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Am Kaiserstrand ist wieder was in Bewegung

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FREITAG, 4. MAI 2012
A8 Vorarlberg
VORARLBERGER
NACHRICHTEN
Gastkommentar
Peter Bußjäger
Gute Geschäfte
Die Verwaltungsreform in Österreich dreht sich in erster
Linie um Strukturen. Folgende Fragen dominieren die Debatten in den Medien: Wie viele Bezirkshauptmannschaften und Bezirksgerichte brauchen wir? Wie viele Landtagsabgeordnete, National- und Bundesräte? Brauchen wir in
Österreich alle 2357 Gemeinden?
Leider kommt bei dieser Diskussion die Frage zu kurz,
welche Aufgaben der Staat überhaupt erfüllen soll. Ein
Nachdenken darüber würde zeigen, dass in diesem Bereich
wesentlich größere Einsparungspotenziale bestehen würden als in
den Strukturen allein.
Altes Ländle
Große Mengen an Holz aus dem Verblei (Bartholomäberg)
transportierten diese Holzarbeiter im Jahr 1949 durch den Graves bis nach Jetzmunt. Danke für das Foto an Martin Zudrell
aus Bartholomäberg. Haben auch Sie sehenswerte alte Fotos?
Schicken Sie uns Ihre Motive zur Veröffentlichung in den VN
unter dem Kennwort „Altes Ländle“ an: VN Redaktion, Gutenbergstraße 1, 6858 Schwarzach oder per Mail an redaktion@
vn.vol.at
Am Kaiserstrand ist
wieder was in Bewegung
Das Lochauer Seehotel
soll zum Verkauf stehen – Betreiber stellt
dies in Abrede.
LOCHAU. (VN) Seit Juni 2010 ist
die ehemalige Rhomberg-Kaserne wieder das, was sie zu
Beginn des 20. Jahrhunderts
war: ein edles Hotel. Mit der
Eröffnung brachen im Seehotel am Kaiserstrand aber auch
turbulente Zeiten an. Da gab
es zunächst Startschwierigkeiten und einen regen Direktorenwechsel. Und dann war
da noch das ursprüngliche
Burn-out- und spätere Gesundheitszentrum, das nun
doch ein „Haus am See“ wird
– mit Büros und Wohnungen.
Hotel zu verkaufen?
Auch nach zwei Jahren Betrieb kann von ruhigen Zeiten keine Rede sein. Auf der
Suche nach einem neuen
Hotelchef ist man schon wieder. Zudem brodelt es in der
„kaiserlichen“ Gerüchteküche: Dem Vernehmen nach
soll das Vier-Sterne-SuperiorHotel zum Verkauf stehen.
Roland Pircher, geschäftsführender
Gesellschafter
Vorarlberg liest
Mächtig steht es da am Lochauer Bodenseeufer – das Seehotel am Kaiserstrand.
Manch einer
möchte darüber reden und
man redet
darüber.
ROLAND
PIRCHER
des Projektbetreibers Bauart, will das so nicht bestätigen. Er räumt aber ein, dass
diesbezüglich immer wieder
Gespräche geführt würden.
„Das ist ganz normal. Es ist
Ulrike Unterthurner
Vorsitzende des Bibliotheksverbandes Vorarlberg
www.vorarlberg.at /lesen
Tatsache ist, dass in Österreich seit jener Zeit, als vor ungefähr 200 Jahren Fürst Metternich den Polizeistaat geschaffen hat, ein übertriebenes Kontrolldenken herrscht – mit
immer neuen Spielarten: Nunmehr speichert etwa der
Staat unsere Handydaten und Internetzugriffe. Schließlich
könnte es ja sein, dass wir etwas vorhaben, mit dem der
Staat nicht einverstanden ist. Die Vorratsdatenspeicherung
ist auch ein Beispiel dafür, dass sich der Staat gerne neue
Aufgaben aneignet, es aber nie schafft, auf liebgewordene alte Traditionen zu verzichten, wenn sie überflüssig
geworden sind.
Das Herzstück einer jeden gelungenen Verwaltungsreform besteht daher nicht in der Abschaffung alter oder der
Einrichtung neuer Strukturen. Die wichtigste Frage ist, welche Aufgaben der Staat wirklich erledigen muss und welche
er ersatzlos streichen kann!
bergesellschaft Rimc, noch
nichts gehört haben. Und
auch wenn dem so wäre:
„Wir haben einen 20-jährige
Betreibervertrag. Der würde
auch weiterlaufen, wenn ein
Verkauf stattfindet“, bekräftigt Geese, der sich mit der
Entwicklung des Hotels sehr
zufrieden zeigt. Derzeit würden im Rahmen des Bodensee-Classic-Rallye übrigens
gerade Veronika Ferres sowie
Vertreter quer durch alle Automarken am Kaiserstrand
nächtigen.
peter.bussjaeger@vn.vol.at
Peter Bußjäger ist Direktor des Vorarlberger Landtages und
leitet das Institut für Föderalismus in Innsbruck.
Die VN geben Gastkommentatoren Raum, ihre persönliche Meinung zu äußern.
Sie muss nicht mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen.
Jugendliche im Mittelpunkt
Bundesländertour zur
EU-Jugendstrategie
2018 zu Gast in Vorarlberg.
„Lesen, Lernen, Leben gehören für mich zusammen.
