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78 Physiologie. — Biologie. liefernden Säfte. Was den Nutzen für

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Physiologie. — Biologie.
liefernden Säfte. W a s den Nutzen für die Pflanzen betrifft, so ist,
wie bekannt, in dieser Beziehung leider wenig ermittelt.
Verf. bespricht die bekannte, abgethane S c h u l t z ' s e h e Circulationslehre und kommt zuletzt auf die einschlägigen Unter­
suchungen der letzten Jahre über die Eigenschaften gewisser
Milchsäfte, an deren Klarlegung Verf. selbst hervorragenden A n theil genommen hat. Besonders handelt es sich um den Caricasaft, dessen
fleischerweichende
W i r k u n g zwar schon seit dem
vorigen Jahrhundert bekannt war, dessen erste exaete Prüfung aber
erst 1874 durch G. C. R o y , 1878 und weiterhin durch den Vei-f.,
dann durch B o u c h u t und W ü r t z vorgenommen wurde.
Die
Ergebnisse dieser Forschungen sind bereits in früheren Publicationen
niedergelegt. Es erklären sich an der Hand derselben verschiedene,
zum Theil uralte Erfahrungen, so die Verwendbarkeit des Safts
des Feigenbaumes zum Käsen, ebenso jene der Blütenköpfe und
Blüten der wilden Artischoke u. dergl. zu demselben Zwecke.
Nach den Versuchen besitzt der Saft unreifer Feigen die Fähigkeit,
Milch zum Gerinnen zu bringen und Eiweiss zu peptonisiren.
Verf. weist darauf hin, dass vielleicht der Caricasaft oder das
Ferment desselben (Papa'in) wegen der Eiweiss lösenden W i r k u n g
als Arzneimittel sich eignen könnte, als welches es iu Kolumbien
bereits gegen Magenbeschwerden, in Honolulu gegen Keuchhusten
mit gutem Erfolge dient. Der Gebrauch des Safts zum M ü r b e ­
machen des Fleisches ist in der Umgegend von R i o de Janeiro,
auf den Cap V erdischen Inseln, in Singapore, auf Java und einigen
Südseeinseln allgemein üblich. — Für die Pflanze selbst dienen,
wie Verf. annimmt, die Milchröhren und Siebröhren einem gemein­
schaftlichen Z w e c k e , indem die Milchröhren den Siebröhren g e wissermaassen vorarbeiten; der Milchsaft soll die Erweissstoffe auf­
lösen, die dann durch die Siebröhren (oder in den Milchröhren
selbst) weiter geführt werden. — Z u m Schluss hebt Verf. hervor,
dass der Genuss von Salat, Endivien, Löwenzahn, Cichorie, Scorzonera, T r a g o p o g ó n porrifoliüs und dergl. vielleicht wegen des
Gehalts an Milchsaft eine bedeutende W i r k u n g auf die Verdauung
der eiweisshaltigen Speisen übt, und vielleicht dieser W i r k u n g die
Beliebtheit der bezeichneten Nahrungsmittel zuzuschreiben ist.
Kraus (Triesdorf).
Hildebrand, F., E i n i g e B e i t r ä g e z u r K e n n t n i s s d e r E i n ­
r i c h t u n g e n für B e s t ä u b u n g und
Samenverbreitung.
(Flora. L X I V . 1881. N o . 32. p . 4 9 7 - 504. Mit 1 Tafel.)
Die vorliegenden Beiträge bestehen in 3 kleineren Mittheil­
ungen.
1. D a s B l ü h e n v o n E r e m u r u s s p e c t a b i l i s (Fig. 1—5).
Eremurus spectabilis weicht dadurch von dem gewöhnlichen Ver­
halten ab, dass die Blüten erst geschlechtsreif w e r d e n , wenn das
Perigon bereits verwelkt ist. Erst dann öffnen sich die Antheren,
und es findet gleichzeitig am Grunde des Fruchtknotens eine Saft­
ausscheidung statt. Nach der Verstäubung der Antheren entwickelt
sich die Narbe. Da die Aufblühfolge der langgestreckten Trauben
von unten nach der Spitze erfolgt, so sind nur die unteren peri-
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Gesundheitswesen
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