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Fachcurriculum Sport: Jahrgang 5 (G9)

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PRESSEMITTEILUNG VOM 15.10.2014
WM/LZ
WFW auf Hunting-Tour durch Deutschland
Der neue 8-Rad Harvester EcoLog 688 „SteepHunter“ im Praxistest
Vom 27. September bis 07. Oktober 2014 war WFW mit vier Forstmaschinen auf Demo-Tour durch
Deutschland. Die WFW Hunting-Tour 2014 startete in Wolfegg nahe dem Bodensee und endete in
Trittau bei Hamburg. Dazwischen lagen die Stationen Mülben im Odenwald und Stapelburg im Harz.
Die vier Forstmaschinen wurden jeweils vor Ort im Praxiseinsatz gezeigt. Groß war das Interesse für
den neuen 8-Rad Harvester 688 „Steep Hunter“ von EcoLog. Daneben zeigten jedoch auch der
stärkste Radharvester EcoLog 590D, der 12to-Rückezug EcoLog 564D sowie der Alther Raup-Trac RT
55 was in ihnen steckt. WFW betrachtet diese Veranstaltungen nicht nur als reine Vorführ- und
Produktpräsentation. Vielmehr möchte man mit den Forstunternehmern und Maschinenfahrern in
Diskussion treten und sich vor Ort an Praxisbeispielen intensiv austauschen. So konnten alle
Maschinen auch getestet werden.
Die Testflächen wurden jeweils von örtlichen Forstunternehmern und Forstbetrieben zur Verfügung
gestellt und waren bestens vorbereitet. Die WFW Hunting Tour 2014 machte an folgenden Stationen
halt:
•
•
•
•
27.09.2014, Wolfegg: Forstverwaltung Waldburg – Wolfegg, Herr Armin Gekle
30.09.2014, Odenwald: Forstunternehmen Gilbert Schmitt sowie Forstbetrieb Markgraf von
Baden, Zwingenberg, Herr Andreas Kluss
02.09.2014, Harz: Forstunternehmen Torsten Knappick sowie Niedersächsisches Forstamt
Clausthal, Herr Ralf Krüger
07.10.2014, Trittau: Bergmann & Rodenberg Forst GmbH sowie Schleswig-Holsteinische
Landesforsten, Herr Simon Russell
Die Maschineneinsätze in Wolfegg anlässlich der Wolfegger Forsttage 2014 (WFT 2014) fanden teils
auf Nassflächen sowie auf ebenem bis leicht geneigtem Gelände statt. Hierzu wurde bereits gesondert
berichtet.
Die Station Mülben im Odenwald hingegen war ganz geprägt von der Holzernte im Steilhang. Das
Gelände war mit einer Hangneigung von 40 – 60% und teilweiser Blocküberlagerung ideal um die
Maschinen im Grenzbereich zu testen. In
einem circa 80-jährigen, stärkeren
Baumholz
wurde
Fichte
und
beigemischte
Buche
entnommen.
Teilweise mussten die Zwischenblöcke
beigeseilt werden. Die Fläche konnte vom
oberen Weg aus bestens eingesehen
werden.
Das Interesse war groß, als der neue 8Rad-Harvester EcoLog 688 „SteepHunter“
seine erste Gasse den Steilhang hinunter
zog. Was man sah, hat nicht nur die
zahlreich anwesenden Unternehmer und
Harvesterfahrer absolut überzeugt. Der
8-Rad-Harvester steht und arbeitet hangabwärts hervorragend. Die 10m Reichweite kann voll
ausgenutzt werden – auch für die Aufarbeitung starker Bäume. Dies verdankt der EcoLog 688
„SteepHunter“ neben den Fähigkeiten des Vorführfahrers Mikael Frimodig von EcoLog vor allem seiner
guten Gewichtsverteilung sowie dem stärksten Kran in seiner Klasse mit einer Hubkraft von 270 kNm,
einem Schwenkmoment von 50 kNm und dem Neigungswinkel der Kran-Kabineneinheit von 15°/11°
(vorne/hinten). Der Kran ist auch in einer 11m/11,5m-Version erhältlich. Das Harvesteraggregat
LogMax 6000 arbeitet auch Bäume über BHD50 schnell und zuverlässig auf. Hangaufwärts konnte der
EcoLog 688 „SteepHunter“ die hohen Erwartungen allerdings noch nicht vollends erfüllen.
