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Engagement für Organspende Was Ärzte bewegt - Deutsches

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V A R I A
Personalien
Beate Bestmann
Namen und Nachrichten
D
ass es bereits vor drei Jahren in der deutschen Ärzteschaft mächtig gärte, war Beate Bestmann spätestens klar,
nachdem die Kieler Sozialforscherin die mehr als 2 100 ausgefüllten Fragebögen von Klinikern und niedergelassenen
Ärzten ausgewertet hatte.
Bestmann (30) brütete damals
gemeinsam mit ihren Kollegen Dr. med. Volker Rohde
und Priv.-Doz. Dr. med. Axel
Wellmann über der bis heute
umfangreichsten und repräsentativsten Untersuchung zur
Berufssituation der Ärztinnen
und Ärzte in Deutschland,
dem Berufsreport Ärzte 2003.
Die Studie umfasste eine
Stichprobe von rund 7 000
Ärzten – zu gleichen Teilen
aus dem stationären und ambulanten Sektor. Wie zufrieden sind die Ärzte mit den
Rahmenbedingungen ihrer Ar-
beit? Wie steht es um die
allgemeine Lebenszufriedenheit und wie um die berufsspezifischen Belange, etwa
bei der Weiter- und Fortbildung sowie der Forschung
und Lehre? Der Berufsreport, der mit Unterstützung
der Redaktion des Deutschen
Ärzteblattes erstellt worden
ist, ergab ein differenziertes
Bild. Unübersehbar war allerdings die wachsende Unzufriedenheit mit der auf Kostendämpfung ausgerichteten
Gesundheitspolitik und der
zunehmende Druck, der auf
den Ärzten lastet.
Die Ergebnisse des Berufsreports hat das Deutsche Ärzteblatt in insgesamt fünf umfangreichen Beiträgen publiziert. Sie sind seither vielfach
zitiert worden und in andere
Arbeiten eingeflossen. Beate
Bestmann ist nun mit einer
Krankenhäuser in NRW
Engagement für Organspende
M
nen Jahr ist die Zahl der Organspenden nach Angaben
der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) um
25 Prozent gestiegen.
Die DSO und das Ministerium für Arbeit und Soziales
in NRW haben nun erstmals
Foto: DSO
ehr als 12 000 Menschen
in Deutschland warten
auf ein Spenderorgan. Doch
die Hoffnung auf eine Niere,
eine Leber oder ein Herz wird
oftmals enttäuscht, denn die
Wartelisten sind lang. Nahezu
1 000 Patienten sterben jedes Jahr, weil sie kein
Organ bekommen. Bei
der Zahl postmortaler Organspenden liegt
Deutschland im europäischen Vergleich weit
hinten: 14,8 Organspenden jährlich je Million
Einwohner.
Mit 10,8 Spenden
je Million Einwohner
liegt Nordrhein-Westfalen (NRW) sogar unter dem Bundesdurchschnitt. Doch NRW ist
offenbar auf einem guten Weg: Im vergange-
⏐ Jg. 103⏐
⏐ Heft 31–32⏐
⏐ 7. August 2006
Deutsches Ärzteblatt⏐
Foto: privat
Was Ärzte bewegt
Beate Bestmann
bemerkenswerten Dissertation über die berufliche Situation von Ärztinnen und Ärzten
in Deutschland mit magna
cum laude promoviert worden. Die Sozialforscherin erhielt aufgrund dieser Arbeit
den akademischen Grad Doktor der Humanbiologie (biol.
hum.) – verliehen von der Medizinischen Fakultät der Universität Ulm.
Dass zwischenzeitlich die
Berufszufriedenheit der Ärztinnen und Ärzte kaum gestiegen sein dürfte, ist offenJosef Maus
kundig.
Krankenhäuser ausgezeichnet,
die sich in besonderer Weise
für die Organtransplantation
engagieren. Zu den prämierten Einrichtungen zählt unter anderem das Universitätsklinikum Münster. Dort
führte man eine Vielzahl von
Fortbildungsveranstaltungen
durch, optimierte Organisation und Abläufe. Darüber hinaus erfolgte eine Dienstanweisung zur Organspende.
Die Zahl der Spendermeldungen stieg in der Folge an:
Von einer Meldung im ersten Halbjahr 2005 auf elf im
zweiten.
Ausgezeichnet wurden außerdem das St. Marienhospital Lüdinghausen, das Kreisklinikum Siegen – Haus Hüttental, das Klinikum Krefeld
sowie das Evangelische KranBH
kenhaus Bielefeld.
Hartmut Schmidt, Transplantationsbeauftragter des Universitätsklinikums Münster, und Norbert
Senninger, Direktor der Klinik für
Allgemeine Chirurgie (von links)
Herbert Weltrich, ehemaliger
Präsident des Oberlandesgerichts Köln und langjähriger
Vorsitzender der Gutachterkommission für ärztliche Behandlungsfehler (GAK) bei
der Ärztekammer Nordrhein,
ist am 14. Juli im Alter von 87
Jahren in Düsseldorf gestorben.Weltrich war von 1984 bis
1999 Vorsitzender der GAK
und hat deren Arbeit maßgeblich mitgestaltet.
Prof. Dr. med. Eckhard P.
Kromer, Ärztlicher Direktor
und Leiter der Medizinischen
Klinik I, Kardiologie, des Klinikums Stadt Hanau, ist am
24. Juni plötzlich und unerwartet im Alter von 52 Jahren
EB
gestorben.
Aufgaben und Ämter
Prof. Dr. med. Georg Kreymann, Hamburg, ist zum neuen Präsidenten der Deutschen
Gesellschaft für Ernährungsmedizin e.V. gewählt worden.
Sein Vorgänger, Prof. Dr. med.
Berthold Koletzko, München,
gehört als 1.Vizepräsident weiter dem Präsidium an. Neu gewählt wurde als 2. Vizepräsident Prof. Dr. med. Arved
Weimann, Leipzig.
Rolf Wille (67) ist zum
neuen arbeitgeberseitigen Verwaltungsratsvorsitzenden des
IKK-Bundesverbandes gewählt worden. Er ist Nachfolge von Erich Werner Peterhoff, der im April verstarb.
Dr. med. Jochen-Michael
Schäfer, Kiel, ist in seinem
Amt als Vorsitzender des Verbandes der Privatärztlichen
VerrechnungsStellen e.V. bestätigt worden.
Prof. Dr. med.Winfried Burkert, langjähriger Ordinarius
der Neurochirurgischen Universitätsklinik Halle-Wittenberg, ist in den Ruhestand getreten. Sein Nachfolger ist Prof.
Dr. med. Christian Strauss,
Erlangen.
Prof. Dr. med. Thomas Riepert, Köln, hat den Ruf auf
die W-2-Professur für Rechtsmedizin an die Johannes Gutenberg-Universität Mainz anEB
genommen.
A 2127
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Seele and Geist
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