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Jetzt gibt's was auf die Ohren: Es ist ein Traum vieler - CDA Verlag

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Keep on
Rockin’
Jetzt gibt’s was auf die Ohren: Es ist ein Traum vieler Menschen, auch mal selbst Musik zu machen. Viele schrecken
aber auch davor zurück. Erstens hat wirklich gute Musiksoftware häufig das Problem, knusprig teuer zu sein, zweitens
ist der Mangel an musikalischen Vorkenntnissen oft der
Grund, angehende Hobby-Komponisten verzagen zu
lassen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie beide Probleme umschiffen können und wie ein einfacher und preiswerter
Einstieg in die Welt der Musik möglich ist.
Das Tonstudio im PC
Wer schon einmal einen Blick in ein Tonstudio geworfen hat, erinnert sich bestimmt
noch an die Schweißperlchen, die beim Anblick der Musik-Hardware auf die Stirn getreten sind: Ein riesiges Mischpult, dutzende
Geräte, deren Bedeutung sich bestenfalls erahnen lässt, Mikros, für deren Gegenwert ein
wunderbarer Flachbild-Fernseher drin wäre
– kurzum: Auf wenigen Quadratmetern geben sich etliche tausend Euro in Form feinster
Elektronik die Ehre. Wir reden hier von Preiskategorien, die kaum dazu geeignet sind, in
einem normalen Haushalts-Budget Platz zu
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finden. Doch jetzt kommt die gute Nachricht: Das Meiste dessen, was Sie benötigen,
haben Sie bereits: Ihren Computer. Der Rest
ist eine Investition von maximal 200 Euro.
Danach brauchen Sie nur etwas Geduld –
Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut
– und ein wenig Lerneifer. Mehr brauchen Sie
nicht für Ihre eigene Hitschmiede.
Hardware
Die Ansprüche an die PC-Hardware
sind – das darf nicht verschwiegen werden – relativ hoch. Ein moderner PC
mit Gigahertz-Prozessor und
zwei bis vier Gigabyte RAM
reicht allerdings aus. Wichtig ist, dass Sie über eine
gute Soundkarte verfügen.
Wenn nicht, lesen Sie trotzdem weiter, denn eines der
hier vorgestellten Produkte
kommt mit einer wirklich tollen Hardware-Lösung einher,
die durchaus bezahlbar ist.
Darüber hinaus dürfen Sie nicht vergessen, dass Musikdateien etliche Megabyte
Festplattenspeicher schlucken. Je nach
Grad Ihrer Produktivität sollten Sie daher
noch ergänzende Speichermöglichkeiten
einplanen. Im einfachsten Fall genügt es,
Projektdateien nach Abschluss auf DVD
zu brennen – doch auch eine externe Festplatte kostet nicht die Welt.
Die Kandidaten
Die Auswahl der Software erfolgte streng
nach der Vorgabe, dass diese für Anwender mit normalem Geldbeutel erschwinglich sein sollte. Hinzu kommt ferner das
Kriterium, dass möglichst alle Erfahrungsgrade berücksichtigt sind. Anfänger sammeln ihre ersten eigenen Erfahrungen mit
so genannten Loops, fortgeschrittenere
Anwender greifen dann auch mal zu den
integrierten virtuellen Synthesizern, um
eigene Kompositionen zu realisieren.
Beide Varianten lassen sich auch kombinieren. Der Autor etwa, überzeugter Ta-
August 2011
Foto: istockphoto.com (Bliznetsov)
T
SOFTWARE [ Keep on Rockin’ ]
SOFTWARE [ Keep on Rockin’ ]
stenquäler, verwendet Wave-Schnipsel,
um Gitarren-Soli zu realisieren, während
für den Rest die vorhandenen Synthesizer
ihren Dienst im Sinne eigener Melodiestrukturen versehen. Die Ergebnisse sind
bei solchen Kombinationen durchaus
überzeugend.
Lesefutter
Wenn Sie noch nie ein Keyboard aus
der Nähe gesehen haben, brauchen Sie
sich deswegen fast gar keine Gedanken
zu machen. Der Vorteil an Computergenerierter Musik ist der, dass sie kein
manuelles Geschick benötigen, um Ihrem
Rechner wohlklingende Töne zu entlocken. Ein gewisses musikalisches Grundverständnis ist allerdings unabdingbar.