Am liebsten in der Bibliothek! Denn Bibliotheken sind
öffentliche Wohnzimmer und
anregende Treffpunkte für
Menschen. Sie machen Lust
auf Lesen und neugierig auf
Bücher.“
ein Objekt, das gut dasteht.
Manch einer möchte darüber
reden und man redet darüber“, sagt Pircher lakonisch.
Und fügt hinzu: „Es gibt aber
noch nichts Spruchreifes.“
Über die eventuelle Verkaufssumme schweigt sich der
Bauart-Geschäftsführer aus.
Ebenso über die Frage, ob ein
Verkauf bislang am Geld gescheitert sei?
Von einem Verkauf des
Seehotels am Kaiserstrand
will auch Hartmut Geese,
Geschäftsführer der Betrei-
FOTO: VN/STEURER
Ein Leser meiner Kommentare
weist mich beispielsweise darauf
hin, dass er für die Ummeldung eines Pkw und eines Motorrads von
einem Bezirk unseres Landes in einen anderen 370 Euro bezahlt hat.
Gute Geschäfte für den Staat und
die beteiligten Versicherer, die die
Zulassungsformalitäten von Kraftfahrzeugen übernommen haben. Ganz abgesehen von der
Frage, ob dieser happige Preis für einen vergleichsweise
simplen Vorgang nicht vielleicht überhöht ist, stellt sich die
weitere, ob dieses Ummelden überhaupt erforderlich ist.
Wenn ein Polizist ohnehin mittels Zugriff auf das Melderegister klären kann, wo ich zu finden bin, ist es dann nicht
egal, welcher Bezirk auf meinem Autokennzeichen steht?
Vielleicht gibt es ja einen guten Grund, weshalb wir nicht
nur uns selbst, sondern auch unsere Fahrzeuge ummelden
müssen, ich kenne ihn allerdings nicht.
Tatsache ist, dass
in Österreich ein
übertriebenes
Kontrolldenken
herrscht.
BREGENZ. Gesundheit und
Wohlbefinden bei jungen
Menschen sowie deren soziale Eingliederung – mit diesen
Schwerpunktthemen machte die Bundesländertour zur
EU-Jugendstrategie 2018 am
Donnerstag Station in Bregenz. Rund 70 Teilnehmer
aus den Bereichen Jugend,
Gesundheit und Soziales waren bei der Impulsveranstaltung im Landhaus mit von
der Partie.
Ausgangspunkt der Veranstaltung ist eine Entschließung des Rates der Europäischen Union, bis zum Jahr
2018 einen erneuerten Rahmen für eine gestärkte und
effizientere jugendpolitische
Zusammenarbeit in Europa
zu gestalten. Bei der Bundesländertour sollen die Ziele der
europäischen Jugendstrategie in die Regionen getragen
werden. Zu diesem Zwecke
findet in jedem Bundesland
eine Veranstaltung statt, bei
der eines oder mehrere der
Jugendliche befähigen, ihre Potenziale voll auszuschöpfen. MEZNAR
acht Themenfeldern in den
Mittelpunkt gestellt werden.
Die da wären: Bildung, Beschäftigung, Gesundheit und
Wohlbefinden, Partizipation,
Freiwilligentätigkeit, Soziale
Eingliederung, Jugend in der
Welt, Kreativität und Kultur.
„Gemeinsames Interesse“
Mit auf Tour waren Robert
Lender von der Abteilung
Jugendpolitik des Bundesministeriums, der Präsident des
Europäischen Jugendforums,
Peter Matjašič, sowie Wolfgang Dür vom Ludwig Boltzmann Institut.
„Es liegt im gemeinsamen
Interesse aller, dass Jugendliche befähigt werden, ihre
Potenziale voll auszuschöpfen, dass sie Chancen im Bildungswesen und auf dem Arbeitsmarkt haben, und dass
sie motivert werden, sich gesellschaftlich zu engagieren“,
bekräftigt Landesrätin Greti
Schmid.
In den Einrichtungen der Lebenshilfe wird morgen allen Besuchern ein
leckeres Frühstück serviert.
FOTO: LEBENSHILFE
Statt protestieren
feiern in Gemeinschaft
(VN-mm) Am morgigen „Tag der Inklusion“ steht
die selbstverständliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am gesellschaftlichen Leben im Mittelpunkt.
Die Lebenshilfe möchte diesen Tag mit einem gemeinsamen Frühstück feiern. Von
9 bis 12 Uhr wird dazu in die
lebens.ART-Geschäfte, Brockenhäuser, ins Loackerhuus
und ins Hotel „Viktor“ geladen. „Wir wollen mit diesem
Aktionstag für eine Gesellschaft werben, in der Menschen mit Behinderungen
wertgeschätzte
Mitglieder
sind“, betont die Lebenshilfe-Geschäftsführerin, Mag.
GÖTZIS.
Michaela Wagner. Obwohl
der 5. Mai der „Europäische
Protesttag zur Gleichstellung
von Menschen mit Behinderungen“ ist, wolle man nicht
protestieren, sondern mit der
Bevölkerung feiern.
Foto-Wettbewerb
Gleichzeitig startet auch der
Foto-Wettbewerb der Lebenshilfe Österreich. Alle sind aufgerufen, ihre Fotos zum Thema Inklusion zu machen und
bis 15. September unter www.
lebenshilfe.at/machdeinbild
hochzuladen. In Vorarlberg
wird der Bewerbsauftakt vom
Lustenauer Profi-Fotografen
Marcel Hagen begleitet.
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