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Gemeindebrief der Ev.-luth. Kirchengemeinde List - Kirche auf Sylt

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Himmlisches
Blatt
Gemeindebrief der Ev.-luth. Kirchengemeinde List
[Das Thema]
Was bedeutet Glauben
für mich?
[Im Porträt]
Antje Kerkamm
[Rückblick]
Als Betreuer in Kleve
[Feiern]
Erntedankfest
September – November 07
Taufen, Trauungen,
Beerdigungen
Taufen
+ Jonas Lack, Heide-Süderholm
+ Leon Bennet Braun, Westerland
+ Jonas Graf, Frischwassertal
Trauungen
+ Thomas Ramm und Iris, geb. Hurtienne,
Landwehrdeich
Silberne Hochzeit
+ Wolfgang Pittkowski und Christiana Lasch-Pittkowski,
Frischwassertal
Beerdigungen
+ Karl-Heinz Nissen, Glücksburg, früher List (77)
+ Marianne Bock, Geb. Kuschke, Alte Bahnhofstraße (93)
Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der Herr:
Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe Zukunft und
Hoffnung. (Jeremia 29,11)
Besondere
Gottesdienste
[9. September, 10 Uhr] Gottesdienst mit Gästen aus der Kirchengemeinde Tönning/Eiderstedt
[30. September, 10 Uhr] Familiengottesdienst zum Erntedankfest
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Himmlisches Blatt | September–November 2007
Seite Drei
[Wolfgang Pittkowski]
Geld regiert die Welt, sagt der Volksmund, und er hat recht. Speziell
auf Sylt kann man ein Lied davon singen, die Kommerzialisierung
unserer Insel hat in den letzten Jahren weiter zugenommen. Aber ist der
Kommerz das Leben? Gibt es nicht mehr als Markt und Marketing, Kaufen
und Verkaufen, glitzernde Oberfläche und stylische Verpackung?
Ernstzunehmende Zeitdiagosen behaupten: Wir vermehren nur
noch das Sachkapital und lassen unser Humanvermögen verlottern. Humanvermögen? Das ist die Summe aller Fähigkeiten, die
die Menschen eines Landes, eines Ortes, überhaupt irgendeiner
Gruppe besitzen. Ein schöner Begriff, denn er sagt: Du vermagst
etwas, Du hast ein Vermögen – auch wenn Du keinen einzigen
Cent in der Tasche hast. Nicht nur Bildung und Wissen gehören
dazu – auch das Vermögen, Menschen zu trösten; ihnen Zuwendung zu schenken; und nicht zuletzt: Kinder zu vernünftigen
Menschen zu erziehen. Humanvermögen steht selten im Rampenlicht, es bleibt in der Familie, im Freundeskreis, der Nachbarschaft. Wird es deshalb leicht vernachlässigt? Investoren werden
gefeiert, wenn es um die wirtschaftliche Zukunft des Standortes
Deutschland geht – aber wer feiert die, die Zeit und Kraft in die
menschliche Zukunft desselben Standortes investieren: Kinder
aufziehen, Trauernde trösten, Ratlosen Wege weisen? Sie gehören
zu den wichtigsten „Investoren“ in unserer Gesellschaft!
Chroniken erzählen, wie Kaiser Friedrich II. die Ursprache der
Menschen herausfinden wollte. Er wollte hören, in welcher Sprache Kinder, mit denen vorher niemand spricht, zu reden anfangen.
„Deshalb befahl er den Ammen, sie sollten den Kindern Milch geben, sie baden und waschen, aber in keiner Weise mit ihnen schön
tun und zu ihnen sprechen.“ Er mühte sich vergebens, die Kinder
starben alle. Sie vermochten nicht zu leben „ohne das Händepatschen und das fröhliche Gesichterschneiden und die Koseworte
ihrer Ammen und Nährerinnen.“ Meint Christus das nicht auch,
wenn er in der Bergpredigt fragt: „Ist nicht das Leben mehr als
die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung?“
Himmlisches Blatt | September–November 2007
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Was bedeutet Glauben
für mich?
