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20
REGION STUTTGART
Montag, 28. Januar 2008
Stuttgarter Zeitung Nr. 23
VIERSTERNEHOTEL FÜR GÖPPINGEN?
Alles, was Italiener lieben:
Landschaft, Essen, Bäder
Verschiedene
Optionen
Regio Stuttgart Marketing plant Kooperation mit Billigfliegern
Was zu entscheiden ist
Bleiben im Fokus: die Stadthalle und das Ringen um den richtigen Hotelstandort
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Stadthalle
mögliche Bauflächen
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Worüber ich mich sehr gefreut habe. Das
bringt zusätzlichen Schwung in das Tourismusgeschäft. Im Kreis Göppingen hat man
Ich würde mir wünschen, dass man sich mit
der Idee einmal näher befasst und dafür
einen Kreativkreis bildet. Der kann dann
prüfen, ob es dafür eine Immobilie gäbe,
kann Kooperationsmöglichkeiten mit Märklin ausloten und überlegen, was für Veranstaltungen drum herum angeboten werden
könnten. Zum Göppinger Modellbahntreff
kommen jedes Jahr 30 000 bis 40 000 Besucher. Mit der Liebe dieser Leute kann man
etwas anfangen, da ist Kreativität gefragt.
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. . . der nun, wie von Ihnen gefordert, eine
Tourismusbeauftragte eingestellt hat.
Etwa indem sie ein eigenes Märklin-Museum einrichtet?
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Das hat zum einen mit der besseren gesamtwirtschaftlichen Lage zu tun. Das wirkt sich
auch positiv auf den Tourismus aus. Zum
anderen, und darin sehe ich den Hauptaspekt, zeigt der Kreis Göppingen immer
mehr Eigendynamik. Der Göppinger Oberbürgermeister Guido Till zum Beispiel ist in
allen Bereichen sehr engagiert und traut sich
auch, mal unfrisiert Ideen zu formulieren.
Und auf der Kreisseite haben wir in dem
Landrat Franz Weber einen sehr starken und
sehr verlässlichen Partner . . .
Warum? Denken Sie nur an Frisch Auf Göppingen. Die gewinnen nicht immer, spielen
aber attraktiven Handball. Und denken Sie
an Märklin, mein Lieblingsthema. Wohin ich
in der Welt komme, Märklin ist ein Begriff.
Das ist wie Mercedes oder Porsche. Für viele
Menschen geht es bei den Modellbahnen
auch um emotionale Bindungen und Kindheitserinnerungen. Das muss man viel besser nutzen, das Museum führt ja eher ein
Schattendasein. Ich würde mir wünschen,
dass die Firma mehr für den Standort tut
und auch die Stadt da aktiver wird.
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Inwiefern?
Das wird man in der Stadt gerne hören.
Aber sind Sie da nicht zu nett?
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Ohne Zweifel. In der
Lindemann
Stadt fehlt es an ei- Klaus
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zusätzlichen lobt Göppingen.
hochwertigen Hotelangebot, das auch gehobenen Ansprüchen
Rechnung trägt. Göppingen ist eine attraktive Stadt, die allein schon durch ihre ortsansässigen Firmen viele Geschäftsreisende
lockt. Was die Übernachtungszahlen angeht,
kann und wird die Stadt zulegen, da bin ich
sehr zuversichtlich. Die Weichen sind dafür
ganz gut gestellt, das war vor einigen Jahren
noch anders.
MörikeGymnasium
Th
Dazu gehört Göppingen?
Bei den Übernachtungszahlen kann der Kreis
Göppingen in den nächsten Jahren durchaus
um fünf bis sechs Prozent zulegen. Allerdings darf man die Erwartungen an die
Urlauber nicht zu hoch setzen. Als Wirtschaftsfaktor ist und bleibt der Tagestourismus viel wichtiger. Stuttgart hatte im vergangenen Jahr beispielsweise 2,5 Millionen Übernachtungsgäste, aber 40 Millionen Tagesausflügler zu Besuch. In diesem Bereich kann
der Kreis Göppingen durchaus Steigerungsraten von fünf bis zehn Prozent erreichen. Das
gilt auch für die Stadt: Sie verfügt über ein
durchweg positives Image, der Name Göppingen ist nicht negativ oder langweilig besetzt.
Rudel
STANDORTVARIANTEN FÜR DAS STADTHALLENHOTEL
Wie groß ist dieses Potenzial?
Die Kapazitätsgrenze
ist noch nicht erreicht. Es stimmt, man
muss die Bettenkapazitäten behutsam weiterentwickeln und nur
dort auch neue Hotels
bauen, wo ein akuter
Bedarf herrscht.
