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Kinder, was für ein Riesen-Spielfest! Leserbriefe - Archiv

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12. 9. 2001
HAMBURG
17
Kinder, was für ein
Riesen-Spielfest!
Kinder aufgepasst: Mit dem großen Spielfest „Eine Welt“ am
kommenden Sonntag, den 16.
September, startet das achtwöchige Kinder-Kulturfestival „KinderKinder“ in Hamburg. Pünktlich zum Weltkindertag macht die
bunte Kinder-Kultur-Karawane
auf ihrem Weg durch ganz
Deutschland vom 16. September
bis zum 19. November in Hamburg halt. Sie wurde von der
Unesco als offizieller Beitrag zum
Jahr des „Dialogs zwischen den
Kulturen“ ausgewählt.
Zum Auftakt wird an der Rothenbaumchaussee rund um das
Museum für Völkerkunde und auf
dem Sportgelände der Universität gefeiert. Kistenklettern, Hüte
basteln, einen ganzen Bus bemalen, mal probieren, wie man die
Nachrichten spricht oder mit
Fredrik Vahle („Anne Kaffeekanne“) singen − für Groß und
Klein wird von 11 bis 18 Uhr ein
vielfältiges Programm geboten,
das bei schlechtem Wetter im Museum stattfindet. Der Eintritt kostet fünf Mark.
In den Wochen darauf dreht
sich fast alles ums Theater: Für
Kinder unterschiedlichen Alters
gibt es Mitmach-Musiktheater,
Konzerte für Babys, die Woche
Hamburger Kindertheater, ein
Jonglier-Theater, eine Musikshow für Kinder, eine von Fredrik
Vahle und Rolf Zuckowski moderierte Kinder-Liedgala und vieles
mehr.
Sechs Kinder- und Jugendgruppen aus drei Kontinenten
unterstützen dabei die Hamburger Theater und Kulturstätten.
Mit ihren Aufführungen wollen
die jungen Darsteller die Kinder
und Jugendlichen zum kulturellen Dialog einladen und Anregungen geben, selbst aktiv und kreativ zu werden.
Das komplette Programm mit
Aufführungsorten, -zeiten und
den jeweiligen Eintrittspreisen
finden Sie im Internet unter
www.kinderkinder.de. Oder Sie
erhalten das gedruckte Programm in der AbendblattGeschäftsstelle am Rathausmarkt.
(cls)
Leserbriefe
An das Hamburger Abendblatt,
Brieffach 2110, 20350 Hamburg
E-Mail: briefe@abendblatt.de
Nur Symbol
„Respekt vor unserer Fahne“, HA,
10. September
Das Bekenntnis zur nationalen
Identität haben wir Deutschen
gewiss nötig. Die Fahne ist dazu
Symbol und Unterscheidungszeichen. Mehr nicht. Respekt kann
ich vor einem Menschen haben,
aber nicht vor dem Namensschild
an seiner Tür. Respekt vor der
Fahne, dann Grüßen der Fahne
und schließlich Fahnenweihe −
dann fehlt nur ein ziemlich kleiner Schritt zum Geist der 30erJahre, als wir begeistert gesungen haben „ . . . denn die Fahne
ist mehr als der Tod!“. Das will
wohl im Ernst niemand.
Hans Rönfeldt, 21129 Hamburg
Erinnerung
„ . . . und die Fahne führt uns in
die Ewigkeit, denn die Fahne ist
mehr als der Tod!“ Das „Lied der
Hitlerjugend“, letzte Strophe mit
Hitlergruß zu singen. − Tja! Das
nur zur Erinnerung . . . !
W. Wiese, 22415 Hamburg
Vom Bürger entfernt
„Auch Grass trommelt für Runde“,
HA, 10. September
Wenn die mehr als 80 bekannten
Hamburger mit einem Senator
Schill österreichische Verhältnisse in Hamburg befürchten und
das Ansehen Hamburgs gefährdet sehen, ist das ein übertrieben
pessimistisches Szenario und
eben nur eine Vermutung. Tatsache ist aber, dass das Ansehen
unserer Stadt schon jetzt Schaden nimmt durch die lasche und
ignorante Politik der rot-grünen
Koalition. Die beispielhaft veröffentlichte Meinung der 80 zeigt
einmal mehr, wie weit diese Persönlichkeiten und die verantwortlichen Politiker entfernt sind
von den Empfindungen des einfachen Bürgers. Seine Unzufriedenheit bezieht sich nicht nur auf
die Drogenszene, sondern auch
auf die hohe Kriminalitätsrate,
die Behandlung vielfach straffälliger Jugendlicher, die Abschiebepraxis gegenüber kriminellen
Ausländern, die Anwendung von
Jugendstrafrecht gegen Erwachsene und die Freigangsregelungen psychisch kranker Sexualverbrecher. Die boomende Wirtschaft in Hamburg kann dem
Bürger seine täglichen Sorgen
und Ängste nicht nehmen.
