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Landkreismagazin 23.2009
Schulen
Aus Erfolgsprojekt entsteht Verein: „Schüler helfen
Schülern“ soll flächendeckend angeboten werden
Oberasbach – Es ist 15.30 Uhr am
Dietrich-Bonhoeffer Gymnasium in
Oberasbach. Deborah Dieterle, die
in die Kollegstufe geht, packt ihre
Schulsachen zusammen, der Unterricht ist für heute geschafft. Nun
tauscht sie die Schulbank gegen die
Position als Lehrerin. Die 18-jährige
ist eine von 100(!) Tutoren, die an
dem Gymnasium jüngeren Schülerinnen und Schülern helfen, ihre
Noten zu verbessern.
Das Projekt „Schüler helfen Schüler“
(ShS) wurde vor fast drei Jahren ins Leben gerufen und hat sich durch Mundpropaganda so verbreitet, dass mittlerweile 25 Klassenzimmer am Nachmittag
benötigt werden, um pro Woche 300
und mehr Schüler in Mini-Lerngruppen
unterrichten zu können – und das sogar samstags. Die „Nachhilfe“ kommt
eben nicht von Erwachsenen oder
Lehrkräften, sondern leistungsstarke
Schülerinnen und Schüler der Oberstufe unterstützen ihre Mitschülerinnen
und Mitschüler aus der 5. bis 10. Jahrgangsstufe beim Lernen und Festigen
des Unterrichtsstoffs.
Initiator des Projekts ist Jürgen Pappler, Vater von zwei Kindern, die selbst
das Bonhoeffer-Gymnasium besuchen.
„Mein Sohn hatte im Jahr 2007 in zwei
Fächern schlechte Noten und einigen
Mitschülern ging es genauso, da haben
wir beim Eltern-Stammtisch überlegt,
was wir tun könnten“, erinnert sich
Pappler. Dabei wurde die Idee geboren,
Schüler aus höheren Klassen zu motivieren, jüngere Schüler zu unterstützen.
Dass diese Idee gut war, zeigte sich binnen weniger Wochen, in denen sich das
ShS-Projekt auf die Jahrgangsstufen
5 bis 10 ausdehnte. „Unser Ziel ist es,
die Kinder dabei zu unterstützen, eine
gute Allgemeinbildung zu erlangen,
und damit zugleich ihr Selbstbewusstsein zu stärken. Das System und den
Leistungsdruck, dem Kinder und Lehrer
zugleich ausgesetzt sind, können wir
nicht ändern, aber den Umgang damit
erleichtern“, sagt Jürgen Pappler.
An der Schule ist Deborah Dieterle
mittlerweile am Klassenzimmer angekommen. Dort warten schon Marcel (14), Lukas (14) und Daniel (13).
Alle drei besuchen die achte Klasse.
Nächste Woche steht eine Schulaufgabe im Fach Chemie an. Deborah
Dieterle soll die drei in einem „CrashKurs“ darauf vorbereiten, damit eine
gute Note herauskommt. Die Tutorin
malt ein Energiefluss-Diagramm an
die Tafel, ihre Schüler hören aufmerksam zu, stellen Fragen und bekom-
men in lockerer Atmosphäre die passenden Antworten. „Das ist eine coole
Sache. Wenn ich mal den Stoff nicht
check, kann ich mit Hilfe vom ShS mir
das ganze was ich nicht kapiert habe,
nochmal erklären lassen“, sagt eine
der Schüler. Und auch Deborah Dieterle bringt die Stunde Vorteile: „Das
ist für mich die beste Vorbereitung
für das Abitur, weil ich ständig mit
dem Unterrichtsstoff in allen Facetten konfrontiert werde.“
„Der Altersunterschied zwischen den
Schülern und Tutoren ist relativ ge-
Machen Sie
mit Ihrem
Geld doch,
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Die Fürther Region bedeutet Ihnen viel.
Dies möchten Sie zum Ausdruck bringen. Nachhaltig – und vielleicht auch
namentlich. Dann unterstützen Sie uns
bei allen gemeinnützigen Aufgaben
– vor allem für die Jugendlichen und
Familien hier im Landkreis Fürth.
Lieber Spende oder eigene Stiftung?
Ganz wie Sie möchten! Lassen Sie
uns doch einfach darüber reden.
Diskret und direkt: 0911-97 73 -1001
Landkreis
Stiftung Fürth
In der Heimat wirken wirkt.
Ist doch naheliegend!