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Indem die Stärken, über die der Kreis Göppingen verfügt, besser genutzt werden. Dazu
gehören starke Marken, ob es die Geislinger
WMF ist, die Firma Märklin in Göppingen
oder Wala in Bad Boll. Dazu gehört auch die
schöne Landschaft, und dazu gehören Veranstaltungen wie der Sommer der Verführungen. Damit lässt sich ein wunderbares Paket
schnüren: Landschaft, Shopping, Events. Der
Kreis, die Stadt und wir planen zudem eine
Kooperation mit Billigfluglinien. Gemeinsam
wollen wir den Menschen im italienischen
Apulien Urlaubsangebote im Kreis Göppingen unterbreiten. Zu diesem Landstrich gibt
es wegen der gemeinsamen staufischen Geschichte bereits viele Verbindungen. Im
Kreis Göppingen können die Apulier ihre
eigenen Heimatgeschichte auf andere Weise
erfahren. Alles ist da, was Italiener lieben:
schöne Landschaft, gutes Essen, Bäder und
Wellness. Das hat Potenzial.
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Übernachtungsmöglichkeiten in der Region dürften Sie leicht finden. Überall
werden neue Hotels eingeweiht oder geplant. Graben die sich nicht bald gegenseitig das Wasser ab?
Und wie?
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Dieses Jahr ist ein Abstecher nach Irland
geplant. Ich freue mich aber schon darauf,
den größten Teil des Sommers in der Region
Stuttgart unterwegs zu sein. Da spielt der
Stauferkreis mit seinen Bädern und herrlichen Landschaften auch eine große Rolle.
GÖPPINGEN (cls). Am kommenden Donnerstag, 31. Januar, soll der Göppinger
Gemeinderat die Ausschreibung für ein
Viersternehotel auf den Weg bringen. Ob
sich dafür eine Mehrheit findet, ist unklar. Gestritten wird über die unterschiedlichen Standorte. Ein Überblick.
estra
Herr Lindemann, wo verbringen Sie dieses
Jahr Ihren Urlaub?
erkannt, dass wir gemeinsam Erfolg haben
können.
Mörik
GÖPPINGEN. In der Stadt Göppingen
wird heftig über die Ansiedlung eines
Viersternehotels gerungen. Klaus Lindemann, der Geschäftsführer der Regio
Stuttgart Marketing und Tourismus Gesellschaft, hofft, dass die Bemühungen
erfolgreich sind. Die Stadt und der Kreis
Göppingen könnten mehr vom Tourismus profitieren, als sie es bis jetzt tun,
sagt er im Gespräch mit Carola Fuchs.
Altenheim
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StZ-Grafik: zap
Übernachtungszahlen
Noch liegen der Regio Stuttgart Marketing
und Tourismus GmbH nicht alle Übernachtungszahlen des vergangenen Jahres für
den Kreis Göppingen vor. Der Dezember
fehlt noch. Rechnet man die Dezemberzahlen der Vorjahre hinzu, zeichnet sich ab,
dass die Zahl der Übernachtungen im Vergleich zum Jahr 2006 etwa um drei bis vier
Prozent gestiegen sein dürfte. 2006 waren
es 466 497 Übernachtungen gewesen, bis
Ende November des vergangenen Jahres
waren es bereits 451 294 gewesen.
Dabei profitieren vor allem die Hotels
der drei Bädergemeinden im Landkreis Göp-
pingen von den Übernachtungsgästen.
Mehr als ein Viertel der Gäste (im vergangenen Jahr hochgerechnet um die 135 000)
schläft in Bad Boll (plus ein Prozent). In Bad
Ditzenbach dürften es im vergangenen Jahr
fast 70 000 Übernachtungen gewesen sein.
Das wäre ein Anstieg um sechs Prozent.
Bad Überkingen kommt demzufolge auf
fast 35 000 Übernachtungen, was ein Plus
von fünf Prozent bedeutet. Auch in der
Stadt Göppingen dürfte die Zahl der Übernachtungen im vergangenen Jahr gestiegen
sein, allerdings nur leicht von 63 555 im
Jahr 2006 auf etwa 64 000 im vergangenen
Jahr. Das entspräche einer Zunahme von
0,7 Prozent.
cls
POLIZEIBERICHT
Kein Sport mehr in der Umkleidekabine
Fußgänger schwer verletzt
Ottenbach modernisiert seine 30 Jahre alte Mehrzweckhalle für 2,2 Millionen Euro
GÖPPINGEN (cls). Ein 96-Jähriger ist am
Samstag am Hirschplatz in Göppingen-Faurndau von einem Auto angefahren und schwer
verletzt worden. Laut der Polizei hatte eine
48 Jahre alte Frau mit ihrem Wagen aus einer
Parklücke herausfahren wollen und dabei
den Senior übersehen.