Rolf Kahlbaum,
22395 Hamburg
Sicheres Gefühl geben
„Zwei, die sich nicht mögen“,
Hamburger Abendblatt, 8./9. September
Richter Schill hat nicht viel zu sagen, aber das, was er zu sagen
hat, sagt er immer wieder. Er beschränkt sich auf die Innere Sicherheit und verkündet die simple Botschaft, dass, wenn man
nur scharf durchgreift, sogleich
Sicherheit und Recht und Ordnung herrschen. Ängste, auf denen die Populisten schwimmen,
entstehen, weil der Rechtsstaat
nicht präsent ist, weil der Bürger
ihn zu wenig sieht. Zum Rechtsstaat gehört es, den Bürgern ein
sicheres Gefühl zu geben. Die Bevölkerung muss ihre Polizei vor
Augen haben, sie muss sie ansprechen und erreichen können.
Und weil die Angst vor Kriminalität mit dem Alter der Leute steigt,
wird einer, der mit Ängsten Politik macht, es in einer alternden
Gesellschaft immer leichter haben. Wer nicht Schill, sondern eine aufgeklärte Kriminal- und
Strafrechtspolitik will, muss Aufklärung betreiben.
Peter Groth, per E-mail
Die STATT-Partei
„Hamburg vor Rekordwahl“ und
Kommentar „Kopf an Kopf in
Hamburg“, Hamburger Abendblatt, 8./9. September
So ganz sicher ist das Patt keineswegs. Bei der FDP muss man
nämlich genau hinhören, was sie
unter „Wechsel“ versteht: Bei ihr
ist alles schon Wechsel, wo die
FDP mit drinsteckt. Sie nennt das
dann „Politikwechsel“! Selbst ein
Patt wäre aber nicht schön, hätte
es doch entweder die große Koalition oder gar Neuwahlen zur
Folge. Die Lösung liegt in jedem
Fall in der Wahl der STATT-Partei! Sie garantiert den Wechsel
und ersetzt alten Filz nicht durch
neuen.
Joachim Krüger, 22767 Hamburg
Absurd
„Stoiber: München ist Vorbild“,
HA, 11. September
Das Hamburger Abendblatt würde an Objektivität gewinnen,
wenn auch die diversen erbrachten positiven Regierungsleistungen der letzten Jahre erwähnt
würden! Edmund Stoibers genüssliches Argument, uns München als Vorzeigemodell hinzustellen, kann doch ad absurdum
geführt werden: München wird
seit langer Zeit von einem SPDBürgermeister regiert!
Marie-Louise Sommer,
22587 Hamburg
Filetstück
„Domplatz: Neues Gesicht für
Hamburgs Wiege“, Hamburger
Abendblatt, 7. September
Der Umgang mit letzten „Filetstücken“ in der City darf nicht zur
Zerstörung des Gesamtbildes der
Stadt führen. Es kann nicht angehen, dass uns wieder ein neuer
Turmbau beschert wird, wie die
Entwicklung an der Ost-WestStraße mit dem Verbau einer
schönen Sichtachse auf unseren
Michel zeigt und nicht wieder
gutzumachen ist. Wir als BürgerInnen möchten an diesen Entscheidungen bis zuletzt beteiligt
werden. Mauscheleien werden
nicht akzeptiert.
Heinz-H. Hendrich,
22457 Hamburg
Belebte City
Die Hamburger Innenstadt stirbt
jeden Abend gegen halb neun
aus. Ein Wohnviertel lebt eben
nur, wenn Leute in ihm leben, wie
zum Beispiel das Schanzenviertel
mit seinen 30 000 Einwohnern. In
der Innenstadt wohnen aber nur
2000 Leute. Wie wäre es, liebe
Verantwortliche im Rathaus,
wenn Wohnungen für noch einmal 2000 Leute auf dem Domplatz und diesmal ohne Parkplätze gebaut werden würden?
Schlagartig wäre die Innenstadt
zugleich lärmberuhigt und menschenbelebt. Und wetten, dass
man in Hamburg sofort 2000
Leute findet, die dort ohne Auto
wohnen wollen, wenn man ihnen
nur Autolärmfreiheit zusichert?
Thomas Immanuel Steinberg,
20095 Hamburg
Diese Zuschriften geben lediglich die Meinung der Einsender wieder.
Kürzungen und orthografische Angleichung vorbehalten.
LL
<>
Nr. 213
Seite 17
2
Schwarz
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E-gelb
L
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Seele and Geist
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