Glauben heißt, eine bestimmte Überzeugung zu haben und zu vertreten;
auch ohne Beweise. Bezogen auf Religion ist es die Überzeugung, dass es
etwas gibt, das die Geschicke auf der Welt steuert, die Welt erschuf, ohne
dafür einen realen Beweis zu haben. [Quelle: Deutsches Wörterbuch,
Karl Dieter Bünting]
Kinder haben kein Problem damit, etwas zu glauben, für das es keinen
Beweis gibt. Mit zunehmendem Alter werden sie rationaler. Wie verändert sich die Einstellung im Laufe des Lebens? Bedarf es einschneidender, oft trauriger Erlebnisse und Erfahrungen, um zum Glauben
zurückzukehren? Braucht man zum Glauben die Kirche? Was bedeutet
Glauben für mich? Vier Lister geben Auskunft.
Der Glaube hilft mir, mein eigenes Leben zu leben. Glauben
ist Vertrauen, ein inneres Wissen, das mir die Kraft gibt, mich auf
Veränderungen und schmerzhafte Erfahrungen einzulassen, Verluste zu ertragen und loslassen zu können.
Als Kind war da eine Art Urglauben oder Urvertrauen. Aber es gab auch Zeiten in meinem Leben, in denen
– auf Grund meiner Erfahrungen – mein Glaube weg
war; ich haderte, zweifelte und war voller Wut. In einem
langsamen Prozeß veränderte sich meine unbewußte Art
zu glauben in „Glauben bewußt erleben“. In einer sehr
schweren Zeit hatte ich plötzlich ein Bild vor meinem
geistigen Auge: Mein Kopf ruht im Schoße Gottes und er
streicht mir tröstend und beruhigend über meine Haare.
Ich hatte das Gefühl, aus einer Starre zu erwachen, wieder weitergehen zu können.
Mein Glaube ist an die Kirche gebunden. Aufgrund einer sehr
schmerzhaften Erfahrung fühlte ich mich früher aus der Kirchengemeinde ausgegrenzt. Jetzt versuche ich wieder, meinen Platz in
unserer Gemeinde zu finden.
A n i t a P l a c k ( 6 0 ), K a u f m ä n n i s c h e A n g e s t e l l t e
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Himmlisches Blatt | September–November 2007
In meiner Kinder- und Jugendzeit wuchs ich mit der Erziehung auf „was nicht sichtbar/erklärbar ist, ist nicht existent“. Erst
im Laufe der Zeit, in einem Prozeß des allmählichen Bewußtwerdens, wurde mir klar, dass es noch etwas anderes geben muss, was
nicht technisch, wissenschaftlich oder philosophisch erklärbar ist.
Mir bietet mein Glaube eine Rückzugsmöglichkeit aus der technischen und materiellen Welt; er bietet mir ein emotionales und
gedankliches Zuhause, einen Ausgleich zum Alltag.
Mein Glaube ist nicht an die „Kirche“ gebunden. Doch die ev.luth. Kirche ist für mich die einzige sinnvolle Institution, die in
unserer Kultur für mich in Frage kommt, um Glaubensrituale leben zu können. Ich sehe einen engen Zusammenhang zwischen
Glauben und Kultur; würde ich z.B. in Indien oder Ostasien leben, wäre ich wahrscheinlich Buddhist. So habe ich mich vor
kurzem taufen lassen.
Stefan Pav l i k ( 3 7 ) , K o n z e r t m a n a g e r
Für mich bedeutet Glauben, dass es
jemanden gibt, der uns lenkt und Hilfe
gibt. Er bedeutet für mich Halt, nicht nur
in schwierigen Situationen, gibt mir Sicherheit. Zum Glauben gehört für mich auch das Danken. Ich
bin sehr dankbar für alle Hilfen, die ich erfahre. Für mich ist
Glauben Kultur.