Vorfahrt missachtet
UHINGEN (cls). Bei einem Autounfall an der
B-10-Ausfahrt Uhingen, Kreis Göppingen, ist
am frühen Sonntagmorgen eine 29-jährige
Autofahrerin schwer verletzt worden. Polizeiangaben zufolge hatte ein 27-Jähriger mit
seinem Wagen die Vorfahrt der Frau nicht
beachtet und ihr Fahrzeug gerammt. Der
Sachschaden beträgt 33 000 Euro.
Diebe in der Stiftskirche
GÖPPINGEN (cls). Unbekannte haben in der
Stiftskirche in Göppingen-Faurndau einen
Spendenkasten aus Holz aufgehebelt. Sie erbeuteten 150 Euro, die für den Erhalt der
Kirche gespendet worden war.
OTTENBACH. „Vor 30 Jahren haben
alle neidvoll auf unsere neue Gemeindehalle geschaut“, sagt Oliver Franz,
der Bürgermeister von Ottenbach.
Heute haben die meisten Gemeinden
modernere Hallen. In Ottenbach hingegen steht die Generalsanierung an.
Von Klaus Nonnenmacher
Wirklich zeitgemäß ist die einst als eine der
ersten modernen Mehrzweckhallen gebaute
Gemeindehalle im Buchs von Ottenbach
(Kreis Göppingen) nicht mehr. Und sie platzt
aus allen Nähten. Mehr als 30 Vereine und
Organisationen nutzen sie. Die Halle ist
Übungsraum für Musiker und Fußballer, für
Irish Dancer, Step Aerobic oder Pilates-Gymnastik. Im Buchs finden Theaterwochenenden der Landfrauen statt, die „Watzmann“Aufführung der Kolpingfamilie und die Hauptversammlung des Musikvereins. Zuweilen
nutzen die Gymnastikgruppen schon den
größeren der beiden Umkleideräume oder
das Gerätelager. „Das ist nicht mehr lustig,
wenn ältere Frauen auf dem kalten Steinboden liegen“, sagt der Schultes. Einen Neubau
könne sich der Ort aber nicht leisten. Bleibt
nur die Alternative, die ohnehin überfällige
Sanierung der Halle mit einer angemessenen
Erweiterung zu verbinden. Anfangs waren
die Kosten dafür auf rund 1,5 Millionen Euro
geschätzt worden.
Nun ist man bei 2,2 Millionen Euro.
Knapp 1,3 Millionen Euro davon muss Ottenbach selbst aufbringen, der Rest soll mit
Landeszuschüssen aus dem Ausgleichstock
und für den Städtebau finanziert werden. Der
Gemeinderat stimmte aber am Donnerstagabend einstimmig dafür, die liebgewordene
Halle für weitere 30 Jahre aufzurüsten.
Die Verjüngungskur besteht aus mehreren Paketen. Allein die Modernisierung der
gesamten Heizungs-, Lüftungs-, Sanitär- und
Elektrotechnik mit der Umstellung auf eine
Holzhackschnitzelheizung verschlingt rund
700 000 Euro. Hinzu kommt etwa eine halbe
Million Euro für die Sanierung des bestehenden Gebäudes plus Nebenkosten. Das Herz-
stück der Generalsanierung ist aber die rund
560 000 Euro teure Erweiterung.
Die Halle soll um einen leicht erhöhten
Bühnenanbau vergrößert werden. Dieser ist
dann mit einer Holzfaltwand von der Halle
trennbar und kann als separater Gymnastikraum dienen. Weil der Anbau im Untergeschoss auch die neuen Umkleideräume beherbergt, könnten die jetzigen Nebenräume zu
zwei weiteren Mehrzweckräumen für Tanz
und Gymnastik umgebaut werden.
Auf der anderen Seite soll die Halle endlich ein eigenes Foyer bekommen, so dass
nicht mehr für die Halle, die Vereinsgaststätte und die darüber liegende Wohnung ein
und derselbe Eingang benutzt werden muss.
„Das Foyer ist aber unser Sicherheitspolster“,
sagt Oliver Franz. Sollten die Kosten wider
Erwarten davonlaufen, könne man diesen
Baustein hintanstellen. Nun müssen rasch
die Zuschüsse beantragt und die Arbeiten
ausgeschrieben werden. In den Sommerferien soll der Umbau beginnen. Die Außensanierung nimmt sich die Gemeinde erst im
Anschluss daran vor.