Offensichtlich lag hier ein Fehler im Antrieb des Prototypen vor, der laut Hersteller jedoch bald
behoben sein wird. Die ersten Serienmaschinen, die EcoLog ab April 2015 ausliefert, sollen dann ihre
volle Zugkraft von 200 kN auf den Boden bringen.
Neben der Sensation des neuen 8-Rad-Harvesters
EcoLog 688 „SteepHunter“ hatten es die anderen
drei Maschinen vor Ort schwer, sich in Szene zu
setzen.
Der EcoLog 590D+Blue zeigte in Kombination mit
dem LogMax 7000, wie spielend und schnell er
Bäume mit einem Volumen von 1-2 Festmetern
auch im Hang aufarbeitet. Auch das Steigvermögen
um 50% Steigung und mehr zu bewältigen ist
offensichtlich vorhanden. Die neuen hydraulisch
balancierten Bogies unterstützen diese Fähigkeit.
Das von den beiden Harvestern aufgearbeitete Holz
wurde vom neuen EcoLog 564D+Blue gerückt. Der
12To
Forwarder
wurde
in
der
Nassflächenausführung gezeigt mit 800er-Breitreifen, Bändern unter der Ladeachse, ohne Krantilt und
ohne balancierte Bogies. Trotzdem war das aufgearbeitete Holz zügig an der oberen Waldstraße
gelagert. Selbstverständlich ist der Cranab Kran FC12 mit einem Hubmoment von 120 kNm wie alle
Cranab Kräne vom FC10 bis zum FC16 bereits ab Werk auch mit Krantilt lieferbar. Positiv machte sich
hier im Steilgelände der große Böschungswinkel von 40° des EcoLog 564D bemerkbar. Jede Maschine
kann auch mit balancierten Bogies bestellt werden.
Einen überzeugenden Eindruck hat der RaupTrac RT55 ECO von Alther hinterlassen. Die
funkgesteuerte, selbstfahrende und sehr
wendige Vorliefermaschine ist mit einer 5,5To
Winde
von
Adler
ausgerüstet.
Der
Windenantrieb kann stufenlos gesteuert
werden. Durch die Beweglichkeit des mittleren
Kettenlaufrads werden Hindernisse elegant
überwunden. Der Raup-Trac fühlte sich im
schwierigen Gelände sichtlich wohl und
bewegte sich dort mühelos. Er war als
Vorliefergerät zu sehen, sowohl in der
Rückegasse im Hang sowie auch vom oberen
Hangweg aus. Vor dem Hintergrund immer
größerer Rückegassenabstände im öffentlichen Wald leistet der Alther Raup-Trac RT55 EC in
Kombination mit dem Harvester sicherlich wertvolle Dienste. Diese Zusatzleistung muss dem
Unternehmer dann jedoch auch entsprechend bezahlt werden.
Noch am Abend der Veranstaltung wurden drei Maschinen verladen, um sie noch in der Nacht in den
Harz umzusetzen. Mit 800er-Breitreifen haben sowohl der EcoLog 688 „SteepHunter“ als auch der
EcoLog 564D eine Gesamtbreite von lediglich 2,98 m. Durch den Schwenkwinkel von 350°! kann der
„SteepHunter“ mit um 180° nach hinten geschwenktem Kran verladen werden, was die Ladelänge
deutlich verkürzt – bei einer Ladehöhe von unter 4,0m. Der EcoLog 590D hingegen ging vom Odenwald
direkt weiter in den Spessart zum Testeinsatz eines regionalen Unternehmens. Aufgrund der
Pendelarme ist das Beladen und Umsetzen des 590D sehr einfach mit einer Transporthöhe von
lediglich 3,43m darzustellen.
Die Flächen im Harz zeigten sich deutlich unterschiedlich zu denen im Odenwald: Leicht geneigt, circa
50-jähriges, mittleres Baumholz, Fichte, befahrungsempfindlicher Standort. Auffällig hier war das
große Interesse der örtlichen Forstbetriebe. Dies lag offensichtlich zuallererst am neuen 8-Rad
Harvester EcoLog 688 „SteepHunter“, vielleicht jedoch auch an den 800er-Breitreifen auf dem
„SteepHunter“ und auf dem Forwarder EcoLog 564D sowie sicher auch an dem Alther Raup-Trac RT 55
als Lösung für die Zwischenblöcke. Diese wurden vorab beigeseilt, um dann das vorgelieferte Holz in
einem Zuge mit der Kranzone auf zu arbeiten.
