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5. Desinformationspolitik IDW/WPK zur EU-Reform erkennen! Was

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5. Desinformationspolitik IDW/WPK zur EU-Reform erkennen!
Was sind deren Ziele?
WP/StB/CPA Dr. Richard Wittsiepe hat uns
darauf hingewiesen, dass in den Informationsveranstaltungen des IDW sowie den bisherigen
Pressemitteilungen der WPK wesentliche Erleichterungen der EU Reform nicht erwähnt wurden.
Die Gründe dafür sind unklar, das Vorgehen ist
aber nicht akzeptabel. Man kann dies durchaus
als Desinformation auffassen. Herr Dr. Richard
Wittsiepe hat die wesentlichen (sechs) Punkte
für Sie zusammengestellt und mit einem Wahlaufruf für unsere Listen verbunden:
1. Prüfungen kleiner Unternehmen, freiwillig
oder auf Grund gesetzlicher Vorschriften veranlasst (z.B. HGrG), unterliegen keiner Qualitätskontrolle mehr. Das gilt auch für Prüfungen bestimmter Rechtsformen außerhalb der
Anwendung von EU 2013/43 (z.B. Vereine
und Stiftungen). Dies ergibt sich aus einer
Erweiterung von Art. 2 Abs. 1 RL durch die
neuen Buchstaben (b) und (c). Art. 29 Abs.1
Buchstabe (h) zum 6-Jahres Turnus eines QSReviews bezieht sich lediglich auf Art. 2 Abs.
1 Buchstabe (a). Daraus folgt: Diese Prüfungen fallen, trotz Siegelführung, aus der Qualitätssicherungsprüfung heraus. Darauf müssen wir aber aufpassen.
2. Der Regelungszweck von ISQC1 und ISA 220
wurde direkt in die Richtlinie übernommen
(Art. 24 a und b). Zusätzlich wurden Mindestanforderungen an ein QS-System definiert,
die durch eine Prüfungsplanung analog ISA
300 erfüllt werden. Der Mindestinhalt besteht in angemessenen Grundsätzen und Verfahren für die Abschlussprüfung, Mitarbeiter-
Coaching sowie für die Struktur der Prüfungsakte (Art. 24 a Buchstabe g und f).
3. Hintergrund dieser Erleichterungen ist die
Umsetzung des EU Small Business Acts. Gefördert werden soll damit eine Erhöhung der
Anzahl der Wirtschaftsprüfer, die wieder eine
Abschlussprüfung anbieten sollen.
4. Regelungen aus ISA 220 betreffend Unternehmen von öffentlichem Interesse finden
sich in der Verordnung und sind nur bei diesen Prüfungsmandaten zu beachten. Dazu
zählt etwa die auftragsbegleitende QS. Auch
muss nur für diese Prüfungen der Prüfungsansatz beurteilt werden.
5. Als Folge gibt es deutlichen Anpassungsbedarf des IDW PS 140, IDW PH 9.140, der Satzung für QS-Kontrolle und der WP/vBP Berufssatzung, die auf die Anforderungen von
ISQC1, ISA 220 sowie der Definition der Mindestanforderungen angepasst werden müssen.
6. ISA werden über die EU-Richtlinie sowie die
EU-Verordnung ab Juni 2016 ein zulässiger
Prüfungsstandard, unabhängig von der Frage
einer Annahme durch die EU-Kommission.
Diese bewirkt lediglich, dass ISA der alleingültige Standard werden. Das ergibt sich
zwangsläufig aus Art. 26 der RL sowie Art. 9
der VO.
Weiter führt Dr. Wittsiepe aus: Damit ist eine
nur moderate Weiterentwicklung des deutschen QS-Systems sowie der Aufsichtsstruktur
ad acta gelegt.
Die Trennung der Anforderungen an Prüfer von
Unternehmen mit öffentlichem Interesse (Verordnung) und Unternehmen ohne öffentliches
Interesse (Richtlinie) ist international üblich.
5. Desinformationspolitik IDW/WPK zur EU-Reform erkennen!
Was sind deren Ziele?
Damit wird gerade nicht die Weiterführung des
bisher in Deutschland praktizierten Aufsichtssystems bestätigt nicht, das die Prüfer unter
der Schwelle der Mandate von öffentlichem
Interesse unangemessen belastet und im inter-
Nun ist der Wähler in der Pflicht!
Damit der Wahltag keine schlimmer Zahltag
wird, sollten die Wählerinnen und Wähler die
Kandidaten an den Taten und nicht an den Versprechungen messen.
Auch bisherige Kandidaten 2011 der GschreiListe haben teilweise enttäuscht, aber unverschuldet. Doch wir haben angesichts der widrigen Umstände unseren gesamten Einsatz gezeigt und bewiesen, dass wir nicht nur wollen,
sondern es auch tun. Wir haben zig- Anträge
zur Verbesserung gestellt. Wir haben nicht die
Seiten gewechselt.
nationalen Vergleich benachteiligt.
Zurzeit werden die Regelungen des USSarbanes Oxley Acts (SOX) auch auf Prüfer und
Prüfungen von Unternehmen ohne öffentliches
Interesse angewendet.
Die Ineffizienz des deutschen Ansatzes und die
Benachteiligung der mittelständischen Prüfer
und Einzelpraxen zeigen sich vor allem bei mittelgroßen Kapitalgesellschaften und den in der
Rechtsform von Personengesellschaften organisierten Gesellschaften des Mittelstandes.
Es gibt keinen nachvollziehbaren Grund, diese
EU-Vorgaben nicht entsprechend umzusetzen.
Damit das auch nachhaltig geschieht, empfehlen wir bei der Beiratswahl die Stimmabgabe
für die "WP-Gschrei" und die vBP-EschbachListe.
Zur Unterstützung für die richtige Wahl und zur
Verminderung der Qual mit der Wahl erhalten
Sie in unserem nächsten Newsletter eine Entscheidungsmatrix zur Entscheidungsfindung.
Denn letztendlich geht es bei der Richtungswahl nur um zwei Gruppen von Listen.
Auf der einen Seite stehen die Listen von WP
Gschrei-und vBP-Eschbach. Auf deren anderen
Seite stehen sechs WP-Listen (vier Big4-HerzigHoffmann) gegen die Gschrei-Liste sowie die
vBP-Albrecht und vBP-Mascher-Liste gegen die
Eschbachliste. Damit haben die Wähler trotz
der auf den ersten Blick verwirrenden Vielfalt
eine einfache Entscheidungsgrundlage.
Impressum
wp.net e.V. Verband für die mittelständische Wirtschaftsprüfung
WP StB Michael Gschrei, gf. Vorstand
WP StB Tobias Lahl, Sprecher Gesamtvorstand
Theatinerstr. 8 80333 München
VR München 18850
Tel.: 089 / 552693-45 Fax: -46
eMail: info@wp-net.com
Internet: www.wp-net.com
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