Das Göppinger Forstamt geht im Frühjahr in die Luft
Die Behörde kündigt umfangreiche Präventionsmaßnahmen gegen den Eichenprozessionsspinner an
GÖPPINGEN. Die Eichenprozessionsspinner-Raupe ist eine haarige Angelegenheit. Die feinen Härchen können
Hautrötungen und Asthmaattacken
auslösen. Mit Pflanzenschutzmitteln
will das Forstamt das Tier bekämpfen,
im Oberholz sogar aus der Luft.
Von Carola Fuchs
Klaus Fischer hat in seinen alten Studienbüchern nachgeblättert – und nichts gefunden.
In den 60er Jahren, sagt der stellvertretende
Leiter des Göppinger Forstamts, habe der
Eichenprozessionsspinner in der Ausbildung
noch keine Rolle gespielt. Doch mittlerweile
hat sich die Schmetterlingsraupe zu einer
Plage entwickelt, die nicht nur Bäumen, sondern auch Menschen gefährlich werden
kann. Die kleinen Biester sind so haarig wie
reizend. Die feinen Härchen am Körper der
Raupe enthalten im dritten Larvenstadium in
den Monaten Mai und Juni ein Eiweißgift,
das zu üblen Hautrötungen und Asthmaattacken führen kann. Die Haare brechen leicht
ab, werden von Luftströmen über weite Strecken transportiert und halten sich obendrein
mehrere Jahre. Mit dem Eichenprozessionsspinner ist also nicht zu spaßen.
Das Forstamt des Landkreises Göppingen
macht deshalb im Frühjahr Ernst. Weil damit
zu rechnen sei, dass der Eichenprozessionsspinner den Kreis heimsuche, will man dafür
sorgen, dass die gefräßigen Raupen sich nicht
besonders wohl fühlen. Von Ende April bis
Mitte Mai, also bevor die Tiere ihre giftigen
Haare ausbilden, sollen befallene Eichen mit
einem Pflanzenschutzmittel behandelt werden, das die Häutung der Tiere behindert und
sie dadurch tötet. Der Wirkstoff, der den
haarigen Raupen den Garaus machen soll,
töte allein Schmetterlingsraupen, teilt das
Forstamt mit. Es seien keine schädlichen
Auswirkungen auf andere Tiere oder Menschen bekannt. Die zeitlich und räumlich
begrenzte Ausbringung des Pflanzenschutzmittels führe dazu, dass nur wenige andere
Schmetterlingsarten beeinträchtigt würden.
Im Göppinger Oberholz und in der Waldsiedlung indes beschränkt sich das Forstamt
nicht darauf, einzelne Bäume zu behandeln.
Dort soll das Gift von Hubschraubern aus
großflächig versprüht werden. Dort gebe es
einen besonders hohen Eichenbestand, erklärt Klaus Fischer, zudem ist gerade das
Oberholz ein wichtiges Naherholungsgebiet.
Einfach wird die Sprühaktion nicht. Das Oberholz und die Waldsiedlung müssen während
des Hubschraubereinsatzes komplett abgesperrt werden. „Das wird eine riesige logistische Herausforderung“, sagt Fischer.
Von März an liegen in den Rathäusern Listen
von Unternehmen aus, die den Eichenprozessionsspinner sachgerecht bekämpfen. Weitere Informationen erteilt das Forstamt unter
der Rufnummer 0 71 61/2 02-9 57.
Der Ausschreibungstext, den die Stadtverwaltung dem Gemeinderat zur Abstimmung vorlegt, sieht drei potenzielle Standorte für ein
Viersternehotel an der Stadthalle vor (siehe
Grafik). Der Platz an der Lutherstraße/östlichen Ringstraße ist gegenüber den von dem
Oldenburger Architekten Klaus van Döllen,
der als potenzieller Investor im Gespräch ist,
im vergangenen Jahr vorgelegten Entwürfen
deutlich nach Osten verschoben worden. Der
Eingriff in den Stadthallenpark fiele dadurch
geringer aus als bislang geplant. Das 1200
Quadratmeter große Grundstück gehört der
Stadt und soll in Erbbaupacht vergeben werden. Dieser potenzielle Hotelstandort ist innerhalb und außerhalb des Gemeinderats
der umstrittenste, weil dafür Teile des Parks
weichen müssten. Ein Bürgerbegehren ist
initiiert worden, dass die Eingriffe in den
Stadthallenpark verhindern soll. Die CDU,
die Grünen sowie Teile der SPD und der
Vereinigung unabhängiger Bürger (VUB) lehnen den Standort ab.