Ich bin streng katholisch aufgewachsen. In meiner Jugend
habe ich mich intensiv mit der Historie der katholischen Kirche
befasst und habe dadurch den Bezug zu ihr verloren. Aber mein
starker Glaube war immer da, losgelöst von der „Kirche“. Eine
sehr intensive Erfahrung machte ich, als die Entscheidung anstand, was ich beruflich einmal machen möchte. Aus einer Vielzahl von Möglichkeiten, Kompromissen und Abwägungen fügte
es sich plötzlich, dass ich meinen Wunschstudienplatz an meinem
Wunschort zugewiesen bekam.
Hier in List bin ich zum ev.-luth. Glauben konvertiert. Für
Himmlisches Blatt | September–November 2007
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mich passt es nicht, so stark zu glauben, aber keiner Kirche anzugehören. Außerdem möchte ich einen Ort haben, zu dem ich
gehen kann; eine Gemeinde, der ich mich zugehörig fühle und
ich möchte später meinen Kindern die Möglichkeit geben, in einer Kirchengemeinde aufzuwachsen.
Bianca Kuckertz (30), Zahnärztin
Ich glaube an eine höhere Macht, eine Kraftquelle, die größer
und mächtiger ist als wir Menschen. Wenn ich sie in schwierigen
Situationen um Hilfe bitte, bekomme ich Kraft. Wie und woher
sie kommt, das liegt außerhalb der wissenschaftlichen Welt. Nach
vielen Erlebnissen, die ich rational nicht erklären kann, habe die
Suche nach Beweisen aufgegeben. Ich habe aufgehört, mich zu
fragen, ob Gott in uns oder außerhalb von uns ist.
Mein Glaube hat sich im Laufe meines Lebens verändert. Ich
bin streng katholisch aufgewachsen. In einer Welt
voller Rituale. Ich mußte jeden Sonntag in die Kirche
gehen. Mit Gott wurde mir immer gedroht und Angst
gemacht: Gott straft Dich! Ich ärgerte mich über den
Katholizismus, so wie er mir beigebracht worden war,
wollte aber nicht aus der Kirche austreten, weil ich die
Sozialarbeit sehr wichtig finde. Ich vergaß den Glauben.
Als unsere Kinder kamen, haderte ich zunächst sehr:
Warum haben ausgerechnet wir ein behindertes Kind?!
Nach und nach wandelte sich meine Einstellung auch
mit Hilfe meines Glaubens; nun bin ich mit mir im Reinen.
Mittlerweile bin ich konvertiert. Nachdem ich unsere Pastoren
und ihre Arbeit in und für die Gemeinde kennengelernt hatte,
war mir klar, dass ich zu dieser Gemeinde gehören möchte. Mein
Glaube hängt nicht mit der Institution Kirche zusammen; schon
gar nicht mit der katholischen.
Dr. Monika Hellwig-Armonies (50), Biologin
Die Interviews wurden von Petra Jedryas geführt und protokolliert.
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Himmlisches Blatt | September–November 2007
Gemeindebegegnung:
List und Tönning
Mehr als eine Verwaltungseinheit soll er werden: der neue Kirchenkreis
Nordfriesland. Südtondern, Husum-Bredstedt und Eiderstedt bilden
ab Mai 2009 eine Einheit, aus drei Kirchenkreisen wird einer. Damit
zusammenwächst, was dann zusammengehört, sind wir eingeladen,
aufeinander zuzugehen, Menschen aus den anderen Kirchenkreisen
kennen zu lernen, uns zu begegnen.