Wie nicht anders zu erwarten, war
die gezeigte Arbeit des EcoLog 688
top und hochproduktiv bei
vergleichsweise
einfachen
Verhältnissen:
exakte
Längenaushaltung,
saubere
Entastung,
flüssige
und
störungsfreie Produktion.
Die
sparsamen, drehmomentstarken
und
mit
+Blue-Technik
ausgestatteten
MercedesMotoren schnurrten leise vor sich
hin.
Der
EcoLog
688
„SteepHunter“ verfügt mit 306 PS
über üppige Kraftreserven für alle
Situationen. Wie bei allen EcoLog
Harvestern hat auch der „SteepHunter“ separate Hydraulikpumpen für Kran, Aggregat und Antrieb. Es
lassen sich alle Funktionen gleichzeitig ausführen: Fahren, Schwenken, Kranbewegungen und
Aggregatsäge oder Vorschub. Die vor Ort demonstrierte Wartungsfreundlichkeit des neuen 8-RadHarvesters ist bemerkenswert. Das Team der Firma Knappick hatte die Vorführungen im Harz bestens
vorbereitet und für das leibliche Wohl der zahlreichen Gäste ausgezeichnet gesorgt.
Noch in derselben Nacht gingen drei Maschinen weiter gen Norden nach Trittau östlich von Hamburg.
Hier wartete ebenes, leicht welliges Gelände, sandiger Boden und ein Mischbestand mittlerer
Dimension aus Fichte mit beigemischt Kiefer und Laubholz auf die Vorführmaschinen. Zu den drei
Maschinen hinzu kam der praktisch noch neue Ecolog 590D mit Aggregat LogMax 6000 eines
regionalen Unternehmers. Der Harvester ist dort mit besten Erfahrungen seit 9 Monaten im Einsatz
und man konnte sofort sehen wie unglaublich produktiv der Unternehmer mit seinem EcoLog 590D
bei den gegebenen Verhältnissen arbeitet.
Groß war in Trittau auch das Interesse vieler angereister Forstleute und Unternehmer an der
Vorliefertechnik des Alther Raup-Trac RT55 ECO. Beim gegebenen, systematisch angelegten
Gassenabstand von 40m wurden die Zwischenblöcke mit dem Raup-Trac schnell und überzeugend für
die nachfolgende Harvesteraufarbeitung vorgeliefert.
Das war die WFW Hunting Tour 2014: Vier Stationen in neun Tagen, einmal quer durch Deutschland
von Süd nach Nord. Der 8-Rad Harvester EcoLog 688 „SteepHunter“ geht jetzt zurück nach Söderhamn
in Schweden. Dort werden nun noch Erkenntnisse und Anregungen aus den Test- und Vorführeinsätzen
umgesetzt. Dann werden weitere umfangreiche Tests gefahren und nochmals letzte Details
nachgebessert, solange bis der neue Harvester nach den strengen EcoLog-Standards serienreif ist. Die
ersten Serienmaschinen stehen ab April 2015 zur Auslieferung bereit. Bestellt werden kann der EcoLog
688 „SteepHunter“ ab sofort bei WFW.
Der 12-To Rückezug EcoLog 564D geht von Hamburg aus nochmals auf Tour zu Testeinsätzen
interessierter Kunden in Nordbayern, Rheinland-Pfalz und Württemberg.
Der Raub-Trac RT55 ECO von Alther geht nicht sofort zurück in die Schweiz, sondern bleibt vorerst zum
Test bei einem interessierten Unternehmer in Niedersachsen.
Der Aufwand für eine derartige Demo-Tour ist sicherlich recht hoch. Die Maschinen werden damit
jedoch zum Anwender und zu den örtlichen Verhältnissen gebracht um sie dort vor Ort in der Praxis
zu testen. Eine ideale Plattform für den Austausch zwischen Hersteller, Unternehmer, Fahrer und
Forstbetrieb sowie gerade auch für die Unternehmer untereinander, hoffentlich zum Wohle aller
beteiligten Akteure in der Holzerntekette.
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------Wilfried Möhler
WFW - Waldburg Forstmaschinen Wolfegg
+49 175 584 14 12
w.moehler@wfw.net
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Seele and Geist
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