ein
Bergwerk mit 3000 Kumpels still
gelegt wird, weil angeblich bei
der DSK ein Defizit von 163 Mio.
Euro aufgelaufen ist. Laut FDP
und Grüne kostet jeder Kumpel
den Steuerzahler 100.000 Euro.
Das ist lachhaft. Da werden einfach Zahlen in die Welt gesetzt,
ohne dass sie belegt sind. Aber
was belegbar ist, dass bei einer
Mann / Schicht-Leistung von 6,9
Tonnen und einem Verkaufspreis von 46 Euro für die Tonne
Kraftwerkskohle die RAG einen
Umsatz pro Kumpel von 317,40
Euro. Das macht auf den Monat
von 20 Schichten ohne Überschichten 6.348 Euro pro Mann
und Monat aus. Auf das Jahr
von 200 Arbeitstage pro Mann
kommt die Stolze Summe von
63.480 Euro zusammen. Bei der
Kokskohle bekommt die RAG
sogar das bis zu das vierfache
raus. wovon der Kumpel zwischen 30 000 bis 40 000 Euro
bekommt. So, jetzt wollen wir
mal wissen, wo das Geld geblieben ist?
Die 163 Mio Euro sind zu dem
weder Verluste, noch tatsächliche Kosten. Die DSK hat lediglich zuviel Subventionen vom
Staat einkassiert und weigert
sich das zuviel bekommene
Geld zurück zu zahlen. Die Gewerkschaft tut die Ankündigung
von Massenentlassungen als
politisches Geplänkel ab, um
über den Verhandlungsweg das
Problem mit den fehlenden Millionen zu lösen.
Über eine solche "Lösung" haben wir einiges bei HDH erfahren können. Da wurden Löhne
gekürzt, das Weihnachtsgeld
und 21 Freischichten gekappt angeblich um die Arbeitsplätze
zu erhalten. Keine 4 Monate
später gab es dann doch Masssenentlassungen! Dieser Verzicht wird dann noch als "Solidarität" verkauft. Ihr müsst euch im
klaren sein, wer sich nicht aktiv
um seine Zukunft und seiner
Familie einmischt, steht am
Ende ohne Arbeitsplatz da, oder
darf zu Niedrigst löhnen arbeiten.
Redaktion.Lippe
Wie Millionen verschoben werden
Wenn Herr Tönjes jetzt an die Öffentlichkeit geht und von einem Fehlbetrag von 163 Millionen Euro redet,
dann stellt sich doch auch die Frage,
wo die ganzen Gelder durch den Verkauf von Betrieben und Betriebsteilen
hin verschwunden sind. Oder wurden
sie alle zum symbolischen Wert von 1
Euro an die RAG Töchter verschoben?
So wurden u.a. das Zentralmagazin
Saar an DHL verkauft, die ehemalige
Bergwerksdirektion Saar an den
Betreiber eines Einkaufscenters, oder
auch der Bereich der Wachdienste
gehört mittlerweile einer privaten Firma.
Diese Erlöse hat sich die RAG unter
den Nagel gerissen und die DSK
muss jetzt die Dienstleistungen, die
sie vorher selber machte und heute
von den gleichen Kollegen im Auftrag
einer Firma erledigt werden teuer einkaufen. Damit werden Subventionen
für die Kohle ganz legal in den weißen
Bereich umgeleitet und dem Kumpel
vorgejammert, er wäre zu teuer. Auf
diese Weise wurde der ganze Konzern RAG, wie er heute dasteht
zusammen gebaut. Durch die Hände
Arbeit, der Kumpels und nicht die
Subventionen!
Redaktion. Saar
Deshalb schlägt der “Vortrieb" vor:
Am Montag früh soll an allen Zechen ein Protest organisiert werden. Eigentlich dürfte kein
Kumpel einfahren bis geklärt ist, was die da
oben vorhaben! Und zwar nicht, wenn alles
beschlossen ist, sondern vorher.
Wir wollen mitreden!
Impressum:Hugo Hauer, Bergstr. 32, 45879 Gelsenkirchen
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Seele and Geist
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