Neu aufgenommen in die Ausschreibung
wurde der Bereich Blumenstraße-Nord, ein
1700 Quadratmeter großes Grundstück im
Süden des Parks. Dieses Areal soll ebenfalls
in Erbbaupacht vergeben werden. Auch dieser Platz ist wegen der Eingriffe in den Park
umstritten. Der dritte potenzielle Standort,
den die Verwaltung Investoren anbieten
möchte, firmiert unter dem Namen Blumenstraße-Süd und umfasst den kompletten
Bereich zwischen der Schmalen Straße und
der
Theodor-Heuss-Straße.
Mit
rund
4100 Quadratmetern ist das die größte Angebotsfläche im Ausschreibungstext.
Dieser Standort hat viele Befürworter:
CDU, Grüne, VUB und die Initiative Bürgerbegehren würden ein Hotel an diesem Platz
begrüßen. Allerdings hat der Standort auch
einen Haken, denn nur ein Teil der Fläche ist
in städtischer Hand. Dort steht auch ein
vermietetes Mehrfamilienhaus, das Privatleuten gehört. Das Areal will die Stadt nicht in
Erbbaupacht vergeben, sondern verkaufen.
Ein potenzieller Investor, der dort ein Hotel
errichten möchte, müsste also nicht nur mit
der Stadt über den Grundstückskauf verhandeln, sondern auch mit den Besitzern des
Mehrfamilienhauses.
Nicht enthalten in der Ausschreibung ist
der Bereich an der östlichen Ringstraße. Die
Stadtverwaltung lehnt diesen Platz als potenziellen Hotelstandort unter anderem deshalb
ab, weil dann der Betriebshof nicht mehr für
die Anlieferung des Bühnenbereichs genutzt
werden könne. In der Vergangenheit haben
indes der Architekturprofessor Erwin Herzberger und der ehemalige Baubürgermeister
Joachim Hülscher Skizzen für ein Hotel dort
vorgelegt. Dieser Platz findet sowohl bei der
Initiative Bürgerbegehren als auch innerhalb
des Gemeinderats Gefallen. Die VUB will
beantragen, dass die östliche Ringstraße in
die Ausschreibung aufgenommen werde. Die
Grünen hatten sich bereits ebenfalls für
diesen Standort starkgemacht.
Protest in Faurndau
gegen Funkantenne
GÖPPINGEN (cls). Der Göppinger Stadtbezirk
Faurndau macht mobil gegen eine Mobilfunkantenne in der Hirschstraße. Am vergangenen Samstag demonstrierten Polizeischätzungen zufolge etwa 90 Faurndauer vor der Stiftskirche gegen den 19 Meter hohen Sendemast
in einem ehemaligen Futtersilo, auf den drei
UMTS-Antennen montiert sind. Die Bürgerinitiative Faurndau, die zu der Demonstration
aufgerufen hatte, befürchtet durch die Mobilfunkstrahlen gesundheitliche Schäden für die
Bevölkerung und fordert daher den Abbau
des Mastes.
WAS ½ WANN ½ WO
APOTHEKEN
Eislingen/Fils, Süßen, Donzdorf (mittleres Filstal): Schloss Eislingen, Eislingen, Schlossplatz 6,
0 71 61 / 98 41 40.
Geislingen und Umgebung: Löwen, Geislingen, Überkinger Str. 14, 0 73 31 / 6 29 90, u. Christin’sche, Deggingen, Mühlstr. 2–4, 0 73 34 /
9 61 40.
Göppingen und Umgebung: Staren, Heiningen, Bahnhofstr. 2, 0 71 61 / 4 40 14; Wangener,
Wangen, Hauptstr. 93, 0 71 61 / 91 11 90, u. Leintel, Ebersbach, Leintelstr. 45, 0 71 63 / 5 16 16.
Laichingen und Umgebung: Alb, Heroldstatt,
Am Berg 13, 0 73 89 / 6 08.
Dienstbereit von 8.30 bis 8.30 Uhr.
KULTUR ET CETERA
Eislingen/Fils: Christuskirche, Gemeindehaus,
Salacher Straße 23: Orthodoxe Kirchen, ökumenischer Gesprächsabend mit katholischen, evangelischen, syrischen und aramäischen Christen aus
Eislingen, 20 Uhr.
VORTRÄGE
Göppingen: Marktplatz, Faszination Hören, Informations- & Aufklärungskampagne zum Wert des
Hörsinns, 10, 14 Uhr.
(Weitere Hinweise in unserem Stuttgarter Veranstaltungsteil)
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