Deshalb bekommen wir am 9. September Besuch aus der Kirchengemeinde Tönning/Eiderstedt. Gut 20 Personen aller Altersgruppen von den Konfirmanden bis zu den Älteren der Gemeinde
werden zu uns kommen. Wir werden miteinander Gottesdienst
feiern, am Hafen zu Mittag essen und im Pastorat noch einen Kaffee trinken. Und dabei einander erzählen: was unsere Kirchengemeinde ausmacht, was uns gefällt, wie unser Alltag aussieht, was
unsere besonderen Themen und Herausforderungen sind.
Wer dabei sein möchte, melde sich bitte zur Planung des gemeinsamen Mittagessens bei den Pastoren an (87 04 17).
Abschied von Ha-Tho
17 Jahre lang ging er mit Kindern und Jugendlichen auf Fahrt,
bildete Jugendgruppenleiter auch für unsere Gemeinde aus,
organisierte Seminare, Zeltlager und Aktionen.
Jetzt hat Diakon Harald Thomsen, von vielen liebevoll Ha-Tho genannt, eine neue Aufgabe in der sozialraumorientierten Erziehungshilfe übernommen. Am
Sonntag, den 16. September, um 15 Uhr wird Harald
Thomsen in der Christuskirche in Niebüll aus dem
Team des Ev. Kinder- und Jugendbüros verabschiedet
und freut sich darauf, bei dieser Gelegenheit alten Weggefährten
noch einmal zu begegnen.
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Als Betreuer in Kleve
Nach Hause kommen, eine Runde erzählen und dann ganz lange schlafen.
Eine Kinderfreizeit ist für Betreuer anstrengend. Dennoch wollen alle ein
nächstes Mal dabei sein. Wie passt das zusammen? 29 Kinder und acht
BetreuerInnen waren diesmal in Kleve, ein quirliger Haufen.
„Jo-han-na – das hörte ich schon, kaum dass ich aufgewacht
war, natürlich aus 'meinem' Mädchenzimmer. Einen Moment Ruhe gibt es nicht. Ein Mückenstich, eine Auseinandersetzung, die
Mädchen kneifen oder treten sich auch schon mal. Ein Kind hat
Heimweh, weil die anderen Kinder es geärgert haben. Das geht
den ganzen Tag so“, erzählt Johanna Pittkowski (17), zum zweiten Mal im Team dabei.
Betreuer zu sein bedeutet, den Tag zu planen, Animateur für
die Kinder zu sein, Konflikte unter ihnen zu lösen, abends Geschichten vorzulesen und Vorbild für sie zu sein – die schwierigste
Aufgabe, meint Gunnar Lorenzen, der mit 14 Jahren als Jüngster
kurzfristig eingesprungen ist. Er kann sich noch gut daran erinnern, wie es war, auf der anderen Seite zu stehen.
„Als Betreuer muss man auch lernen, die Gruppensituation
einzuschätzen“, sagt Annika Hansen (20), erfahrene Teamerin, die
inzwischen eine Ausbildung zur Erzieherin macht. „Was ist jetzt
dran, damit alle zufrieden sind und wir gut miteinander zurecht
kommen? Diesmal hat uns das schlechte Wetter zu schaffen gemacht, wir konnten nicht viel raus, da haben wir die Verkleidungsshow erfunden: Die riesige Verkleidungskiste im Freizeitheim
wurde geöffnet und 'Beccis Beauty-Farm' eingerichtet. Verkleidet
und geschminkt marschierten die Kinder über den improvisierten
Laufsteg. Glitzerkleid und Tiger-Outfit waren die Renner. Das hat
allen viel Spaß gemacht.“
„Und an einem Abend haben wir spontan eine Nachtwanderung
gemacht. Es hatte den ganzen Tag geregnet und die Kinder mussten unbedingt noch mal raus“, erzählt Benjamin van Wahnem (14).