Deborah Dieterle bereitet Marcel, Lukas und Daniel in einem „Crash-Kurs“ auf die Chemie-Schulaufgabe vor. Im Hintergrund Vereinsvorsitzender Jürgen Pappler (l.) und sein Stellvertreter Klaus
Werner.
Spendenkonto: Stiftergemeinschaft
Konto: 9953 563 | BLZ: 762 500 00
bei der Sparkasse Fürth
Verwendungszweck:
Landkreis-Stiftung Fürth
Landkreismagazin 23.2009
ring, wodurch Generationenkonflikte im
Unterricht vermieden werden. Deshalb
funktioniert ShS so gut“, nennt Jürgen
Pappler einen der Erfolgsgründe seines
Projekts. Zwar führt er keine genauen
Statistiken, aber von Eltern weiß er, dass
durch ShS die Noten bei einem Großteil
der Schüler verbessert wurden und so das
Klassenziel erreicht werden konnte. Auch
die Prüfungsangst sei bei vielen Schülern
des Projekts gemindert worden.
Weil ShS so erfolgreich ist, soll das
Projekt nun schrittweise auch an den
beiden anderen Landkreis-Gymnasien
sowie an der Realschule eingeführt
werden. Hierzu wurde ShS vor wenigen
Tagen in einen Verein umgewandelt.
Zu den Gründungsmitgliedern zählen
die Bürgermeister der Schulstandorte,
ebenso wie die Landtagsabgeordnete
Petra Guttenberger. Schirmherr und
ebenfalls Gründungsmitglied ist Landrat Matthias Dießl. „Ich finde dieses
Projekt fantastisch. Wir unterstützen
als Sachaufwandsträger ShS sehr gerne, zum Beispiel dadurch, dass wir die
Räumlichkeiten zur Verfügung stellen.“
Das Konzept ist seiner Meinung nach
mutig, aber die Vorteile lägen auf der
Hand: „Wer Hilfe bei Lernproblemen
sucht, möchte nicht unbedingt wieder
einen Lehrer haben. Mit älteren Schülern der gleichen Schule kann man mitunter leichter über die Schwierigkeiten
reden – und das Lernen macht wesentlich mehr Spaß.“
Über den neu gegründeten Verein, zu
dessen Vorsitzenden Jürgen Pappler
gewählt wurde, sollen außerdem Schüler aus sozial schwächeren Familien unterstützt werden, um auch ihnen eine
individuelle Förderung zu ermöglichen.
Denn ganz kostenlos ist ShS nicht: Die
Eltern entlohnen die Tutoren direkt mit
einer kleinen Aufwandsentschädigung.
„Wir halten uns da als Verein heraus,
unsere Aufgabe ist es lediglich, Schüler und Tutoren zusammen zu bringen“,
erläutert Klaus Werner, der zweite Vorsitzende des Vereins „Schüler helfen
Schüler“. Um diese Vermittlung zu optimieren, hat er eine eigene Software geschrieben, die die Lerngruppen verwaltet. Das ist umso wichtiger, wenn ShS
nun auch an anderen Schulen starten
soll und die Zahl an Tutoren und Lerngruppen enorm steigen wird.
Gratulation zum Dienstjubiläum
Zu ihrem 25-jährigen Dienstjubiläum gratulierte Landrat Matthias Dießl
im Rahmen einer kleinen Feier Beate
Bergold (l., Sachbearbeiterin BaföG
und FAG-Zuwendungen), Christine Schilmeier (2.v.l, Sachbearbeiterin
Amtsvormundschaft) und Martin Rösel (r., Sachbearbeiter für Brand- und
Katastrophenschutz) und händigte die
entsprechenden Urkunden aus.
Um 16.30 Uhr ist für Deborah Dieterle wirklich Schulschluss. Marcel, Lukas
und Daniel haben keine Fragen mehr
und fühlen sich fit für die anstehende
Chemie-Probe. Wieder hat ShS seinen
Zweck erfüllt. (Roland Beck)
Weitere Informationen für Eltern, Schüler und interessierte Tutoren sowie für
Schulen gibt es unter www.shs-kids.de.
Über die Webseite kann auch ein Beitritts-Formular für den Verein heruntergeladen werden.
Wenn Sie
Geld haben,
können Sie
hier Gutes
tun!
Manche Menschen spenden für
Hilfsprojekte in aller Welt. Und Sie?
Lieber dort, wo Sie zuhause sind?
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gemeinnützigen Aufgaben – vor allem
für Jugendliche und Familien hier im
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Konto: 9953 563 | BLZ: 762 500 00
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