Musiktheorie klingt stets sehr hochgesto-
T
chen und elitär, ist auf der anderen Seite
kein Hexenwerk, sofern diese richtig vermittelt wird.
Das ist bei dem Buch „1.000 Tipps für
Keyboards“ eindeutig der Fall. Es wäre zwar
empfehlenswert, zur Lektüre dieses Werkes
ein Keyboard anzuschaffen, aber nicht
zwingend erforderlich.
Das Buch erklärt die Grundlagen der
Musik zunächst einmal, ohne Notenkenntnisse vorauszusetzen. Diese werden im Folgenden mit vermittelt und mit Hilfe einiger
Übungen vertieft. Danach folgt die ganze
Musiktheorie und anschließend erfahren
Sie auch noch einiges über das Arrangement eigener Songs.
Der Stoff wird sehr verständlich und zudem mit sehr viel Humor vermittelt. Bereits
nach sehr kurzer Zeit machen sich erste
Lernerfolge sehr deutlich bemerkbar. Dieses
Buch wird ohne jede Einschränkung jedem
empfohlen, der sich mit den Grundlagen der
Musik vertraut machen möchte. Für Keyboarder ist es darüber hinaus ein unschätzbares Nachschlagewerk. Erhältlich ist dieses
Buch im Buch- und Musikalienhandel oder
direkt über den Voggenheiter-Verlag.
kam diese Software immer mehr Funktionen
spendiert. Inzwischen ist ein MIDI-Editor mit
dabei, einige virtuelle Synthesizer sorgen für
guten Klang, Drum-Machines liefern den
nötigen Beat für jede erdenkliche Musikrichtung und die Bibliothek an Loops, also jene
Wave-Schnipsel, die sich per Drag and Drop
in das Arrangement einfügen lassen, können
sowohl als „Einzelkämpfer“, aber auch als
Ergänzung zu eigenen Kompositionen herhalten. Ein Harmonie-Assistent sorgt dafür,
dass ergänzende Loops auch in der korrekten Tonart wiedergegeben werden.
Es sind insbesondere zwei virtuelle Synthesizer, die unsere ungeteilte Aufmerksamkeit
verdienen (wobei auch die anderen durchaus einen Blick wert sind – aus Platzgründen
leider nicht hier): „Revolta“ und „Vita“.
Hinter Revolta verbirgt sich ein waschechter Analog-Synthesizer, der kaum Wünsche offen lässt. Nahezu jeder Klang lässt
sich damit nachbilden. Dank einer Vielzahl
vorhandener so genannter Presets (Voreinstellungen), können auch unerfahrene
Klangbastler sofort loslegen. Weitere Presets
sind (meist kostenfrei) im Internet abrufbar.
Eine Suchanfrage bei Google liefert rasch
die gesuchten Ergebnisse. „Vita“ kümmert
sich indessen um die Solo-Instrumente, die
angehende Musiker vielleicht nicht spielen
können. Die Samples sind hier sehr hochwertig und lassen keine Wünsche offen.
Besonders Schwermetaller werden sich über
die „Power Chords“-Abteilung freuen. Gitarren auf dem PC klingen meist eher ärmlich
und eine Hardrock-Rhythmusgruppe ist auf
diese Weise eigentlich kaum realisierbar.
Magix hat die Lösung in der genannten Rubrik parat. Zwar erstrecken sich die Power-
Buchtipp
Jacky Drecksler/Quirin Härle
1000 Tipps für Keyboards
Voggenreiter Verlag, Bonn
www.voggenreiter.de
264 Seiten mit CD
Preis: 24,95 €
ISBN: 978-3-8024-0158-9
Magix Music Maker 17
Magix Music Maker ist ein Klassiker. Diese
Software ging vor vielen Jahren als „Mutter
aller Wavekleber“ an den Start. Damals war
es wirklich noch nicht mehr. Audio-Schnipsel konnten aneinander gekleistert werden
und heraus kam ein mehr oder minder hörbares Musikstück. Von Musikern wurden
die frühen Versionen eher belächelt – heute
lacht niemand mehr. Im Laufe der Jahre be-
Magix Music Maker STandard/Premium/XXL
Preise: € 59,99/99,99/159,99
www.magix.com/de/music-maker
August 2011
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Seele and Geist
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