„Durch den Regen waren die Wege im Wald ganz nass. Auf der
Wiese sind wir fast im Modder stecken geblieben. Plötzlich waren
wir in einem Maisfeld, es schien der kürzeste Weg zurück zu sein,
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Himmlisches Blatt | September–November 2007
dabei haben wir fast die Orientierung verloren. Der Mais war so
hoch gewachsen, dass wir Betreuer nichts sehen konnten.“
Die Kinder lernen viel in diesen zehn Tagen: ihr Bett machen,
das Zimmer aufräumen und staubsaugen, ohne sich dabei zu prügeln. Sie müssen auf engem Raum ihre Sachen zusammenhalten.
Jeder ist mal beim Tischdienst dran: Tisch decken, abräumen und
auch abwischen. Sie lernen, zu teilen und Konflikte ohne Gewalt zu
lösen. Verlieren lernen, nicht „Miss Kleve“ zu werden, ist schwer.
Jedes Kind hält sich am Anfang für den Mittelpunkt der Welt, das
gibt oft Streit. Grenzen akzeptieren und die Betreuer ernstnehmen
– auch das müssen manche Kinder erstmal lernen.
Haben auch die Betreuer etwas über sich erfahren? „Wenn es
drauf an kommt, kann ich mehr, als ich gedacht habe: Sogar vollgespuckte Bettlaken auswaschen, ohne selbst zu spucken“, meint
Sandra Armonies (17). „Ich weiß, dass ich genug schlafen muss,
sonst wird es schwierig.“ sagt Nick Riechelmann (16). Und Johanna ergänzt: „Ich habe gelernt, auf meine Grenzen zu achten. Ich
bin krank geworden, weil ich mich überanstrengt hatte.“
Und warum lässt man sich dennoch immer wieder drauf ein?
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„Weil wir alle verrückt sind“, meint Joseph Philipp (20) spontan,
erfahrener Jugendleiter, der dies Mal nicht mitfahren konnte. „Aber
auch, weil wir gern mit Kindern arbeiten.“ „Ich möchte, dass die
Kinder auf Fahrt gehen können“, ergänzt Annika. „Und wir haben
ja auch viel Spaß dabei.“ Wer öfter selbst als Kind mitgefahren ist,
möchte auch wissen, wie es auf der anderen Seite aussieht – was
geschieht abends im Betreuerzimmer, wenn die Kinder schon im
Bett sein müssen? „Ich möchte meine Ferien sinnvoll nutzen und
es ist ja auch eine Freizeit für uns Betreuer“, sagt Rebecca Pittkowski (15). „Und: Kleve ist 'Kult'“.
Und warum macht der Pastor das, wenn er doch hinterher
prompt auch krank wurde? „Die Kinder machen etwas Konstruktives in der Gruppe, statt am Hafen herumzuhängen. Auch finde
ich es spannend zu sehen, wie die älteren Jugendlichen sich entwickeln. Ich möchte ihnen die Erfahrung ermöglichen, Verantwortung zu übernehmen. Ich hoffe, dass wir es im nächsten Jahr
wieder hinbekommen, auch wenn uns die Schule als wichtiges
Standbein für die Arbeit mit Kindern jetzt fehlt.“
Christiana Lasch-Pittkowski
Frauengruppe
Die Frauengruppe trifft sich alle vierzehn Tage am Mittwochabend im
Pastorat. Interessierte Frauen sind jederzeit willkommen. Die nächsten
Themen sind:
5. September
Rituale – Helfer im Alltag?
19. September
Wenn Eltern ein Kind bevorzugen
31. Oktober
Martin Luther
14. November
Glauben angesichts der Katastrophe –
ein Bibliolog zur Arche Noah
28. November
Wir planen unsere nächsten Reisen
Außer der Reihe fahren wir am 22.9. zum Frauenkirchentag in Breklum. Unter dem Thema „Ich weiß nicht, was soll es bedeuten, dass ich
so traurig bin“ gibt es von 10–16.30 Uhr einen Vortrag und Workshops.
Anmeldung im Pastorat.
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Himmlisches Blatt | September–November 2007
Erntedank 2007
Das Erntedankfest fällt in diesem Jahr auf den letzten Sonntag im
September. Alle sind eingeladen, am Samstag, den 29. 9., Erntedankgaben
in die Kirche zu bringen und die Kirche am Nachmittag mit zu schmücken.
Am Sonntag feiern wir dann einen bunten Familiengottesdienst.
Anschriften
Pfarramt
Pastorin Christiana Lasch-Pittkowski
Pastor Wolfgang Pittkowski
Frischwassertal 18 | 25992 List
Tel. 87 04 17
Fax. 87 18 56
www.kirche-auf-sylt.de
Kirchenmusik
Hans Borstelmann
66 77
Friedhofsverwaltung
Manfred Seeger
87 12 80
Friedhofsgärtnerin
Saskia van Waalwijk von Doorn 87 74 86
Das Himmlische Blatt erscheint vierteljährlich und
wird an alle Haushalte im Gemeindegebiet verteilt. Redaktion: Christian Buschbaum, Maren Diedrichsen, Petra Jedryas,
Christiana Lasch-Pittkowski.
Redaktionelle Beratung: Ulrike Bergmann. Layoutberatung:
Torsten Jäckel, Hannover.
Beratungs- und Behandlungszentrum Sylt
Erziehungsberatung, Ehe- und Lebensberatung, Suchtberatung und
-prävention
822 20 20
Sylter Hospizverein
92 76 84
Telefonseelsorge
0800 - 111 0 111 oder 0800 - 111 0 222
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Im Porträt
Mit dem einen Bein in Schenefeld bei Hamburg, mit dem anderen mehr
und mehr in List. Für kirchliche Aktivitäten ganz besonders zu haben, ob
Kirchentag, Romreise oder Frauenfreizeit in Kleve. Wer ist die Frau, der
ihr Mann bescheinigt, dass sie inzwischen mehr Listerin sei als er? Das
ist Antje Kerkamm aus der Alten Dorfstraße, die seit 1991 immer mehr
Zeit des Jahres in List verbringt.
Sie kamen 1960 von Bochum auf die Insel. Wieso?
Antje Kerkamm: Um als Erzieherin im LVA-Kinderheim
in Westerland zu arbeiten. Schon nach einer Woche habe
ich meinen Mann im „Kleinen Versteck“ kennen gelernt.
Wir sind beruflich bedingt nach Düsseldorf und dann nach
Hamburg gezogen, blieben aber immer Sylt und ganz besonders List verbunden. Mein Mann ist zwar in Westerland
aufgewachsen, aber seine Familie hat ihre Wurzeln in List.
Der Familie seines Großvaters gehörte der alte Westhof,
der leider nicht mehr existiert. Wo der einst stand, haben
wir 1991 ein Haus mit Eigentumswohnungen gleichen Namens gebaut. Dort leben wir seither mit erstem Wohnsitz.
Was gefällt Ihnen an List?
Antje Kerkamm: Im Gegensatz zu Schenefeld, unserem alten
Wohnort, ist es hier so wunderbar ruhig. Toll finde ich den Unterschied von stiller Ostseite und dem Weststrand mit seiner manchmal
tosenden Brandung. Ich mag die Menschen hier, die ich unheimlich freundlich finde. Sie sind keine Kirchgänger, erfüllen aber die
Vielzahl anderer kirchlicher Aktivitäten in List mit Leben.
Was machen Sie, wenn Sie in List sind?
Antje Kerkamm: Mein Mann und ich gehen viel spazieren. Da er
häufig auf dem Golfplatz ist, lerne ich jetzt auch Golfspielen. Gern
besuche ich den Gottesdienst, der hier so ist, wie ich ihn von Kind
an kenne. In Schenefeld stört mich die progressive Art der Gottesdienstgestaltung und das auffällige Verhalten der Konfirmanden.
Ich halte Andacht, finde innere Ruhe und mag die persönliche Ansprache. Ich gehe auch gern zur Frauengruppe der Pastorin.
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